PASS
- Klasse — technisch
- Pamiro-Alai, Turkestan-Gebirgskette, Kara-su-Schlucht
- p.4810(c) über die Stütze 10.3. der Wand
- Vorgesehen — 5B Kat. Schwierigkeit
- Höhendifferenz 700 m, Länge 910 m Länge der Abschnitte 5–6 Kat. Schwierigkeit — 390 m Durchschnittliche Steilheit des Hauptteils der Route — 70°
- Eingeschlagene Haken: Felshaken — 29, Bohrhaken — 4, Klemmkeile — 63
- Gehtage der Mannschaft — 16,5; Tage — 2
- Übernachtungen auf der Route — 3 liegende (1. unterhalb der Route, 2. auf der Route; 3. beim Abstieg)
- Leiter: Nasarow Oleg Wassiljewitsch MS Teilnehmer: Sinchenko Michail Nikolajewitsch KMS, Usewitsch Dmitri Antonowitsch KMS, Belowitow Juri Walentinowitsch KMS
- Trainer der Mannschaft — Solonnikow Wiktor Alexandrowitsch
- Aufbruch zur Route am 8. Juli 1988 (7. Juli 1988 — Anmarsch zur Route) Gipfel am 9. Juli 1988, Rückkehr am 10. Juli 1988
- Organisation — LOS DFWO der Gewerkschaften, Leningrad

p.4810 m. Route über die Stütze 10.3. der Wand. Foto Nr. 1. Aufnahme vom 20. Juni 1988. Objektiv T-43, F.R. 4 cm. Entfernung 2,5 km. Aufnahmepunkt Nr. 1. Höhe — 3400 m.
Foto Nr. 2. Profil der Route von rechts. Übernachtungen und ihre Höhen. Aufnahme vom 21. Juni 1988. Objektiv T-43, F.R. 4 cm. Entfernung 3,5 km. Aufnahmepunkt Nr. 2. Höhe — 3600 m.
Foto Nr. 3. Profil der Route von links. Übernachtungen und ihre Höhen. Aufnahme vom 3. Juli 1988. Objektiv T-43, F.R. 4 cm. Entfernung 1,5 km. Aufnahmepunkt Nr. 3. Höhe — 3600 m.
Taktische Handlungen der Mannschaft
Der taktische Plan der Mannschaft während des Aufstiegs sah vor: Aufstieg zum Pass zwischen p.4810 und 4925, dann über einfache Felsen der Stütze zum Hauptteil der Route. Überwindung des riesigen dreieckigen Karnies in seinem rechten unteren Teil und Aufstieg auf die monolithischen Platten und Stirnseiten der Stütze, dann Umgehung mehrerer Karniese unter dem Bastion der Stütze. Der Bastion wird links über die innere Ecke, über seinen rechten monolithischen Teil und weiter zum Vorgipfelkamm überwunden.
Durch Beobachtung wurde festgestellt, dass sich die Hauptschutt- und Steinschlagbereiche in beträchtlicher Entfernung von der Route befinden, die Steinschlaggefahr der Route ist gering. Dies ermöglicht es der Mannschaft, den ganzen Tag zu arbeiten. Da die Wahrscheinlichkeit guter Übernachtungsmöglichkeiten am Hauptteil der Stütze gering ist, wurde beschlossen, die Mannschaftsstärke auf vier Sportler zu begrenzen.
Basierend auf der geschätzten Länge der Route wurde folgende Aufteilung des Routenverlaufs pro Tag vorgenommen:
-
- Tag — Aufstieg zum Pass unter dem Beginn der Stütze p.4810;
-
- Tag — Aufstieg zur zweiten Übernachtung unter dem Felsbastion der Stütze;
-
- Tag — Überwindung des Felsbastions, Aufstieg zum Vorgipfelkamm;
-
- Tag — Aufstieg zum Gipfel und Abstieg;
-
- Tag — Abstieg zum Basislager.
