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Ohne Titel

Pas­port des Auf­stiegs

  1. Ge­biet — Kir­gi­si­stan, Pa­mi­ro-Ala­j, Schlucht Ka­ra­wschin (Tal des Flusses Ka­ra-Su) 5.4.3.
  2. Gip­fel — Ge­l­be Wand, lin­ke Sei­te der Ost­wand
  3. Vor­ge­se­hen — 5A Kat. Schw., Erst­be­ge­hung
  4. Cha­rak­ter der Rou­te — Fel­sen­klet­tern
  5. Cha­rak­te­ris­tik der Rou­te:

Hö­hen­un­ter­schied der Haupt­teil­strecke 600 m,

Län­ge der Rou­te — 800 m.

Län­ge der Ab­schnit­te mit 6. Kat. Schw. — 120 m, 5. Kat. Schw. — 280 m

mitt­le­re Steil­heit der Haupt­teil­strecke 52°

  1. Ver­wen­det auf der Rou­te: Felshaken — 23/11, Kam­ins — 86/48, + ITO an Fif­fen — 35. Zu­rück­ge­las­sen — 1 Felshaken (Ab­schnitt R4–R5). Ge­fun­den auf der Rou­te al­te Bohr­ha­ken (Sta­tio­nen R5, R7)
  2. An­zahl der Geh­stun­den — 9,5 Std., Ta­ge — 1.
  3. Lei­ter: Schi­ga­low Alex­an­der Wla­di­mi­ro­witsch 1. sportl. Rang

Teil­neh­mer: Jer­mi­schi­na Ana­sta­sia Igo­rew­na KMS

  1. Trai­ner der Man­schaft:

Ba­le­sin Wa­le­rij Wi­k­to­ro­witsch MS­MK, ZTR

Sa­cha­row Ni­ko­lai Ni­ko­la­je­witsch MS­MK, ZTR

  1. Da­tum des Aus­zugs:

Auf die Rou­te — um 11:30 Uhr, 12. Au­gust 2014

Auf den Gip­fel — um 20:45 Uhr, 12. Au­gust 2014

  1. Der Auf­stieg wur­de or­ga­ni­siert vom Minis­te­ri­um für Sport und Tou­ris­mus der Region Kras­no­jarsk

2014 Jahrimg-0.jpeg

1 — Be­gan­ge­ne Rou­te, lin­ke Sei­te der O-Wand, 2014 2 — über das Band der O-Wand, 5A, Solon­nikow, 1987 3 — durch die Mit­te der O-Wand, 5B, Ja­nu­sche­witsch, 2005 img-1.jpeg

Pro­fil der Rou­te von links, auf­ge­nom­men vom Weg beim Ab­stiegimg-2.jpeg

Ge­zeich­ne­tes Pro­fil der Rou­teimg-3.jpeg

Foto­pa­no­ra­ma des Ge­biets

Tak­ti­sche Ak­tio­nen der Man­schaft

Im Juli 2014 fand in der Schlucht Ka­raw­schin die Rus­si­sche Meis­ter­schaft im Alp­inis­mus in der tech­ni­schen Klas­se statt. Nach Be­en­di­gung der Meis­ter­schaft hat­ten ei­ni­ge Man­schaf­ten noch ei­ni­ge freie Ta­ge.

So bil­de­ten Ana­sta­sia Jer­mi­schi­na aus der Man­schaft Tomsk — Kras­no­jarsk und Alex­an­der Schi­ga­low aus der Man­schaft Kras­no­jarsk — 2 eine ge­mein­sa­me Man­schaft mit dem Ziel, zwei Erst­be­ge­hun­gen durch­zu­füh­ren:

  • Auf die Sil­ber­ne Wand
  • Auf die Ge­l­be Wand

Nach­dem sie am 11. Au­gust 2014 die Erst­be­ge­hung auf die Sil­ber­ne Wand, Süd­gip­fel, ca. 4A Kat. Schw., er­folg­reich ab­ge­schlos­sen hat­ten, brach­ten sie am 12. Au­gust den Ba­sis­la­ger hin­ter sich, um eine Li­nie für die Erst­be­ge­hung auf die Ge­l­be Wand zu wäh­len.

