
PASPOR T DES ANSTIEGS
283 pV 22. Februar 1983 55 2149
| KLASSIFIKATION DES ANSTIEGS | Fels |
|---|---|
| GEBIET DES ANSTIEGS | Westkaukasus, nordwestlicher Ausläufer des Sofijski-Kamms zwischen den Flusstälern Pschisch und Sofia. |
| GIPFEL, ROUTE | XIX. Kongress des Komsomol (Vorschlag der Erstbesteiger) über die Südostrinne und den Nordostgrat. |
| VORAUSGESETZTE SCHWIERIGKEIT | 2B |
| BESCHREIBUNG DER ROUTE | Kombiniert (Schnee und Fels), absoluter Höhenunterschied — 450 m. |
| ANZAHL DER GESETZTEN HAKEN | 5 (beim Aufstieg) |
| ANZAHL DER GEHSTUNDEN | 8 |
| ANZAHL DER ÜBERNACHTUNGEN | auf der Route nicht erforderlich |
| LEITER DES ANSTIEGS | Saporoschenko E.W., KMS |
| TEILNEHMER | Janchenko W.W., 3. Kl. |
| Gawrilow I.W., 3. Kl. | |
| Kosjakow P.I., 3. Kl. | |
| Smertschanski W.A., 3. Kl. | |
| TRAINER DER MANNSCSCHAFT | Meister des Sports der UdSSR Popow W.P. |
| DATUM DES AUFBURCHS UND DER RÜCKKEHR | 2. Mai 1982 |
Der namenlose Gipfel 3171 m (absolute Höhe gemäß staatlichem topografischem Plan M 1:25000) befindet sich im äußersten Nordwesten des Sofijski-Kamms. Er ist deutlich als eigenständiger Gipfel von verschiedenen Orten in den Flusstälern Sofia, Pschisch und Bolscher Selentschuk sichtbar (siehe Foto 1, 2 und 3). Östlich davon befindet sich der Saimow-Pik (3011 m), dessen Erstbesteigung von den Alpinisten des Stawropol-Kraj-Sportkomitees im Januar 1982 durchgeführt wurde.
Der Gipfel 3171 m wurde als Objekt der Erstbesteigung zu Ehren des XIX. Kongresses des Komsomol während der Erkundungsausflüge im November und Dezember 1981 sowie im Januar 1982 ausgewählt.
Die am besten geeignete Route für die Erstbesteigung schien die Route durch die steile, breite Schneerinne in südöstlicher Ausrichtung zu sein, deren relative Lawinensicherheit bei der letzten Erkundung am 30. April 1982 von einem Spezialisten für Schnee und Lawinen des WGI, Kandidat der geographischen Wissenschaften A. Runitsch, bewertet wurde.
Der nächste klassifizierte Gipfel — ~3200 m, 1B Kategorie der Schwierigkeit — befindet sich südwestlich des Stolitschny-Passes.
Der Zugang zum Beginn der Route kann auf zwei Varianten erfolgen:
- von der Lichtung "Syrzawod" aufwärts entlang des Flusses Kaschka-Eschek
- vom Priwal "Sofia" aufwärts entlang des Flusses Gammasch-Tschat
Die erste Variante ist hinsichtlich der Lawinensicherheit zweifelhaft und zumindest bis Anfang Mai nicht akzeptabel. Die zweite ist in dieser Hinsicht vorzuziehen.
Die Gruppen (Erstbesteiger und nachfolgende) nutzten den Zugang vom Priwal "Sofia".
Nachfolgend wird diese Variante beschrieben:
- Vom Priwal "Sofia" (absolute Höhe 1830 m) aufwärts entlang des Flusses Gammasch-Tschat bis zur ersten Stufe.
- Aufstieg auf die erste Stufe rechts über die Lawinenkegel, die im Winter vom Saimow-Pik herabstürzen.
- Oben — der See "Sapjataja".
- Rechts vom See (bis Ende Mai schneebedeckt) — über den Schneehang bis zum Fuß der zweiten Stufe.
- Im rechten Teil des Fußes — eine breite Schneerinne.
- Durch die Rinne — auf den oberen geneigten Teil der Stufe.
- Rechtsabbiegung und mit ~20-Grad-Steigung zum Platz des Sturm-Lagers in unmittelbarer Nähe des Routenbeginns.
Übernachtung — auf dem Schnee, am Fuße des Felsausläufers, der vom Gipfel 3206 m ausgeht (siehe Schema). Absolute Höhe 2700 m. Vom Priwal "Sofia" bis zu den Übernachtungen 4–6 Gehstunden, je nach Schnee.
BESCHREIBUNG DER ROUTE
Vom Übernachtungspunkt, zunächst mit geringem Anstieg (~100 m), dann Abstieg (~100 m) zum Fuß der südöstlichen breiten Schneerinne, ~800 m.
