Bericht über die Besteigung der Gruppe der Alpinistikfederation der Tscheljabinsker Region zum Gipfel Mazar (3434 m) (Traversie über den NW-Grat der NW- und Hauptgipfel)
Magnitogorsk 2009
Pasport der Besteigung
- Klasse der Besteigung: Felsenklettern.
- Gebiet: 5.1.4. Pamiro-Alai, Kitschik-Alai-Gebirge, Kyrgiz-Ata-Tal.
- Gipfel: Mazar (3434 m)
- Besteigungsroute: Traversie über den NW-Grat der NW- und Hauptgipfel
- Schwierigkeitskategorie: Erstbegehung, vorgeschlagen 3B
- Beschreibung der Route: — Felsenklettern
Höhendifferenz — 670 m; Länge der Route — 1210 m; Davon:
- Länge der Abschnitte mit 3. Kat. Schw. — 570 m;
- Länge der Abschnitte mit 4. Kat. Schw. — 120 m;
- Durchschnittliche Neigung — 40°, in der Wandsektion — 54°
- Geschlagene Haken: Felsenhaken — 18;
Versatzteile — 54; Schlingen — 49
- Anzahl der Gehenden Stunden — 6 Std. 30 Min.
Gehende Tage — 1 Tag.
- Abmarschzeit: 30. Juli 2009, 8:00 Uhr.
Gipfelerreichung: 30. Juli 2009, 14:30 Uhr. Rückkehr ins Basislager: 30. Juli 2009, 18:00 Uhr.
- Gruppe der Alpinistikfederation Tscheljabinsker Oblast.
Leiter: Igolkin Viktor Iwanowitsch, MS, Magnitogorsk; Teilnehmer:
- Markelow Wladislaw Walerjewitsch, 3. Sp. Rang, Magnitogorsk;
- Makarowa Jekaterina Gennadjewna, 3. Sp. Rang, Magnitogorsk;
- Kalmykow Konstantin Igorewitsch, 3. Sp. Rang, Slatoust;
-
Trainer der Gruppe: Igolein Viktor Iwanowitsch, MS, Instr. 1. Kat.
Kurze Übersicht über das Besteigungsgebiet.
Im Osten, nördlich des Alai-Gebirges, erstreckt sich parallel zu diesem auf 80 km von Osten nach Westen das seitliche Kitschik-Alai-Gebirge. Vom ersten alpinistisch bedeutenden Gipfel im Nordosten, Schankol (4630 m), erstreckt sich das Kitschik-Alai-Gebirge nach Süden, einschließlich der Gipfel:
- Dschalan-Kanysch (4426 m)
- Kumbel
- Perwomaiskaja
- Surtoo
und hinter dem gleichnamigen Pass — die schöne Gruppe Kurgan. Weiter wendet sich der Gebirgszug nach Südwesten und umfasst das breite Massiv Dscheldschipga (4545 m) mit seinem nördlichen Oscher Ausläufer. Südlicher des Zusammenflusses der Flüsse Dscheldschipga und Suutschykta — Basislager.
Die Anreise von Osch auf der Straße in Richtung KisilKija 40 km bis zum Ort Schakn-Nookat. Hier von der Hauptstraße nach Süden abbiegen. Hinter der ehe maligen Kolchose Telmana rechts auf der Straße des rechten (orografisch) Ufers des Flusses Kyrgizata aufwärts bis zum Zusammenfluss des Karagoy und des Kurgan und der Bildung des Kyrgizata. Hier über die Brücke über den Kyr gizata und weiter auf der Straße des rechten (orografisch) Ufers des Kurgan. In 3,5 km oberhalb der Forstwirtschaft über die Brücke den Kurgan überqueren und weiter auf der Erdstraße bis zur Wegegabelung der Täler Dscholdschipga und Kurgan — nach rechts abbiegen, über die Brücke, die sich neben der unte ren Alpweide im Tal des Kurgan befindet. Von hier bis zum Basislager unter den Westenhängen des Gipfels Mazar — 1 Std. 30 Min. Gehzeiten.
