Aufstiegspass
- Aufstiegsklasse — technisch
- Aufstiegsgebiet — Tian Shan, Kirgisische Alatau-Gebirgskette
- Gipfel Svobodnaja Korėja (4740 m) über den linken Teil der Nordwand
- Vorgeschlagen 6B (Erstbegehung)
- Höhenunterschied — 1040 m, Länge des Wandteils der Route — 920 m, davon 5B — 506 m, 6B — 330 m, durchschnittliche Steilheit — 66°.
- Eingeschlagene Haken:
| Fels | Bohrhaken | Klemmelm. | Eis |
|---|---|---|---|
| 54 | 3 | 148 | 34 |
| 23 | 3 | 68 | 0 |
- Arbeitsstunden der Mannschaft — 51 und 5 Tage
- Übernachtungen: 1. — sitzend auf einem Sims, 2., 3. — liegend auf einer Schneefläche, 4. — hängend in Hängematten.
- Leiter — Semiletkin Sergej Alekseevič, Meždunarodnyj sportivnyj klass SSSR
Teilnehmer:
- Totmjanin Nikolaj Anatolevič, Meždunarodnyj sportivnyj klass SSSR
- Terekhov Aleksandr Nikolaevič, Kandidat v meistera sporta SSSR
- Uspenskij Sergej Michajlovič, Kandidat v meistera sporta SSSR
- Trainer der Mannschaft — Stepanov Igor' Vasilevič, Meždunarodnyj sportivnyj klass SSSR
- Aufbruch zur Route — 8. Juli 1988
Gipfel — 12. Juli 1988
Rückkehr von der Route — 12. Juli 1988

Foto 1. Gesamtansicht der Nordwand des Gipfels Svobodnaja Korėja (4740 m). Aufgenommen vom Punkt Nr. 1 (Höhe 3750 m, Entfernung 1 km, 4. Juli 1988, Objektiv T-22, Brennweite 7,5 cm)
- — — — Route der Mannschaft; 2. — — — — Route von A. Kustovskij (1969);
- — — — — Route von Ju. Popenko (1972); 4. ... . Route von V. Bezzubkin

Foto 2. Profil der Wand von rechts. Aufgenommen vom Punkt Nr. 2 (Höhe 4000 m, Entfernung 2 km, 4.
Juli 1988, Objektiv T-22, Brennweite 7,5 cm)

Foto 3. Profil der Wand von links. Aufgenommen vom Punkt Nr. 3 (Höhe 4300 m, Entfernung 4 km, 2.
Juli 1988, Objektiv T-43, Brennweite 40 mm)
Fels Klemmelm. Eis
Kr.Elem. Kr.