Die taktischen Handlungen der Mannschaft wurden durch den taktischen Plan bestimmt, der im Wesentlichen eingehalten wurde. Abweichungen vom taktischen Plan: Bastion und Vorgipfelkamm wurden einen Tag früher passiert.
Der bestimmende Faktor für die Geschwindigkeit der Mannschaft war die Zeit, die für das Passieren der Abschnitte durch den Ersten benötigt wurde. Die gesamte Gruppe, einschließlich des Letzten, konnte nachziehen und das notwendige Material übergeben. Der Erste arbeitete ohne Rucksack und in Galoschen. Die Route wurde hauptsächlich durch freies Klettern überwunden. Die Führenden wechselten täglich, aber innerhalb eines Tages fand kein Wechsel statt.
- Am 1. Tag arbeitete die Seilschaft Sinchenko — Nasarow;
- Am 2. Tag — Usewitsch — Belowitow.
Auf Abschnitten der 4. und 5. Kategorie, mit Ausnahme des ersten, bewegte sich die gesamte Mannschaft an einem gesicherten Seil. Vorher wurden die Abschnitte R12–R15 bearbeitet.
Die Übernachtungen auf der Route waren liegend auf Bänken. Die Sicherheit des Aufstiegs wurde durch die Verwendung von Importseilen mit guten dynamischen Eigenschaften und Textil-Stoßdämpfern für die Arbeit des Ersten gewährleistet. Eine vielfältige Auswahl an Haken und Klemmkeilen ermöglichte es, eine zuverlässige Sicherung und Befestigung der Seile zu organisieren und gab die Möglichkeit, bei Bedarf in jedem Teil der Route abzusteigen.
Es gab keine Stürze oder Verletzungen während des Durchquerens der Route. Grundsätzlich neue Ausrüstungsmuster wurden bei diesem Aufstieg nicht verwendet (wenn man nicht die bereits in der Praxis etablierten "Friends", Hakenbeine usw. dazu zählt).
Während des gesamten Aufstiegs herrschte gutes Wetter, lediglich am Abend des 7. Juli und in der Nacht zum 8. Juli fiel Schnee, als sich die Mannschaft auf der Übernachtung am Pass unter der Route befand. Mit dem Basislager wurde eine regelmäßige und stabile Verbindung mittels der UKW-Funkstation "Lastochka" aufrechterhalten.
Schema der Route in Symbolen
M 1:200
1 mm = 2 m Höhe
Abschnitte von Traversen (Travers) sind nicht maßstabsgetreu dargestellt.

| Fels | Klemmkeile | Bohrhaken | Nr. des Fotos | Schwierigkeit | Länge der Abschnitte | Steilheit (Grad) | Nr. der Abschnitte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Für den Tag Gehtage — 8,5 | |||||||
| 7 | 34/2 | 1 | 5 | 6 | 7 | R12 | |
| 1 | 1 | 2 | 5 | 15 | 60 | R11 | |
| 5 | 10 | 70 | R10 | ||||
| 5 | 25 | 60 | R9 | ||||
| 8 | 60 | 8 | |||||
| 1 | 3 | 5 | 35 | 60 | R7 | ||
| 1 | 5 | 5 | 45 | 70 | R6 | ||
| 2 | 2 | 4 | 20 | 65 | R5 | ||
| 3 | 5 | 25 | 70 | R4 | |||
| 2 | 5 | 35 | 70 | R3 | |||
| 7/1 | 5 | 25 | 70 | R2 | |||
| 4/1 | 1 | 1 | 6 | 20 | 82 | R1 | |
| 80 | 40 | R0 | |||||
| Gehtage — 6 | |||||||
| 22/4 | 27/4 | 4 | 20 | 70 | R24 | ||
| 3 | 4 | 20 | 60 | R23 | |||
| 1 | 3 | 5 | 15 | 60 | R22 | ||
| 1 | 2 | 5 | 20 | 65 | R21 | ||
| 3 | 2 | 5 | 45 | 70 | R20 | ||
| 3 | 4 | 5 | 5 | 45 | 80 | R19 | |
| 5/1 | 2/1 | 4 | 4 | 20 | 70 | R18 | |
| 3 | 5 | 15 | 70 | R17 | |||
| 2 | 2 | 5 | 25 | 80 | R16 | ||
| 4 | 2 | 5 | 35 | 70 | R14–R15 | ||
| 3 | 4 | 40 | 70 | R13 | |||
| 4 | 3 | R12 |
Insgesamt auf der Stütze
Fels: 29/1, Klemmkeile: 61/3, Bohrhaken: 1. Gehtage — 14,5.
