
Westkaukasus. Arkhyz. Orlenok-Tal. Gipfel — Kara-Dzash (3171 m). Route: „Durch die Südwestwand“ 3B (kombiniert)
Beschreibung des Gipfels
Der Gipfel Kara-Dzash (3171 m) ist ein Knotengipfel des Massivs (auf alten Karten — des Kamms) Kara-Dzash. Er liegt auf dem Territorium des Kaukasischen Föderationskreises der Russischen Föderation, in der Republik Karatschai-Tscherkessien, im Gebirgsregion Arkhyz (Orlenok-Tal), im Zwischenstromgebiet der Flüsse Pschysh, Sofia und Orlenok.
Der Gipfel Kara-Dzash (3171 m) ist ein deutlich ausgeprägter Berg des Kara-Dzash-Kamms, der leicht von der Lichtung Taulu aus identifiziert werden kann, die an der Mündung des Flusses Sofia in den Fluss Pschysh liegt. Der offizielle Name des Gipfels, der auf den geografischen Karten der Russischen Föderation (M: 1 cm — 1 km) verzeichnet ist, wird aus der karatschaiischen Sprache als „Schwarzer Prinz“ übersetzt.
Beschreibung der Route
Die Route „Durch die Südwestwand“ ist eine technisch interessante sportliche Route. Die Route ist logisch aufgebaut. Der Schlüssel der Route ist ein felsiger Abschnitt erhöhter Schwierigkeit.
Ausrüstung
Für die Begehung der Route mit einer Sportgruppe von 2 Personen ist folgende spezielle Ausrüstung erforderlich:
Persönliche Ausrüstung:
- Steigeisen
- Eispickel für den Aufstieg
Gemeinschaftliche Ausrüstung:
- Haupttau 10 mm — 2×60 m
- Felsbeil — 2 Stück
- Felsnägel — 16 Stück
- Eisbeil — 1 Stück
- Klemmkeile — 12 Stück
- Friends — 6 Stück
- Eisschrauben — 0 Stück
- Karabinerhaken — 16 Stück
- Schlingen — 10 Stück
Für den Führer sind Felsstiefel erforderlich!
Aufstieg
Der Aufstieg beginnt vom Biwak im oberen Zirkus des Orlenok-Tals. Der Zugang zum Biwak im oberen Zirkus ist nicht kompliziert: von der Lichtung Taulu über die Brücke den Fluss Sofia überqueren und das Orlenok-Tal hinaufsteigen — zunächst auf der Forststraße, dann auf einem gut sichtbaren Pfad.
Der Zirkus ist deutlich ausgeprägt: im Winter und im Frühjahrsschnee — schneebedeckt, im Sommer — mit Hochgebirgsvegetation bewachsen und mit zwei schönen Seen inmitten kleiner Birken- und Kiefernwäldchen.
Von der Lichtung Taulu bis zum Zirkus benötigt man 1,5–2 Stunden. Im Zirkus gibt es geeignete Plätze für Zelte, mit Wasser (Bächen) und trockenen Flächen, die Ende April — Anfang Mai schneefrei werden.
Die Höhe des Biwaks am See über dem Meeresspiegel beträgt 2200 m.
In der Panoramaansicht des Zirkus ist der Gipfel Kara-Dzash der dominierende und leicht zu identifizierende Gipfel.
Der Aufstieg von der Übernachtung zum Beginn der Route — dem Felsblock „Nuss“ — dauert etwa eine Stunde.
Technische Details
Die Route beginnt mit dem Aufstieg durch eine schneebedeckte Rinne, wobei man sich an die Mitte hält. Nachdem man den Ausgang der Schuttrinne (links) passiert hat, gelangt man zum felsigen Fundament der Wand. Dann steigt man über einfache Felsen auf eine Terrasse.
Die Terrasse:
- ist breit
- kann als temporäres Biwak dienen
Über die Terrasse geht man nach links, traversiert die Wand bis zu einem ausgeprägten Felsenkontrefort. Die Wand — der Aufstieg auf den Grat des Kontreforts — ist der Schlüssel der Route!
Der Schlüssel der Route ist eine sehr schwierige, steile Felswand mit minimalen Vorsprüngen und Stufen und minimalem Relief für die Organisation von Zwischenstationen.
