Pass für die Bergtour
- Klasse der Bergtour: TECHNISCHE KLASSE.
- Gebiet der Bergtour: VANČISCHER KAMM.
- Gipfel, seine Höhe und Aufstiegsroute: RAWAK 5232 m ÖSTLICHES GRAT DES RAWAK-GLETSCHERS.
- Vorgesehene Schwierigkeitskategorie: 3Б
- Charakteristik der Route:
- Höhenunterschied: 1100 m
- Durchschnittliche Steilheit: 44°
- Länge I–90 m: II–990 m: III–185 m: IV–275 m: V–15 m
- Eingeschlagene Haken:
- für die Sicherung
- für das Erstellen usw.
- Fels: 13
- Eis: 7
- Felshaken mit Schneeschuhen: –
- Anzahl der Gehstunden: 15 Std.
- Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik: EINE — LIEGEND
- Name des Leiters und der Teilnehmer, ihre sportliche Qualifikation:
- NAZARENKO WIKTOR GRIGORJEWITSCH — I sp. Kategorie
- GREZKI Wladimir Wiktorowitsch — I sp. Kategorie
- KUKUSCHKIN ALEXANDER PAVLOVICH — II sp. Kategorie
- Trainer der Mannschaft: SIDELNIKOV V.N. MSMK
- Datum des Aufbruchs zur Route und Rückkehr: 30. Juli 1979 — 31. Juli 1979

FOTO № 1
- AUFSTIEGSROUTE ÜBER DAS ÖSTLICHE GRAT ZUM GIPFEL RAWAK.
KLASSIFIZIERTE ROUTE 5Б Kat. sl. ÜBER DIE NÖRDLICHE Wand.

Kartenskizze des Aufstiegsgebiets
ABB. 1
Tabelle der Haupteigenschaften
| Datum | Bezeichnung | Durchschnittliche Steilheit in Grad | Länge in Metern | Charakter des Reliefs | Schwierigkeit | Zustand | Wetterbedingungen | Haken (Fels) | Haken (Eis) | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.07.1979 | R0–R1 | 25 | 270 | Firnschräge | 2 | Fester Firn | gut | einzeln | – | – |
| R1–R2 | 60 | 55 | Wand | 4 | Zerstörte Felsen | –"– | 24 | 6В | – | |
| R2–R3 | 45 | 40 | Eis schräge | 3 | Eis | –"– | quer | 3 | – | |
| R3–R4 | 45 | 60 | Grat | 4 | Zerstörte Felsen | –"– | 3 | 4В | – | |
| R4–R5 | 20 | 150 | Schneegrat | 2 | Schnee | –"– | einzeln | – | – | |
| R5–R6 | 20 | Schneebank | 1 | Schnee | –"– | einzeln | – | – | ||
| R6–R7 | 48 | 60 | Eis schräge | 4 | Eis | –"– | quer | 3 | – | |
| R7–R8 | 15 | 230 | Schneehang | 2 | Schnee | –"– | einzeln | – | Traversieren | |
| R8–R9 | 35 | Schneebrücke | 1 | Schnee | –"– | einzeln | – | Brücke | ||
| R9–R10 | 45 | 30 | Grat | 3 | Monolith | –"– | quer | – | – | |
| R10–R11 | 15 | Schneebank | 1 | Schnee | –"– | einzeln | – | – | ||
| R11–R12 | 35 | 20 | Schneegrat | 2 | Schnee | –"– | einzeln | – | – | |
| 31.07.1979 | R12–R13 | 10 | 35 | Schneegrat | 2 | Schnee | –"– | einzeln | – | – |
| R13–R14 | 30 | 20 | Grat | 2 | Zerstörte Felsen | –"– | einzeln | – | Kontroll-Tour | |
| R14–R15 | 15 | 50 | Schneegrat | 3 | Schnee | –"– | einzeln | – | – | |
| R15–R16 | 55 | 65 | Kouloir | 4 | Vereiste Felsen | –"– | 5 | 2В | – | |
| R16–R17 | 20 | 55 | Grat | 2 | Verschneite Felsen | –"– | einzeln | – | – | |
| R17–R18 | 70 | 15 | Wand | 5 | Monolith | –"– | 3 | – | – | |
| R18–R19 | 5 | 20 | Schneegrat | 1 | Schnee | –"– | einzeln | – | Übernachtung | |
| R19–R20 | 25 | 35 | Grat | 3 | Verschneite zerst. Felsen | –"– | quer | – | – | |
| R20–R21 | 45 | 25 | Schneegrat | 4 | Aufgeweichter Schnee | –"– | quer | – | – | |
| R21–R22 | 65 | 10 | Wändchen | 4 | Verschneite Felsen | –"– | 2В | – | – | |
| R22–R23 | 45 | 30 | Schneegrat | 3 | Schnee | –"– | quer | – | – | |
| R23–R24 | 5–10 | 200 | Schneegrat | 2 | Schnee | –"– | einzeln | – | Gipfel |
Beschreibung der Route zum Gipfel Rawak nach 3Б Kat. sl. (ungefähr)
Vom Basislager bis zum Fluss Rawak benötigt man 1 Stunde. Dann am rechten (orografisch) Ufer des Flusses Rawak entlang in die gleichnamige Schlucht. Weiter über Schneefelder und Moränen des Rawak-Gletschers auf das Schneetplateau des Zirkus. Die Gehzeit beträgt 4–5 Stunden. Biwak. Über den Eissturz in die Oberen Teile des Rawak-Gletschers unter den Bergschrund, Gehzeit 30–40 Minuten.
Die Route beginnt mit der Überwindung des Bergschrunds entlang einer Lawinenschneise. Es wird empfohlen, frühmorgens aufzubrechen, da Steinschlag von den Wänden des Rawak-Gipfels möglich ist. Bewegung in Seilschaften über einen nicht sehr steilen Firnhang bis zu einer Felsinsel, gleichzeitig. Aufstieg zur Felsinsel über einen nicht sehr steilen Grat, Felsen sind zerstört, Sicherung durch Haken und Überhänge. Weiter in Steigeisen, abwechselnd. Der Eishang wird von links nach rechts in Richtung der Felsinsel traversiert. Steilheit des Eises 45°. Sicherung durch Haken. Aufstieg unter die zweite Felsinsel, Aufstieg über den Grat mittlerer Steilheit, zerstörte Felsen, Sicherung durch Haken und Überhänge. Dann über einen Schneegrat zur Schneekuppe, von wo aus man in Traversierung über einen schnee-eisbedeckten Hang zur Brücke gelangt. Die Gehzeit vom Bergschrund bis zur Brücke beträgt 5–6 Stunden, je nach Zustand des schnee-eisbedeckten Hangs.
Die Route setzt sich über den Grat von Osten nach Westen in Richtung des Gipfels fort. Umgehung von Türmen meist links vor Kopf. Der Aufstieg über den östlichen Grat beginnt mit der Überwindung eines nicht sehr steilen Schneehangs, rechts vor Kopf, der zum Rawak-Gletscher abfällt, der Hang führt unter den ersten Turm. Er besteht aus monolithischen verschneiten Felsen mit guten Überhängen für die Sicherung, Bewegung gleichzeitig. Weiter über den Schneegrat zum Felsgrat, Steilheit 30°, rechts Schneekarren. Bewegung gleichzeitig, Sicherung durch Überhänge. Kontroll-Tour.
Zum zweiten Turm führt ein nicht sehr steiler Schneegrat. Der Turm wird zunächst links über Schnee (7 m), dann über einen Felsenkouloir aufwärts überwunden, Felsen sind stellenweise mit angewehtem Eis bedeckt, Sicherung durch Haken. Steilheit 45°, Felsen 4. Kategorie, nach 1,5 Seilen — Aufstieg zum verschneiten Felsgrat, der zum dritten Turm führt.
Der dritte Turm besteht aus monolithischen Felsen und wird direkt aufwärts, über die Felswand, Höhe 15 m, Steilheit 70°, Sicherung durch Haken, 5. Kategorie, überwunden. Dann ein flacher Schneegrat, wo man eine gute Übernachtung auf dem Schneegrat einrichten kann. Die Gehzeit von der Brücke bis zur Übernachtung beträgt 3,5–5 Stunden.
Der Grat führt auf einen stark verschneiten Schutthang, eine Seillänge. Weiter Schneegrat, aufgeweichter nasser Schnee. Die nächste Felswand wird links-aufwärts überwunden. Verschneite Felsen, schwieriges Klettern, dann ein steiler Schneezug, der nach 30 m abflacht und zum Gipfel führt. Tour auf Felsen rechts vom Schneekarren.
Der Abstieg ist auf zwei Arten möglich:
- Die erste — auf dem Aufstiegsweg abwärts bis zur Schneebrücke zum Biwak auf dem Rawak-Gletscher. Der Abstieg ist in der ersten Hälfte des Tages möglich.
- Die zweite — über den Grat abwärts bis zur Brücke, Abstieg in Richtung der Schlucht Dустироз und entlang des gleichnamigen Flusses, zunächst am linken (orografisch) Ufer abwärts bis zum Fuß des Medweshij-Gletschers, über die Gletscher und auf dem Weg auf einem Umweg zum Basislager.
Leiter (Nazarenko W.G.) Trainer MSMK (Sedelnikow W.N.)
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