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Ohne Titel

Be­richt

Über die Be­stei­gung der von der Mann­schaft der Region Ch­ar­kow auf den Gipfel des E­ry­d­ag NW 3887 m. über die Nord­west­wand. Vor­aus­sicht­lich VI-A Kat. Schw. Erst­be­geh­ung.

über die Nord­west­wand. Vor­aus­sicht­lich VI-A Kat. Schw. Erst­be­geh­ung.

Pol­ta­wez E. I. — Lei­ter, Tim­ko E. N.

Ch­ar­kow 2012

1 Teil­neh­mer der Be­stei­gung

  1. Lei­ter — Pol­ta­wez Jew­ge­ni Iw­a­no­witsch. MS. Trai­ner — Su­cha­re­wa L. N., Ko­pej­ka G. W. Adres­se: 61144, g. Ch­ar­kow, ul. Aka­de­mi­ka Pa­wlo­wa 162A, Kw. 118. Tel. +38095-125-33-40. E-Ma­il [email protected]
  2. Tim­ko Jew­ge­ni Ni­ko­la­e­witsch. 1. Sp. Ent­l. Ch­ar­kow. Trai­ner — Su­cha­re­wa L. N., Ko­pej­ka G. W.

2 Pass der Be­stei­gung

  1. Be­rei­che von Da­ge­stan, Ab­schnitt 2.10 des Klas­si­fi­ka­ti­ons­ver­zeich­nis­ses der Rou­ten auf Berg­gip­fel.

  2. E­ry­d­ag NW 3887 m. Über die Nord­west­wand.

  3. Vor­ge­schla­ge­ne 6A Kat. Schw. Erst­be­geh­ung.

  4. Rou­te ist Fel­sen­rou­te.

  5. Hö­hen­dif­fe­renz: 1010 m (nach Al­ti­me­ter). Län­ge der Rou­te: 1950 m. Län­ge der Ab­schnit­te der V Kat. Schw.: 270 m. Län­ge der Ab­schnit­te der VI Kat. Schw.: 460 m.

  6. Durch­schnit­t­li­che Nei­gung der Rou­te — 73 Grad

  7. An der Rou­te zu­rück­ge­las­se­ne Haken:

  • Fel­sen­ha­ken: 2
  • Bol­len: 32
  • Lö­cher für Sky­hook: 38
  1. Ge­hen­de Stun­den der Mann­schaft: 129,5 Std., 14 Ta­ge.
  2. Ab­stieg vom Gip­fel nach Sü­den, wei­ter mit v. Sel­dy nach SW-Ku­luar (2A Kat. Schw.)
  3. Lei­ter: Pol­ta­wez Jew­ge­ni Iw­a­no­witsch, MS, Trai­ner: Su­cha­re­wa L. N., Ko­pej­ka G. W. Teil­neh­mer: Tim­ko Jew­ge­ni Ni­ko­la­e­witsch, 1. Sp. Ent­l., Trai­ner: Su­cha­re­wa L. N., Ko­pej­ka G. W.
  4. Aus­gang auf die Rou­te: 8:00, 10. Feb­ru­ar 2012. Er­rei­chen des Gip­fels: 10:00, 23. Feb­ru­ar 2012. Rück­kehr ins Ba­sisl­ager:

17:00, 23. Feb­ru­ar 2010.

  1. Ver­band für Al­pi­nis­mus und Boul­der­n der Region Ch­ar­kow.
  2. Ver­ant­wort­li­cher für den Be­richt Pol­ta­wez E. I. pol­ta­[email protected]img-0.jpeg

Pro­fil rechtsimg-1.jpeg

3 Be­schrei­bung des Be­stei­gungs­ge­biets

Das Mas­siv des E­ry­d­ag be­fin­det sich in ei­nem kur­zen nord­öst­li­chen Aus­läu­fer des GK­CH, an der Gren­ze zwi­schen Russ­land und Aser­bai­d­shan, es bil­det fast ein ein­hei­t­li­ches Pla­to mit Ya­ru­d­ag und Sh­ah­d­ag. In Da­ge­stan stür­zen die Wän­de 300–1100 m ab. Die Wand ist aus me­ta­mor­phi­ier­ten Kal­ken zu­sam­men­ge­setzt.

