Northern Patagonian Andes
Patagonien: Erste Begehung der Route Tarock im Tal von Cochamó

Mirko Grasso und Jernej Kruder erschlossen eine neue Route namens "Tarock" (7c, 750 m) im chilenischen Kochamotal und nutzten dabei den Mixed-Stil. Unterstützung erhielten sie dabei vom tschechischen Fotografen Vlado Zumer.
Mirko Grasso aus Italien und Jernej Kruder aus Tschechien haben eine neue Route im chilenischen Cochamo-Tal eröffnet. Die 750 Meter lange Route hat eine Schwierigkeit von bis zu 7c.
Das Cochamo-Tal bleibt trotz seiner wachsenden Popularität wild und bietet Alpinisten großartige Möglichkeiten. Eine großartige Illustration des Potenzials Patagoniens jenseits bekannter Gipfel wie Torres del Paine und Fitz Roy.
Grasso und Kruder errichteten zu Beginn des Jahres ihr Basislager in La Junta, im Zentrum des Tals. La Junta liegt zwei Autostunden vom chilenischen Ort Puerto Montt und drei Gehstunden entfernt. Während eines kurzen Wetterfensters identifizierten die Alpinisten eine geeignete Linie auf dem Gipfel des Cerro Valvalun, den sie als den imposantesten Gipfel in der Region beschrieben.
Bei der Erschließung der Route verwendeten die Alpinisten verschiedene Stile. Zunächst setzten sie Bolzen und Felshaken und kletterten dann die Route frei. Für die Umsetzung ihres Vorhabens benötigten sie zwei Wetterfenster. Während des ersten durchstiegen sie die Route mit Bolzen in drei Tagen. Die Route kann in zwei Abschnitte unterteilt werden: Der erste führt über glatte, technisch anspruchsvolle Platten und erfordert überlegte Sicherung und sorgfältiges Klettern, der zweite Abschnitt ist geprägt von Rissen und Kanten sowie verlässlichem Klettern an Granit.
"Der obere Teil ist ein Vergnügen: unglaubliche Risse, immer kletterbar, nie langweilig", bemerkten die Alpinisten. Bei der Erstbegehung verwendeten sie 29 Bolzen und 15 Felshaken für das Vorwärtskommen und die Sicherung sowie klassische Sicherungspunkte.