Absolute Höhe — 2720 m. Steilheit der Rinne von 35° anfangs bis 50° beim Ausgang auf die Schwelle. Abschnitt R0–R1. In Seilschaften, über den Schnee (der Anfang Mai auf festem Firn liegt), abwechselnd direkt aufwärts auf die Schwelle, die eine absolute Höhe von 2915 m hat. Die Schwelle ist schmal, auf der Seite des Flusses Basarny-Tschat, über steilen Wänden, die tief hinabreichen, ein mächtiger Überhang! 1 Stunde 30 Minuten. Abschnitt R1–R2. Über den linken Teil des Grats in nordöstlicher Ausrichtung (rechts Überhänge) abwechselnd. Nach 5 × 40 m rechts aufwärts auf den schmalen Gratverlauf über Felsen, die von Schnee bedeckt sind. Steilheit der ersten 4 Seillängen ~35°, der letzten ~50°. Absolute Höhe — 3030 m. 1 Stunde. Weiter versperrt eine 25-Meter-Wand den Weg. Abschnitt R2–R3. Es gibt zwei etwa gleichwertige Varianten, die Wand zu überwinden. Erste. Links-aufwärts 5 m und über die vertikale Innenecke nach 20 m Ausgang auf den messerscharfen Gratverlauf. Zweite. Direkt frontal, mit Anwendung einer künstlichen Stützstelle, Ausgang auf denselben messerscharfen Grat. In beiden Varianten ist Haken-Sicherung obligatorisch. Schwieriges Klettern (IV+). Griffe sind klein, glattgeschliffen. Gestein — Granit. Nach einem kleinen Absatz noch etwa 20 m 75-Grad-steile, einfachere Felsen. 1 Stunde 30 Minuten. Abschnitt R3–R4. Scharfer Grat. Nach 40 m nach 60-Grad-Felsen Abbiegung links, nach weiteren 40 m — ein 5-Meter- (kleiner) Abgrund, weiter wieder scharfer Grat und nach 60 m — ein Abgrund von 35 Metern Tiefe (mittlerer). Abstieg auf sportliche Weise — 30 Minuten. Abschnitt R4–R5. Schmaler, schwieriger, allmählich ansteigender Grat mit zahlreichen Abgründen und kurzen Wänden (2–3 m). Bewegung — abwechselnd. Viele Vorsprünge für die Sicherung. 30 Minuten. Gipfel — eine Plattform, auf der ~15 Personen Platz haben. Keine Spuren von Menschen. Ein Steinhaufen wird erstmals errichtet. Gestein — Granitoid. Unmittelbar hinter dem höchsten Punkt — ein vertikaler Abgrund von bis zu 100 m Tiefe (großer). Dahinter — ein schöner Turm am Ende des Massivs, der nur 15–20 Meter niedriger ist als der Gipfel (Foto 4). Abstieg auf dem Wege des Aufstiegs über den Grat bis zur Schwelle benötigt so viel Zeit wie der Aufstieg. Abstieg vom Abschnitt R3–R2 mit Dülfersitz. Von den übrigen Wänden und in den Abgründen — auf sportliche Weise. Vom Sturm-Lager bis zum Sturm-Lager benötigte die Gruppe 8 Stunden. Der Leiter und die Teilnehmer der Erstbesteigung bewerteten die Route als der Kategorie 2B entsprechend. In der Folge wurde sie von noch 3 Gruppen begangen, die die Route ebenfalls auf diesem Schwierigkeitsgrad einstuften.
Die Gruppe der Erstbesteiger bittet darum, dem Gipfel den Namen XIX. Kongress des Komsomol zu verleihen.
Leiter Saporoschenko E.W.
22. Mai 1982, Stadt Pjatigorsk.
TABELLE

der Hauptmerkmale der Erstbesteigungsroute auf den Gipfel namens XIX. Kongress des Komsomol
| Datum | Bezeichnung | Durchschnittliche Steilheit | Länge, m | Charakter des Abschnitts | Schwierigkeit | Zustand | Wetterbedingungen | Haken: Fels | Haken: Eis | Haken: Bohrhaken |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2. Mai 1982 | R0–R1 | 45 | 280 | Breite Schneerinne | II+ | Schnee auf festem Firn | Klar, Wind | |||
| R1–R2 | 45 | 200 | Grat | III | Verschneite und vereiste Felsen | " | 1 | |||
| R2–R3 | 80 | 50 | Wand mit Innenecke links, in steile Kante übergehend | IV+ | " | " | 3 | |||
| R3–R4 | 35 | 195 | Schmaler Felsgrat, endend in 35-Meter-Abgrund | III+ | " | " | 1 | |||
| R4–R5 | 30 | 100 | Schmaler Felsgrat | III | " | " |
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