Pass
- Felsige Route.
- Westkaukasus (vom Na-char-Pass bis zum Tschiperasau-Pass).
- B. Nachar (3780 m) über die Nordwestwand.
- 6B Schwierigkeitsgrad.
- Höhenunterschied: 1000 m, Streckenlänge — 1355 m.
Die durchschnittliche Steilheit der Route beträgt 75° (siehe Blatt 3, Vorderseite). Streckenlängen der Abschnitte: 150 m — 6. Schwierigkeitsgrad, 330 m — 5. Schwierigkeitsgrad, 400 m — 4. Schwierigkeitsgrad, 210 m — 3. Schwierigkeitsgrad, 250 m — 1. Schwierigkeitsgrad. 6. Eingeschlagene Haken:
| Für die Versicherung | Für die Schaffung von ITO | |
|---|---|---|
| Fels-Haken | 132 | 3 |
| Felswürfel | 62 | 14 |
| Bohrhaken | (alt verwendet) 4 | 43 |
| Eishaken | 6 | — |
- Marschierende Stunden der Mannschaft: 21 Std. und Tage — 2.
- Anzahl der Übernachtungen: 1 (eine komfortable).
- Trainer: Andryuschtschenko Anatoli Wiktorowitsch — MS der UdSSR.
- Kapitän: Tschuenko Sergei Antonowitsch — KMS.
Teilnehmer:
- Fursow Juri Sergejewitsch — KMS
- Pljasow Alexander Grigorjewitsch — KMS
- Nedelkin Wladimir Iljitsch — KMS
- Aufbruch zur Route: 26. Juli 1984. Gipfel: 27. Juli 1984. Rückkehr: 27. Juli 1984.

Gesamtfoto des Gipfels B. Nachar (Nordwestwand). Foto Nr. 3
- Aufstiegsweg der Gruppe
- Übernachtungen (3100 m) auf der Route
- (3) — Aufnahmeort auf der Gebietskizze (siehe Blatt 3, Rückseite). Aufnahmedatum: 24. Juli 1984, Smena, Objektiv 7–43, f=405 = 1200 m, Höhe des Aufnahmepunktes — 2700 m.

Foto Nr. 2
Das Profil der Wand rechts — sichtbarer Teil der von der Mannschaft begangenen Route.
1–24 — Nummerierung der Routenabschnitte.
(2) — Aufnahmeort auf der Gebietskizze (siehe Blatt 3, Rückseite). Aufnahmedatum: 28. Juli 1984, FED-3, Objektiv I-61, f=52 mm, =900 m, Höhe des Aufnahmepunktes — 2500 m.