Nach dem Passieren des Schlüssels erfordert die Route weiterhin qualitatives Klettern des Führers und die Schaffung von Zwischenstationen alle 35 m. Danach folgt eine etwas weniger steile Felswand, die auf den Grat des Kontreforts führt. Man klettert in der Mitte.
Das Passieren dieser 120–150 m erfordert:
- die Anwesenheit eines erfahrenen Kletterns in der Gruppe;
- qualitatives Zusammenspiel der Seilschaften.
Nach dem Wandabschnitt führt ein einfacher Grat des Kontreforts auf den Gipfel.
Der Gipfel ist eine felsige, pyramidenförmige, deutlich ausgeprägte Erhebung.
Abstieg vom Gipfel
Der Abstieg vom Gipfel erfolgt über die Route 2B Kat. — zunächst über den Nordgrat bis zur Schwelle, die die Gipfel Kara-Dzash, Kara-Dzash (Nord) und Kara-Dzash (Nordost) trennt. Dann über die östliche Rinne abwärts in das Tal des Flusses Gammesh-Chat. Danach:
- auf dem Pfad entlang des Flusses ins Tal des Flusses Sofia absteigen,
- den Fluss auf einer Holzbrücke überqueren,
- auf einer Schotterstraße zur Lichtung Taulu absteigen.
Ins Orlenok-Tal kann man über folgende Routen zurückkehren:
- den Pass Gammesh-Chat — Gnilaia (Lipetsk),
- den Übergang über den oberen Zirkus des Gnilaia-Tals,
- über den Pass Gnora.
Pass
- Nummer des Abschnitts nach KMGV — 2010 — 2.1.
Westkaukasus, Gebirgsregion — Arkhyz, Orlenok-Tal, Gebirgsmassiv (Kamm) Kara-Dzash
- Name des Gipfels: Kara-Dzash
- Höhe: 3171 m
- Route: durch die Südwestwand
- Kategorie der Schwierigkeit: 3B Kat.
- Charakter der Route — kombiniert
- Höhenunterschied der Route: 670 m
- Länge der Route: 810 m
- Länge der Abschnitte mit der höchsten Kat.: Abschnitte 1. Kat. — 1 Abschnitt — 450 m, 2. Kat. — 2 Abschnitte — 180 m, 3. Kat. — 0 Abschnitte — 0 m, 4. Kat. — 1 Abschnitt — 60 m, 5. Kat. — 1 Abschnitt — 60 m, 6. Kat. — 0 Abschnitte — 0 m
- Durchschnittliche Steilheit: Schlüsselteil der Route — 70 Grad.
der gesamten Route — 60 Grad.
- Anzahl der Abschnitt der Route verwendeten Haken:
Verwendet insgesamt auf der Route:
- Felsnägel — 10
- Klemmkeile — 34
- stationäre Schlosshaken — 0
- ITO — A4 — 5 Punkte
- entfernbare Schlosshaken — 0
Auf der Route zurückgelassene „Haken“: insgesamt — 4; davon Schlosshaken — 0, Klemmkeile — 0.
- Ausstieg auf die Route — 5:00, 8. August 2013.
Ausstieg auf den Gipfel — 16:00, 8. Mai 2013. Rückkehr zum BL — 21:00, 8. Mai 2013.
- Arbeitsstunden der Gruppe: — 16 Std.
- Leiter: Vladimir Kuznetsov (2. Sportklasse, Nevinnomyssk).