- Tag des Aufstiegs. 8. Juli 1988. Die Gruppe brach um 16:00 Uhr zur Route auf, 4 Stunden nach einem starken Schneefall.
Abschnitt R0–R10:
- Der Bergschrund wird über eine senkrechte Eiswand passiert.
- Weiter — Traversieren nach rechts oben in einen mit Eis gefüllten vertikalen Kamin, der auf steile Felsen führt, die geglättet und mit Raueis überzogen sind.
- Felsplatten wechseln sich mit verschneiten schrägen Simsen ab.
- Die Eiskruste auf den Felsen ist unzuverlässig, das Eis bröckelt unter dem Körpergewicht ab.
- Für die Organisation der Sicherung müssen Spalten freigeschaufelt werden.
Abschnitt R10–R12:
- Felsen vom Typ "Widderstirn" führen auf einen Schnee-Eis-Grat, der zum Beginn des steilsten Teils der Wand führt.
- Nach links oben beginnt ein steiler verschneiter Innenwinkel.
- Weiter geradeaus nach oben durch den mit Eis gefüllten Innenwinkel.
- Ausgang auf steile verschneite Platten.
- Über die Platten — Traversieren nach rechts zu einem "Fenster" — mit einer spiegelglatten Platte unter einem riesigen Überhang.
- Im rechten Teil des Fensters — der günstigste Ort für eine Übernachtung.
- Tag. 9. Juli 1988.
- Von morgens an fällt wieder Schnee, und durch starken Wind wird zwischen Zelt und Wand geweht.
- Wir beginnen die Arbeit um 12:00 Uhr unter dem Rauschen von Bächen, die über die Wand fließen.
Abschnitt R12–R14:
- Die glatte Platte mit einem schmalen Spalt wird mit Hilfe von ITO passiert.
- Weiter — über den Überhang mit einem Ausladung von 0,5 m durch eine Spalte in seinem rechten Teil und über eine Steilstufe.
- Durch ein System von schmalen vertikalen Spalten.
- Annäherung an den Überhang.
Am zweiten Tag wurden 35 m Fels mit höchster Kletterei bewältigt. Der Überhang wurde für den nächsten Tag belassen, da sich die kleinen Bäche bis 20:00 Uhr in einen Wasserfall verwandelten und die nassen Ausrüstungen und Kleider zu vereisen begannen.
- Tag. 10. Juli 1988. Ein kalter klarer Morgen verspricht gutes Wetter. Wir beginnen die Arbeit planmäßig um 8:00 Uhr.
Abschnitt R14–R19. Eine 10 m hohe Wand mit einem leichten Überhang führt unter eine "Decke" (Überhang mit einer Steilheit nahe 180° und einer Ausladung von 4,5 m). Sie wird passiert zwischen stufenförmig angeordneten Felsblöcken auf ITO mit Hilfe eines Pendels nach rechts. Unter dem Überhang — Kontroll-Tour. Oberhalb des Überhangs beginnt eine senkrechte monolithische Wand mit seltenen vertikalen Spalten. Die Bewegungsrichtung ist nach links oben zu einem Kamin, der mit Eis gefüllt ist. Der Kamin führt auf einen steilen verschneiten Sims (Abschnitt 18) — ein guter Ort für die Sicherung, aber nicht geeignet für eine Übernachtung, da er am Abend mit Wasser geflutet wird. Oberhalb des Simses beginnt eine vertikale Wand. Spalten und Griffe sind selten. Für das Passieren und Sichern wurden 2 Bohrhaken eingeschlagen.
Um 20:00 Uhr beenden wir die Arbeit an der Route und beschließen, auf der vorherigen Übernachtung zu übernachten.
- Tag. 11. Juli.
Abschnitt R19–R21. Die Bewegung wird durch das Relief der Felsen bestimmt. Rechts hängen glatte Felsen, links — die Kante des Überhangs. Nach oben durch die Wand und weiter durch die linke Wand des Innenwinkels auf ITO durch zahlreiche kleine Überhänge. Übernachtung auf einem steilen "Sims" in Hängematten (Kontroll-Tour Nr. 2).
Abschnitt R21–R22. Senkrechte Wand mit Überhängen. Spalten für dünne Haken. Ein Bohrhaken wurde für die Sicherung und das Passieren eingeschlagen.
- Tag, 12. Juli. Um 8:00 Uhr passiert der Führer den bearbeiteten Abschnitt und beginnt, am Innenwinkel hochzuklettern.
Abschnitt R22–R24. Innenwinkel mit Überhängen und kleinen Überhängen. Sehr kompliziertes Klettern mit Hilfe von ITO. Endet mit einem Überhang mit einer Ausladung von 1 m.
Abschnitt R24–R26. Der Überhang wird frontal über eine Spalte passiert. Weiter folgt der Ausgang auf das "Dach" — verschneite Felsen und ein Eis-Kar. Der Kar wird in Steigeisen über das Eis entlang von Felsausgängen passiert.
Vom Ausgang auf den Grat bis zum Gipfel 30 Minuten, Bewegung in Seilschaften mit Sicherung über
Vorsprünge.

Foto 7. Passieren des Abschnitts 12–13.

Foto 8. Blick von der Übernachtung Nr. 2 auf den Abschnitt 12–13.

Foto 9. Übernachtung Nr. 2,3.

Foto 11. Moment des Ausgangs auf den Überhang nach dem Pendel nach rechts. Kontroll-Tour an der Stelle
des Pendelhakens.

Foto 15. Abschnitt 13–14.
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