Zum Inhalt springen

Ohne Titel

Aufstiegspass,

erfolgten Aufstiegs im Rahmen der ukrainischen Meisterschaften des DSO „Awan­gard“ im Alpinismus 1974.

  1. Aufstiegsklasse — technisch schwierige Aufstiege.

  2. Aufstiegsgebiet — Westkaukasus.

  3. Aufstiegsroute — Pik Amanauz (Hauptgipfel) 3757 m über den SW-Konterfors der Südwand.

  4. Aufstiegscharakteristik:

    Gesamthöhenunterschied — 700 m; Höhenunterschied der sehr schwierigen Abschnitte — 520 m; Durchschnittliche Steilheit der Route — 65°; Steilheit der sehr schwierigen Abschnitte — 85°; Gesamtausdehnung — 850 m.

  5. Eingeschlagene Haken: Fels — 80; Eis — 3.

  6. Anzahl der Gehstunden — 28 Stunden (ohne Anmarsch und Abstieg).

  7. Anzahl und Charakteristik der Übernachtungen — zwei Liegendsitzungen.

  8. Mannschaftsbezeichnung — Mannschaft des Charkiwer Gebietsrats der DSO „Awangard“.

  9. Vor- und Nachnamen des Kapitäns, der Teilnehmer und des Trainers sowie deren Sportqualifikation:

    Bach­tigo­zin Witali Anatoljewitsch, MS UdSSR — Kapitän; Grigorenko-Prigoda Juri Iwanowitsch, MS UdSSR — Teilnehmer; Tkatschenko Wladimir Semjonowitsch, MS UdSSR — Teilnehmer; Tschub Grigori Iwanowitsch, KMS — Teilnehmer; Schumichin Wladimir Sergejewitsch, MS UdSSR — Trainer.

  10. Aufstiegsdatum — 23. Juli 1974.

  11. Platzierung der Mannschaft.

Kurze geografische Beschreibung des Aufstiegsgebiets

Das Amanauz-Massiv liegt im Hauptkamm des Kaukasus. Es erstreckt sich von Nordwesten nach Südosten zwischen den Gipfeln Sofrudschu und dem Massiv Dschuguturlutschat. Vom Gipfel Sofrudschu wird der Hauptgipfel Amanauz durch den Amanauz-Pass getrennt. Der Sattel von Popow trennt den Knotengipfel Amanauz von den Gipfeln Dschuguturlutschat.

Die meisten Routen auf die Gipfel des Amanauz-Massivs führen von den Gletschern Amanauz und West-Amanauz:

  • Auf den Hauptgipfel vom Amanauz-Pass — kombinierte Route der Kat. 3B.
  • Auf den Hauptgipfel über die Nordwand — Felsroute der Kat. 4B.
  • Auf den Hauptgipfel über den Nordkonterfors — Felsroute der Kat. 4B.
  • Auf den Dwu­subaja-Gipfel über die Ostwand — Felsroute der Kat. 5B.
  • Auf den Knotengipfel von Osten — kombinierte Route der Kat. 4A.

Von Süden hat die Wand des Amanauz-Massivs mehrere Konterforse, die zum Hauptgipfel und zu den Gendarmen im Grat führen. Die Konterforse sind durch eine erhebliche Steilheit (bis zu 80 °) gekennzeichnet und stellen in der Regel eine Kette von Felsaufbrüchen dar.

Von Süden wurde bislang eine einzige Route auf den Hauptgipfel von Amanauz vor zwanzig Jahren über den Südost-Konterfors der Kat. 5B erschlossen. Diese Route wurde erstmals von einer Sportgruppe unter der Leitung von B. Romanow begangen.

Unsere Sportgruppe hatte bereits 1972 die Aufgabe gestellt, den linken, südwestlichen Konterfors zu begehen, der fast senkrecht vom Hauptgipfel zum südwestlichen Amanauz-Gletscher abfällt. Im Jahr 1972 konnte jedoch nur ein Erkundungsgang durchgeführt werden. Der Erkundungsgang wurde in der Zeit vom 18. bis 20. Juli 1972 von einer Gruppe von Instruktoren des Alpinistenlagers „Alpek“ durchgeführt: Tkatschenko W. O., Schumichin W. S., Wsewolodski A. I., Bach­tigo­zin W. A.

Zu Beginn der Route führt der Weg von der Dombaj-Wiese durch die Amanauz-Schlucht auf einem Pfad über den Amanauz-Gletscher, dann über den Amanauz-Pass zum südwestlichen Amanauz-Gletscher.

