MEISTERSCHAFT DER ALPINISMUS-FÖDERATION DER UDSSR 1988 FELSKLETTERN
- Platz.

Bericht
Über die Besteigung des Gipfels 4230 m (Aсан)
durch die Mitte der Nordwestwand
der Mannschaft des Alpinismusklubs 12 SKA SAWO

Leiter: Owtscharenko S.W. Senior-Trainer: Iljinski E.T., ZT UdSSR Trainer: Sedelnikow W.N., ZT Kas.SSR Aigistow G.A., ZT Kas.SSR
ALMA-ATA 1988
Adresse der Organisation: 480051, Stadt Alma-Ata, 12 Sportklub der Armee Leiter des Klubs: Nowikow Pawel Maximowitsch Telefon: 63-56-39 Adresse des Leiters: 480051, Stadt Alma-Ata, 12 Sportklub der Armee Adresse des Trainers: 480003, Stadt Alma-Ata, ul. Dserschinski, Haus 24, Wohnung 36, Telefon privat 39-37-63 Sedelnikow Wiktor Nikolajewitsch

Foto Nr. 2. Profil der NW-Wand des Gipfels 4230 von rechts. 3. Juli 1988. Aufnahmepunkt Nr. 4. Objektiv "Ksenar", F-105 mm. Entfernung 1,5 km, Höhe der Aufnahme 3500 m.

Foto Nr. 3. Profil der NW-Wand des Gipfels 4230 von links. 27. Juni 1988. Aufnahmepunkt Nr. 1. Objektiv "Tessar", F-250 mm. Entfernung 5000 m, Höhe der Aufnahme 3000 m.

Foto Nr. 4. Panorama der Gipfel 4810–Ak-Su–Aсан–Usan. 1. Juli 1988. Aufnahmepunkt Nr. 3. Objektiv "Tessar", F-150 mm. Entfernung 3000 m, Höhe der Aufnahme 3000 m.
- a/k "Odessa", 1986, 5B Kategorie
- a/k "12 SKA SAWO", 1988, 5B Kategorie
- a/k "12 SKA SAWO", 1988, 5A Kategorie
Der taktische Plan für die Besteigung war für zwei Tage ausgelegt und berücksichtigte:
- den Höhenunterschied von 850 m,
- einen 12- bis 13-stündigen Arbeitstag,
- die geschätzte Länge der Abschnitte von 5–6 km, 800–870 m,
- die Besonderheiten des Wandreliefs (z.B. "Spiegel", "Gesimse", "Widderstirnen"),
- das Gewicht der Rucksäcke,
- 10 l Wasser,
- die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen.
Die Mannschaft sollte den Weg am 2. August 1988 beginnen, aber als wir uns dem Weg näherten, sahen wir, dass die Mannschaft aus Leningrad noch nicht von der geplanten Übernachtung aufgebrochen war. Deshalb vereinbarten wir mit dem Trainer der Leningrader Mannschaft, W. Gluschko, den Aufbruch auf den Weg am 3. August 1988. Der taktische Plan musste jedoch geändert werden, da wir am zweiten Tag auf dem Weg die Mannschaft der Leningrader Bergsteiger einholten, die einen Teilnehmer mit einem Beinbruch auf unserem Weg nach unten transportierten.
Unsere Mannschaft half ihnen, indem sie Sicherungsseile bis zur Plattform (Abschnitte 10–6) anbrachte und half, den Verletzten abzuseilen. Nach den Rettungsarbeiten konnten wir nur bis zum Abschnitt 4 aufsteigen, wo wir übernachteten - das war eine ungeplante Übernachtung. Am 3. Tag war geplant, den Rest der Wand in der ersten Tageshälfte zu passieren und am Abend ins Basislager abzusteigen. Dieser Plan wurde vollständig umgesetzt.
Taktische Aktionen der Mannschaft
Die taktischen Aktionen der Mannschaft auf dem gesamten Weg beschränkten sich auf Folgendes:
Der Vorangehende stieg frei oder mit Hilfe von ITO auf, organisierte einen Sicherungspunkt und Seile, und die Teilnehmer der Mannschaft stiegen mit oberer Sicherung oder an doppelten Seilen auf. Das Passieren der "Spiegel" (Abschnitte 4–9) mit wenigen Griffen und Rissen wurde durch die Verwendung von Skyhooks und äußerst schwierigem Freiklettern gelöst. Die Skyhooks wurden unter Ausnutzung des Mikroreliefs und teilweise bereits vorgebohrter Löcher mit einer Tiefe von 5 mm und einem Durchmesser von 8 mm eingesetzt.
Ohne die Verwendung von Skyhooks ist dieser Teil des Weges (unserer Meinung nach) unpassierbar.
Das Passieren aller Arten von Gesimsen erforderte den Einsatz des gesamten Arsenals der Alpinismustechnik.
Für die Bequemlichkeit des Sichernden und auf dem hängenden Biwak wurde als zusätzliche Plattform eine "Sitzgelegenheit" (eine harte Plattform) verwendet.
Der Vorstoß der ersten Seilschaft vorwärts mit einem autonomen Biwak oben an der letzten Seillänge ermöglichte es, die Zeit für das Passieren der "Spiegel" zu verkürzen.
Die Bewegungsgeschwindigkeit der Mannschaft ist auf dem Diagramm (auf der Rückseite) dargestellt.
Die Verbindung zu den Beobachtern und Trainern wurde sowohl visuell als auch mit Hilfe einer UKW-Funkstation ständig aufrechterhalten. Unter dem Weg befand sich ständig einer der Trainer der Mannschaft und eine Beobachtungsgruppe von zwei Personen, was es ermöglichte, alle Fragen zur Bewegung und Korrektur der Gruppe auf dem Weg zu klären.
Bei der Bewegung der Seilschaften auf dem Weg wurden folgende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen:
- Sicherung aller an doppelten Seilen
- plus der Erste an einem Stoßdämpfer.
Die Biwaks waren durch Gesimse geschützt.
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