PÄSSE
- Höhen-technische Klasse
- Zentraler Tian Shan, Tengri-Tag-Gebirge
- Khan Tengri, über den Südwesthang, 6995 m
- 2A Kategorie Schwierigkeit
- Höhenunterschied — 2795 m
- Eingeschlagene Haken: Fels 0+8ˣ Eis 1+2ˣ
- Gehzeit — 12,5 Std., Tage — 2
- Übernachtungen: in einer Schneehöhle
- Teilnehmer: Nagowizyna Jelena Juljewna, KMS Rogoshnikow Wiktor Nikolajewitsch, 1. Sportklasse
- Trainer — Sokolow Sergei Alexandrowitsch, MS
- Aufbruch zum Aufstieg — 8. August 1998 Gipfel — 9. August 1998 Rückkehr — 10. August 1998
- Organisation — Tscheljabinsker Stadtverband für Alpinismus und Boulderen.
Route des Aufstiegs über den Südwesthang zum Khan Tengri.

Taktische Maßnahmen der Mannschaft
Der Aufstieg wurde am 8.–9. August 1998 durchgeführt. Am 8. August um 4:00 Uhr verließ das Duo das Lager "Maß Tian Shan" und erreichte um 5:30 Uhr den Semjonowski-Gletscher (4200 m), wo der Aufstieg zum Khan Tengri beginnt. (Foto Nr. 1, 2) Auf dem Abschnitt der Route zum Joch (4200–5800 m) ist der gefährlichste Ort die Passage über den Semjonowski-Gletscher unter den Hängen des Tschapajew-Gipfels (Flasche) bis zum Aufstieg zum oberen Ende des Gletscherbruchs (5200 m). Gefahren drohen neben den unter dem Schnee verborgenen Spalten auch durch Schneelawinen, die über die Hänge des Tschapajew-Gipfels abgehen. Diesen gefährlichen Abschnitt passierte das Duo frühmorgens, bevor die Sonne auf die Hänge des Tschapajew-Gipfels schien. Die Bewegung der Seilschaft erfolgte simultan. Um 9:00 Uhr erreichten sie das obere Ende des Gletscherbruchs (5200 m). Bis 5000 m Nebel, Sichtweite wenige Meter. Darüber — strahlender Sonnenschein (Foto Nr. 3). Um 11:30 Uhr erreichten sie 5800 m, gemeinsam mit einem Duo aus Kasan gruben sie eine Schneehöhle.
Am 9. August Aufbruch um 6:00 Uhr. Bewölkung wechselnd, starker Wind. Aufstieg zum Joch über steilen Firn, abwechselnd, Sicherung mittels Eispickel, danach bis 6300 m simultane Bewegung. Ab 6300 m beginnt der Felsabschnitt des Grats. Bewegung der Seilschaft abwechselnd oder simultan, Sicherung mittels Haken, einzelne Elemente des Felsreliefs. Auf den schwierigen Felsabschnitten finden sich zahlreiche Reste alter Sicherungsseile, aber deren Zustand ist schlecht, die Seile sind stark abgescheuert. Der Abschnitt 6600–6700 m — steiler Schnee-Eis-Kar, Bewegung abwechselnd, Sicherung mittels Haken, Eispickel. Um 11:30 Uhr Erreichen des Schnee-Eis-Kuppels unter dem Gipfel, Bewegung simultan, viel Schnee, starker Wind. Um 12:30 Uhr auf dem Gipfel, Hinterlassen eines Zeichens auf einem Wimpel unter einem Dreibein. Abstieg vom Gipfel auf dem Aufstiegsweg, Übernachtung in der Schneehöhle auf 5800 m. Am 10. August Abstieg ins Basislager. Wesentliche Abweichungen vom taktischen Plan gab es nicht. Die Verbindung zum Basislager erfolgte gemäß Zeitplan. Während des Aufstiegs und Abstiegs gab es keine Ausrutscher oder Verletzungen.

Schema der Route in Symbolen
Die Aufstiegsroute dauert 6,5 Stunden.
| Abschnitt | Höhe, m | Länge, m | Steilheit, ° | Kategorie Schwierigkeit | Anzahl Haken (Fels/Eis) |
|---|---|---|---|---|---|
| 6995 (Khan Tengri) | |||||
| R8 | 6800 | 400 | 25–30 | 3–4 | |
| R7 | 6700 | 350 | 20–30 | 4 | 3 Fels |
| R6 | 6400 | 450 | 30–45 | 3–4 | 5 Fels, 1 Eis |
| R5 | 6100 | 600 | 25–35 | 3 | |
| R4 | 5900 | 480 | 25 | 5 | |
| R3 | 5800 | 60 | 65 | 5 | 1 Fels, 1 Eis |
| R2 | 5100 | 1600 | 20–30 | 3–2 | |
| R1 | 5050 | 70 | 45–65 | 4 | |
| R0 | 4200 | 2000 | 25–30 | 3 | |
| Gesamt: | (insg. 20) | 8 Fels, 1+1 Eis |
Fotografien
Foto Nr. 1. Beginn der Route.

Foto Nr. 2. Semjonowski-Gletscher.

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