Das Wet­ter in die­sem Be­reich ist we­sent­lich sta­bi­ler als in an­de­ren Tei­len des Kau­ka­sus, doch Nie­der­schlag in Form von Re­gen oder Schnee ist nicht sel­ten. Im Win­ter — kal­tes, tro­cke­nes Wet­ter mit Pe­ri­oden star­ker Win­de und Nie­der­schlä­gen (nicht län­ger als 2–3 Ta­ge).

Ein großes Pro­blem an der Wand:

  • Feh­len von Was­ser;
  • Schnee auf der Wand hält sich nicht — er wird weg­ge­weht;
  • Durch die Tro­cken­heit der Luft schmilzt der Schnee nicht, son­dern ver­dunstet.

An­rei­se in das Be­stei­gungs­ge­biet aus der Stadt Ma­chasch­ka­la auf der fö­de­ra­len Stra­ße «Ka­w­kas» in Rich­tung Sü­den bis zum Dorf No­wo-Gop­t­s­ach (180 km), wei­ter:

  • Rechts, ent­lang des Flu­s­ses Sa­mur bis zum Dorf U­s­uch­chai (Re­gion­al­zen­trum des Do­kuz­pa­rin­ski-Be­zirks) (225 km, 700 m ü. NN)
  • Dann links auf ei­ner Erd­stra­ße ent­lang des Flu­s­ses U­s­uch­chai bis zum Dorf Ku­rush (250 km, 2500 m ü. NN)

Die Fahrt dau­ert 6–8 Stun­den.

Vom Ort Ku­rush aus auf ei­nem Fuß­pfad zum Zu­sam­men­fluss des Flu­s­ses Che­hy­tschai in den Fluss Sel­dy (2250 m). Wei­ter durch zwei Brü­cken auf die Ter­ras­se (rech­te oro­gra­fi­sche Sei­te), auf ihr ein Stück nach links in Rich­tung der Wand, et­wa 800 m ge­hen, einen Bach über­que­ren und zur Far­ma ge­lan­gen. Von ihr aus ein Stück wei­ter links und un­ter­halb be­ginnt eine nicht fer­tig­ge­stell­te Stra­ße, auf der man über den Hang (in Rich­tung NO) et­wa 2,5 km ge­hen muss, dann in Rich­tung «Gro­ßer Brun­nen» auf den gras­be­wach­sen Hängen wei­ter­ge­hen und die Zo­ne der Runs­en und Lehm-Ku­lu­are kreu­zen.

Auf der Ter­ras­se rechts des Was­ser­falls, 200 m von der Wand ent­fernt, be­fin­det sich das vor­de­re Ba­sisl­ager (ABC, Efi­mo­w­ski-Nach­tl­ager) auf der Hö­he der Rou­te von Schtsched­rin. An­kunfts­zeit: 3–4 Stun­den vom Ort Ku­rush.

Von ABC:

  • Sich links be­we­gen in Rich­tung des Be­ginns der Rou­te von K. Dor­r 2002 «Durch die Na­se des Bas­tions der NW-Wand»;
  • Wei­ter nach Nor­den auf Schutt­plat­ten und ein­fa­chen Fel­sen zu ei­nem rie­si­gen Stein am Fu­ße der Wand;
  • Un­ter den über­hän­gen­den Wän­den des Stein­blocks be­fin­det sich ein si­che­rer Platz für ein Biwak (An­kunfts­zeit von den Efi­mo­w­ski-Nach­tl­agern — 1,5 Stun­den);
  • Der Be­ginn der Rou­te be­fin­det sich 100–150 m links vom Stein.

E­ry­d­ag NW — 3887 m. Pro­fil der Rou­te 1:4000.

3887 м 23.08.2012R42
3860 м 22.02.12R41
R40
R39
R37–R38
R36
R35
3690 м 21.02.12R34
R33
R31–R32
R30
R29
3580 м 20.02.12R28
R27
R26
3490 м 19.02.12R24–R25
R23
R22
R21
3360 м 17–18.02.12R20
R19
R18
R17
R16
3210 м 15–16.02.12R15
R14
R13
R12
3100 м 14.02.12R11
R10
R9
R8
R7
R6
2950 м 11–13.02.12R5
R4
2910 м Ob­ра­бот­ка 10.02.12R3
73°R2
R1
2860 м R0
R9–R1010101 / 1
:--::--::--::--:
R8–R91521 / 1
R7–R81012 / 6
R6–R7122-
R5–R656-
R4–532-
R3–R4122-
R2–R310120 / 1
R1–R2714-
R0–R132-
R19–R2087-
------------
R18–R191271 / 0
R17–R18291 / 0
R16–R171231 / 0
R15–R161571 / 0
R14–R1522-
R13–R141021 / 0
R12–R13106-
R11–R127-1 / 0
R10–R11105-
R29–R3075-
:--::--::--::--:
R28–R2914101 / 0
R27–R283--
R26–R272--
R25–R26810-
R24–R2512-
R23–R241512-
R22–R23882 / 0
R21–R2210152 / 0
R20–R211512-
R39–R4062-
------------
R38–R39108-
R37–R383--
R36–R373--
R35–R365--
R34–R352--
R33­–R3454-
R32­–R331210-
R31­–R322--
R30­–R312--
:--::--::--::--:
R42­–R43---
R41­–R4254-
R40­–R4110--