Zeit-Weg-Diagramm des Aufstiegs
Taktische Handlungen der Mannschaft
Entsprechend dem taktischen Plan brach die Mannschaft am 25. Juli 1984 um 4:00 Uhr vom Biwak unterhalb der Route auf. Zu diesem Zeitpunkt regnete es leicht. Als die Mannschaft sich im unteren Teil der Route befand (Foto 1.2) und etwa drei Seillängen zurückgelegt hatte, begann ein heftiger Regen. Zusammen mit den Wassermassen von der „Dach“ fielen zahlreiche Steine und Eisstücke. Die Mannschaft befand sich genau in der Mitte des steinschlaggefährdeten Abschnitts R5–R6 (Foto 1.4). Drei der vier Teilnehmer erlitten leichte Verletzungen durch umherfliegende Steine und Eissplitter.
Es wurde die einzig richtige Entscheidung in dieser gefährlichen Situation getroffen:
- — vorsichtig abzusteigen;
- — Abschnitte mit Überhängen zu nutzen, um sich vor herabfallenden Steinen zu schützen.
Das Biwak wurde um 8:35 Uhr erreicht. Der Regen hielt an diesem Tag bis 16:00 Uhr fast ohne Unterbrechung an. Es ist zu beachten, dass das Wetter an diesem Tag am gesamten Kaukasus schlecht war.
Am nächsten Tag, dem 26. Juli, regnete es erneut am Morgen, und erst nach dessen Ende konnte die Mannschaft um 10:00 Uhr aufbrechen, statt wie geplant um 4 Uhr. Der Aufstieg erfolgte im Weiteren gemäß dem taktischen Plan, jedoch mit einer Zeitverschiebung von 6 Stunden, trotz des schlechten Zustands der Route infolge des Wetters.
An diesem Tag arbeiteten die Teilnehmer in folgenden Seilschaften:
- — 1. Seilschaft: Tschuenko S. A. — Nedelkin W. I.
- — 2. Seilschaft: Fursow J. S. — Pljasow A. G.
Die ersten fünf Seillängen (Abschnitt R0–R8, Foto Nr. 2) führte Nedelkin W. I. Die Sicherung des Vorsteigers erfolgte mit einem doppelten Seil unter Verwendung eines Band-Amortisators, die Seile wurden durch eine Schihtu-Scheibe gegeben. Die Bewegung des Zweiten und Vierten erfolgte an den Perlen auf Klemmen mit oberer Sicherung, die des Dritten an doppelten Perlen mit Klemmen an der Selbstsicherung mit Prusiks und unterer Sicherung. Für die Route wurden fünf Seile mitgenommen. Die Zeit, die für das Zurücklegen der Route bis zum Wasserfall benötigt wurde (Abschnitt R0–R8, Foto Nr. 2), betrug etwa drei Stunden.
Vom Wasserfall bis zu den Übernachtungen beim zweiten Kontrollturm (Abschnitt R8–R20, Foto) führte Tschuenko S. A. als Erster. Für das Zurücklegen dieses Abschnitts wurden etwa 7 Stunden benötigt. Während der gesamten Zeit auf der Route am 26. Juli regnete es leicht und fein, zeitweise in Schnee bei eingeschränkter Sicht im Nebel übergehend.
Um die Sicherheit zu gewährleisten:
- — wurden Sicherungsplätze unter Überhängen gewählt;
- — zwischen den Teilnehmern wurde ständig eine sprachliche Verbindung aufrechterhalten.
Gegen 20:00 Uhr richtete die Gruppe ihr Biwak ein.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Seilschaft Fursow J. S. — Pljasow A. G. den mit Bohrhaken versehenen Wandabschnitt bearbeitet (Abschnitt R20–R21, Foto 1.4).
Die Entscheidung, diesen Abschnitt trotz der späten Stunde zu bearbeiten, wurde getroffen, weil:
- — die Wand nass war;
- — nächtlicher Frost möglicherweise zu Glatteis geführt hätte;
- — dies das Vorankommen am nächsten Tag erschwert hätte.
In einer Stunde Arbeit wurden 60 m der Wand bearbeitet. Besonderheit dieses Abschnitts war, dass er mit Hilfe von ITO begangen wurde, wobei bereits eingeschlagene Bohrhaken genutzt wurden. Da der Abstand zwischen den Bohrhaken groß war (1,5–2 m), mussten:
- — für ITO eigene Haken eingeschlagen werden;
- — ein „Haken“ verwendet werden, um das Gleichgewicht während des Einhängens in den Haken zu halten.
Am nächsten Tag, dem 27. Juli 1984, brach die Mannschaft um 7:00 Uhr auf. Infolge des nächtlichen Frosts waren die Felsen mit einer Schicht Glatteis bedeckt, was:
- — das Begehen des bearbeiteten Wandabschnitts erschwerte;
- — die Richtigkeit der Entscheidung zur abendlichen Bearbeitung der Wand bestätigte.
An diesem Tag verteilten sich die Teilnehmer wie folgt:
- — als Erster arbeitete Fursow J. S.;
- — als Zweiter — Pljasow A. G.;
- — als Dritter — Tschuenko S. A.;
- — als Vierter — Nedelkin W. I.
Um 12:30 Uhr passierte die Mannschaft die Wand (Abschnitt R20–R22) und erreichte das „Dach“ (Foto 1.4). Hier fand ein Führungswechsel gemäß dem taktischen Plan statt. Weiter auf der Route führte Pljasow A. G. (Abschnitt R22–R26, Foto 1.4) bis zum Gipfel. Den Gipfel erreichte die Mannschaft um 17:15 Uhr am 27. Juli 1984.
Der Abstieg vom Gipfel erfolgte über die Route 2A Schwierigkeitsgrad. Die Gruppe kehrte um 20:15 Uhr ins Biwak zurück und benötigte für den Abstieg 3 Stunden.
Am zweiten Tag des Aufstiegs waren die Wetterbedingungen zufriedenstellend:
- — wechselnde Bewölkung;
- — ohne Niederschlag.
Auf der gesamten Route sah die Mannschaft Sicherheitsmaßnahmen vor, die im taktischen Plan und während der Vorbereitung auf den Aufstieg geplant waren (siehe taktischer Plan und Abschnitt „Vorbereitung auf den Aufstieg“).
Während des Aufstiegs war die Funkverbindung der Mannschaft mit der Beobachtungsgruppe stabil und entsprach dem Funkplan.
Schema der Route in UIAA-Symbolen


Unterer Teil der Route (Profil links), Abschnitt R0–R3.
- Datum: 28. Juli 1984
- Zeit: 16:00
- Kameratyp: „Smena“
- Parameter: f=40, S=300 m, H=2800 m
- Objektiv T-43

Foto Nr. 1.4. Ausschnitt der Route — „Dach“. Datum: 28. Juli 1984, 17:00, Smena, F=40, Objektiv T-43, S=2500 m, H=3000 m.
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