Nord-Kaidžany (3969 m)
(Gipfel der Kazbek-Hochgebirgsregion)
Der Gipfel befindet sich im nordöstlichen Ausläufer des Pik Spartaks (4510 m) (auf dem Kazbek-Plateau), in dem eine Reihe von Gipfeln aufragen: Pik Ordžonikidze (4005 m); Pik Iriston (3969 m), Čač-choch (4098 m), Pik "3850", Süd-Kaidžany (3916 m), Nord-Kaidžany (3969 m) und Pik 25-letija SKGMI (3865 m).
Von der Stadt Ordžonikidze aus sind die spitzen Gipfel von Kaidžany vor dem Hintergrund der schneebedeckten Kappe des Kazbek gut sichtbar. Seit 1947 wurde der Gipfel mehrmals von Alpinisten aus Ordžonikidze besucht. Die beliebtesten Routen führen von Süden aus dem Čač-Tal und über den Nordgrat.
Beschreibung der Aufstiegsroute zum Nord-Kaidžany von Süden 1B - P-A Kat. tr.
- Tag. Von der Stadt Ordžonikidze aus fährt man in 1 Stunde bis zum Dorf Gvileti, von wo aus man auf einem breiten Saumpfad bis zur Mündung der Flüsse Amali und Čač-chi (1 Stunde Gehzeit) aufsteigt.
Nachdem man die wackelige Brücke über den Fluss Amali überquert und den steilen Anstieg des Pfades überwunden hat, geht man auf dem Pfad in das rechte (Čač-) Tal. Der Pfad wechselt auf das linke (orografische) Ufer des Flusses Čač-chi, wo er undeutlich ausgeprägt ist. Allmählich höher am Hang aufsteigend, gelangt man zu den "Widderstirnen".
Nachdem man die "Widderstirnen" auf einem der sie durchziehenden Bänder überwunden hat, muss man aufwärts auf dem grasbewachsenen Hang unter die Felsen gehen, wo der Pfad gut ausgetreten ist. Entlang der Felsen gehend, gelangt man auf einen Sattel, der das 1. "Tor" des Tals bildet.
Von der Mündung der Flüsse bis zum Sattelpunkt des ersten "Tors" benötigt man 1 Stunde und 30 Minuten Gehzeit. Die "Widderstirnen" werden vorsichtig mit gymnastischer Sicherung überwunden.
Auf einem Pfad, der grasbewachsene Hänge und mehrere Schutthalden traversiert, erreicht man in 50 Minuten das zweite "Tor", das eine Felsenschlucht im Flussbett darstellt.
Zu den "Toren" steigt man über den Schutt ab. Die "Tore" können passiert werden:
- auf dem linken (orografischen) Hang des Tals
- direkt in der Schlucht am Fluss
Am rechten (orografischen) Ufer des Flusses vor dem zweiten "Tor" befindet sich eine bequeme Terrasse, auf der ein Nachtlager eingerichtet werden kann.
Es ist zweckmäßiger, weiterzugehen, um nach 40 Minuten Gehzeit den Punkt zu erreichen, an dem sich das Flussbett vor dem dritten "Tor" erweitert, wo ein bequemes Biwak eingerichtet werden kann.
Zu diesem Ort steigt ein breiter muldenförmiger Kamin hinab, der im Trog des Kaidžany-Gletschers seinen Anfang nimmt.
II. Tag. Aufbruch spätestens um 5:00 Uhr. Man geht aufwärts am Hang, wobei man den erwähnten Kamin links liegen lässt. Nach den grasbewachsenen Hängen steigt man über Schutthalden auf, klettert auf einen Hügel der alten Stirnmoräne und gelangt in den Kessel des Gletschers. Auf dem ruhigen Gletscher steigt man in Seilschaften bis zum Sattel zwischen Süd- und Nord-Kaidžany auf. Der spitze Gipfel des letzteren ist aus dem Trog direkt auf dem Weg gut sichtbar.
Der Grat, der nach rechts führt, bringt einen zum Gipfel des Nord-Kaidžany. Der Grat ist nicht schwierig, Schnee- und Firnflächen wechseln sich mit kleinen Felsaufschwüngen ab, die mit gegenseitiger Sicherung überwunden werden.
Der Gipfel stellt einen Felsenturm dar, der durch den Zusammenstoß dreier Schiefergrate gebildet wird. Aus dem Trog des Kaidžany-Gletschers, von Süden, kann man auf den Gipfel aufsteigen, indem man auf den Südostgrat des Nord-Kaidžany gelangt. Beide Wege haben die gleiche Schwierigkeit.
Die Aufstiegszeit: vom Tal bis zum Gipfel - etwa 4-5 Stunden Arbeit.
Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg und dauert bis zum Biwak 2-2,5 Stunden.
Weiterer Abstieg:
- Durch das Tal - 2-2,5 Stunden.
- Am selben Tag kann man aus dem Dorf Gvileti (38. km der VPD) nach Ordžonikidze zurückkehren.
Ausrüstung, die für eine Gruppe von 4 Personen empfohlen wird:
- Hauptseile 20 m - 2 Enden
- Felsenhaken - 4 Stück
- Gruppencarabiner - 3 Stück
- Hammer - 1 Stück


Nord-Kaidžany. Route über den Nordgrat
Foto von R. Proskurjakow.
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