Pass
I. Klasse der Aufstiege — Höhen- und Technikaufstieg 2. Gebiet — Himalaja 3. Gipfel MAKALU (8463 m) über den NW-Grat, kombinierte Route 4. Vorgesehene Schwierigkeitskategorie — 5B 5. Höhendifferenz: 2663 m (5800–8463 m), Länge — 6200 m Länge der Abschnitte mit Schwierigkeitskategorie 5 — 900 m Durchschnittliche Steilheit — 35° 6. Eingeschlagene Haken: Fels 43, Klemmkeile 52, Eisschrauben 18, Schneehaken 12 7. Gehzeit: 29 Stunden, Tage — 4 8. Übernachtungen: 1. Nacht im Lager Nr. 2 (6500 m), 2. Nacht im Lager Nr. 3 (7500 m), 3. Nacht im Lager Nr. 4 (7800 m). 9. Leiter: PLOTNIKOV Ivan Aleksandrovich, МСМК Teilnehmer: KOROTEEV Vladimir Konstantinovich, МСМК 10. Trainer: Plotnikov I.A. — МСМК II. Aufbruch zur Route: 16. Mai 1996 Gipfel: 19. Mai 1996 um 14:00 Uhr nach nepalesischer Zeit. Rückkehr: 21. Mai 1996 12. Organisation: Altai Krai Sportkomitee.

FOTO Nr. 1, Nr. 2. Nordwestgrat des Gipfels MAKALU (8463 m). Aufnahmen von V. Koroteev aus einer Höhe von 6200 m und 7500 m. Kamera — «Kodak».

FOTO Nr. 3. Profil des Nordwestgrats von rechts. Fotografie — Gyanendra Das (Nepal). Der Nordwestgrat zum Gipfel MAKALU (8463 m) ist sowohl technisch als auch physisch sehr anspruchsvoll. Dies ist eine sehr arbeitsintensive und psychisch anstrengende Route. Darüber hinaus hat sich die Expedition das nicht leichte Ziel gesetzt, den Aufstieg ohne Sauerstoff zu vollziehen.
Aus der alpinistischen Literatur ist bekannt, dass viele Expeditionen den unteren Teil des Nordwestgrats auf verschiedenen Varianten passierten. Hier brachten das Wetter und der Zustand der Route ihre eigenen Korrekturen ein.
Unsere Expedition arbeitete ab einer Höhe von 6000 m an der linken Variante (Umgehung des Eisfalls über das Firnplateau). Dies hing mit der Anwesenheit gefährlicher Seraks im Eisfall zusammen. Nach dem Erreichen der oberen Stufe der Eisbrüche (Höhe 6500 m) wurde das Lager Nr. 2 eingerichtet, der Aufstieg zum Hauptgrat rechts des Makalu-La-Passes (7410 m) erkundet und präpariert. Dort wurde auf einer Höhe von 7500 m das Lager Nr. 3 eingerichtet.
Die Variante des Aufstiegs zum Pass durch die Eisrinne wurde aufgrund der ständigen Steinfallgefahr von den Felsflanken der Rinne nicht gewählt. Unsere Expedition erarbeitete an diesem Abschnitt eine technisch schwierigere, aber sicherere Variante des Aufstiegs zum Hauptgrat. Insgesamt wurden etwa 1200 m Seile an ihm aufgehängt.
Abschnitt 5800–6500 m. Lager Nr. 1 — dies ist das Startlager vieler Expeditionen. Bequeme und gemütliche Standplätze, geschützt vor Wind. Durchquerung des Eisfalls bis zum Firnplateau, beim Ausgang ein Seil als Geländer an der Eiswand (Höhe 6000 m). Dann 2–3 Stunden über das von Spalten durchzogene Plateau. Vom Plateau Aufstieg zur oberen Stufe über einen steilen Eis-Firn-Hang, hier wurde das Lager Nr. 2 eingerichtet (Höhe 6500 m).
Abschnitt 6500–7500 m. Dies ist der technisch anspruchsvollste Abschnitt. Zunächst Bewegung über die obere Stufe 1,5–2 Stunden bis zum Bergschrund (6600 m), weiter über den Eis-Hang mit einer Steilheit bis zu 45°. Organisation von Geländern. Bei der Erarbeitung wurde dieser Abschnitt mit der Einrichtung eines Zwischenlagers auf 7100 m begangen. Darüber — Bewegung über verschneite und vereiste Felsen der Schwierigkeitskategorie 4–5. Serie von Wänden und Bändern, mit einer Steilheit an einzelnen Abschnitten bis zu 55–60°. Auf dem Grat — bequeme Firnflächen für Zelte, aber ständiger starker Wind sowohl vonseiten Tibets als auch vonseiten Nepals. Nach Akklimatisation beträgt die Gehzeit für diesen Abschnitt 8–9 Stunden.
Abschnitt 7500–8463 m. Firn-Hänge mit einer Steilheit von 20–30°, weiter im Travers über Felsen — Umgehung des großen Gendarmen links im Verlauf. Vor dem Erreichen des Lagers Nr. 4 auf einer Höhe von 7800 m — ein ausgedehnter Eis-Hang mit einer Steilheit bis zu 40° und weiter — Aufstieg zum Eisfall. Der Eisfall wird durch einen schrägen Travers unter das Fundament der Rinne (Höhe 8000 m) passiert. Eis sehr hart, durchgefroren. Organisation von Geländern. Beginn der Rinne — Eis-Firn-Hang, dann — verschneite und vereiste Felsen. Schwieriges Klettern und eine Höhe von über 8000 m machen diesen Abschnitt problematisch. Viele Expeditionen kehrten von hier zurück.
In der Rinne — eine große Menge alter Seile, aber ihre Benutzung ist aufgrund von Altersschwäche und Vereisung der Seile unmöglich. Deshalb ist es vernünftiger, sich in autonomen Seilschaften fortzubewegen. Die Rinne führt zum Vorgipfelgrat, weiter über den Grat zum Gendarm. Nach dem Gendarm — ein scharfer Grat mit Überhängen und Aufstieg zum Gipfel.
Der Gipfel MAKALU (8463 m) stellt einen Schneewall dar, unterhalb des Walls (entlang des Grats) — Felsausbrüche.
Der Aufstieg wurde ohne Verwendung von Sauerstoff durchgeführt. FOTO Nr. 4. Aufstieg zum Gipfel MAKALU (8463 m). Auf der Fotografie I. Plotnikov, Höhe — 8440 m.
Kommentare
Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen