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Ohne Titel

Aufstiegsurkunde

I. Aufstiegsklasse — technisch 2. Gebiet — Kirgisische Ala-Too-Kette, Ak-Sai-Tal 3. Objekt — Pik Svobodnaja Korėja 4. Schwierigkeitskategorie — 6B, KTM 7.4.144 5. Höhenunterschied — 580 m, Routenlänge — 890 m, Länge der Abschnitte 5.–6. Schwierigkeitskategorie — 480 m, durchschnittliche Steilheit der Route — 64°, Steilheit des Wandteils der Route — 81,6° (4330–4580 m). 6. Eingeschlagene Haken:

FelsSicherungenBohrhakenEis
144/7991/592/260/0
  1. Gehzeit der Mannschaft: 34 Stunden und Tage — 3
  2. Übernachtungen: 1. auf einem Felsabsatz unter dem "Fernseher", unter Polyethylen. 2. — sitzend in Hängematten, Felsabsatz, Innenwinkel.
  3. Kapitän: Kolesov Aleksandr Petrovič, Meister des Sports Teilnehmer: Nefedov Igor' Viktorovič, Kandidat zum Meister des Sports
  4. Trainer: Borisov Sergej Viktorovič, Meister des Sports II. Aufbruch zur Route: 22. August 1995 Gipfel: 24. August 1995 Rückkehr: 24. August 1995 img-0.jpeg

Foto Nr. 1. Gesamtfoto des Gipfels

Aufgenommen: Lomo-Kompaktkamera, Objektiv "Minitar I", F — 32 mm, Höhe — 4000 m. Entfernung — 1,5 km. Aufnahmestandort Nr. 1:

  • 1 — Route der Mannschaft,
  • 2 — Route von Kustovskij,
  • 3 — Route von Popenko,
  • 4 — Route von Lou.

Taktisches Bewegungsschema

BESTIMMENDE FAKTOREN BEI DER ERSTELLUNG DES TAKTISCHEN PLANS WAREN:

  • DIE TECHNISCHE SCHWIERIGKEIT DER ROUTE AUF IHRER GESAMTEN LÄNGE;
  • DAS FEHLEN VON GUTEN FELSABSÄTZEN FÜR LIEGENDE ÜBERNACHTUNGEN IM WANDTEIL;
  • UNBESTÄNDIGE WETTERBEDINGUNGEN.

IN ÜBEREINSTIMMUNG MIT DIESEN FAKTOREN WIRD EIN TAKTISCHER PLAN ERSTELLT, DER VORSEHT:

  • AUFSTIEG DER MANNschaft AUF DEN FELSABSATZ 4367 m;
  • VORLÄUFIGE BEARBEITUNG DES MITTLEREN TEILS DER ROUTE, "FERNSEHER";
  • ÜBERNACHTUNG AUF DEM FELSABSATZ 4367 m;
  • BEGEHUNG DES MITTLEREN TEILS DER WAND MIT ORGANISATION EINER HÄNGENDEN ÜBERNACHTUNG AUF EINER HÖHE VON 4500 m;
  • VORLÄUFIGE BEARBEITUNG DES OBEREN TEILS DER WAND, ÜBERNACHTUNG.
  • VOM BIVOUAC 4500 m AUS WIRD DER OBERE TEIL DER ROUTE BIS ZUM GRAT DURCHQUERT UND DER GIPFEL 4740 m ERREICHT.

DER ABSTIEG SOLLTE NACH DER ROUTE VON LOU 5A SCHWIERIGKEITSKATEGORIE ERFOLGEN.

DER FÜHRENDE IN DER SEILSCHAFT:

  • ARBEITET OHNE Rucksack.
  • DIE SEILSCHAFT VERWENDET BEI DER ARBEIT EIN DOPPELSEIL.
  • ES WURDE EIN ZUSÄTZLICHES SEIL FÜR DIE VORLÄUFIGE BEARBEITUNG DES UNTEREN TEILS DER WAND "FERNSEHER" MITGEFÜHRT.

DIE KOMMUNIKATION ERFOLGT SOWOHL MIT DER GRUPPE DER BEOBACHTER ALS AUCH MIT DEM BASISLAGER.

Taktische Aktionen der Mannschaft

22. August, 3:00

  • ABMARSCH VOM STANDPLATZ "KORONA".
  • UNTER NUTZUNG DER ERFAHRUNG FRÜHERER BERICHTE WIRD BESCHLOSSEN, FRÜH AM MORGEN AUF DIE ROUTE ZU GEHEN, DA DER UNTERE EISTEIL DER ROUTE AUF DEN ABSCHNITTEN R0–R6 AB 10:00 UHR BESONNUNGSAUSGESETZT IST.

4:00

  • BEGINN DER ARBEIT AUF DER ROUTE (4100 m).
  • DER UNTERE TEIL DER ROUTE — EIS.
  • FÜHRENDER IN DER SEILSCHAFT — NEFEDOV I.
  • VERWENDUNG VON EISHAKEN UND STEIGEISEN.
  • Weiter — "Widderstirnen", vereist.

12:00

  • Wir erreichen den Felsabsatz unter dem "Fernseher".
  • Dies ist die einzige bequeme und sichere Übernachtungsmöglichkeit (4367 m).
  • Gemäß dem taktischen Plan bearbeiten wir vorläufig 3 Seile der Wand.
  • Als Erster arbeitet Kolesov A.
  • Wir durchqueren einen Überhang mit 2 m Ausladung.

14:00

  • Kontroll-Tour.
  • Klettern auf der Route — 6B-Schwierigkeitskategorie.
  • Oft ist die Anwendung von I.T.O. notwendig.
  • Die Auswahl an Griffen ist begrenzt.
  • All dies erschwert das Vorankommen.
  • Nachdem wir 3 Seile bis zu einer Höhe von 4450 m gesichert haben, steigen wir zum Felsabsatz ab.

19:00

  • Ende der Arbeit.

23. August 9:00

  • Wir brechen auf die Route auf.
  • WIR PASSIEREN DIE GESICHERTEN HINDERNISSE UND BEGINNEN, WEITER OBEN ZU ARBEITEN.
  • DAS RELIEF MIT TAUBEN RISSEN UND KLEINEN GRIFFEN WAR VEREIST UND MIT SCHNEE VON DER VORHERGEGANGENEN UNWETTER ÜBERSCHÜTTET.
  • ES WAR ERFORDERLICH, DIE WAND VORHER ZU REINIGEN.
  • DAS KLETTERN IST SCHWIERIG, DIE ANWENDUNG VON I.T.O. IST NOTWENDIG.
  • Nachdem wir 5 Seile passiert haben, GELANGEN WIR AUF EINEN KLEINEN, GENEIGTEN FELSABSATZ.
  • AUF DEM FELSABSATZ WIRD EINE NOTIZ DER MANNschaft AUS KRASNOJARSK GEFUNDEN (Wintermeisterschaft Russlands 1995).
  • ES WIRD BESCHLOSSEN, EINEN BIVOUAC EINZURICHTEN (4510 m).
  • FÜR DIE SCHNELLE BEGEHUNG DER ROUTE WIRD 1 SEIL BEARBEITET.
  • SCHWIERIGES KLETTERN, MONOLIT.
  • WIR SCHLAGEN 2 BOHRHÄKEN EIN, WEITER — KLEINE RISSE.
  • Aus der Ausrüstung werden verwendet: kleine "Stopper" und Haken.

Die Übernachtung (4510 m) beginnt um 20:00 Uhr. Die Übernachtung ist hängend, in Hängematten.

24. August

8:00. Wir brechen von der Übernachtung (4510 m) auf und setzen die Bewegung auf der Route fort. Wir durchqueren einen langen inneren Winkel, der auf den Rand eines Eisgrabens führt. Es erscheinen vielfältige Risse für Haken und Sicherungen. "Friends" greifen gut.

12:00. Wir erreichen den Eisgraben, der auf den Grat führt.

15:00. Erreichen des Grates und weiter zum Gipfel.

16:00. Das Duo auf dem Gipfel. Der Abstieg erfolgt nach der Route von Lou 5A-Schwierigkeitskategorie. 24. August. Rückkehr ins Basislager.

Somit wurde die Bergtour erfolgreich durchgeführt. Die sehr schwierige Route wurde ohne Abweichung vom taktischen Plan begangen. Viel Zeit und Kraft wurde für die Begehung des oberen Teils der Wand aufgewendet, wo nach dem Unwetter die kleinen Risse und Griffe auf den geneigten Felsabsätzen vereist waren. Eine Bergtour zu zweit ist auch ein sehr komplexer psychologischer Prozess, ein Prozess der Kompatibilität und Belastung. Das gegenseitige Verständnis war der Schlüssel zum erfolgreichen Aufstieg.

Für die Bergtour wurden 34 Stunden aufgewendet, was 3 Arbeitstagen entspricht. Die Sicherheit wurde durch folgende Maßnahmen gewährleistet:

  • geschützte Übernachtungsplätze,
  • regelmäßiger Wechsel des Führers nach Tagen und im Laufe des Tages,
  • Arbeit mit Doppel-Seil (Sicherungsseil UIAA).

