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Ohne Titel

Pass für die Bergtour.

  1. Klassifizierung der Bergtour — technisch.
  2. Gebiet der Bergtour — Transili-Alatau, Tian Shan.
  3. Route der Bergtour — Pik Amandeldy, 4100 m von Norden.
  4. Vorgesehene Schwierigkeitskategorie — 4A.
  5. Beschreibung der Bergtour:
    1. Höhenunterschied — 500 m.
    2. Durchschnittliche Steilheit — 54°.
    3. Länge des schwierigen Abschnitts — 155 m.
  6. Eingeschlagene Haken: Fels — 25 Stück.
  7. Anzahl der Gehstunden — 9 Std.
  8. Name des Leiters, der Teilnehmer und ihre Qualifikation:
    1. Walijew K.Sch. 1. Sportkategorie — Leiter
    2. Chrchtschaty W.N. 1. Sportkategorie — Teilnehmer
    3. Tynalin O.Dsch. 1. Sportkategorie — "
    4. Sakrjakin W.K. 1. Sportkategorie — "
    5. Bersenev P.W. 2. Sportkategorie — "
  9. Trainer der Mannschaft — Iljinski E.T., Meister des Sports.
  10. Datum des Aufbruchs zur Route und der Rückkehr — 29. Dezember 1974.

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Foto 1. Gesamtansicht.

  • ▲ — Pik Amandeldy, 4100 m
  • Δ — Kontrollturm
  • ( — Route, 25 km)
  • ( — zurückgelegte Route)

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TABELLE DER HAUPTCHARAKTERISTIKA DER BERGTOUR

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DatumBezeichnungDurchschnittliche Steilheit in Grad.LängeCharakter des ReliefsSchwierigkeitZustandWetterbedingungenSicherungBegehenZeit des Aufbruchs und der Rast auf dem Biwak, Gehstunden, Bedingungen der Übernachtung
FelsEisFels
13580Schneehang2Lockerer SchneekaltGleichzeitige SicherungBewegung
29. Dezember25020Felsen3VerschneitVorsprünge abwechselndFreies Klettern
197436025Felsige Wand4Verschneit3 und Vorsprünge abwechselnd"
44020Felsige Platten3Stark verschneit2"
57020Felsige Wand4Verschneit4"
65530Wand, Kamin, Platten3"2 und Vorsprünge"
76040Felsige Wand, Innenwinkel, Platte4Felsen zerstört, verschneit5 und Vorsprünge"
86520Felsige Stufe3"2 und VorsprüngeTraversieren, freies Klettern
95040Felsen3VerschneitVorsprünge, abwechselndFreies Klettern
R045150Schneehang mit felsigen Inseln3Unter dem Schnee — EisVorsprünge, Sicherung durch EispickelGleichzeitig
R15080Felsen, Platten3Zerstört, verschneit2 und VorsprüngeFreies Klettern
R26070Scharfer felsiger Grat4Stark verschneit5 und Vorsprünge"

KAPITÄN DER MANNschaft (Unterschrift) =K. WALIJEW= TRAINER DER MANNschaft (Unterschrift) =E. ILJINSKI=

img-3.jpeg Kartenskizze des Gebiets um Pik Bogdanowitsch.

img-4.jpeg

  • g/b Tschimbulak
  • p. Tschimbulak
  • Talgarpass
  • p. Scholnik
  • p. Tschkalow
  • p. Fiskulturik
  • t/b Tujuk-Su
  • Abai-Pass
  • p. Bogdanowitsch
  • p. Abai
  • p. Komsomol
  • p. Karly-Tau
  • p. Aristow
  • p. 28 Gwardijew Panfilowzew
  • p. Pioner
  • p. Utschitel
  • p. Amandeldy
  • Pionierpass
  • M.-Mametowa-Pass
  • m/st Myndschylky
  • p. M. Mametowa
  • p. M. Mametowa
  • p. Antikain

KURZE ERKLÄRUNG ZUR TABELLE

Das Gebiet der Bergtour gehört zum Kar des Bogdanowitsch-Gletschers im Transili-Alatau und liegt einige Gehstunden von der g/b Tschimbulak und der Straße Medeo — m/st Myndschylky entfernt. Die Anmarschwege zum Beginn der Bergtour verlaufen von der g/b Tschimbulak über den Talgarpass sowie von der t/b Tujuk-Su über den Abai-Pass in die Oberläufe des Bogdanowitsch-Gletschers (siehe Kartenskizze).

Pik Amandeldy liegt in den Oberläufen des Kars des Bogdanowitsch-Gletschers, im Grat zwischen den Piken Pioner und Abai. Während der Bergtour auf Pik Pioner 3B kat. sl. (von Norden), Pik Komsomol 3B, 4A, Pik Amandeldy 2B wurden Erkundung, Fotografieren und Beobachtung der Route durchgeführt.

Die Nordwand von Pik Amandeldy ist von einem steilen, breiten Eis couloir durchfurcht. Die linke Wand des Couloirs ist ein mächtiger Felsgrat, der auf den Gipfel von Pik Amandeldy führt. Dieser Grat wurde als Route gewählt.

Am 29. Dezember 1974 um 5:00 Uhr brach die Gruppe von der g/b Tschimbulak auf und erreichte über den Talgarpass und die Moränen des Bogdanowitsch-Gletschers die Nordwand von Pik Amandeldy um 8:20 Uhr (siehe Foto Nr. 1).

Um 9:00 Uhr begann die Gruppe die Begehung der Route. Abschnitt 1 — Schneehang mit einer Steilheit von 35° — wurde von der Gruppe simultan begangen.

Abschnitt 2 — weiter folgten steile, stark verschneite Felsen mittlerer Schwierigkeit, die mit Sicherung durch Vorsprünge begangen wurden (Foto 3).

Abschnitt 3 — die Steilheit der Felsen nahm auf 60° zu. Der Vorangehende räumte ständig die Felsen vom Schnee. Ein schräger Aufstieg nach links führte auf einen Schneesattel des Grates. Zur Sicherung wurden auf diesem Abschnitt 3 Felshaken eingeschlagen, außerdem wurden Vorsprünge genutzt (Foto 4). Abschnitt 4 — Felsplatten waren von einer dichten Schneekruste von bis zu 30 cm Dicke bedeckt. Durch den dichten Schnee hindurch bahnten wir uns einen Weg, sicherten uns durch Haken und seltene Vorsprünge und gelangten auf eine Stufe unter der Wand. Der linke Teil der Wand besteht aus zerstörten hellbraunen Felsen, der rechte, hinter der Biegung der Wand, aus schwarzen Felsen.

Abschnitt 5 — wir wählten den rechten Teil der Wand für den Aufstieg (Foto 5). Steilheit 70°. Dieser Abschnitt wurde mit Haken-Sicherung begangen. Die Felsen der Wand waren mit Schnee bestäubt. Die Sicherung des Ersten erfolgte nur von der Stufe an der Biegung der Wand aus. Unter der Wand konnte man nicht bleiben — Steinschlag war möglich. Oben auf der Wand befand sich ein kleiner Sattel des Grates. Hier befand sich der erste Kontrollturm.

Abschnitt 6 — von der Stufe aus erreichten wir über eine steile Platte mit wenigen Griffen eine dreimetrige Wand mit einer Spalte. Nach dieser Wand folgte ein nicht sehr steiler, zerstörter Kamin, der nach rechts oben entlang einer steilen Fels wand führte. Sicherung durch Haken und Vorsprünge.

Abschnitt 7 — steile Felsen. Die untere Hälfte war stark zerstört. Der Aufstieg erfolgte durch eine Spalte, weiter durch einen Innenwinkel. Im oberen Teil des Abschnitts befanden sich Platten (Foto 6).

Abschnitt 8 — weiter folgte ein Travers nach links über eine enge Stufe (schwierige Felsen, Steilheit bis 65°). Die Stufe führte zu verschneiten Felsen des Grates.

Abschnitt 9 — Aufstieg über stark verschneite Felsen nach rechts mit einem Ausgang auf den Grat. Sicherung durch Vorsprünge.

R0-Abschnitt — Steilheit 45°, Länge 150 m. Unter Sicherung durch Felsvorsprünge entlang des rechten Rands des Schneefeldes passierten wir unter den Felsgrat. Von ihm aus bewegten wir uns nach links entlang des Grates an der Grenze zwischen Schnee und Felsen bis zu den rötlichen Platten. R1-Abschnitt — links von den rötlichen Platten stiegen wir über Felsen mittlerer Schwierigkeit unter einen großen schwarzen Vorsprung des Grates "Felsen". Die Felsen waren stark zerstört und mit einer Schneekruste bedeckt. Sicherung durch Vorsprünge und Haken. Unter dem "Felsen" befanden sich steile, verschneite Platten. Dort befand sich eine Sicherungsstation.

R2-Abschnitt — nachdem wir den "Felsen" links umgangen waren, gelangten wir auf einen scharfen, steilen Vorgipfelgrat (siehe Foto 3). Hier befand sich der zweite Kontrollturm. Weiter folgten schwierige, verschneite Felsen auf dem Grat. Sicherung durch Haken und Vorsprünge. Der Grat endete in einem scharfen, drei Meter hohen "Zahn". Vom "Zahn" zum Gipfel war der Grat ebenso scharf, wurde aber allmählich flacher.

Die Gruppe erreichte den Gipfel um 18:00 Uhr. Der Abstieg vom Gipfel auf der Route 1B kat. sl. dauerte 1 Stunde.

Die Route wurde von der Gruppe in der Stärke von fünf Personen in neun Gehstunden zurückgelegt.

Auf der Route:

  • Eingeschlagen wurden 25 Felshaken.

Die Nordwand von Pik Amandeldy wird fast nicht von der Sonne beschienen (nur von 9:00 bis 10:00 Uhr), siehe Foto Nr. 1.

Der Aufstieg fand im Winter statt, was die starke Verschneitheit der Felsen erklärt. Geeignete Flächen für eine Übernachtung gibt es nicht. Ein Zelt kann mit Mühe im Bereich der Abschnitte R9–R10 aufgestellt werden. Steile Wände auf der Route wechseln sich mit flacheren Abschnitten ab, aber auch auf letzteren ist eine sorgfältige, abwechselnde Sicherung notwendig. Erhebliche Schwierigkeiten auf der zurückgelegten Route treten sowohl im unteren als auch im oberen Teil auf. Vergleicht man die zurückgelegte Route mit bekannten Routen in der Umgebung, kann man sagen, dass sie länger und technisch schwieriger ist als die Route über die Westwand von Pik Majakowski 3B kat. sl. sowie den Nordgrat von Pik Komsomol 3B kat. sl.

Die durchschnittliche Steilheit der zurückgelegten Route ist etwas geringer als die Südwestwand von Pik Komsomol 4A kat. sl.

Die Route über die Westwand von Pik Majakowski 4B kat. sl. hat eine größere Steilheit und schwierigere Schlüsselstellen als die Route über die Nordwand von Pik Amandeldy.

Fazit: Die Gruppe hält die zurückgelegte Route für nicht weniger als 4A kat. sl.

Für die Erstellung einer vollständigen Beschreibung der zurückgelegten Route wurden Fotos bei einer erneuten Bergtour im Mai 1977 (Fotos 3–6) von der Gruppe Prudanow A.I. + 4 erhalten.

Diese Gruppe hält die Route in der warmen Jahreszeit für nicht weniger als 3B kat. sl.

Angehängte Dateien

Quellen

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