Aufstiegspass
- Aufstiegsklasse: technisch
- Gebiet: Pamir-Alai
- Gipfel: Pik Synowej, 5100 m, über die zentrale Konterforte der südwestlichen Wand
- Schwierigkeitskategorie: 5A
- Charakteristik der Route: felsig, Höhenunterschied – 650 m, durchschnittliche Steilheit der Route – 65°, Länge der Abschnitte: 1 – nein, 2 – nein, 3 – 320 m, 4 – 260 m, 5 – 170 m, 6 – 5 m
- Eingeschlagene Haken: für Versicherung: Fels- 52, Eis- 0, Bohr- 0 für Schaffung künstlicher Stützpunkte: Fels- 2, Eis- 0, Bohr- 0
- Anzahl der Gehstunden: 11 Std.
- Anzahl der Übernachtungen: nein
- Leiter: Sajfutdinow R. M. – 1. Sportklasse
Teilnehmer:
- Nowikow W. P. – 1. Sportklasse
- Wjasmin S. A. – KMS, Instrukteur 2. Kat.
- Iwanow A. W. – 1. Sportklasse, Instrukteur 3. Kat.
- Trainer: Fjodorow A. S. – MS, Instrukteur 1. Kat.
- Datum des Aufbruchs zur Route und der Rückkehr: 9. Juli 1980
Beschreibung der Route
auf den Pik Synowej, 5100 m, über die zentrale Konterforte der südwestlichen Wand, 5A Kat. Schw. (ungefähr)
Anmarsch
Vom a/l "Alai" (Koshtsyba-Wiese) aufwärts entlang des linken orografischen Ufers des Flusses Kaschka-Su 3 Std. bis zur Übernachtung auf den sanften Moränenrücken des oberen Tals. Von der Übernachtung 1 Std. unter die Wand des Pik Synowej.
Die zentrale Konterforte ist gut einsehbar. Sie wird auf beiden Seiten von großen, die gesamte Wand durchziehenden Fels couloirs mit Schnee begrenzt.
Der Beginn der Route – ein enger Fels couloir, gefüllt mit Schnee und Eis, etwa 160–180 m lang, der den Konterforten-Massiv in zwei ungleiche Teile teilt.
Abschnitt R0–R1
Eintritt in das untere Drittel des Couloirs von rechts über einen steilen Schneehang (45–50°) und eine 5–6 m hohe Wand (4) mit einer Steilheit von 50°. An der Wand – Hakenversicherung.
Abschnitt R1–R2
Weiter aufwärts durch den Couloir 40 m (Steilheit des Couloirs bis 55°, Hakenversicherung, Fels- oder Eishaken) bis zum Fuß eines Fels kamins mit einem Steinpfropfen im oberen Teil, der links aufwärts führt.
Abschnitt R2–R3
Durch den Kamin aufwärts 35 m (Vorsicht! Lose Steine!). Felsen 5. Steilheit 80–85°. Der Kamin endet auf einem Absatz. Auf dem Absatz – 1. Kontroll-Tour. Vom Beginn der Route – 2–3 Std.
Abschnitt R3–R4
Auf dem Absatz 4 m nach links zum Fuß einer inneren Ecke. Durch die Ecke aufwärts 35 m bis zum nächsten Absatz unter dem steilen Anstieg der Konterforte. Steilheit der Ecke 55–60°, Klettern 4. Hakenversicherung.
Abschnitt R4–R5
Umgehung des Anstiegs nach rechts über glatte Felsen 40 m (Hakenversicherung) mit Ausstieg in einen breiten Fels couloir mit Schnee. Steilheit des Abschnitts – 50–55°. Felsen 4.
Abschnitt R5–R6
Nach rechts aufwärts durchquert man den Couloir in Richtung der Fels wand, die den Couloir rechts begrenzt (40 m). Unter der Wand nach links aufwärts durch den Couloir (Schnee, Eis) weitere 40 m bis zu den Felsausgängen in seinem oberen Teil. Weiter über komplizierte, brüchige Felsen (Steine!) weitere 40 m auf einen Sattel zwischen zwei charakteristischen Gendarmen vom Typ "Gurken" (Hakenversicherung, Steilheit des Abschnitts 55–65°, Felsen 5). Bevor man den Sattel erreicht, Travers nach rechts am Gendarm mit Ausstieg auf einen sanften Felsabsatz, wo die 2. Kontroll-Tour errichtet ist. Von der ersten Kontroll-Tour – 2–3 Std. Oberhalb der "Gurken" 20 m – eine geneigte, schuttbedeckte Sandbank – ein guter Platz für eine Übernachtung.