An­fangs war eine Li­nie rechts der Rou­te von Ja­nu­sche­witsch, 5B Kat. Schw., ge­plant. Da sie spät aus dem La­ger auf­ge­bro­chen wa­ren, konn­te es sein, dass das Licht nicht mehr rei­chen wür­de, und so ent­schie­den sie sich, eine kür­ze­re und ein­fa­che­re Li­nie zu wäh­len.

Sie rich­te­ten ihre Auf­merk­sam­keit auf die lin­ke Sei­te der Ost­wand, wo nach un­se­ren In­for­ma­tio­nen bis­her kei­ne al­pi­nis­ti­sche Rou­te exis­tier­te, und die Wand zu­dem sehr groß ist, wo­bei der obe­re Basti­on di­rekt auf den Gip­fel führ­te. Auf den Rou­ten in der rech­ten Sei­te der Wand muss­te man zu­sätz­lich die obe­re Teil­stre­cke über Schutthal­de über­win­den, um den Gip­fel zu er­rei­chen.

Sie be­gan­nen den Auf­stieg um 11:30 Uhr. Die Rou­te führ­te über die Li­nie der schrä­gen schwar­zen Kar­nis­se, die von links nach rechts über die gan­ze lin­ke Sei­te der Wand ver­lie­fen. Die Über­gän­ge von ei­nem Kar­nis zum nächs­ten ge­sch­a­hen durch klei­ne Pen­del­schwin­gun­gen und Stel­len­wei­ses Klet­tern.

Je­der Über­gang nach links ver­kürz­te die Rou­te und mach­te sie di­rek­ter.

Die Schlüs­sel­ab­schnit­te wa­ren R4–R5, R6–R9.

Be­son­der­hei­ten:

  • dün­ne, tie­fe, über­hän­gen­de Spal­ten,
  • "le­ben­de" Stei­ne (locke­re Blö­cke),
  • Plat­ten.

Auf der Rou­te fan­den sie ei­nen al­ten Bohr­ha­ken, Sta­ti­on R5, und einen Felshaken mit Öse von Petzl, Sta­ti­on R7, mit ver­knot­tem Reepschnur-Rest. Nach den er­hal­te­nen In­for­ma­tio­nen stam­m­ten die­se von den Dül­fer-Sta­tio­nen der Man­schaft von Alex­an­der Ja­nu­sche­witsch aus Kras­no­jarsk.

Im Ab­schnitt R4–R5 wur­de ein Felshaken zu­rück­ge­las­sen. Auf dem mitt­le­ren Band wa­ren sie um 17:20 Uhr.

Der obe­re Basti­on stell­te sich als ei­ne Se­rie von schrä­gen Ka­mi­nen her­aus, die aus ein­zel­nen, hohl klin­gen­den Blö­cken be­stan­den. Das Klet­tern war kom­pli­ziert. Stel­len­wei­se hat­te der Fels ei­ne dün­ne Ver­wit­te­rungs­rin­de.

Auf den Gip­fel ka­men sie um 20:45 Uhr. Im Kon­troll­turm fan­den sie we­der ei­ne No­tiz noch ein Ge­fäß da­für vor. Sie schnit­ten ei­ne Plas­tik­fla­sche auf und lie­ßen dar­in ei­ne No­tiz und einen Plas­tik­tü­te zu­rück.

In den La­ger stie­gen sie um 22:30 Uhr ab. Es war ge­plant, ei­ne Rou­te der Ka­te­go­rie 5A Schw. zu ma­chen, aber das Vor­han­den­sein von an­spruchs­vol­lem ITO auf der Rou­te und die Län­ge der Ab­schnit­te mit schwie­ri­gem Klet­tern spricht eher für die Ka­te­go­rie 5B.

img-4.jpegimg-5.jpegimg-6.jpegimg-7.jpeg
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91
8558
958
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524
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612410
531
44124
12410
3222
23
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032
Nr.Code
Be­zeich­nungCode
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5
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4
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1
14
22
152
2
Nr.Code Be­zeich­nungCode Be­zeich­nung
1300 м, 45°
2IV, 20 м, 50°
3V, 20 м, 70°
4V, 30 м, 65°
5V, 30 м, 70°
6V+, 35 м, 75°
7V+, 35 м, 80°

Be­schrei­bung der Rou­te nach Ab­schnit­ten

Ab­schnitt R0–R1: Be­ginn der Rou­te auf ein­fa­chem Ge­län­de, mit Gras be­wach­se­ne Spal­ten, un­ter der lin­ken Sei­te des gro­ßen, sich­ten­den Kar­nis­ses. Durch­gang durch das Kar­nis, ITO in der nas­sen Spal­te. Aus­gang auf ei­ne Plat­te mit Spal­te. Sta­ti­on auf ei­nem klei­nen Band.

Ab­schnitt R1–R2: Von der Sta­ti­on ein­fa­ches Klet­tern nach rechts oben zum Grat. Hin­ter dem Grat ein be­que­mer Platz, Sta­ti­on.

Ab­schnitt R2–R3: Von dem Platz nach oben zum Fun­da­ment des gro­ßen schwar­zen Kar­nis­ses, ei­ne Se­rie von kur­zen Wän­den, Bän­dern, vie­le Spal­ten und Risse.

  • kur­ze Wän­de
  • Bän­der
  • vie­le Spal­ten und Risse

Sta­ti­on be­quem, ne­ben ei­nem in­nern Win­kel.

Ab­schnitt R3–R4: Schrä­ger in­ne­rer Win­kel, ei­ne der Wän­de da­von ist das gro­ße schwar­ze Kar­nis, das von links nach rechts ab­fällt. Bei schlech­tem Wet­ter läuft hier Was­ser her­un­ter. In der Mit­te des Win­kels ein klei­ner Plat­z mit ei­nem dor­ni­gen Busch. Sta­ti­on halb hän­gend.

Ab­schnitt R4–R5: Erster Schlüs­sel­ab­schnitt. Der Win­kel setzt sich fort und teilt sich in meh­re­re glei­che auf. Man muss sich über den lin­ks­ten be­we­gen. An­spruchs­vol­les ITO un­ter dem Über­hang. Hier in der lin­ken über­hän­gen­den Wand wur­de ein Felshaken zu­rück­ge­las­sen. Im obe­ren Teil ein gro­ßer, hohl klin­gen­der Stein, der im in­ne­ren Win­kel ver­keilt ist. ITO durch ihn hin­durch. Dann Aus­gang auf ei­ne Wand mit schrä­ger Spal­te von links nach rechts. Ent­lang der Spal­te bis zu ei­nem klei­nen Ab­satz, hier ist ein al­ter Schmie­ge­ha­ken mit großem Ohr ein­ge­schla­gen. Sta­ti­on.

Ab­schnitt R5–R6: Die Spal­te setzt sich wei­ter fort, von links nach rechts un­ter schrä­gen Win­keln mit Über­hang — dort soll­te man nicht klet­tern. Links sieht man ei­nen Basti­on mit gutem Re­li­ef, Bän­dern mit Gras.

  • Von der Sta­ti­on Pen­del­schwin­gung nach links
  • Aus­gang auf den Basti­on über in­ne­re Win­kel, Wän­de

Sta­ti­on auf ei­nem gu­ten Platz un­ter über­hän­gen­den Kar­nis­sen, Win­keln.

Ab­schnitt R6–R7: Be­ginn des zwei­ten Schlüs­sel­ab­schnit­tes. Schrä­ge in­ne­re Win­kel, ei­ne der Wän­de da­von ist ein über­hän­gen­der Kar­nis. Be­ginn der Be­we­gung über den lin­ks­ten. Aus­gang auf ei­nen klei­nen Platz mit Gras. Hier ist ein Felshaken mit Öse von Petzl ein­ge­schla­gen. Sta­ti­on.

