- Klasse der Bergtour — technisch
- Gebiet der Bergtour — Alai-Gebirgskette, Tal des Kok-su
- Gipfel — Pik «G», 4850 m, über den Nordostpfeiler
- Schwierigkeitsgrad — 3B
- Charakteristik der Route: Höhenunterschied — 360 m, Länge — 470 m, durchschnittliche Steilheit — 50°
- Eingeschlagene Haken für die Versicherung: Fels — 24
- Anzahl der Gehstunden — 4
- Übernachtungen — nein
- Zusammensetzung der Gruppe: SITNIK M.A., 1. Sportklasse, Instrukteur (Leiter) OLIK A.P., 1. Sportklasse, Instrukteur ROMANENKO A.S., 1. Sportklasse, Instrukteur FENOV A.A., 1. Sportklasse POZNYAKOV V.O., 1. Sportklasse
- Trainer der Gruppe — Meister des Sports POPOV A.V.
- Datum des Aufbruchs zur Route — 22. Juli 1979 Rückkehr von der Route — 22. Juli 1979

Foto 1. Seitenansicht der Route
| Abschnitt | Steilheit, ° | Länge, m | Schwierigkeitsgrad des Abschnitts | Geländecharakter | Zustand des Abschnitts | Wetterbedingungen | Anzahl der eingeschlagenen Haken | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| R0–R1 | 30 | 60 | Koular | dichter Schnee | gut | - | ||
| R1–R2 | 60 | 15 | 3 | innerer Winkel | monolithisch | gut | 1 | |
| R2–R3 | 30 | 20 | 2 | Mulde | zerstörtes Gestein | gut | Vorsprünge | steinschlaggefährdet! |
| R3–R4 | 70 | 80 | 3 | innerer Winkel | festes Gestein | gut | 5 | |
| R4–R5 | 20 | 20 | 2 | Sims | festes Gestein | gut | Vorsprünge | Kontrollturm |
| R5–R6 | 45 | 40 | 3 | Grat | zerstörtes Gestein | zufriedenstellend | 2 | |
| R6–R7 | 70 | 30 | 3 | Grat | zerstörtes Gestein | zufriedenstellend | 3 | |
| R7–R8 | 20 | 30 | 2 | Grat | zerstörtes Gestein | zufriedenstellend | Vorsprünge | |
| R8–R9 | 45 | 60 | 3 | Grat | festes Gestein | zufriedenstellend | 3 | |
| R9–R10 | 80 | 60 | 4 | Wand | festes Gestein | zufriedenstellend | 8 | Schlüsselstelle |
| R10–R11 | 30 | 20 | 3 | Grat | zerstörtes Gestein | zufriedenstellend | 2 | |
| R11–R12 | 30 | 30 | 2 | Schulter | festes Gestein | zufriedenstellend | Vorsprünge |
Tabelle 1. Charakteristik der Abschnitte der Route 3B Schwierigkeitsgrad auf Pik «G» über den Nordostpfeiler. Der Anmarschweg zum Gipfel ist in Abb. 1 dargestellt.
Anmarsch zum Gipfel
Der Anmarschweg zum Gipfel ist in Abb. 1 dargestellt.
- Von der Lichtung Koschdeba am linken (orografisch) Ufer des Flusses Koshka-su (die Schlucht wird auf einem Pfad am Hang umgangen) bis zum Wasserfall — 1,5–2 Std.
- Vom Wasserfall aufwärts 0,5 Std., Flussüberquerung auf Steinen, weiter über Moränen in den Zirkus von Pik Syновей.
- Weiter in Richtung Pik Tereschkowa bis zu den Übernachtungsplätzen bei Pik Syновей.
- Von dort — links über Moränen unter die Hänge von Pik «G» — 1 Std.
- Übernachtungsplätze unter Pik «G» auf der Moräne am See.
Der gesamte Anmarsch dauert 3–3,5 Std.
Kurze Erläuterung zur Tabelle
Die Route führt über den Nordostpfeiler von Pik «G». Der Pfeiler wird rechts von einem schnee- und eisgefüllten Koular begrenzt, der unterhalb des Vorgipfels von Pik «G» beginnt, und links von einem schnee- und schuttgefüllten Koular. Der rechte Koular ist steinschlaggefährdet, es besteht Lawinengefahr, im oberen Teil des Koulars ist das Eis bis zu 70° steil. Der Weg durch den Koular ist kompliziert und objektiv gefährlich. Der linke Koular beginnt in der Mitte der Wand, ist steinschlaggefährdet, die Felsen über dem Koular sind schwierig zu passieren. Somit ist der Pfeiler der logischste und sicherste kürzeste Weg von Nordosten auf Pik «G».
Die Felsen des Pfeilers sind trotz ihres scheinbar zerstörten Zustands sehr fest. Für die Route sind scharfe, feste und benutzbare Griffe charakteristisch, die das Passieren der steilen Abschnitte erleichtern. Zahlreiche Risse und Spalten ermöglichen es, an fast jeder Stelle eine zuverlässige Versicherung mittels Haken oder Klemmkeil (Verkeilung) einzurichten.
Die Route beginnt mit dem Aufstieg über den Schnee des linken Koulars bis zu einem gut sichtbaren inneren Winkel in der rechten Wand des Koulars. Über die rechte (schräge) Wand des inneren Winkels Aufstieg in eine Mulde, weiter unter eine 80 m hohe steile Wand, die über einen schrägen inneren Winkel passiert wird, der die Wand von der Mitte nach rechts quert. Der Winkel führt auf einen Sims, von dort nach links auf einen zerstörten Grat. Kontrollturm.
Auf dem Grat, dessen Steilheit variiert (stellenweise senkrechte kurze Wände), Aufstieg 150–200 m unter die Vorgipfelwand — Schlüsselstelle der Route. Die Wand wird passiert:
- über einen Kamin 3 m aufwärts
- weiter Travers nach links 10 m über Platten bis zum inneren Winkel
- über diesen aufwärts 8–10 m unter eine zwanzig Meter hohe Wand, die auf einen zerstörten Grat führt.
Über den Grat Aufstieg auf die rechte Schulter des Gipfels (Vorsicht! Die Felsen sind stark zerstört), weiter auf den Gipfel.
Abstieg vom Gipfel — über seine rechte Schulter, dann über den Koular (stellenweise Firn) in den Zirkus von Pik Spasately (1 Std.). Der Abstieg ist einfach und sicher.
Leiter M. Sitnik
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