Der Gipfel Mazar (Hauptgipfel) ist der bekannteste in diesem Gebiet. Er ist heilig für die Einwohner nicht nur der Dörfer im Kyrgizata-Tal, sondern auch der Siedlungen im Tal.
Ein einfacher Weg mit nicht mehr als 1B Kat. Schw. von Südosten machte ihn zum Ziel von Pilgerreisen für Tausende Gläubige und andere.
Interessant und einzigartig ist seine Lage — im Zentrum zwischen den Tälern Kurgan und Dschaldschipga, die auf den Südhängen des Gipfels ein gemeinsa mes breites Tal bilden.
Von der Straße und der Forstwirtschaft aus sieht man den Gipfel als mächtige Felspyramide, die das Tal dominiert. Dies ist der Nordwestengipfel, der mit dem Hauptgipfel durch einen langen, etwa 1,5–2 km langen, Felsengrat mit steil abfallenden Wänden auf beiden Seiten verbunden ist.
Der steile Nordwestengrat, der zum Gipfel führt, und die interessanten Fel senaufschlüsse des Hauptgrates waren das Ziel unserer Erstbegehung.
Es gibt keinen einzigen Eintrag im Klassifizierer für diesen Gipfel, obwohl A.F. Naumow eine Begehung mit der Bewertung "2" für den Hauptgipfel von Süden erwähnt.
Das Klima im Kyrgizata-Tal ist gemäßigt kontinental, nachmittags gibt es regelmäßige Regenfälle, die in Schnee oder Hagel übergehen können. Die Tagestemperatur im Basislager lag zwischen +15–+17°C, die Nachttemperatur zwischen +7–+10°C.
Taktisches Vorgehen der Gruppe.
Nach der Beobachtung des Gipfels von verschiedenen Punkten aus dem Tal, sei nen gegenüberliegenden Hängen und dem Gipfel Gelintasch wurde die Route über den NW-Konforsus zum NW-Gipfel mit anschließender Traversie des ge samten Grates bis zum Hauptgipfel (Südgipfel) gewählt.
Bei der Besteigung arbeiteten wir in zwei unabhängigen Doppelgruppen: Kalmykow — Markelow und Pogolni — Makarowa. Wir koordinierten uns über die hinterlassenen Versatzteile und Haken. An den Schlüsselstellen verwen deten wir Perila. Die Vordersten in den Seilschaften wechselten sich stän dig ab. Die Schlüsselstellen wurden vorwiegend von der ersten Seilschaft durchstiegen.
Die Gruppe brach um 7:30 Uhr aus dem Basislager auf. Der Anstieg dauerte 30 Min. Um 8:15 Uhr begannen wir mit der Arbeit an der Route. Die gesamte Route wurde in 6 Std. 30 Min. bewältigt, ins Lager kehrten wir um 18:00 Uhr zurück.
Kartenskizze des Kyrgiz-Ata-Tals (Kitschik-Alai-Gebirge) Maßstab 1:50 000

| v. Mazar (GA) 3434 м. | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 12 | 34 | 49 | R13 | 1210 | ||
| . | 6 | 4 | R14 | 3A | 80 | |
| 5 | 5 | R13 | 25 | 200 | ||
| . | 4 | 4 | R12 | 3A | 110 | 40 |
| :--: | :--: | :--: | :--: | :--: | :--: | :--: |
| . | 1 | 3 | ![]() | 2A | 150 | 25 |
| . | 3 | 4 | ![]() | 3A | 70 | 35 |
| . | 2 | 4 | ![]() | 2E | 100 | 30 |
| 2 | 7 | 4 | ![]() | 3E | 150 | 40 |
| :-- | :-- | :-- | :-- | :-- | :-- | :-- |
| 1 | R7 | 2A | 40 | |||
| 2 | R6 | 2E | 20 | |||
| 3 | 3 | 1 | R5 | 4E | 20 | |
| 3 | 4 | 3A | 50 | |||
| 7 | 11 | 4 | R3 | 4E | 70 | |
| 1 | 1 | R2 | 2E | 10 | ||
| 3 | 4 | 2 | 4A | 30 | ||
| 3 | 7 | 4 | R0 | 3A | 110 | |
| Haken | Versatzteile | Schlingen | Route in Symbolen nach UIAA M 1:2000 (1 cm — 20 m) | H: Abschnittes | Kat. Schw. 4 | Länge m. | Neigung | Bemerkung |
|---|
Beschreibung der Route nach Abschnitten
R0–R1 — Die Route der Gruppe verlauft entlang des ausgeprägten NW-Grates. Der Abschnitt ist 110 m lang und hat einen Winkel von 60°. Die Beschaffenheit der Felsen ist stark zerstört.