Abschnitt R6–R7
Von der Schuttbank nach rechts über eine Fels wand 20–25 m Ausstieg auf einen ausgeprägten Grat. Steilheit der Wand 80–85°. Felsen 5. Hakenversicherung.
Abschnitt R7–R8
Vom Grat Travers nach rechts etwa 30 m über glatte Felsen in einen breiten Fels couloir mit Schnee, der unter die westliche Wand der Konterforte führt, und Aufstieg durch den Couloir zur Wand 40 m. Steilheit des Couloirs 55–60°. Hakenversicherung, Felsen 4. Vom Beginn der Route – 6–8 Std.
Abschnitt R8–R9
Der Schlüsselstelle der Route: Wand 35 m mit einer Steilheit von 75–80°. Felsen 5–6. Charakteristisches Merkmal der Wand – ein Fels bogen, unter dem man hindurch muss. Durch die Wand mit sorgfältiger Hakenversicherung (unter dem Bogen etwa 5 m künstliche Stützpunkte, 2 Haken) Ausstieg auf den Grat der Konterforte zum Fuß des Gipfel-"Fächers" – ein sehr breiter Couloir, der von der Gipfel-Pyramide zwischen der zentralen Konterforte und der westlichen Wand des südlichen Grats hinabführt. Die Begehung dieses Abschnitts dauert 1,5–2 Std.
Abschnitt R9–R10
Vom Grat der Konterforte Travers 40 m über komplizierte Felsen (5) mit einer charakteristischen Spalte, 5–6 m tief, – in den Hals des "Fächers" (Hakenversicherung). Achtung! Im Hals des "Fächers" ist in der zweiten Tageshälfte ein lawinenartiger Absturz kleiner, nasser Steine möglich!
Abschnitt R10–R11
Vom Hals des "Fächers" direkt aufwärts über eine seiner charakteristischen Gratformen zum Gipfel. Unten ist der Grat stark strukturiert (etwa 120 m). Hier – Versicherung an Vorsprüngen. Oberhalb wird der Grat glatt, es ist eine Hakenversicherung erforderlich (etwa 120 m). Felsen 3. Im oberen Teil stellt der "Fächer" eine feine und sehr steile "lebende" Schutthalde dar. Das Vorankommen auf einer solchen Schutthalde ist äußerst schwierig (etwa 80 m). Hier ist die Versicherung an inselartigen Felsausgängen. Die Schutthalde führt direkt zum Gipfel. Steilheit des Abschnitts bis 45°. Von der Schlüsselstelle – 1,5–2 Std.
Abstieg
Der Abstieg erfolgt über den einfachen südlichen Grat in Richtung Pik Swjosdny im Tal des Flusses Kaschka-Su. Bis zum Ausgangsbiwak 2–2,5 Std.
Bemerkungen zur Route:
- Die Route ist insgesamt nicht steinschlaggefährdet, kann jederzeit am Tag begangen werden.
- Auf der gesamten Route haben die Felsen eine kalkhaltige Natur, sind äußerst instabil und zerfallen leicht. Dies erschwert die Begehung auch nicht sehr steiler Hänge (etwa 45°).
- Bei Regen werden die Felsen rutschig und "seifig". Dabei wird die Überwindung des Felsgeländes deutlich erschwert, und die Absturzgefahr steigt stark an. Daher wird die Begehung der Route bei Regenwetter nicht empfohlen.
TABELLE DER HAUPTCHARAKTERISTIKA DER AUFSTIEGSROUTE AUF DEN PIK SYNOWEJ, 5100 M, ÜBER DIE ZENTRALE KONTERFORTE DER SÜDWESTLICHEN WAND 5A Kat. Schw. (ungefähr)

Kartenskizze des Gebiets
- – Biwakplatz,
- – Weg der Gruppe.
Beginn der Route. Abschnitte:
- R0–R1
- R1–R2
- R2–R3
- R3–R4
— — — sichtbarer Weg · · · · · unsichtbarer Weg

Abschnitte der Route R1–R2 und R2–R3

Oberer Teil des Abschnitts R5–R6. Vor dem Himmel sind die charakteristischen Gendarme vom Typ "Gurken" sichtbar
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