Funkverbindung auf der Route mit dem Lager kann nur über Relaisstationen erfolgen, die zweckmäßigerweise auf dem Amanauz-Pass oder auf der Schulter des Sorru­-dschu-Gipfels aufgestellt werden sollten.

Profil der Route

img-0.jpeg

Routenbeschreibung

R0–R1. Von der Übernachtung auf der Moräne am SW-Amanauz-Gletscher Übergang unter den südlichen Hängen des Pik G. Amanauz in Richtung des linken Konterfors, der zum Pik G. Amanauz führt — 0,5 Stunden.

R1–R2. Beginn der Route — braune Felsen mittlerer Schwierigkeit (mit Haken­sicherung) auf der rechten Seite des breiten Kouloirs zwischen den Graten, die zum Schwarzen Gendarm und zum Hauptgipfel führen. Unter den Felsen — Randkluft.

Zunächst 30 m über Felsen mit einer Steilheit von 60–70 °, dann Abflachung auf 40–45 °, Felsen vom Typ „Widderstirn“. Bewegung nach rechts oben in Richtung des ersten Gendarms. Orientierungspunkt — Schneefeld unter dem Gendarm. Bis zum Schneefeld ~ 200 m. Steinschlaggefahr. Im unteren Teil des Schneefelds und rechts davon Schuttbänke, geeignet für einen Biwak.

R2–R3. Der weitere Weg führt zur Lücke im Grat hinter dem ersten Gendarm — insgesamt 120 m.

Entlang der inneren Ecke 20 m, Steilheit 70 ° mit anschließendem Übergang nach links in die benachbarte innere Ecke und weitere 60 m bis zu überhängenden Felsen. Umgehung nach links auf ein Wändchen mit einer Steilheit von 80 ° und auf diesem 40–50 m bis zum Grat (70 °). Felsen monolithisch, aber es gibt lose Steine. Haken­sicherung. Auf dem Grat, in der Lücke beim Gendarm, Steintour und Fläche für eine Übernachtung.

R3–R4. Von der Übernachtung aus ca. 10 m Aufstieg über Grate auf eine Bank, und von dort Traverse auf einer Platte 4 m auf eine andere horizontale Fläche 2×3 m. Von der Fläche aus Bewegung senkrecht nach oben 10–12 m durch einen Kamin, an dessen Seiten gute Vorsprünge für Hände und Füße vorhanden sind. Haken­siche­rung. Dann flacht sich die Wand auf 70 ° am Ende des 50-m-Seils innerhalb des Kamins ab — Fläche.

Weitere Bewegung — entlang der Wand rechts vom Grat, zunächst durch einen auskeilenden Kamin, dann über schmale Bänke mit Ausgang auf die Schulter eines steilen Aufbruchs. Vom Kontrollturm — 150 m.

R4–R5. Der 2. Aufbruch wird entlang des Grats mit Haken­sicherung (50 m, 80 °) begangen. Hinter dem Aufbruch — ein Seil eines flachen Grats (gleichzeitige Bewegung) führt zur Wand des Vorgipfel-Aufbruchs.

R5–R6. Der Vorgipfel-Aufbruch wird zunächst rechts umgangen über eine geneigte glatte Platte unter der Wand (ca. 10 m) mit Haken­sicherung, dann geht die Wand in steile zerstörte Felsen über. Auf ihnen führt der Weg direkt auf den Grat nach oben (10–12 m). Haken­sicherung. Die Vorsprünge sind nach außen geneigt, daher sind sie hauptsächlich für die Füße geeignet. Auf dem Grat bequeme Fläche zum Hochziehen der Rucksäcke.

Von der Fläche aus geht es auf die Schulter des Aufbruchs über eine 15 m hohe senkrechte zerstörte Wand. Auf der Schulter — Fläche für eine Übernachtung.

R6–R7. Der Turm des Hauptgipfels von Amanauz wird durch gleichzeitige Bewegung der Seilschaften begangen. Felsen mittlerer Schwierigkeit, Sicherung an Vorsprüngen, Steilheit 50 °, Länge des Abschnitts 100 m.

Der Abschnitt R6–R7 fällt mit dem Abschnitt der klassifizierten Route 5B zusammen.

Vom Gipfel aus führt der Weg auf der Route 3B zum Amanauz-Pass, weiter über den Amanauz-Gletscher, die Moräne und den Pfad zur Dombaj-Wiese.

Aufstiegsroute: Pik Amanauz (Hauptgipfel, 3757 m) über den SW-Konterfors der Südwand.

img-1.jpeg

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen