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Ohne Titel

Aufstiegspass

  1. Aufstiegsklasse: technisch

  2. Aufstiegsgebiet: Tian Shan, Kirgisische Alatau

  3. Aufstiegsroute: Pik Svobodnaja Korėja 4740 Meter, über die zentrale Nordwand, Route von V. Bezzubkin

  4. Schwierigkeitskategorie: sechste

  5. Charakteristik der Route: Höhenunterschied 1100 Meter, Länge der Abschnitte 5.–6. Schwierigkeitsgrad, 1150 Meter, durchschnittliche Steilheit der Route 70°

  6. Eingeschlagene Haken:

    • für die Sicherung:
      • Eishaken: 51
      • Felshaken: 76
      • Klemmkeile: 49
      • Bohrhaken (alte wurden wiederverwendet): 14
    • für die Schaffung von künstlichen Stützpunkten (I.T.O.):
      • Eishaken: 1
      • Felshaken: 16
      • Klemmkeile: 1
      • Bohrhaken: 1
  7. Anzahl der Gehstunden: 18 Stunden

  8. Anzahl und Charakteristik der Übernachtungen: eine sitzende Übernachtung

  9. Gruppenzusammensetzung:

    • Leiter — Aleksandr Victorovič Bogačëv — KMS UdSSR
    • Teilnehmer:
      • Jurij Georgievič Sapožnikov — MS UdSSR
      • Valerij Victorovič Balezin — MS UdSSR
      • Vladimir Aleksandrovič Egunov — KMS UdSSR
    • Trainer der Mannschaft — Jurij Georgievič Sapožnikov — MS UdSSR
  10. Ausreisedatum 23. Juli 1981 — Rückkehrdatum 24. Juli 1981

Nordwand des Pik Svobodnaja Korėja

Route V. Bezzubkins durch das Zentrum der Nordwand

img-0.jpeg TABELLE DER HAUPTCHARAKTERISTIKA DER AUFSTIEGSROUTE. img-1.jpeg

Kurze Erläuterung zur Tabelle.

R0–R1: Steiler Schneehang. Schwacher, loser Schnee oberhalb des Knies.

R1–R2: Bergschrund, Eis am Rand locker, Eiszapfen. Zum Passieren wird zuerst ein umgeschmiedeter, gebogener Eispickel und ein Eishammer verwendet.

R2–R3: Eishang, Eis klar, hart, Hang steinschlaggefährdet.

R3–R4: Steiles Eis unter Felsen.

R4–R5: Steile, stark zerstörte Wand. Steinschlaggefahr, aufgrund der Zerstörung der Felsen ist die Organisation der Sicherung stark erschwert.

R5–R6: Überhang, wird im linken Teil mit einem Rechts-links-Schwenk passiert.

R6–R7: Stark geglättete, nasse Felsen, "Dusche" von oberen Überhängen.

R7–R8: Monolithische, mit wenigen Rissen versehene, aber mit gutem Mikrorelief versehene Wand. Viele Bohrhaken.

R8–R9: Traverse nach links über kleine Felsvorsprünge, Ausgang in einen breiten inneren Winkel.

R9–R10: Bewegung nach oben durch den Winkel unter dem Überhang. Alle Felsen sind vereist, im oberen Teil des Winkels fließt Wasser vom Überhang. Felsen zerstört. Das Wetter verschlechtert sich — es regnet und Schneeregen.

R10–R11: Ausgang unter dem Überhang durch dessen linken Teil, von rechts nach links.

R11–R12: Steile, monolithische Wand mit großen Rissen, es gibt Bohrhaken. Bewegung nach oben bis zu einer großen monolithischen Platte. Sehr rutschig, alle Felsen sind mit Schneematsch bedeckt, Klemmkeile halten nicht an den Seilen.

R12–R13: Traverse steil nach rechts auf einen Grat, Klettern sehr schwierig.

R13–R14: Zu Beginn des Abschnitts auf dem Grat — eine ebene, horizontale Plattform unter dem Schutz einer Wand. Nachdem wir zwei riesige Steine von ihr fallen ließen, machen wir eine Plattform, auf der sich alle vier versammeln können. Wir hängen das Zelt am First auf, ziehen ein Seil durch es für die Sicherung. Inzwischen wird der Abschnitt nach oben-rechts vom Zelt bearbeitet — eine stark verschneite, vereiste Wand rechts des Grates. Häufige Verwendung von künstlichen Stützpunkten. Die Wand stößt an einen Überhang.

Die Bearbeitung beenden wir, klettern mit Mühe ins Zelt, Platz ist kaum ausreichend, um sich zu setzen. Zeit — 17:00.

Bis spät in die Nacht schneit es, es wird merklich kälter. Am Morgen brechen wir um 10:00 auf. Alle Felsen sind mit einer Eisschicht und Schnee bedeckt. Das gestern aufgehängte Seil und die Klemmkeile sind fast nicht mehr zu biegen. Wir passieren die Sicherungsleine, nähern uns dem nächsten Abschnitt.

R14–R15: Überhängende Wand mit Überhang. Bewegung und Sicherung sind durch Verschneitheit und Zerstörung der Felsen stark erschwert.

R15–R16: Steile Wand des rechten Grates. Bewegung nach oben und rechts, zur Wand. Ausgang in eine Eisrinne.

R16–R17: Bewegung in Steigeisen entlang der Felsen, um den ersten Bastion herum und weiter um den zweiten Bastion herum. Steiles Eis, stellenweise dünne Schicht von angefrorenem Eis auf den Felsen. Die Felsen des zweiten Bastions bieten Schutz vor möglichen Steinfall.

R17–R18: Enge Eisrinne, dünne Schicht von hartem Eis auf dem Felsen. Sicherung ist nur auf den Felsen möglich. Etwa 15–20 m "Hals" — objektiv steinschlaggefährdet. Sorgfältige Sicherung und schnelles Passieren des gefährlichen Abschnitts sind notwendig.

R18–R19: Nach links-oben unter den Schutz des dritten Bastions. Oberhalb wird die Eisrinne senkrecht und weiter durch einen Überhang des Eisfalls blockiert. Wir weichen nach links auf einen Gegenfort aus.

R19–R20: Ausgang auf den dritten Bastion "frontal" durch einen inneren Winkel, der mit einem kurzen Kamin mit Eiszunge endet. Alle Felsen sind vereist, loser, frischer Schnee. Wir setzen die Bewegung in Steigeisen fort.

R20–R21: Bewegung über den linken Teil des dritten Bastions durch eine steile Eis-Felsen-Wand. Ausgang auf den Ostgrat von Svobodnaja Korėja.

R21–R22: Bewegung über einen einfachen, verschneiten Grat. Überhänge nach Norden.

Erreichen des Gipfels von Svobodnaja Korėja.

Angehängte Dateien

Quellen

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