Karagoi über den Nordwestgrat. Die kombinierte Route hat die Schwierigkeitskategorie 4B (Abb. 5, 61, 62, 74–76). Länge — 2500 m, Höhenunterschied — 800 m, Zeit — 10–14 Std.
Von Alplager "Kirgizata" (Gruppe von 4–8 Personen) geht man über die Brücke über den Fluss Kurgan und steigt auf der Straße am linken Ufer auf. Nach dem Überqueren der Brücke über den Fluss Kurgan steigt man auf der Straße und dann auf dem Saumpfad am linken Ufer des Flusses Sujtschiktys auf. Nachdem man die Flüsse Dscholdschilga auf notdürftigen Holzbrücken oder an Furten überquert und die westliche Wand des Gipfels Gelintasch passiert hat, erreicht man die rechte Seite der riesigen Endmoräne des ersten linken Seitenzirkus des West-Karagoi-Zirkus.
Auf der linken Seite der Moräne unter den Wänden des Gipfels Gelintasch befindet sich eine schmale, steinschlaggefährdete Rinne. Nach dem Passieren der Moräne biegt man links ab und steigt auf der rechten Seite — 200 m Aufstieg auf einem mit Gras und wildem Lauch bewachsenen 35–40° steilen Hang der Moräne — in den West-Karagoi-Zirkus auf. Über die große und mittlere Moräne steigt man nach rechts-oben und gelangt unter die erste Schuttrinne, die vom Nordwestgrat des Gipfels Karagoi herabführt. 150–200 m oberhalb der Endmoräne befindet sich am Wasser das Ausgangsbiwak. Vom Alplager aus benötigt man 2,5–3 Stunden.
Von der Moräne steigt man 180–200 m aufwärts auf einer allmählich steiler werdenden Schuttrinne, die im oberen Teil eis- und schneebedeckt ist, bis sie sich abrupt verengt und einen Felsriegel aufweist. Dann steigt man 40 m aufwärts über Felsen mittlerer Schwierigkeit auf der rechten Seite der 75–80° steilen Felsrinne und gelangt auf eine Plattform links oberhalb der Rinne. Von der Plattform steigt man zuerst 40–50 m aufwärts nach links, dann 40–50 m aufwärts nach rechts-oben, danach 60 m geradeaus aufwärts über blockartige, mittelgroße, zerstörte Felsen eines steilen 50–60° steilen Felsenhanges und über eine 50° steile, mittelgroße 70–80 m hohe Rinne auf den Nordwestgrat des Gipfels Karagoi. Auf dem Grat biegt man links ab und steigt auf dem 70–80 m langen, sanften, einfachen Nordwestgrat auf eine Plattform unterhalb des Gendarms "Turm". Kontroll-Tour.
Von der Plattform steigt man auf steilen 55–65° steilen Felsen mittlerer Schwierigkeit auf der linken Seite des Gendarms 35–40 m aufwärts auf eine Stufe. Von der Stufe steigt man 12–15 m aufwärts durch eine 70–80° steile, schwierige Spalte in der Wand im Zentrum des Gendarms. Von der Spalte aus führt ein Travers nach rechts: Zuerst über eine 5–8 m lange schwierige Wand, dann über eine 30–40 m lange Stufe um den Gendarm "Turm" herum nach rechts und dann auf eine Einsattelung des Nordwestgrats. Von der Einsattelung steigt man 60–80 m aufwärts auf steilen 40–50° steilen Felsen mittlerer Schwierigkeit des 2. Gendarms und von diesem 30 m abwärts über einfache Felsen.
Dann umgeht man den 3. und 4. Gendarm auf einem 200–250 m langen Travers über einfache und mittelgroße, teilweise zerstörte Felsen eines steilen 45–50° steilen rechten Hanges und gelangt hinter ihnen auf eine Einsattelung des Nordwestgrats. Den 5., 6. und 7. Gendarm überwindet man frontal auf Felsen über mittlerer Schwierigkeit mit 3–5 m hohen Wänden auf einem 280–300 m langen Abschnitt des Nordwestgrats und gelangt auf die 1. verschneite (Schneewächten) Einsattelung und von dort unter den Großen Gendarm (den 5. Gendarm kann man auf einem 80–100 m langen Travers auf 50–60° steilen Platten mittlerer Schwierigkeit auf der linken Seite umgehen). Auf der Einsattelung ist eine Übernachtung möglich. Von der Plattform mit dem Kontroll-Tour — 5–6 Std.
Von der Einsattelung aus ist ein Abstieg nach Süden durch Rinnen möglich, aber die Rinnen sind steinschlaggefährdet! Von der Einsattelung führt ein 180–200 m langer Aufstieg auf Felsen mittlerer und über mittlerer Schwierigkeit, teilweise steil und zerstört, auf den Nordwestgrat auf den Großen Gendarm. Vom Großen Gendarm steigt man 60–80 m abwärts auf dem schmalen, einfachen, teilweise mittelgroßen Nordwestgrat auf die 2. Schneesattelung (Schneewächten) und auf dieser, den Kleinen Gendarm links umgehend, unter den Gipfelaufbau. Auf Felsen über mittlerer Schwierigkeit führt ein 60–65° steiler Aufstieg 80 m aufwärts. Dann steigt man 100–120 m aufwärts auf dem einfachen, zerstörten Nordwestgrat unter eine 25 m hohe Wand, die man auf Felsen mittlerer Schwierigkeit im Zentrum durchquert. Auf dem einfachen, sanften 200–250 m langen, teilweise verschneiten (Schneewächten) Nordwestgrat steigt man auf den Gipfel Karagoi. Von der Übernachtung auf der 1. Einsattelung — 4–5 Std.
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