Tech­ni­sches Fo­to

img-2.jpegTech­ni­sches Fo­to 2. Frag­ment des obe­ren Teils der Rou­te.img-3.jpeg

5 Be­schrei­bung der Rou­te nach Ab­schnit­ten

R0­–R1. Ent­lang fla­cher Fel­sen auf eine Plat­te. Ent­lang der Plat­te nach links in den un­te­ren Teil des in­ne­ren Winkels. 30 m III.

R1­–R2. Ent­lang des in­ne­ren Winkels, wei­ter nach rechts und auf­wärts un­ter dem Kar­nis. Durch den Kar­nis auf­wärts. Sta­ti­on auf einer Plat­te rechts. 30 m VA1

R2­–R3. Von der Sta­ti­on auf­wärts zu ei­nem Bol­len 5 m, wei­ter ent­lang ei­ner Ri­ne auf­wärts auf eine schma­le Plat­te. Ein paar Me­ter nach links und ent­lang ei­ner Rei­he von Ri­nen auf­wärts zu ei­nem über­hän­gen­den in­ne­ren Win­kel. Ent­lang des Winkels auf­wärts auf eine Plat­te. Bol­len. 35 m VIA2.

R3­–R4. Ent­lang ei­nes nicht stei­len in­ne­ren Winkels nach rechts auf­wärts. Sta­ti­on links auf einer Plat­te. Bol­len. 50 m IV.

R4­–R5. Ent­lang zer­stör­ter, fla­cher Fel­sen und Plat­ten nach rechts. Es gibt einen Bol­len. 50 m II.

R5­–R6. Sich links auf­wärts auf eine Plat­te be­we­gen. 15 m V, 20 m IV.

R6­–R7. Eine 10-m-Wand über­win­den, 15 m nach rechts auf­wärts ent­lang einer Plat­te ge­hen. Wei­ter nach links auf­wärts ent­lang von Plat­ten auf eine Plat­te.

Schwie­rig­keit der Rou­te:

  • 10 m VIA1
  • 20 m II
  • 20 m V

R7­–R8. Nach rechts auf­wärts ent­lang ei­nes Spal­tes auf eine Plat­te, ein paar Me­ter nach links zu ei­nem Bol­len ge­hen. Ent­lang der Wand auf­wärts auf Sky­hooks, ori­en­tiert an Bol­len 30 m. Hän­gen­de Sta­ti­on auf 2 Bol­len.

Schwie­rig­keit der Rou­te:

  • 15 m VА1
  • 35 m VIA3

R8­–­R9. Nach links auf­wärts auf Sky­hooks zu ei­nem Bol­len. Von ihm ein paar Me­ter nach links, dann auf­wärts auf eine klei­ne Plat­te im un­te­ren Teil des in­ne­ren Winkels. Bol­len.

  • 30 m VIA3.

R9­–­R10. Ent­lang des Winkels 10 m. Wei­ter ent­lang der lin­ken Wand nach links auf­wärts (es gibt einen Bol­len), um­ge­hend «sin­gen­de» Stel­len. Nach links auf eine Plat­te aus­ge­hen. Bol­len.

  • 40 m VIA3.

R11­–­R12. Ent­lang ei­ner klei­nen Wand auf­wärts 10 m. Wei­ter nach rechts ent­lang einer Plat­te zu ei­nem Bol­len. 15 m IV, 5 m II.

  • 20 m V
  • 25 m IV

Es gibt die Mög­lich­keit, nach links auf eine Plat­te für ein Biwak aus­zu­wei­chen.

R11–R12. Ent­lang ei­ner klei­nen Wand auf­wärts 10 m. Wei­ter nach rechts ent­lang einer Plat­te zu ei­nem Bol­len. 15 m IV, 5 m II.

