PÄSSPORT DES AUFSTIEGS 60a
- Klasse des Aufstiegs — Fels.
- Gebiet des Aufstiegs, Gebirgskamm — Pamir-Alai, Fanger Berge.
- Gipfel, seine Höhe, Aufstiegsroute — Sacharnaja Golowa, 4971 m, über den "Tisch" (Zentrum der Nordwand).
- Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie — 5B.
- Charakteristik der Route: a) Höhenunterschied — 1000 m, b) Länge der Abschnitte mit 5B Kat. Schl. — 675 m (Säule). c) Durchschnittliche Steilheit: "Säule" — 75°, Route — 65°.
- Eingeschlagene Haken: a) Felshaken — 148, b) Eishaken — 28, c) Bohrhaken — keine.
- Anzahl der Gehstunden — 31 Stunden.
- Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik — 2 (1 — liegend, 2 — halbliegend).
- Nachname, Vorname, Vatersname des Leiters, der Teilnehmer:
- Gruschewski W. G. — Leiter, KMS.
- Schadskaja L. I. — Teilnehmer, KMS.
- Schlemtschenko S. — 1. sportliche Kategorie.
- Linkor P. — 1. sportliche Kategorie.
- Trainer der Mannschaft — Sogrin Sergei Nikolajewitsch, Senior-Instruktor, MS.
- Daten des Aufbruchs zur Route und der Rückkehr:
- 15. August 1978 — Vorbereitung
-
- August 1978 — Aufbruch zur Route, Übernachtung
-
- August 1978 — Aufstieg zum Gipfel, Übernachtung
-
- August 1978 — Abstieg vom Gipfel zum Basislager.

A-ROUTE DES AUFSTIEGS über den Nordostgrat des Pik Sacharnaja Golowa, 5B Kat. Tr. B-ROUTE DES AUFSTIEGS über die Nordwand ("SÄULE") — 5B Kat. Tr. C-BIVOUAK-PLÄTZE D-KONTROLLTÜRME
ERLÄUTERNDE NOTIZ ZUR TABELLE
- Juli 1978 brach die Gruppe um 16:00 Uhr vom Basislager auf der Lichtung "Tepa" auf und übernachtete unter dem Massiv des Gipfels Vilnius.
Am 15. Juli erreichten sie um 9:00 Uhr den Achbasy-Gletscher. Um 14:00 Uhr hielten sie auf der Moräne des Gletschers an und begannen mit der Vorbereitung der Route. An diesem Tag beschlossen sie, einen Teil der Route vorzubereiten, d.h.:
- den Bergschrund zu überwinden;
- wenn möglich, ein Seil an den Felsen anzubringen.
Sie bearbeiteten nur den Bergschrund, da sie beim Überwinden desselben Stufen einschlagen mussten und die Teilnehmer nass wurden. Die Felsen stellten keine besondere Schwierigkeit dar, und daher wurde dort kein Seil angebracht. Der Bergschrund wurde direkt unter der "Säule" bearbeitet.
- Juli. Um 8:00 Uhr brachen sie von der Moräne des Achbasy-Gletschers auf und näherten sich dem Bergschrund, wo sie ein Seil angebracht hatten (R0–R1). Die erste Seilschaft Gruschewski W. — Schlemtschenko S. erreichte über das Seil die Felsen, wo ein Seil zurückgelassen wurde. Während die erste Seilschaft den Felsabschnitt (R1–R2) passierte, überwand die zweite Seilschaft Schadskaja L. — Linkor P. den Bergschrund. Danach:
- Aufstieg über Felsen mit einer Steilheit von 60° in Richtung der rechten Rinne, die die "Säule" begrenzt;
- nach 2,5 Seillängen erreichten sie eine kleine Plattform unter der "Säule" (R2–R3);
- über die Plattform nach links zum Kamin.
Am Ende der Plattform — ein Kontrollturm, aus dem sie eine Nachricht der Erstbegeher unter der Leitung von Ginzburg W. I. entnahmen, ihre eigene hinterließen und den Weg über den Kamin fortsetzten. Der Kamin setzt sich in einer Spalte fort. An einer Stelle hängt der Kamin über. Das Klettern ist schwierig, aber ohne ITO (Instrumentelles Technische Hilfsmittel) möglich. Nach der Spalte — eine Plattform.
Die Gruppe arbeitet:
- ohne Seilziehen;
- der Erste ohne Rucksack;
- in Gummischuhen.
Das Wetter ist gut, warm.
Von der Plattform 35 m über eine steile 90° Wand zu einer nächsten kleinen Plattform (R3–R4).
Von der Plattform nach links-oben — eine Platte 20 m. Steilheit etwa 60°. Von der Platte Ausstieg in eine Spalte. Über die Spalte 20 m, dann Ausstieg auf die Kante der "Säule", über die 30 m nach links-oben und weiter, über eine 10 m hohe senkrechte Wand Ausstieg zu einer Plattform (R4–R5).
Von der Plattform Traversieren über die Wand 10 m bis zu einem undeutlich ausgeprägten Gratkamm. Über ihn 30 m unter die roten Felsen (R5–R6). Unter diesen Felsen auf einer Plattform entnahmen sie eine Nachricht der Erstbegeher aus einem hängenden Kontrollturm.
Die überhängenden roten Felsen werden über eine Spalte passiert. Nach 20 m — Ausstieg auf die Kante der "Säule" (R6–R7). Nach weiteren 40 m — eine geneigte Plattform, wo sie sich für ein Biwak einrichteten.