Teilnehmer:
- A. Kuznetsov (2. Sportklasse, Nevinnomyssk)
- V. Kuznetsov (2. Sportklasse, Nevinnomyssk)
- A. Pisetsky (2. Sportklasse, Cherkessk)
- Trainer: Yu. Fursov, Titel — CMS, Instruktor-Methodiker 2. Kategorie. R0 — Beginn der Route — Felsblock „Nuss“. R0–R1. Aufstieg durch die schneebedeckte Rinne unter die Südwestwand. Schneebedeckte Rinne. Länge 450 m. Steilheit — 30–45°. Schwierigkeitsgrad — 1B Kat. Bewegung simultan. Selbstsicherung mit Eispickel. R1–R2. Aufstieg über eine geneigte Wand auf eine Terrasse. Länge — 150 m. Steilheit — 45°. Schwierigkeitsgrad — 2+, 3− Kat. Bewegung mit abwechselnder Sicherung. Verwendete Felsnägel/Klemmkeile — 2/10 Stück. Zurückgelassene Felsnägel/Klemmkeile — 0/0 Stück. R2–R3. Traversieren entlang der Wand auf der Terrasse bis zum Felsenkontrefort. Länge — 60 m. Steilheit — 10°. Schwierigkeitsgrad — n/k. Bewegung simultan. Geeigneter Platz für eine Übernachtung. R3–R4. Passieren des Schlüssels der Route. Felsige, glatte Wand — Monolith. Länge — 60 m. Steilheit — 70°. Schwierigkeitsgrad — 5− Kat. Bewegung mit abwechselnder Sicherung. Seilsicherung. Führer in Felsstiefeln. Verwendete Felsnägel/Klemmkeile — 6/12 Stück. Zurückgelassene Felsnägel/Klemmkeile — 2/0 Stück. R4–R5. Aufstieg auf den Felsgrat des Kontreforts. Felsige Wand. Länge — 60 m. Steilheit — 65°. Schwierigkeitsgrad — 4− Kat. Bewegung mit abwechselnder Sicherung. Seilsicherung. Führer in Felsstiefeln. Verwendete Felsnägel/Klemmkeile — 2/12 Stück. Zurückgelassene Felsnägel/Klemmkeile — 0/0 Stück. R5–R6. Aufstieg auf den Gipfel. Felsiger Grat. Länge — 30 m. Steilheit — 45°. Schwierigkeitsgrad — 2+ Kat. Bewegung simultan, an verkürztem Seil. R6 — Gipfel Kara-Dzash (3171 m). ABSTIEG: Über den Nordgrat und die östliche Rinne nach der Route 2B Kat. ins Tal des Orlenok-Tals.
Westkaukasus. Arkhyz. Orlenok-Tal. Gipfel — Kara-Dzash (3171 m). Route: „Durch die Südwestwand“ 3B (kombiniert) Schema in Symbolen der UIAA

Westkaukasus, Arkhyz, Orlenok-Tal. Gebirgsmassiv Kara-Dzash. Gipfel Kara-Dzash (3171 m). Route: „Durch die Südwestwand“. 3B (kombiniert) (ungefähr).
(Tabelle der natürlichen Hindernisse der Route — Anhang zum Schema in Symbolen der UIAA)
| Abschnitt | Länge | Steilheit | Charakter des Reliefs | Kat. | Anzahl der Felsnägel/Klemmkeile |
|---|---|---|---|---|---|
| R0 — Beginn der Route — Felsblock „Nuss“ | Geeigneter Platz für die Organisation der Seilschaften. | ||||
| R0–R1 Passieren der Rinne bis zum Fundament der Südwestwand (rechts der steinschlaggefährdeten Rinne) | 450 | 30-45 | Schnee, im Sommer — Firn | 1,2- | Felsnägel — 0/0 Klemmkeile — 0/0 |
| R1–R2 Passieren der geneigten Wand | 150 | 45 | Felsplatten, geneigte Wände mit vielfältigem Relief | 2+, 3− | Felsnägel — 2/0 Klemmkeile — 10/0 Geeignete Plätze für die Sicherung |
| R2–R3 Traversieren der Südwestwand auf der Terrasse bis zum Kontrefort. | 60 | 10 | Breite Terrasse. Geeigneter Platz für eine Übernachtung | н/к | Felsnägel — 0/0 Klemmkeile — 0/0 |
| R3–R4 Passieren der monolithischen Felswand. SCHLÜSSEL DER ROUTE! | 60 | 70 | Dichte, steile, glatte Felsen (Felsstiefel!) | 5- | Felsnägel — 6/0 Klemmkeile — 12/0 Geeigneter Platz für die Sicherung |
| R4–R5 Passieren der zweiten Wand und Aufstieg auf den vorgelagerten Grat des Kontreforts | 60 | 65 | Felsige Wand (Felsstiefel!) | 4+ | Felsnägel — 2/0 Klemmkeile — 12/0 Geeigneter Platz für die Sicherung |
| R5–R6 Aufstieg auf den Gipfel über den Grat | 30 | 45 | Felsiger Grat | 2+ | Felsnägel — 0/0 Klemmkeile — 0/0 |
| Kontreforts | |||||
| :-- | :-- | :-- | :-- | :-- | |
| R6 — Gipfel Kara-Dzash (3171 m) | |||||
| ABSTIEG | Über den Südgrat und die östliche Rinne — 2B Kat. |
Gesamt:
Länge der Route — 810 m. Durchschnittliche Steilheit — 60°. Charakter des Reliefs — kombiniert.