Das Schema der Route oberhalb der Stütze wird nicht dargestellt. Durchschnittliche Steilheit des Kamms ≈ 40°; 3 Kat. Schwierigkeit, Länge — 290 m.
Vom Oberende der Stütze bis zum Gipfel: Gehtage — 2.
Insgesamt auf der Route
Fels: 29/1, Klemmkeile: 61/3, Bohrhaken: 1. Gehtage — 16,5.
Beschreibung der Route nach Abschnitten
R0–R1. Zerstörte Felsen 2 Kat. Schwierigkeit.
R1–R2. Steile Wand. Anstehender Eis. Senkrechte, glattgeschliffene Spalten. Tiefe Risse. Verwendung von ITO, Skyhook, Klemmkeilen, Bohrhaken.
R2–R3. Monolithische Wand ohne Risse. Innere Ecke. Freies Klettern. Verwendung von ITO.
R3–R4. Steile Platte mit kleinen Grifflöchern und Spalt. Sehr schwieriges freies Klettern. Klemmkeile.
R4–R5. Senkrechte, enge Spalte. Umgehung des Karnies nach rechts. Klemmkeile.
R5–R6. Spalte. Bewegung nach rechts.
R6–R7. Umgehung des Karnies nach links über eine monolithische Platte. Schwieriges Klettern. Klemmkeile.
R7–R8. Vorsichtiges Bewegen nach rechts durch die Spalte. Anstehender Eis. Klemmkeile.
R8–R9. Innere Ecke. Freies Klettern.
R9–R10. Nasse, glatte Platte. Freies Klettern. Klemmkeile.
R10–R11. Schräge, nasse, geneigte Bank. Bewegung nach links zur inneren Ecke.
R11–R12. Innere Ecke. Anstehender Eis. Aufstieg auf eine Bank. Auf der Bank Übernachtung. Auf der Bank Schnee.
R12–R13. Wand aus großen Felsbrocken mit Spalten. Freies Klettern. Klemmkeile.
R13–R14. Senkrechte innere Ecke. Daneben monolithische Platte. Aufstieg auf eine schmale Bank. Freies Klettern.
R14–R15. Schmale, horizontale Bank 10 m. Travers nach links. Vorsichtiges freies Klettern.
R15–R16. Steile innere Ecke. Anstehender Eis. Sehr schwieriges Klettern.
R16–R17. Steile Wand mit kleinen Grifflöchern. Freies Klettern.
R17–R18. Breite innere Ecke.
R18–R19. Überhängende innere Ecke, überdeckt von einem Karnies. Anspannendes Klettern in Spreizstellung, in der Hängelage. Spalten für Klemmkeile. ITO.
R19–R20. Steile monolithische Platte, Spalt für Klemmkeile. Auf der Platte nasser Flechte. Sorgfältiges, komplexes Klettern.
R20–R21. Durch die Spalte Umgehung eines überhängenden Karnies. Auf einer schrägen Bank vom Typ "Spule" fehlen Spalten für Klemmkeile und Haken. Aufstieg zur Wand. Pendelbewegung nach links in die innere Ecke.
R21–R22. Senkrechte Platte. Freies Klettern.
R22–R23. Schräge, geneigte Bank, Risse für Klemmkeile. Bewegung nach links.
R23–R24. Senkrechte Wand. Aufstieg auf den Kamm.
R24–R25. Kamm. Felsige Wände, Platten und innere Ecken 3 Kat. Schwierigkeit.
Foto Nr. 1. Abschnitt R1–R2. 8. Juli. Aufnahme vom Beginn des Abschnitts.
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