Zum Inhalt springen

Ohne Titel

Pas­port des Auf­stiegs

  1. Ge­biet — Kir­gi­sis­tan, Pa­mi­ro-Ala­j, Ka­ra­wschin-Schlucht (Tal des Flusses Ka­ra-Su) 5.4.3.
  2. Gip­fel — Si­ber­ne Wand, Süd­gip­fel 3850 m, über den öst­li­chen Kon­tro­for­sus
  3. Vor­ge­se­hen — 4A Kat. Schw., Er­st­be­stei­gung
  4. Cha­rak­ter der Rou­te — Fel­sen­rou­te
  5. Cha­rak­te­ris­tik der Rou­te:

Hö­hen­un­ter­schied des Haupt­teils 600 m,

Län­ge der Rou­te — 800 m.

Län­ge der Ab­schnit­te mit 5. Kat. Schw. — 75 m, 4. Kat. Schw. — 370 m

Durch­schnitt­li­che Steil­heit des Haupt­teils 52°

  1. Ver­wen­de­te Hilfs­mit­tel auf der Rou­te: Fel­sen­haken — 12, Ka­m­lo­ts — 56
  2. An­zahl der Geh­stun­den — 6,5 Std., Tage — 1.
  3. Lei­ter: Schi­ga­low Alex­an­der Wla­di­mi­ro­witsch, Meis­ter­sport­ler

Teil­neh­mer: Jer­mi­schi­na Ana­sta­sia Igo­row­na, Kan­di­dat zum Meis­ter­sport­ler

  1. Trai­ner der Man­schaft:

Ba­le­sin Wa­le­rij Wi­k­to­ro­witsch, In­ter­na­tio­na­ler Meis­ter­sport­ler, Ver­dien­ter Trai­ner

Sa­cha­row Ni­ko­lai Ni­ko­la­je­witsch, In­ter­na­tio­na­ler Meis­ter­sport­ler, Ver­dien­ter Trai­ner

  1. Da­tum des Aus­zugs:

Auf die Rou­te — um 10:50 Uhr, 11. Au­gust 2014

Auf den Gip­fel — um 17:20 Uhr, 11. Au­gust 2014

Rück­kehr ins Ba­se­camp — um 21:30 Uhr, 11. Au­gust 2014

  1. Der Auf­stieg wur­de or­ga­ni­siert vom Mi­nis­te­ri­um für Sport und Tou­ris­mus der Re­gi­on Kras­no­jarsk

2014 gimg-0.jpeg

1 — Be­gan­ge­ne Rou­te, 2 — Weg des Ab­stiegs, 3 — SA, über die süd­öst­li­chen Ka­mi­ne, Te­me­rew 20112

Si­ber­ne Wand, Süd­gip­fel

3850 m, 11.08.14img-1.jpeg img-2.jpeg

Fo­to­pa­no­ra­ma des Ge­biets

Tak­ti­sche Hand­lun­gen der Man­schaft

Im Juli 2014 fand in der Ka­rawschin-Schlucht die Rus­si­sche Meis­ter­schaft im Al­pi­nis­mus in der tech­ni­schen Klas­se statt. Nach Be­en­di­gung der Meis­ter­schaft hat­ten ei­ni­ge Man­schaft noch ei­ni­ge freie Tage.

So bil­de­ten Ana­sta­sia Jer­mi­schi­na aus der Man­schaft Tomsk — Kras­no­jarsk und Alex­an­der Schi­ga­low aus der Man­schaft Kras­no­jarsk — 2 ei­ne ge­mein­sa­me Man­schaft mit dem Ziel, zwei Er­st­be­stei­gun­gen durch­zu­füh­ren:

  • Auf die Si­ber­ne Wand
  • Auf die Gel­be Wand

Am 11. Au­gust 2014 brach­ten sie das Ba­se­camp hin­ter sich, um 9:00 Uhr wa­ren sie un­ter der Gel­ben Wand. Zur Si­ber­nen Wand ka­men sie um 10:30 Uhr an. Es wur­de be­schlos­sen, ei­ne ein­fa­che, lo­gi­sche und ge­ra­de Rou­te für die Er­st­be­stei­gung zu wäh­len, um vor Ein­bruch der Dun­kel­heit wie­der hin­un­ter­zu­stei­gen.

Sie gin­gen ent­lang der Si­ber­nen Wand und rich­te­ten ihr Au­gen­merk auf den rech­ten Teil — sehr viel ver­schie­de­ner Re­lie­f, in der mitt­le­ren Par­tie nimmt der Nei­gungs­win­kel zu.

Dann ka­men sie bis zur tief ein­schnei­den­den Was­ser­schei­de (Kul­is­se) zwi­schen der Si­ber­nen Wand Haupt­gip­fel und dem Süd­gip­fel. Von die­sem Punkt an be­ginnt die Rou­te der 5A Kat. Schw. von Iwan Te­me­rew, über die süd­öst­li­chen Ka­mi­ne, 2011. So­fort ent­deck­ten sie ei­nen deut­lich aus­ge­präg­ten Kon­tro­for­sus, der ein we­nig ober­halb des Fu­ßes der Kul­is­se be­ginnt und auf den Süd­gip­fel der Si­ber­nen Wand hin­führt, auf den es nach un­se­rer In­for­ma­ti­on kei­ne al­pi­nis­ti­schen Rou­ten gibt.

