Aufstiegsurkunde
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Klassifizierung des Aufstiegs — technisch.
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Gebiet des Aufstiegs — Pamir-Alai.
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Gipfel — MOSKOWITSCH 4600 m über den Nord-Nordost-Grat.
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Vorgesehene Schwierigkeitskategorie — dritte. 3Б.
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Charakteristika der Route: Höhenunterschied — 1000 m.
Durchschnittliche Steilheit — 45°.
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Eingeschlagene Haken für die Sicherung: Fels — 7.
Eis — 9.
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Anzahl der Gehstunden — 10.
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Name des Leiters, der Teilnehmer und ihre Qualifikation:
Nezamjetdinow A.B. Meister des Sports der UdSSR Leiter. Andrejew W.I. 1. Sportkategorie. Teilnehmer: Kononowa E.P. KMS. Polischtschuk W.A. 1. Sportkategorie. Tschuprynin E.I. 1. Sportkategorie.
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Datum des Aufbruchs zur Route und der Rückkehr — 2. Juli 1977.
Kurze Karte des Gebiets.

Beschreibung des Aufstiegsgebiets
Abb. 1. Der Gipfel Moskowitsch (4600 m) liegt im Alai-Gebirge, das sich von Westen nach Osten erstreckt, zwischen den Gipfeln Leningrader (5080 m) im Osten und Sowjet-Schüler (4450 m) im Westen.
Das Relief des Gebiets ist stark gegliedert. Geologisch gesehen ist das Gebiet jung, die Gebirgsbildung ist noch nicht abgeschlossen. Erdbeben sind häufig. Die Gesteine, die die Gebirgskämme bilden, sind sehr vielfältig — Granite, Schiefer, Gneise und andere.
Die Vergletscherung des Gebiets besteht aus einer Reihe großer Talgletscher — Egorow-Gletscher und Dugoba-Gletscher.
Die Schneegrenze liegt in einer Höhe von 3800–4000 m. Die Flüsse des Gebiets sind wasserreich, haben steile Gefälle und eine schnelle Strömung. Der Wasserstand hängt von der Jahreszeit ab und ändert sich im Laufe des Tages erheblich. Die größte Wassermenge wird in den Monaten Juli und August beobachtet.
Das Klima des Gebiets ist durch geringe Niederschlagsmengen und ausgeprägte Kontinentalität gekennzeichnet. Daneben gibt es auch ein Mikroklima in einzelnen Tälern, das mit der komplexen Orographie zusammenhängt. Insgesamt ist das Gebiet für sein gutes Wetter im Juli und August bekannt.
Die Vegetation ist ziemlich eintönig. Bis zu Höhen von 2500–2660 m dominieren an den Berghängen Wermut und Saksaul. Der Höhenbereich von 3200–3800 Metern ist am besten mit Niederschlag versorgt. In den Tälern wachsen Birken, Pappeln, Ebereschen, Hagebutten und andere.
In den Tälern der Flüsse Surmetasch und Artscha-Kanysch wächst Artscha bis zu einer Höhe von 3100 Metern. Häufig trifft man Edelweiß an.
Die Tierwelt ist vielfältig — hier leben Murmeltiere, Hasen, Bergziegen, Schneeleoparden.
An Vögeln trifft man Adler, Ulars, Dohlen an.
In das Gebiet kann man auf zwei Wegen gelangen.
Der erste Weg führt von Fergana und dem Alplager Dugoba über den Ak-Tasch-Pass. Der Weg dauert mehrere Tage.
Der zweite Weg führt von Fergana über Utsch-Kurgan mit dem Auto bis zur Straßenkreuzung bei der Blauen Teestube. Von hier aus sind es bis zum Basislager am Bergsturz 30–35 km. Mit dem Auto kann man noch 7–8 km weiterfahren bis zu einem Schafstall auf einer weiten Lichtung. Auf der Lichtung ist eine Landung mit dem Hubschrauber möglich. Von hier aus sind es bis zum Basislager 6–8 Stunden.
Kurze Beschreibung des Anmarsches zur Route
Vom Basislager am Bergsturz (siehe Kartenskizze Abb. 1) geht es auf einem Pfad entlang des Flusses Artscha-Kanysch bis zur Mündung des Flusses Dugoba. Hier ist ein geeigneter Ort für eine Übernachtung. Vom Basislager aus benötigt man 2 Stunden. Vom Standort aus ist der Beginn der Route gut einsehbar. Die Route beginnt rechts von der grünen Landzunge (siehe Abb. 2), wenn man vom Fluss in Richtung des Gipfels Leningrader blickt. Über Schutt und stark verwittertes Felsgestein steigt man zum Grat auf.
Vom Lager an der Mündung benötigt man für den Zugang zur Route 30 Minuten (einschließlich der Überquerung des Flusses Artscha-Kanysch).
Beschreibung der Route
Die Route beginnt rechts von der grünen Landzunge, wenn man vom Fluss Artscha-Kanysch in Richtung des Gipfels Leningrader blickt (siehe Abb. 2). Über Schutt und dann über stark verwittertes Felsgestein, das aus verwitterten Kalksteinen besteht, steigt man zum Grat auf. Zunächst verläuft der Grat nach Südwesten und biegt dann in einem Bogen nach Süden ab. Die Felsen sind von mittlerer Schwierigkeit und verwittert. Die Steilheit des Grates beträgt 40–45°, stellenweise ist er sehr schmal. Man kann links und rechts vom Grat gehen. Die Sicherung erfolgt über Felsvorsprünge und Knicke.

Abb. 2. Beginn der Route. Nach etwa 300 m Höhengewinn in 1 Stunde und 15 Minuten. Der Grat geht in eine Rinne über (Abschnitt R2–R3). Am rechten Rand der Rinne bewegt man sich mit Haken-Sicherung in Richtung zweier dreieckiger Türme (siehe Abb. 3). Etwa 5 Seillängen. Der Aufstieg zur Einsattelung zwischen den Türmen ist steil. Vorsicht vor losem Gestein.

Abb. 3. Rinne und Aufstieg zur Einsattelung zwischen den Türmen. Zwischen den Türmen befindet sich eine Plattform. Hier ist der erste Kontrollpunkt. Der Aufstieg zum rechten Turm erfolgt über eine 10 Meter hohe Wand mit einer Steilheit von 70°. Die Wand wird diagonal von rechts nach links mit Haken-Sicherung erklettert. Weiter geht es über den Grat, der aus Platten besteht. Über einen Sims umgeht man den Grat links und steigt wieder auf den Grat auf. Der Grat wird allmählich flacher und besteht aus scharfen Felsnasen. Die Bewegung erfolgt gleichzeitig, die Sicherung erfolgt durch Einklemmen hinter Felsvorsprüngen. Die Länge des Grates beträgt etwa 10 Seillängen. Dann stößt der Grat an eine Wand eines Bastions.
Über einen Schutt-Sims wechselt man auf einen benachbarten Grat in Richtung des Gipfels. Über den stark verwitterten Grat steigt man in Richtung des Schneefeldes ab. Hier, am Ende des Grates, befindet sich der zweite Kontrollpunkt.
Der weitere Weg führt über einen Schnee-Eis-Hang (siehe Abb. 4).

Abb. 4. Blick auf das Schneefeld und den Schnee-Eis-Hang des Gipfels Moskowitsch. Über einen flachen, dann immer steiler werdenden Hang mit etwa 40° Steilheit nähert man sich dem Bergschrund. Der Bergschrund wird im linken, schmalsten Teil überwunden. Die Steilheit des Hanges nimmt zu, die Bewegung erfolgt mit abwechselnder Sicherung. Der Aufstieg zum Vorgipfelgrat ist steil, die letzten 40 Meter haben eine Steilheit von 55° (siehe Abb. 5). Die Bewegung auf dem Grat erfolgt mit abwechselnder Sicherung. ACHTUNG: links sind Überhänge. Nach 3–4 Seillängen erreicht man den Gipfel.
Der Abstieg erfolgt über die Route 2A Kat. sl. in Richtung des Passes Tschjetyrjoch.
Tabelle
| Charakter | Abschnitt | Sicherung | Begehung des Abschnitts mit i.t.O. | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 Fels | 10 Eis |
| 11 Schlamm | 12 | 13 | 14 | 15 | |||||
| 2.07 | R0–R1 | 20–25 | 300 | Felsen, | 1 | Schutt | gut | - | - |
| - | gleichzeitig | 6:30 | |||||||
| - | R1–R2 | 35–40 | 300 | Grat | 2 | monolit | - | Vorsprünge, Knicke | - |
| - | freies Klettern | ||||||||
| - | R2–R3 | 40–45 | 200 | Rinne | 3 | - | - | 4 | Vorsprünge |
| - | freies Klettern | ||||||||
| - | R3–R4 | 70 | 10 | Wand | 3 | - | - | 3 | - |
| - | freies Klettern | ||||||||
| - | R4–R5 | 35–40 | 200 | Simse, | 2 | - | - | Vorsprünge | - |
| - | gleichzeitig | ||||||||
| - | R5–R6 | 30 | 200 | Grat | 2 | - | - | - | - |
| - | gleichzeitig | ||||||||
| - | R6–R7 | 10 | 100 | Simse | 1 | - | - | - | - |
| - | gleichzeitig | ||||||||
| - | R7–R8 | 0 | 150 | Grat | 1 | - | - | - | - |
| - | gleichzeitig | ||||||||
| - | R8–R9 | 20–25 | 200 | Hang | 1 | Schnee | - | - | - |
| - | gleichzeitig | ||||||||
| - | R9–R10 | 30–35 | 80 | Hang | 3 | Schnee, Eis | - | durch Eispickel | - |
| - | abwechselnd | ||||||||
| - | R10–R11 | 40 | 200 | Hang | 3 | Eis | - | - | 4 |
| - | abwechselnd | ||||||||
| - | R11–R12 | 40–45 | 40 | Hang | 3 | Eis | - | - | 2 |
| - | abwechselnd | ||||||||
| - | R12–R13 | 45–50 | 40 | Hang | 3 | Eis | - | - | 3 |
| - | abwechselnd | ||||||||
| - | R13–R14 | 35 | 160 | Grat | 3 | Schnee | - | - | - |
| - | gleichzeitig | ||||||||
| 7 | 9 | - | Gehzeit | 10 Std. |
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