R12­–R13. Nach rechts auf­wärts auf eine klei­ne Plat­te. 10 m VI, 20 m V. R13­–R14. Ent­lang des Winkels auf­wärts auf eine Plat­te. Bol­len. 25 m VA1. R14­–R15. Ent­lang einer Schutt­plat­te auf­wärts in den un­te­ren Teil des in­ne­ren Winkels. 35 m II. R15­–R16. Nach rechts zu ei­ner Ri­ne, ent­lang ihr nach rechts auf­wärts. Bol­len.

40 m VIA2. R16­–R17. Ent­lang des Winkels auf eine Plat­te. Ent­lang der Plat­te nach rechts ge­hen. Ent­lang ei­ner Wand mit «Mu­scheln» auf­wärts auf fla­che Fel­sen, auf ihnen 10 m zu ei­nem Bol­len.

List:

  • 15 m V
  • 15 m VIA3

R17­–R18. Ent­lang des Winkels auf eine Plat­te. Von der Plat­te nach links auf­wärts ent­lang «sin­gen­der» Spal­ten, in den in­ne­ren Winkel ein­tre­ten. Ent­lang des Winkels 10 m. Durch eine Wand nach links in einen an­de­ren Winkel. Ent­lang des Winkels auf­wärts auf eine Plat­te. Es gibt einen Bol­len.

10 m IV, 35 m VIA2. R18­–R19. Ent­lang der Plat­te nach links ge­hen. Ent­lang ei­ner Ri­ne auf­wärts, dann nach rechts auf­wärts auf eine Plat­te.

List:

  • 5 m III
  • 10 m VIA2
  • 20 m V

R19­–R20. Tra­ver­sie­rung nach rechts zu ei­nem in­ne­ren Win­kel. Ent­lang des Winkels auf­wärts auf eine lan­ge, schma­le Plat­te. Ent­lang der Plat­te nach links zu ei­nem Bol­len. 20 m VIA2, 10 m IV.

R20­–R21. Von der Sta­ti­on ent­lang ei­ner Wand mit «Mu­scheln» zu ei­ner Pro­moi­ne. Ent­lang der rech­ten Sei­te der Pro­moi­ne auf­wärts. Wei­ter nach links auf­wärts ent­lang ei­nes schrä­gen in­ne­ren Win­kels. 10 m VIA3, 20 m IV, 20 m V.

R21­–R22. Tra­ver­sie­rung nach rechts 10 m, dann nach rechts auf­wärts in einen rie­si­gen in­ne­ren Win­kel. Der Be­ginn des Winkels ist stark zer­stört, wei­ter ist der Win­kel mo­no­lithisch. Ent­lang des über­hän­gen­den Winkels auf­wärts 15 m bis zu «le­ben­den» Spal­ten. Auf Stahl­ha­ken 5 m nach rechts auf mo­no­lithisches Re­lief ge­hen. Wei­ter ein biss­chen auf­wärts und nach links in den Win­kel zu­rück­keh­ren. 2 Bol­len.

  • 10 m IV
  • 30 m VIA3

R22­–R23. Ent­lang des Winkels auf­wärts durch einen Über­hang. Sta­ti­on auf 2 Bol­len.

  • 5 m VIA2
  • 20 m V

R23­–R24. Ent­lang des Winkels auf­wärts auf eine Plat­te. Be­que­mer Platz für ein Biwak. 45 m VIA2

R24–R25. Ent­lang der Plat­te nach rechts um den Win­kel. 40 m I. R25–R26. Ent­lang des Winkels auf­wärts auf den Gip­fel des drit­ten Bas­tions. Hier be­fin­det sich eine große Schutt­plat­te, auf der ein Über­gang nach rechts zu den Rou­ten des Bas­tions C3 der Wand mög­lich ist. Ent­lang der Plat­te auf­wärts zu den Fel­sen. 20 m VA1.

30 m I. R26–R27. Nach rechts auf­wärts ent­lang der Fel­sen. 50 m I. R27–R28. Nach rechts auf­wärts ent­lang der Fel­sen, dann ent­lang ein­fa­cher Fel­sen zur Wand. 60 m II.

R28–R29. Nach rechts 15 m zu ei­ner schma­len Ri­ne. Ent­lang der Ri­ne auf­wärts, ein biss­chen nach links ge­hend. Auf fla­che Fel­sen aus­ge­hen, auf ihnen — un­ter eine zer­stör­te Wand. Bol­len. 15 m I, 30 m VIA2, 5 m III.