Sie be­gan­nen die Rou­te um 10:50 Uhr, 100 m lin­ker Hand und un­ter­halb des Be­ginns der Kul­is­se, auf ein­fa­chen Fel­sen der drit­ten Schwie­rig­keits­ka­te­go­rie.

Zu Be­ginn der Rou­te:

  • bau­ten sie ei­nen klei­nen Stein­mann.

Auf der Rou­te tref­fen sie auf:

  • meh­re­re Ab­schnit­te von 10–20 m mit 5. Schwie­rig­keits­ka­te­go­rie

Im All­ge­mei­nen ist die Rou­te:

  • ein­deu­tig
  • führt über ein­fa­che Fel­sen der 3–4. Kat. Schw.
  • Schwie­ri­ge Ab­schnit­te wer­den auf ein­fa­che­rem Weg um­gan­gen.

Mno­ge Sim­se, es gibt große Sim­se für Über­nach­tun­gen. Fast alle Sta­tio­nen auf Sim­sen. Auch viel Gras­bü­schel und Ve­ge­ta­ti­on. Dies soll­te bei der Durch­füh­rung des Auf­stiegs bei schlech­tem Wet­ter oder nach star­ken Re­gen­fäl­len be­rück­sich­tigt wer­den.

Das Re­lie­f ist viel­fäl­tig. Im un­te­ren Teil wur­den Fel­sen­ha­ken ver­wen­det, im obe­ren Teil wa­ren für Ver­si­che­run­gen und Sta­tio­nen in der Re­gel Ka­m­lo­ts BD von Nr. 0,25 bis 4 ge­eig­net. Alle Sta­tio­nen wur­den auf ei­ge­nen Punk­ten und mit­tels Nut­zung des Re­lie­fs er­rich­tet.

Auf der Rou­te wur­de kein ein­zi­ges Aus­rüs­tungs­teil zu­rück­ge­las­sen. Auf dem Gip­fel war die Man­schaft um 17:20 Uhr. Da sie auf dem Gip­fel we­der ei­ne No­tiz noch ei­nen Kon­troll­tu­ren vor­fan­den, nah­men sie an, dass die­ser Er­st­durch­stieg die Er­st­be­stei­gung die­ses Gip­fels ist.

Auf dem Gip­fel:

  • bau­ten sie ei­nen Stein­mann
  • schrie­ben ei­ne No­tiz
  • wick­el­ten die No­tiz in ei­ne Po­ly­ethy­len­tü­te
  • leg­ten sie in ei­ne Kap­sel aus „Su­pra­din“
  • lie­ßen sie auf dem Gip­fel zu­rück

Den Ab­stieg be­gan wi­gen sie um 18:45 Uhr. Sie hat­ten vor, dass der Süd­gip­fel sich im ge­mein­sa­men Mas­siv mit der Si­ber­nen Wand Haupt­gip­fel be­fin­det, aber als sie auf den Gip­fel ka­men, stell­te sich her­aus, dass dies ein ei­gen­stän­di­ger Gip­fel ist, der durch tie­fe Zir­kus­be­cken von den be­nach­bar­ten Grä­ten ge­trennt ist und ei­ne schma­le Kan­te auf­weist, die zu den Schutthal­den hin­un­ter­führt, in Rich­tung der Kul­is­se. Sie be­schlos­sen, über die Kul­is­se zwi­schen der Si­ber­nen Wand Haupt­gip­fel und dem Süd­gip­fel hin­un­ter­zu­stei­gen.

Es er­gab sich ei­ne ge­eig­ne­te Ab­stiegs­rou­te, vor­aus­sicht­lich 2B Kat. Schw. Es gibt zwei Ab­seil­stun­den:

  • Erst 15 m
  • Zwei­te 55 m

Al­les üb­ri­ge wird durch frei­es Klet­tern hin­un­ter ge­macht.

Im La­ger wa­ren sie um 21:30 Uhr. Auf der gan­zen Rou­te ver­wen­de­ten sie ein si­mul­ta­nes Be­we­gungs­sche­ma.

12
11
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
0
img-3.jpegimg-4.jpegR25
------------
1R24
2R23
3R22
4R21
5R20
6R19
7R18
8R17
9R16
10R15
11R14
12R13
13R12

III+, 15 м, 55° III, 30 м, 40° III, 35 м, 45° III, 30 м, 45° IV–, 30 м, 50° V–, 10 м, 65° IV, 30 м, 55° III, 30 м, 45° IV+, 35 м, 60° IV+, 40 м, 52° IV, 30 м, 50° IV, 35 м, 55° III+, 30 м, 50°

Ab­schnitt R0–R1: Be­ginn der Rou­te lin­ker Hand und un­ter­halb der Kul­is­se — Was­ser­schei­de zwi­schen der Si­ber­nen Wand Haupt­gip­fel und dem Süd­gip­fel auf 100 m. Klei­ner Stein­mann er­rich­tet. Über ein­fa­che Fel­sen durch gras­be­wach­se­ne Sim­se. Sta­ti­on auf ei­nem Sims.