R1–R2 — Der Abschnitt besteht aus 30 m mit einem Winkel von 70°.
R2–R3 — Der Abschnitt verlauft entlang des Konforsus, der steil ansteigt und nach links in einem schrägen Travers übergeht, der 5 m lang ist. Hier ist es schwer, eine Sicherung einzurichten, da tiefe Spalten vorhanden sind; die Sicherung erfolgte mittels Versatzteilen.
R3–R4 — Der Abschnitt besteht aus 70 m mit einem Winkel von 70° und stark zerstörtem Relief.
R4–R5 — Die Wand verlauft links des vorgipfelförmigen Gendarmen entlang der abstürzenden Wand und nähert sich einem abstürzenden Kuluar.
R5–R6 — Der abstürzende Kuluar mit einem Stopfen in der Mitte bildet einen Karminz. Die Felsen sind grau mit grauem Moos. Die Sicherung erfolg te mittels großer Versatzteile. Links des Kuluars verlauft eine glatte und überhängende Wand; der Stopfen wird links des Kuluars umgangen.
R6–R7 — Nicht steile Vorgipfelpfadstücke mit gutem Relief, die auf den NW-Gipfel führen. Auf dem Gipfel wurde ein Turm errichtet. Vom Gipfel aus führt ein Abstieg auf den Steg.
R7–R8 — Der Grat hat steile, abstürzende Hänge; man geht rechts vom Grat. Das Relief ist steil, zerstört, mit guten Vorsprüngen für das Klettern; am Ende des Abschnittes — Ausgang auf den Grat.
R8–R9 — Bewegung entlang des Grates mit steilen, abstürzenden Wänden, mit guten Vorsprüngen für die Sicherung.
R9–R10 — Nicht steiler, nicht breiter Felsengrat mit kleinen Felsenauf sätzen; Sicherung gleichzeitig.
R10–R11 — Der Grat wird links umgangen, entlang der Vorsprünge an der ab stürzenden Wand, mit kurzen, aber steilen Kuluaren.
R11–R12 — Breiter, nicht steiler Grat; man geht gleichzeitig.
R12–R13 — Scharfer Grat, der rechts entlang der steilen inneren Winkel und Wände verlauft. Lockere Steine; die Bewegung erfolgt entlang der stei len Felsenabbrüche mit wechselnder Sicherung.
R13–R14 — Langer Vorgipfel-Felsengrat.
R14–R15 — Ausgang auf den Gipfel über verschiedene innere Winkel, Wand stücke und Vorsprünge.
Bemerkung: Dieser Gipfel ist ein heiliger Ort für die Einheimischen; auf dem Gipfel sind Stäbe befestigt, an denen Stofffetzen befestigt sind. In Anbetracht der örtlichen Gebräuche und aus Rücksicht auf diesen heiligen Ort haben wir uns entschieden, keinen Kontrollturm zu errichten und keine Notiz hinterlassen. Ein Foto vom Gipfel ist den Fotoillustrationen des Berichtes beigefügt.
Der Abstieg vom Gipfel erfolgte entlang einer steilen, aber gut ausgetrete nen Trope nach Südosten — auf den Pass zwischen dem Gipfel Gelintasch und dem Gipfel Mazar.

R1
R15
1995
1995
1996
1997
1998
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Mazar (Gipfel) 3434




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