R29­–­R30. Nach links auf­wärts zu ei­nem über­hän­gen­den in­ne­ren Win­kel. Ent­lang des Winkels auf­wärts nach links auf eine Plat­te und wei­ter auf­wärts ent­lang fla­cher Fel­sen auf eine Schutt­plat­te. 10 m VIA2, 15 m III.

R30­–­R31. Nach rechts 10 m zu ei­ner Sen­kung der Wand. Wei­ter auf­wärts auf den Schutt un­ter die Wand des Bas­tions «Bug des Schif­fes». 40 m II.

R31­–­R32. Un­ter der Wand des Bas­tions Tra­ver­sie­rung nach rechts. 70 m I.

R32­–­R33. Den Auf­stieg bei ei­nem klei­nen in­ne­ren Win­kel be­gin­nen. Ent­lang der Gren­ze zwi­schen ro­ten und grauen Fel­sen auf­wärts. An­fangs sind die Fel­sen zer­stört, wei­ter sind sie mo­no­lithisch. Sta­ti­on un­ter einem Kar­nis, ein An­ker ist zu­rück­ge­las­sen. 40 m VIA2.

R33­–R34. Tra­ver­sie­rung nach rechts in einen zer­stör­ten in­ne­ren Win­kel. Ent­lang des Winkels auf den Gip­fel des Bas­tions «Bug des Schif­fes». Be­que­mer Platz für ein Biwak. 20 m IV.

R34­–R35. Nach rechts auf­wärts un­ter einen Gür­tel aus Fel­sen. Wei­ter ent­lang von Schutt­plat­ten nach rechts et­wa 150–200 m bis zu ei­nem lo­gi­schen Durch­gang ge­hen. Auf­wärts 20 m zu ei­nem gro­ßen Stein ge­hen. 200–250 m I.

R35­–R36. Auf­wärts ent­lang von Schutt mit Fel­sen­aus­trit­ten zu ei­nem Gür­tel aus Fel­sen. 40 m II.

R36­–R37. Den Gür­tel aus Fel­sen links um­ge­hen und ent­lang ei­nes lehm­hal­ti­gen Han­ges mit Fel­sen­aus­trit­ten un­ter die Wand ge­lan­gen. 40 m II.

R37­–R38. Ent­lang von Schutt­plat­ten ent­lang der Wand nach links zu ei­ner be­que­men Spal­te. 70 m I.

R38–R39. Ent­lang der Wand mit Spal­te auf­wärts. Den Auf­stieg rechts der Spal­te ent­lang ei­ner Rei­he von fei­nen Ris­sen be­gin­nen, wei­ter ent­lang der Spal­te auf fla­che, zer­stör­te Fel­sen. Auf ihnen auf­wärts un­ter eine Fel­sen­wand.

  • 20 m VIA2
  • 30 m III.

R39–R40. Die Wand links um­ge­hen und ent­lang ei­nes Kas­ka­den von Plat­ten und zer­stör­ten Wand­tei­len nach rechts auf­wärts zu ei­nem in­ne­ren Win­kel ge­lan­gen. Hier gibt es die Mög­lich­keit, eine Sta­ti­on an­le­gen.

  • 45 m III.

R40–R41. Nach rechts auf­wärts ent­lang ei­nes Kas­ka­den auf eine Plat­te un­ter dem ver­schal­ten Gür­tel aus Fel­sen. Die Fel­sen sind mit Lehm be­deckt.

25 m IV, 20 m V.

R41–R42. Nach rechts zu ei­nem in­ne­ren Win­kel ge­hen. Ent­lang des Winkels auf den lehm­hal­ti­gen Hang aus­ge­hen und hinter der Biegung auf das Pla­to ge­lan­gen.

10 m V, 40 m I.

Gra­fik der Be­we­gung auf der Rou­te

img-4.jpeg

Be­zeich­nun­gen:

  • Be­we­gung auf der Rou­te
  • Be­we­gung bei schlech­tem Wet­ter (star­ker Wind, Schnee­fall)

6 Tak­ti­sche und tech­ni­sche Aktio­nen der Mann­schaft

Die Be­stei­gung ba­sier­te auf der Aus­wer­tung von Fo­t­ma­te­ri­al, das ich im Feb­ru­ar 2010 wäh­rend der Be­ge­hung der Rou­te «Durch die Na­se des Bas­tions der NW-Wand» ge­s­chaf­fen hat­te.