Das Duo verfügte über ein Medizinsortiment, das sehr starke Mittel enthielt: einen Gasbrenner, ein Funkgerät "Schwalbe". Nahrung wurde zweimal täglich zubereitet. Zusätzlich hatte jeder Teilnehmer täglich einen Taschenvorrat und eine Feldflasche mit Wasser.

Zur Biwak-Ausrüstung gehörten verkürzte Schlafsäcke "Noga", Isomatten, Hängematten und ein Zelt für den Fall von Unwetter.

Während der Bergtour befand sich im Basislager eine Rettungsmannschaft mit dem Recht, die Route der 6B-Schwierigkeitskategorie zu begehen.

Es gab keine Stürze oder Verletzungen. Alle Abfälle und Müll wurden verbrannt und mit nach unten genommen. Die Route wurde sauber hinterlassen. Alle Haken wurden herausgeschlagen.

Kurze Daten zu den Abschnitten der Route (nach dem Schema)

  • R0: 80 m, 60°, 5-
  • R1: 40 m, 45°, 4+
  • R2: 20 m, 45°, 4
  • R3: 40 m, 70°, 5
  • R4: 80 m, 50°, 4+
  • R5: 40 m, 60°, 5+
  • R6: 40 m, 80°, 5+
  • R7: 40 m, 60°, 5
  • R8: 30 m, 80°, 6 A3
  • R9: 15 m, 85°, 6 A4
  • R10: 2 m, 180°, 6 A4
  • R11: 15 m, 70°, 6 A4
  • R12: 30 m, 75°, 6 A4
  • R13: 20 m, 60°, 5 A3
  • R14: 20 m, 90°, А4, 2И/6
  • R15: 1,5 m, 6 А4, 180°
  • R16: 25 m, 90°, 6 А4
  • R17: 25 m, 85°, 6 А4
  • R18: 0,5 m, 95°, 6 А4
  • R19: 20 m, 80°, 6 А2/2И
  • R20: 20 m, 90°, 6 А4/3И
  • R21: 30 m, 90°, 5+
  • R22: 10 m, 90°, 5+
  • R23: 200 m, 60°, 5-
  • R24: 240 m, 3
  • R25: Gipfel (4740 m)

img-1.jpegimg-2.jpeg

Beschreibung der Route nach Abschnitten

AbschnittBeschreibung
R0–R2Eisiger Hang. Eis 60°.
R2–R3Eisiger Hang, Travers nach rechts auf Felsen.
R3–R5Innenwinkel, vereist. Charakter des Felsens — "Widderstirnen", unzuverlässige Haken in nicht tiefen Rissen.
R6–R7Innenwinkel, der in einen überhängenden Kamin übergeht. Es gibt bequeme Griffe zum Klettern, vielfältige Risse für Haken.
R8–R9Wand 80° besteht vollständig aus losen Platten, Dicke von einem bis zwanzig Zentimetern. Es gibt Griffe, Risse, aber das Klettern ist aufgrund der losen Platten riskant.
R9–R10Monolithischer Innenwinkel mit einer Reihe von Rissen für Haken und Sicherungen.
R10–R11Überhang mit 2 m Ausladung. Es gibt Risse für Haken und Sicherungen. Kontroll-Tour.
R11–R12Innenwinkel, Griffe sind praktisch nicht vorhanden. Riss ist stellenweise taub.
R12–R13Wand mit kleinen, nach unten gerichteten Griffen. Es gibt Risse für Haken und kleine Sicherungen.
R13–R14Innenwinkel, vereist. Es ist möglich, Steigeisen für die Organisation der Sicherung einzuschlagen.
R14–R15Senkrechte monolithische Wand, ohne Griffe und Relief.
R15–R16Überhang mit 1,5 m Ausladung. Übergang von rechts nach links.
R16–R17Innenwinkel. Beginn einer Reihe von Innenwinkeln, die auf den Rand führen. Es erscheint Relief.
R17–R18Monolithischer Innenwinkel, endet in einem Überhang.
R18–R19Überhang 0,5 m. Für die Begehung wurde ein Bohrhaken eingeschlagen.
R19–R20Innenwinkel, ein Bohrhaken wurde eingeschlagen, weiter gehen kleine Sicherungen "Stopper" gut.
R20–R21Langer Innenwinkel, der auf den Rand des Eisgrabens führt. Es erscheinen vielfältige Risse für Haken und Sicherungen.
R21–R22Fortsetzung des Innenwinkels, Risse gehen in Spalten über, es besteht die Möglichkeit, zu klettern. Der obere Teil des Winkels und die Wand vor dem Ausgang sind stark zerstört, Steinschlaggefahr.
R22–R23Übergang von den Felsen in den Eisgraben.
R23–R24Eisgraben, der auf den Grat führt.

Weiter auf dem Grat in Richtung des Gipfels. Gipfel.

Angehängte Dateien

Quellen

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