Während die Seilschaft Schadskaja L. das Nachtlager vorbereitete, bearbeitete die erste Seilschaft den weiteren Weg:
- Traversieren nach links über zerklüftete Felsen auf 40 m zum Beginn eines Kamins;
- Aufstieg über den Kamin auf 40 m mit schwierigem Klettern.
Insgesamt wurden 140 m zurückgelegt. Über das angebrachte Seil steigen wir zum Nachtlager ab. Wir kochen eine ausgezeichnete Suppe und legen uns nach dem System 1–1–2 schlafen.
- Juli. Um 9:00 Uhr ziehen wir uns vom Nachtlager über das Seil zum oberen Punkt. Fortsetzung des Kamins:
- über ihn 40 m;
- auf den gesamten 60 m — Klettern im Kamin schwierig, unter Nutzung der Reibung, man muss sich auf Spreizschritte stellen.
Weiter verengt sich der Kamin und geht in eine überhängende Spalte über. Über die Spalte und die Wand — Ausstieg zu einer Plattform. Von der Plattform nach rechts-oben — Aufstieg zum Gipfel der "Säule", wo sie eine Nachricht der Gruppe des zweiten Durchgangs entnahmen und ihre eigene hinterließen (R7–R8).
Vom Gipfel der "Säule" nach rechts-oben führt ein Grat mit einfachem Klettern. Länge des Grates 50 m. Über den Grat:
- über eine Platte, die mit angefrorenem Eis überzogen ist;
- Klettern sehr schwierig;
- man muss Stufen einschlagen, soweit dies im angefrorenen Eis möglich ist;
- über die Platte Aufstieg nach rechts über den Knick auf 60 m. (R8–R9).
Über das angefrorene Eis nach links um die Ecke in eine Eisrinne. Über sie 40 m bis zum Ausstieg auf den Felsgrat, links davon 40 m eine Wand, die unter den Eisdom des Gipfels führt. Die Wand wird über eine Spalte mit überhängendem Felsen passiert (R9–R10). Von der Plattform Ausstieg auf den Eisdom (R10–R11). Das Wetter beginnt sich zu verschlechtern. Ein starker, durchdringender Wind weht.
240 m über den Eisdom werden uns zum Gipfel führen. Sehr passend, Zeit der Funkverbindung. Das Eis ist sehr schlecht:
- oben großkörniger Firn;
- übergehend in Eis. Die Steigeisen halten schlecht.
Auf dem Gipfel machen wir halt für eine Übernachtung. Wir entnahmen eine Nachricht der Gruppe der Sammlung a/l "Warzob" in der Zusammensetzung Aisenberg W. und Skatschkow A.
- Juli. Um 9:00 Uhr begannen wir den Abstieg nach Westen zum Joch zwischen Sacharnaja Golowa und dem Gendarmen Amna-Kruna. Abstieg vom Joch nach Süden und, um das Massiv Amna-Kruna links herum, Aufstieg zum Pass Man. Um 18:30 Uhr — Rückkehr zum Basislager auf der Lichtung "Tjopa".
TABELLE DER HAUPTCHARAKTERISTIKA DER ROUTE
| Datum | Bezeichnung der Abschnitte | Steilheit, ° | Länge, m | Charakter des Reliefs | Kat. Schl. der Abschnitte | Zustand der Abschnitte | Wetterbedingungen | Felshaken | Eishaken | Bohrhaken | Charakteristik der Übernachtungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 15. August 1978 | R1 | 45 | 50 | Bergschrund, Eis, Felsen | 4 | Gut | 3 | 3 | – | ||
| R2 | 60 | 150 | Felsen vom Typ "Widderstirnen" | 5 | Monolith | Ausgezeichnet | 24 | – | – | ||
| 16. August 1978 | R3 | 75 | 80 | Plattform, Kamin, Spalte | 5 | Monolith | Ausgezeichnet | 17 | – | – | |
| R4 | 90 | 35 | Plattform, Wand, Plattform | 5 | Monolith | Ausgezeichnet | 10 | – | – | ||
| R5 | 70 | 80 | Platte, Spalte, Plattform | 5 | Monolith | Ausgezeichnet | 13 | – | – | ||
| R6 | 75 | 40 | Grat | 5 | Monolith | Ausgezeichnet | 9 | – | – | ||
| R7 | 80 | 140 | Spalte, Kante der "Säule", geneigte Plattform, Felsen, zerstörter Kamin | 5 | Monolith | Ausgezeichnet | Übernachtung 2–1–1, halbliegend | ||||
| 17. August 1978 | R8 | 90 | 110 | Kamin, Spalte, Gipfel der "Säule" | 5 | Monolith | Ausgezeichnet | 29 | – | – | |
| R9 | 60 | 110 | Grat, Platte | 5 | Monolith | Ausgezeichnet | 15 | – | |||
| R10 | 60 | 80 | Angefrorenes Eis, Rinne, Felsenwand | 5 | Monolith | Gut | 5 | 8 | |||
| 18. August 1978 | R11 | 45 | 240 | Eisdom | 4 | Eis bedeckt großkörnigen Firn | Gut, kalter Wind | – | 17 | Übernachtung liegend auf dem Gipfel |

ABSTIEG VOM GIPFEL NACH WESTEN ZUM PASS MAN
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