Ab­schnitt R7–R8: Von dem Platz nach oben durch ei­ne dün­ne Spal­te, ITO. Die Spal­te en­det, Pen­del­schwin­gung nach rechts, 3 m, Über­gang auf ei­ne Spal­te. Ent­lang die­ser mit Klet­tern bis zu ei­nem klei­nen schrä­gen Plat­z. Sta­ti­on.

Ab­schnitt R8–R9: Durch ei­ne dün­ne Spal­te, ITO, nach oben zum Fun­da­ment ei­nes schrä­gen, ro­ten, in­ne­ren Win­kels. Ent­lang die­sem, ITO auf An­kern und Fif­fen. Aus­gang in der Stel­le, wo der Win­kel sich mit den be­nach­bar­ten Win­keln ver­bin­det, durch einen Kar­nis auf ei­ne gro­ße, mitt­le­re Platt­form. En­de der Schlüs­sel­ab­schnit­te.

Ab­schnitt R9–R10: Mitt­le­re Platt­form. Ein­fa­ches Klet­tern. An­nä­he­rung an ei­ne Wand un­ter gro­ßen Ka­mi­nen.

Ab­schnitt R10–R11: Wand mit vie­lem Re­li­ef. Aus­gang auf ei­ne gras­be­wach­se­ne Platt­form.

Ab­schnitt R11–R12: Wand mit Spal­te, Aus­gang auf ei­nen Ka­min, der durch ei­nen gro­ßen Ab­satz ge­bil­det wird. Auf dem Ab­satz Sta­ti­on.

Ab­schnitt R12–R13: Gro­ßer, ro­ter Ka­min, links ein schrä­ger, über­hän­gen­der Kar­nis. In der Mit­te des Ka­mins Pen­del­schwin­gung nach rechts in ei­nen be­nach­bar­ten Ka­min mit "le­ben­den" Stei­nen (locke­re Blö­cke). Schwie­ri­ges Klet­tern. Der Fels hat ei­ne dün­ne Ver­wit­te­rungs­rin­de. Aus­gang un­ter den Kar­nis, Sta­ti­on.

Ab­schnitt R13–R14: Durch den Kar­nis Aus­gang in ei­ne Se­rie von Ka­mi­nen, Über­gang nach rechts von ei­nem in den an­de­ren. Sta­ti­on auf ei­nem schrä­gen Plat­z.

Ab­schnitt R14–R15: Über ei­ne Wand mit Spal­ten in ei­nen schrä­gen Ka­min. Aus­gang auf ei­ne be­que­me Plat­te, Sta­ti­on.

Ab­schnitt R15–R16: Über ei­nen ver­ti­ka­len, in­ne­ren Win­kel in ei­nen schrä­gen, in­ne­ren Win­kel. Im obe­ren Teil "le­ben­de" Stei­ne, Blö­cke. Sta­ti­on auf ei­ner Platt­form.

Ab­schnitt R16–R17: Schrä­ger, brei­ter Ka­min. Im obe­ren Teil hohl klin­gen­de Blö­cke, die au­fein­an­der lie­gen.

Ab­schnitt R17–R18: Wand mit "Ba­racks­köp­fen" (glat­te, run­de Fels­for­men). Ein­fa­ches Klet­tern. Aus­gang auf den Grat, Be­ginn des Dach­gra­tes.

Ab­schnitt R18–R19: Ent­lang des Gra­tes nach rechts, ein­fa­ches Klet­tern. Schwie­ri­ge Stel­len wer­den um­gan­gen. Es ist ein gleich­zei­ti­ges Vor­wärts­be­we­gen al­ler Teil­neh­mer mög­lich.

Ab­schnitt R19–R20: Aus­gang auf das Band. An die­ser Stel­le trifft die Rou­te auf die Rou­te von Ja­nu­sche­witsch, 2005. Aus­gang auf den Gip­fel.

Ab­stieg über die Ab­stiegs­schlucht.

Quellen

Kommentare

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