- Abschnitte 1. Kat. — 1 Abschnitt — 450 m
-
- Kat. — 2 Abschnitte — 180 m
-
- Kat. — 0 Abschnitte — 0 m
-
- Kat. — 1 Abschnitt — 60 m
-
- Kat. — 1 Abschnitt — 60 m
-
- Kat. — 0 Abschnitte — 0 m
Verwendete/zurückgelassene Haken — 10/4, Klemmkeile —
0/0
R0 — Beginn der Route — Felsblock „Nuss“.
- R0–R1Aufstieg durch die schneebedeckte Rinne unter die Südwestwand. Länge 450 m. Steilheit — 30–45 Grad. Schwierigkeitsgrad — 1. Kat. Bewegung simultan. Selbstsicherung mit Eispickel.
- R1–R2Aufstieg über eine geneigte Wand auf eine Terrasse. Länge — 150 m. Steilheit — 45°. Schwierigkeitsgrad — 2+, 3 Kat. Bewegung mit abwechselnder Sicherung. Verwendete Felsnägel/Klemmkeile — 2/10 Stück. Zurückgelassene Felsnägel/Klemmkeile — 0/0 Stück.
- R2–R3: Traversieren entlang der Wand auf der Terrasse bis zum Felsenkontrefort. Länge — 60 m. Steilheit — 10°. Schwierigkeitsgrad — n/k. Bewegung simultan. Geeigneter Platz für eine Übernachtung.
- R3–R4: Passieren des Schlüssels der Route. Felsige, glatte Wand — Monolith. Länge — 60 m. Steilheit — 70°. Schwierigkeitsgrad — 5. Kat. Bewegung mit abwechselnder Sicherung. Seilsicherung. Führer in Felsstiefeln. Verwendete Felsnägel/Klemmkeile — 6/12 Stück. Zurückgelassene Felsnägel/Klemmkeile — 2/0 Stück.
- R4–R5: Aufstieg auf den Felsgrat des Kontreforts. Felsige Wand. Länge — 60 m. Steilheit — 65°. Kat. — 4B. Bewegung mit abwechselnder Sicherung. Seilsicherung. Führer in Felsstiefeln. Verwendete Felsnägel/Klemmkeile — 2/12 Stück. Zurückgelassene Felsnägel/Klemmkeile — 0/0 Stück.
- R5–R6: Aufstieg auf den Gipfel. Felsiger Grat. Länge — 30 m. Steilheit — 45 Grad. Kat. — 2B. Bewegung simultan, an verkürztem Seil.
R6 — Gipfel Kara-Dzash (3171).
ABSTIEG: Über den Nordgrat und die östliche Rinne nach der Route 2B Kat. ins Tal des Flusses Gammesh-Chat.

Westkaukasus. Arkhyz. Orlenok-Tal. Gipfel: Kara-Dzash (3171). Route: „Durch die Südwestwand“ Schwierigkeitsgrad: 3B Kat. (Kombiniert)
Abschnitt R0–R1:
- Aufstieg durch die westliche Rinne zum Beginn des technischen Teils.

Westkaukasus. Arkhyz. Orlenok-Tal.
Gipfel: Kara-Dzash (3171)
Route: „Durch die Südwestwand“
Schwierigkeitsgrad: 3B Kat. (Kombiniert)
Foto:
- des ersten technischen Abschnitts (Aufstieg auf die Terrasse)
- des Aufstiegs unter den Schlüssel der Route
- des Schlüsselabschnitts — unterer Teil

Mai 2013.
Westkaukasus. Arkhyz. Orlenok-Tal.
Gipfel: Kara-Dzash (3171)
Route: „Durch die Südwestwand“
Schwierigkeitsgrad: 3B Kat. (Kombiniert)
Foto-Profil des Schlüsselabschnitts.
Mai 2013.

Westkaukasus. Arkhyz. Orlenok-Tal.
Gipfel: Kara-Dzash (3171)
Route: „Durch die Südwestwand“
Schwierigkeitsgrad: 3B Kat. (Kombiniert)
Foto des Schlüsselabschnitts.
Station zwischen R4 und R5 — Seile (R4)
Mai 2013.
Kommentare
Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen