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Ohne Titel

Pas­port des Auf­stiegs

  1. Ge­biet: Kau­kasus, Ar­chy­ser Ge­biet, Ab­schnitt 2.1 EKTM 2013
  2. Gip­fel 3201 m (Ka­ra­dash Yu.), über die öst­li­che Wand
  3. Vor­ge­schla­ge­ne Schwie­rig­keits­klas­se: 4B, Erst­be­ge­hung
  4. Cha­rak­ter der Rou­te: Fel­sen­klet­tern
  5. Hö­hen­dif­fe­renz der Rou­te: 290 m

Län­ge der Rou­te: 330 m. Län­ge der Ab­schnit­te mit V. Schwie­rig­keits­klas­se — 88 m. Mit­t­le­re Steil­heit des Haupt­teils der Rou­te — 52°

  1. Hin­ter­las­se­ne Haken auf der Rou­te: 0, da­run­ter Schlam­bur­ner — 0, ver­wen­de­te ITO — 0
  2. Be­gehungs­zeit der Mann­schaft: 9,5 Stun­den
  3. Lei­ter: Sha­ma­lo V.P., MS­MK

Teil­neh­mer:

  1. Iva­no­va-Efi­mo­va Eli­sa­ve­ta, 2. sportl. Klas­se
  2. Olen­ni­kov Ser­gej, 1. sportl. Klas­se
  3. Pet­rov Ser­gej, 2. sportl. Klas­se
  4. Sklya­ro­va Ev­ge­niya, 2. sportl. Klas­se
  5. Trai­ner: Lo­ba­chev E.A., KMS

Sha­ma­lo V.P., MS­MK

  1. Auf­bruch zur Rou­te aus dem La­ger am Glet­scher: 8. Mai 2013 um 7:00 Uhr

Rou­te be­gon­nen: 8. Mai 2013 um 7:30 Uhr. Er­rei­chung des Gip­fels: 8. Mai 2013 um 17:00 Uhr. Rück­kehr ins La­ger am Glet­scher: 8. Mai 2013 um 18:00 Uhr. Rück­kehr ins Ba­sisl­ager in der Schlucht Or­lj­onok: 8. Mai 2013 um 21:30 Uhr. Ab­stieg vom Gip­fel: über die SO-Wand nach der Rou­te der 4A-Klas­se.

  1. Or­ga­ni­sa­ti­on: Sam­mel­grup­pe der Al­pin­klub­be "Po­li­tech­nik", St. Pe­ter­burg.
  2. Ver­ant­wort­li­cher für den Be­richt: Sha­ma­lo V.P.

E-Mail-Adres­se und Te­le­fon: va­le­[email protected], +7 921-955-94-13.

All­ge­mei­nes Fo­to des Gip­fels

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Rou­te der Grup­pe über die öst­li­che Wand am 8. Mai 2013, An­sic­ht der Rou­te vom Schnee­feld aus ei­ner Hö­he von ca. 2900 m

Pro­fil der Rou­te

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An­sic­ht von lin­ks auf die Rou­te auf den Gip­fel Ka­rad­zhash Yu. über die öst­li­che Wand, 8. Au­gust 2013, Hö­he ca. 2900 m

Ge­zeich­ne­tes Pro­fil der Rou­te

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Fo­to­pa­no­ra­ma des Ge­biets

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Blick aus dem Tal des Flus­ses Gam­met­-Chat

08.05.2013

Über­blick über das Ge­biet

Das Ar­chy­ser Ge­biet ist der mitt­le­re Teil des Wes­t­kau­ka­sus, ei­ner um­fas­sen­den Ge­birgs­re­gi­on mit ei­ner Ge­samt­flä­che von ca. 145.000 km². Die höchs­ten Ber­ge des Ar­chy­ser Ge­biets sind:

  • Pshish (3780)
  • So­fi­ya (3640)
  • A­ma­n­a­uz-Ba­shi (3530)
  • Ps­y­sh (3502)

Die An­rei­se zum Ort Ar­ch­yz ist nicht schwie­rig: mit dem Zug bis zur Sta­ti­on Ne­vin­no­my­s­skaya, dann mit dem Bus bis zur Stan­ni­za Ze­len­chuk­skaya und wei­ter mit dem Bus bis zum Ort Ar­ch­yz. Wir ka­men mit ei­nem ge­buch­ten Wa­gen von der Sta­ti­on Ne­vin­no­my­s­skaya bis zur Po­lya­na Ta­u­lu.

Das Ge­biet ge­hört zur Gren­z­zo­ne, des­halb muss man sich ei­nen Mo­nat vor­her um die Ge­neh­mi­gung der Durch­lass­s­chei­ne küm­mern. Da­zu sendet man die er­for­der­li­chen In­for­ma­tio­nen an die Gren­z­be­hör­de in der Stadt Cherk­essk und gibt an, dass man die Durch­lass­s­chei­ne auf der Gren­z­sta­ti­on Ar­ch­yz (be­fin­det sich 2 km vom Ort ent­fernt, an der Stra­ße nach Po­lya­na Ta­u­lu) ab­ho­len wird.

Kon­tak­te: [email protected] — E-Mail der Gren­z­be­hör­de

http://fsb.ru ↗ — Mus­ter­an­trag und wei­te­re In­for­ma­tio­nen

Die Gip­fel der Re­gi­on ste­hen den Gip­feln po­pu­lä­rer Al­pi­nis­ten­re­gi­onen in tech­ni­scher Schwie­rig­keit und Schön­heit nicht nach, sie sind nur et­was nie­driger. Die Zu­gän­ge zu den Gip­feln sind kurz und be­quem, was eben­falls ein po­si­ti­ver Fak­tor ist.

Sche­ma der Rou­te auf den Gip­fel Ka­ra­dzhash (Yu), 3201 m, über die öst­li­che Wand in den Sym­bo­len der UIAA

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y4
26175-80
250V1065
240V1565
231V870
220I1510
212II–III760
204II–III1040-50
192IV1560-70
182V1085
172V1565
161II520
155KT2IV2565
141II1030
133I1020

Ab­stieg über die Rou­te 4A

Tech­ni­sches Fo­to der Rou­te

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Gip­fel Ka­ra­dzhash (Yu), 3201 m.

Be­schrei­bung der Rou­te und tak­ti­sche Hand­lun­gen der Mann­schaft

  1. Mai 2013. Die Grup­pe mit der glei­chen Zu­sam­men­set­zung be­stieg die Rou­te der 4A-Klas­se auf den Gip­fel 3201 m über die SO-Wand und über­nach­te­te in ei­nem Zelt auf dem Schnee­hang et­wa 300 m süd­öst­lich der Wand.

Am Abend des 7. Mai:

  • na­men wir Kon­takt mit der öst­li­chen Wand auf,
  • durch­führ­ten eine Auf­klä­rung der Rou­te,
  • brach­ten die Aus­rüs­tung.

Am 8. Mai um 7:30 Uhr be­gann die Grup­pe die Ar­beit an der Rou­te.

Die Rou­te auf den Gip­fel 3201 m über die öst­li­che Wand be­ginnt im rech­ten Teil der Wand, un­ter ei­ner gro­ßen über­hän­gen­den Plat­te.

R1–R3. Vom Schnee­feld nach lin­ks — auf­wärts führt ein gras­be­wach­se­ner Sims. An­fangs ist die Be­we­gung sehr ein­fach, aber nach 20–25 m nimmt die Steil­heit zu, der Sims ver­engt sich, und das Klet­tern wird schwie­ri­ger. Nach 50 m vom Be­ginn der Rou­te — Sta­ti­on auf ei­nem schma­len Ab­satz un­ter dem Über­hang, hier ist auch der 1. Kon­troll­punkt.

Als Ers­ter ar­bei­te­te auf der ge­sam­ten Län­ge der Rou­te Ser­gej Pet­rov, die üb­ri­gen Teil­neh­mer stie­gen an den Pe­ri­la­hen hoch.

R4–R7. Vom Turm nach lin­ks durch ei­nen klei­nen Runs­en­aus­gang auf ein Fel­sen­grat, wei­ter auf­wärts durch Fel­sen mitt­le­rer Schwie­rig­keit. Nach 25–30 m:

  • nach rechts — auf­wärts durch schwie­ri­ge­re Fel­sen;
  • dann ein klei­ner Tra­vers nach lin­ks bis zu ei­nem be­que­men Ab­satz.

R8–R11. An­fangs auf­wärts durch Fel­sen mitt­le­rer Schwie­rig­keit, wei­ter nimmt die Steil­heit ab, das Klet­tern wird ein­fa­cher, und nach 25 m — Aus­gang auf ei­nen ein­fa­chen, ge­neig­ten Sims.

R12–R16. Vom Sims Be­we­gung auf­wärts, um die gro­ßen Gen­dar­men her­um. Hin­ter ih­nen muss man:

  • nach rechts ab­bie­gen,
  • auf­wärts auf ei­nen klei­nen Fel­sen­grat,
  • wei­ter nach lin­ks in ei­nen ge­neig­ten Ka­min.