Ab­schnitt R1–R3: Se­rie von Sim­sen und in­ne­ren Win­keln mit Nei­gung nach rechts. Ein­fa­ches Klet­tern. Aus­gang auf ei­nen gro­ßen Sims. Ori­en­tie­rungs­punkt:

  • rechts un­te­re Teil der Kul­is­se
  • gro­ßer Ka­min mit ei­nem Stop­fen
  • dort­hin führt auch die Rou­te von I. Te­me­rew, 5A, 2011.

Ab­schnitt R3–R4–R5–R6: Nach links über ei­ne fla­che Wan­dung mit Gras­bü­scheln zu ei­nem in­ne­ren Win­kel. Über den Win­kel Wech­sel zwi­schen „Wid­der­stir­nen“ und Gras­bü­scheln. Aus­gang auf ei­nen gro­ßen Sims, der nach links über die gan­ze Wand­flä­che führt.

Ab­schnitt R6–R7–R8: Von der rech­ten Hälf­te des Sim­ses nach oben auf die Wand, dann Tra­ver­sie­rung nach rechts 8 m, Aus­gang auf den Kon­tro­for­sus. Über in­ne­re Win­kel nach oben durch Sim­se zu ei­ner Wand mit Ril­len. Viel Re­lie­f, zu­ver­läs­si­ge Ver­si­che­rungs­punk­te. Dann durch ei­nen sich er­wei­ternden Ka­min Aus­gang auf ei­nen Sims, Gip­fel des ers­ten Basti­ons.

Ab­schnitt R8–R9: Ril­le von links nach rechts, über ei­nen Sims in den in­ne­ren Win­kel, hier gibt es zwei gleich­wer­ti­ge Va­ri­an­ten:

  • über den Win­kel nach oben,
  • oder rechts über die Wand mit Ril­len, Aus­gang auf ei­nen Sims.

Ab­schnitt R9–R10: Meh­re­re ge­neig­te in­ne­re Win­kel pa­ral­lel zuein­an­der, dann Ril­le, Aus­gang auf ei­nen Sims.

Ab­schnitt R10–R11: Über die Kan­te frei­es Klet­tern, dann in­ner­er Win­kel mit Gras. Aus­gang auf ei­nen Sims un­ter dem „Jan­da­ren“.

Ab­schnitt R11–R12: Über den Sims nach rechts oben, Ab­wen­dung nach rechts vom Kon­tro­for­sus auf ein­fa­che­res Re­lie­f.

Ab­schnitt R12–R14: Se­rie von in­ne­ren Win­keln mit Gras­bü­scheln, viel Sim­se. Hier sind ver­schie­de­ne Va­ri­an­ten des Durch­gangs mög­lich.

Ab­schnitt R14–R15: Stei­ler in­ne­rer Win­kel, 10 m, dann Aus­gang auf ei­ne ge­neig­te Wand­flä­che mit zahl­rei­chen Ril­len und Riss­sys­te­men, die nach rechts füh­ren.

Ori­en­tie­rungs­punkt:

  • links — gro­ßer ge­neig­ter Ka­min, Was­ser­samm­ler.

Ab­schnitt R15–R17: Schlüs­sel­ab­schnitt der gan­zen Rou­te. Über die Wand mit Spal­ten un­ter dem Kar­nis, Um­ge­hung des Kar­nis­ses nach rechts, in den in­ne­ren Win­kel, dann über den Ka­min — Aus­gang zu ei­nem Sims.

Ab­schnitt R17–R18: Wech­sel zwi­schen ge­neig­ten Wan­dun­gen, Durch­gang über ei­nen gro­ßen Sims, ge­eig­net für Über­nach­tun­gen.

Ab­schnitt R18–R19:

  • Wand mit Ril­le, wird durch frei­es Klet­tern be­wäl­tigt.
  • Aus­gang auf die Kan­te des rech­ten Kon­tro­for­sus.
  • Rechts öff­net sich der Blick auf die Ab­stiegs­ku­lis­se.
  • Sta­ti­on auf dem lin­ken Rand des Sim­ses.

Ab­schnitt R19–R20: Stei­le Wand mit Ril­len, 10 m, dann über in­ne­re Win­kel nach rechts oben.

Ab­schnitt R20–R21: Wech­sel zwi­schen Wan­dun­gen und Sim­sen, ein­fa­ches Klet­tern, Aus­gang auf ei­nen Sims auf der Kan­te. Öff­nung des Blicks auf den Gip­fel.

Ab­schnitt R21–R25: Über ei­ne klei­ne Wand Aus­gang auf die Kan­te, dann zu Fuß über Sim­se und ge­neig­te Wan­dun­gen Aus­gang un­ter die schwar­ze Wand. Über die Wand durch frei­es Klet­tern, 15 m, Aus­gang auf den Gip­fel.

Ab­stieg über die Ab­stiegs­ku­lis­se.img-5.jpeg img-6.jpeg

  • 5А, Te­me­rew, 2011

Quellen

Kommentare

Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen