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1. Pass zum Aufstieg

  1. Gebiet: Saukdara-Gebirgskamm (westlicher Ausläufer des Zulumart-Gebirgskamms, Nördlicher Pamir). Tal: Nord-Zulumart. Nummer des Abschnitts gemäß Klassifizierungstabelle von 1999 — 4.5

  2. Bezeichnung des Gipfels: Pik Beleuli. Name der Route: über die Nordwand des Ostgrats.

  3. Vorgeschlagen — 4Б Kategorie, Erstbesteigung.

  4. Charakter der Route: Schnee-Eis.

  5. Höhenunterschied der Route: 905 m (nach Höhenmesser)

    Länge der Route: 1680 m. Länge der Abschnitte:

    • V. Kat. — 0 m.
    • VI. Kat. — 0 m.

    Durchschnittliche Steilheit:

    • des Hauptteils der Route — 33,6°
    • der gesamten Route — 33,6°
  6. Haken, die auf der Route hinterlassen wurden:

    insgesamt — 0; davon auch Bohrhaken — 0. Verwendete Haken auf der Route: 12–25 Stationäre Bohrhaken — 0, davon auch ITO — 0. Entfernbarkeit von Bohrhaken — 0, davon auch ITO — 0. Insgesamt verwendete ITO — 0

  7. Gehzeit der Mannschaft: 8 Std. 20 Min., 2 Tage

  8. Leiter: Lebedev Andrej Aleksandrovich, Meister des Sports internationalen Ranges im Tourismus Teilnehmer:

    • Lvov Vjačeslav Jur'evič, 1. Sportklasse im Tourismus
    • Nistratov Igor' Igorevič, 1. Sportklasse im Tourismus
    • Rykalov Petr Vladimirovič, Kandidat zum Meister des Sports im Tourismus
  9. Trainer: Lebedev Andrej Aleksandrovich

  10. Aufbruch zur Route: 16:20 Uhr, 2. August 2001

Aufbruch zum Gipfel: 18:15 Uhr, 3. August 2001
Rückkehr zum Beginn der Route: 14:00 Uhr, 4. August 2001

2. Gesamtfoto des Gipfels

img-0.jpegF.1.

Das Foto wurde am 5. August 2001 aufgenommen. Aufnahmeort — Moräne am rechten Ufer des Nord-Zulumart-Tals

3. Übersicht über das Gebiet

Pik Beleuli (6065) liegt im Saukdara-Gebirgskamm (westlicher Ausläufer des Zulumart-Gebirgskamms) westlich der Zunge des Nord-Zulumart-Gletschers. Dies ist der höchste Punkt eines ausgedehnten Gebirgsraums vom Fedchenko-Gletscher im Westen bis zum Karakul-See im Osten und vom Sauksa-Tal im Norden bis zum Tanymas-Tal im Süden. Das Fehlen von Besteigungsversuchen auf diesen Gipfel erklärt sich durch seine bedeutende Entfernung von den Straßen. Der einfachste Zugang zu seinem Fuß führt vom Tal des Flusses Bajgashki über den Nikitin-Pass (5287, 2А) ins Tal des Nord-Zulumart. Ins Bajgashki-Tal kann man von Osch mit einem Geländewagen einfahren, indem man auf den Östlichen Pamir-Trakt vor dem Markansu-Tal nach Westen abbiegt. Unsere Expedition erreichte das Gebiet von Westen her über das Sauksa-Tal. Das Basislager der Expedition wurde im Tal des Nord-Zulumart unterhalb der Zunge des gleichnamigen Gletschers auf einer Höhe von 4320 m errichtet. Hier gibt es in der breiten Kiesebene am rechten Ufer des Flusses eine starke Quelle mit sauberem Wasser. Das Wasser wird aus der Moräne des Gletschers gefiltert, der vom Nikitin-Pass herabfließt.

4. Schema des Gebiets

img-1.jpeg

Auf dem Schema wird der Nikitin-Pass (5287 m, 2А) mit der Nummer 69 bezeichnet

5. Zugang zum Gipfel vom Basislager

Vom Basislager (4320 m) aus den Nord-Zulumart durchqueren und die Kiesebene des Flusses in Richtung Südwesten zum Mündungsbereich des Bachs vor dem Moränenwall des Tals überqueren. Entlang des Bachs zur linken Moräne des namenlosen Gletschers am linken Ufer des Nord-Zulumart-Tals aufsteigen (1 Std. vom BL). Dann auf der Moräne bis zum flachen Teil des namenlosen Gletschers oberhalb seiner steil abfallenden Zunge aufsteigen (40 Min.). Auf dem Gletscher in 1 Std. 30 Min. bis zum Fuß der Nordwand des Pik Beleuli aufsteigen. Höhe 5160 m. Nach dem Mittagessen wird empfohlen:

  • auf die Route zu gehen
  • unter einem Überhang am Beginn des Eisfalls auf einer Höhe von 5440 m zu übernachten.

6. Technisches Foto der Route

img-2.jpegF.2.

7. Tabelle der Routenabschnitte

Nr.Bezeichnung des AbschnittsHöhe AnfangHöhe EndeFotoSchwierigkeitLänge (m)Steilheit (Grad)
R7S-E Grat596060652,8230015°, stellenweise 30°
R6E. Wand590059602,838045°, oben 55°
R5S. Hang577059002,8230020–30°
R4E. Wand567057702,4,5,8412050°, unten 65°
R3S. Hang562056702110020–30°
R2S-E Hang544056402,3325045°, stellenweise 50°
R1S-E Hang516054402253030° bis 35°

8. Profil der Route

img-3.jpeg

Maßstab 1:10000 (1 cm — 100 m)

9. Beschreibung des Routenverlaufs

Am 2. August nach dem Mittagessen durchquerten wir den Gletscher, verbanden uns und näherten uns dem Fuß des Eishangs. Die Höhe des Sockels des Gipfels beträgt 5160 m. In 1 Std. 20 Min. stiegen wir in Seilschaften gleichzeitig auf (Abschnitt R1) zum ersten Überhang vor dem Eingang in den Eisfall. Unter dem Schutz dieses Überhangs schlugen wir unser Nachtlager auf. Höhe — 5440 m.

  1. August. Am nächsten Morgen betraten wir den Eisfall. Fast sofort begannen die Sicherungsarbeiten. Nach 250 m (Eis, stellenweise Schnee bis 10 cm, Steilheit von 45° bis 50°, Abschnitt R2) erreichten wir ein Schneefeld (Abschnitt R3), über dem eine Eismauer den Ausgang zum Plateau versperrte (Abschnitt R4). Die Mauer begann mit einer steilen Stirn (60–65°, 40 m), dann folgte ein von einem Bergschrund zerschnittener Hang (50°, 80 m). Darüber wurde der Hang flacher und ging in einen Schneehang über. Im rechten Teil des Bergschrunds war dieser niedrig (1,5 m). Dort überquerten wir ihn.

Der Schneehang (Abschnitt R5) erwies sich als sehr steil, daher mussten wir für die Errichtung des Lagers bis in seinen mittleren Teil aufsteigen und eine Spalte finden. Höhe 5860 m. Nach einer kurzen Rast in den Zelten brachen wir leicht ausgerüstet zum Gipfel auf. Der Aufstieg zum Ostgrat des Gipfels in seinem niedrigsten Teil war durch Spalten erschwert. Wir mussten die Spalten rechts (in Laufrichtung) umgehen und 80 m Sicherungsseile anbringen (Eis, 45–50°, am Ende des Abschnitts Schnee, Abschnitt R6). Den einfachen Grat (Abschnitt R7) passierten wir gleichzeitig. Den Gipfel erreichten wir um 18:15 Uhr. Den Turm errichteten wir am Ausgang der Felsen, der sich 50 m südwestlich des höchsten Punkts befindet. Einen alten Turm fanden wir nicht vor. Auf dem Gipfel verbrachten wir etwa eine Stunde, dann stiegen wir ins Lager auf 5860 m ab.

  1. August. Am Morgen begannen wir mit dem Abstieg und verwendeten dabei verschiedenste Mittel zur Befestigung der Seilschlaufen:
  • Auf dem Eis bohrten wir Ösen,
  • Im lockeren Schnee legten wir Nylontücher ein («Parachutes»),
  • An einer Stelle, an der weder Eis noch Schnee war, sondern etwas dazwischen, hackten wir eine Säule mit einer Rille für das Reepschnur heraus.

Vom Plateau bis zur ersten Übernachtung (5440 m) warfen wir 8 Seile herunter. Nach dem Mittagessen erreichten wir in 2 Std. den Fuß des Gipfels und den Fluss Nord-Zulumart. Hier erwartete uns die schwierigsten Furtdurchquerung der gesamten Wanderung. Und nach der Furt — heißer Tee und ein Festessen im Basislager. Höhe 4320 m.

10. Foto-Illustrationen

img-4.jpegF.3. Am Beginn von R2

img-5.jpegF.4. Abschnitt R4

img-6.jpegF.5. Auf dem Abschnitt R4

img-7.jpegF.6. Auf dem Gipfel des Pik Beleuli (in der Ferne Pik Kommunizma)

img-8.jpegF.7. Felssockel etwas nördlich des Gipfels, auf dem Sims, auf dem die Gruppe den Kontrollturm errichtete (im Hintergrund Pik Lenina)

img-9.jpegF.8. Pik Beleuli, Abschiedsbild vom 4. August 2001

Angehängte Dateien

Quellen

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