In der mitt­le­ren Tei­len des Ka­mins ließ man auf ei­ner Ver­an­ke­rung den zwei­ten Kon­troll­turm. Nach 45 m vom gro­ßen Sims (R11) — Aus­gang auf ei­nen ge­neig­ten Sims, wo eine ge­nü­gend be­que­me Sta­ti­on ein­ge­rich­tet wur­de.

In der obe­ren Hälf­te der Rou­te fan­den wir ver­las­se­ne Ab­seil­schlin­gen, of­fen­bar ist hier ei­ne Grup­pe bis zum gro­ßen Sims ab­ge­stie­gen. R17–R20.

Be­we­gung ge­ra­de auf­wärts durch stei­le und ziem­lich schwie­ri­ge Fel­sen. Stel­len­wei­se trifft man so­gar klei­ne, bis 2 m, senk­rech­te und et­was über­hän­gen­de Ab­schnit­te.

Nach 40 m flacht die Wand ab. Die Län­ge des Seils reicht nicht ganz bis zum be­que­men Sims, des­halb er­gibt sich die Sta­ti­on auf ei­ner ge­neig­ten Plat­te.

R21–R23. Zu­nächst nach lin­ks–auf­wärts ei­ni­ge Me­ter durch ei­nen stei­len in­ne­ren Win­kel. Wei­ter auf ei­nem be­que­men Sims et­wa 15 Me­ter. Man könn­te auf dem Sims ei­ne Sta­ti­on ein­rich­ten, aber aus Angst, dass vom Sims nicht ge­nü­gend Seil bis zum Gip­fel reicht, stieg Pet­rov noch et­wa 10 Me­ter nach rechts–auf­wärts durch den in­ne­ren Win­kel und mach­te ei­ne un­be­que­me Sta­ti­on auf ei­nem klei­nen Ab­satz.

R24–R27. Nach rechts–auf­wärts, zu­nächst durch schwie­ri­ge Plat­ten, dann durch ei­nen stei­len und ziem­lich schwie­ri­gen in­ne­ren Win­kel. Nach 25 m — Aus­gang auf ei­nen ein­fa­chen, fla­chen Grat, und noch nach 25 m — der Gip­fel.

Den Gip­fel er­reich­ten wir um 17:00 Uhr am 8. Mai 2013, fan­den un­se­re ei­ge­ne No­tiz- vom Vor­tag bei der Be­stei­gung über die SW-Wand nach der Rou­te der 4A-Klas­se.

Wir stie­gen in 1,5 Stun­den zum Zelt ab, das un­ter der Rou­te stand, über die Rou­te der 4A-Klas­se, und am sel­ben Abend über den Pass Ka­ra­dash ins Ba­sisl­ager in der Schlucht Or­lj­onok zu­rück.

All­ge­mei­ne Be­mer­kun­gen zur Rou­te

Die be­gan­ge­ne Rou­te über­trifft die Rou­te auf den­sel­ben Gip­fel über die SO-Wand deut­lich an Schwie­rig­keit. Der Teil­neh­mer S. Olen­ni­kov schlug vor, sie in die 5A-Klas­se ein­zu­ord­nen, da die Rou­te ei­ne Klas­se schwie­ri­ger er­scheint als die Rou­te über die SO-Wand.

Die Mei­nung des Lei­ters: Die Rou­te über die O-Wand in die 4B-Klas­se ein­zu­ord­nen, aber in­ner­halb der Klas­se wird sie schwie­ri­ger als die durch­schnitt­li­che sein.

Die Rou­te über die SO-Wand hat es ver­die­nt:

  • in der Klas­si­fi­zie­rung auf 3B her­ab­ge­setzt zu wer­den, oder
  • in­ner­halb der Klas­se als nach der Schwie­rig­keit un­ter dem Durch­schnitt lie­gend be­trach­tet zu wer­den.

Voll­kom­men lo­gisch er­scheint es, die Kom­bi­na­tio­nen die­ser Rou­ten zu be­ge­hen — man kann den un­te­ren Teil von ei­ner und den obe­ren Teil von der an­de­ren Rou­te be­ge­hen, in­dem man auf den an­de­ren Weg auf dem Sims auf dem Ab­schnitt R11 wechselt.

Sol­che Kom­bi­na­tio­nen könn­te man als gu­te und ziem­lich schwie­ri­ge 4A be­wer­ten.

In­so­fern ist die Rou­te über die O-Wand ziem­lich si­cher, das Re­li­ef ist zu­ver­läs­sig. Man muss nur auf den Ab­schnit­ten R22–R23 auf­pas­sen, um kei­ne Stei­ne auf die ne­ben­lie­gen­de Rou­te zu wer­fen, wenn dort ei­ne an­de­re Grup­pe ar­bei­tet. (Fo­to 1.) Be­ginn der Rou­te

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Quellen

Kommentare

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