Un­ser Ziel war die nicht be­gan­ge­ne lo­gi­sche Kon­ter­for­s in der Mit­te der Nord­west­li­chen Wand, die mit ei­nem rie­si­gen in­ne­ren Win­kel en­det. Bei der Wahl der Li­nie der Rou­te ver­such­ten wir, uns mög­lichst an das na­tür­li­che Re­lief an­zu­pas­sen und da­durch die Not­wen­dig­keit der Boh­rung von Lö­chern und der Ver­wen­dung von Bol­len auf ein Mi­ni­mum zu re­du­zie­ren.

  • Der un­te­re Teil der Rou­te ver­läuft ent­lang der Kon­ter­for­s, was die Wahr­schein­lich­keit des Auf­tre­tens von Stei­nen von den Schutt­plat­ten auf die Teil­neh­mer mi­ni­miert.
  • In dem obe­ren Teil ist eine Be­we­gung ei­ner Grup­pe über der an­de­ren äu­ßerst un­er­wünscht.

Das Sturm­la­ger wur­de un­ter der Wand, 100 m rechts vom Be­ginn der Rou­te, er­rich­tet. An die­sem Ort:

  • Ein rie­si­ger Stein hat einen großen Über­hang, der das Zelt vor Steinschlä­gen schützt.

Wir hat­ten ur­sprüng­lich ge­plant, den er­sten Bas­tion in nur ei­nem Tag zu be­ar­bei­ten. Ei­ne sol­che Tak­tik der Be­stei­gung war durch das Vor­han­den­sein ei­ner be­que­men Plat­te nach der vier­ten Seil­län­ge be­dingt.

An­ge­sichts des un­be­stän­di­gen Wet­ters hat­ten wir für die Be­stei­gung einen Vor­rat an Le­bens­mit­teln und Gas für 16 Ta­ge mit­ge­nom­men.

Ent­spre­chend dem Plan:

  • Am er­sten Tag der Be­stei­gung über­wun­den wir die Pe­ri­la, gin­gen 2 Seil­län­gen und be­gan­nen mit der Be­ar­bei­tung des «Spie­gels» des zwei­ten Bas­tions.
  • Am 3. und 4. Tag wur­de der «Spie­gel» be­ar­bei­tet.
  • Am 5. Tag, nach Über­win­dung der Pe­ri­la, ge­lang­ten wir auf den Gip­fel des 2. Bas­tions und über­nach­te­ten auf einer Schutt­plat­te.
  • Am 6. Tag ge­lang­ten wir un­ter den drit­ten Bas­tion und konn­ten 40 m be­ar­bei­ten.
  • Am 7. Tag wur­de der drit­te Bas­tion be­ar­bei­tet.
  • Am 8. Tag ge­lang­ten wir zu ei­ner lan­gen, schma­len Plat­te in der Mit­te des drit­ten Bas­tions und orga­ni­si­er­ten dort ein Biwak.
  • Am 9. Tag wur­de die Plat­te wei­ter be­ar­bei­tet. Wir gin­gen et­wa 100 m auf­wärts und tra­ten in den in­ne­ren Win­kel ein.
  • Den gan­zen 10. Tag ar­bei­te­ten wir im in­ne­ren Win­kel. Die Sta­tio­nen wur­den un­ter den Über­hän­gen or­ga­ni­siert. Um 19:30 Uhr ge­lang­ten wir auf eine be­que­me, lan­ge Plat­te.
  • Am 11. Tag herrsch­te schlech­tes Wet­ter: −23 °C, star­ker Wind, Schnee­fall. Im Lau­fe des Ta­ges ge­lang­ten wir auf eine Schutt­plat­te über dem drit­ten Bas­tion und konn­ten die Fel­sen­wand be­ar­bei­ten.
  • Am 12. Tag ge­lang­ten wir um 19:30 Uhr auf den Gip­fel des Bas­tions «Bug des Schif­fes» und über­nach­te­ten auf ei­ner großen Schutt­plat­te.
  • Am 13. Tag such­ten wir nach ei­nem Durch­gang in den ver­schal­te­ten Gür­teln aus Fel­sen. Die große Men­ge an Schnee und die Lawi­nen­ge­fahr er­schwer­ten das Vor­wärts­kom

Quellen

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