Beschreibung der Route
Der Pik Aristowa, benannt nach einem der ersten sowjetischen Alpinisten — Oleg Aristow, — besteht aus Felszacken und -türmen, die sich über einen Seitenkamm erheben, welcher vom Malo-Almatinski-Grat abzweigt, genau an der Stelle, an der sich die Gipfel von Karlytau befinden. Von dort erstreckt sich der Grat etwa 4 km in ost-südöstlicher Richtung und trennt dabei die Seitentäler der Gletscher:
- Aristowa
- Byrdschiga.
Das Basislager befindet sich auf dem Plateau des Aristowa-Gletschers. Der Aufstieg zur Route sollte nicht später als vier Stunden nach Beginn erfolgen, über einen Hang mit einer Steilheit von 55–60°.
Der Aufstieg erfolgt direkt, etwas südlich einer kleinen Gruppe von Felsen, die vom Grat des Gipfels herabreichen. Eine tiefe Schneedecke:
- Erleichtert den Aufstieg über eingeschlagene Stufen mit Sicherung über den Eispickel.
- Stellt eine Lawinengefahr dar.
Ende des Sommers treten auf dem Hang Eisflächen zutage, zahlreiche Spalten öffnen sich, und für die Überwindung werden dann das Schlagen von Stufen und die Haken-Sicherung erforderlich. Nach Erreichen des Grats wendet man sich nach links und umgeht die Felsformationen von Süden her über den Schutt. Nach etwa 30 m, nachdem man eine weitere Felsformation umgangen hat, wechselt man auf einen Schneestreifen, der sich in einem schmalen Band von Westen nach Osten erstreckt. Auf diesem bewegt man sich bis zum ersten deutlich ausgeprägten Gendarmen. Die Umgehung ist von Norden her über einen Firnhang mit einer Steilheit von 65° bis zum Couloir an der Hauptturm (Bewegung mit Steigeisen) oder von Süden her möglich, wo die Umgehung länger, aber technisch einfacher ist. Hier muss man den Schutt mit Höhenverlust bis zum Couloir traversieren, der auf den Sattel des ersten Gendarms führt. Nach Überwindung des Grats über den Sattel steigt man auf den Schutt ab und umgeht den zweiten Gendarmen von Süden her. Dann steigt man auf die Verbindung zwischen dem zweiten und dritten Gendarmen (der dritte wird von Norden her über Felsen ohne Höhenverlust umgangen). Anschließend überquert man den Eis-Couloir zwischen dem dritten Gendarmen und dem Gipfelturm (zu Beginn des Couloirs 5–6 m Schnee-Eis-Decke, es sind das Schlagen von Stufen und Haken-Sicherung erforderlich, weiter oben — Felsen). Beim Ausgang aus dem Couloir auf den Sattel muss man sich vorsichtig bewegen (zahlreiche lose Steine).
Über dem Sattel erhebt sich der Gipfelturm (bis zu 60 m). Der Aufstieg erfolgt von Südwesten her.
Zunächst wird eine monolithische Felswand von 5–6 m Höhe überwunden, danach folgt:
- ein Ausgang auf eine Platte,
- weiter oben — eine kleine Plattform und erneut eine Platte,
- hinter der Platte — ein Ausgang auf ein Sims (25 cm).
Anschließend:
- Traversieren der Turmwand in nördlicher Richtung auf dem Sims bis zu dessen Ende,
- Fortsetzung der Bewegung über eine 3-m-Wand mit negativem Winkel.
Dies ist der schwierigste Abschnitt der Route.
Hinter der Wand:
- ein Ausgang auf Felsen mittlerer und hoher Schwierigkeit,
- die zur Gipfelplattform führen, welche eine leichte Neigung nach Westen aufweist (Haken-Sicherung).
Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Der Aufstieg dauert 10–12 Stunden. Die erste Begehung des Gipfels auf dieser Route wurde 1937 von einer Gruppe der Zentralasiatischen Schule für Alpinismus unter der Leitung von W. Orljankin durchgeführt, bestehend aus:
- A. Alexejew
- M. Leonow
- I. Eschelew
- S. Denissow.
Empfehlungen
- Teilnehmerzahl — 4–6 Personen.
- Basislager — auf dem Plateau des Aristowa-Gletschers.
- Aufbruch vom Lager um 5:00 Uhr.
- Ausrüstung für eine Gruppe von 4 Personen:
- Hauptseil — 2×40 m
- Reepschnur — 10 m
- Felshaken — 7–8 Stück
- Eishaken — 5–6 Stück
- Hämmer — 2 Stück

Von der Website Mountain.kz
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