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Pass

  1. Technische Klasse
  2. Kaukasus, Genaldon-Schlucht, Maili-Gletscher
  3. Gipfel Kazbek über den NW-Grat-Hang vom Maili-Gletscher
  4. Vorgeschlagen wird die 2. Schwierigkeitskategorie, kombiniert, Erstbegehung
  5. Höhenunterschied 2750 m, Länge (Höhe) der Abschnitte: 2. Schwierigkeitskategorie — 1200 m, 3A Schwierigkeitskategorie — 150 m, 2A Schwierigkeitskategorie — 700 m. Durchschnittliche Steilheit des Felsabschnitts der Route — 35–40°, Steilheit der Kuppel (Schnee-Eis) — 40–45°.
  6. Am Weg waren zuvor keine Haken vorhanden und auch nicht hinterlassen worden.
  7. Gehzeit der Gruppe: beim Aufstieg — 12 Stunden, beim Abstieg — 12 Stunden, davon 4 Stunden Suche nach dem Weg beim Abstieg vom Gipfel im Nebel.
  8. Zwei Übernachtungen — auf dem "Vorsprung" des Plateaus
  9. Leiter: Anoschin Georgi Germanowitsch, Meistersportler Teilnehmer:
  • Korkin Igor Wassiljewitsch, Meistersportler
  • Solowjowa Galina Matwejewna, Verdienter Meistersportler
  • Bula Wiktor Sergejewitsch, Verdienter Meistersportler
  • Sawjaletz Alexander Nikolajewitsch, Verdienter Meistersportler
  • Milto Tatjana Michailowna, Verdienter Meistersportler
  • Timaew Tagir Schaikijewitsch, 1. Sportklasse
  1. Herausgeber: Anoschin G.G.
  2. Aufbruch zur Route: 2. August 1990 Gipfel: 3. August 1990 Abstieg: 4. August 1990
  3. Organisation: ASB "Torpedo".

Der Weg zum Beginn der Route führt durch die Gisel-don- und Genaldon-Schlucht auf der Straße vom Dorf Gisel bis zur verlassenen Siedlung Ober-Karmadon. Von der Siedlung in das obere Genaldon-Tal kann man mit einem LKW vom Typ GAZ-66 und weiter auf einem Pfad am linken (orogr.) Ufer der Schlucht zum Zungenbecken des Maili-Gletschers gelangen. Der Fußweg von Ober-Karmadon bis zum Gletscher dauert 4–5 Stunden. Der Zugang zum Gletscher ist durch die notwendige Überquerung reißender und wasserreicher Bäche erschwert, die aus seinem linken Teil fließen. Über die Mitte des Gletschers aufwärts und dann zur linken (orogr.) hohen Moräne und auf ihr (Pfad) zur Hütte auf der Lichtung Schelestenko. Vom Zungenbecken des Gletschers benötigt man 2–3 Gehstunden. Hier befindet sich das Ausgangsbiwak.

Die Route zum Gipfel führt über den NW-Grat-Hang des Kazbek-Firnplateaus und auf dem Plateau in Richtung des höchsten Gipfels. Der Beginn der Route liegt im unteren Teil der charakteristischen "verzweigten" Schneerinne. Von hier aus muss man über die Felsen des Pfeilers, der den NW-Grat stützt, nach links-aufwärts und aufwärts bis zur Achse des NW-Grates aufsteigen. Die Felsen sind steil, brüchig, mit Bändern, das Klettern ist mittelschwierig und leicht. Die Bewegung erfolgt simultan. Auf dem Grat aufwärts bis zu einem großen Kar oder Zirkus über lose Schieferfelsen. Im rechten Teil des Zirkus auf den Grat und auf ihm aufwärts gelangen. Die Felsen sind leicht, brüchig. An einer geeigneten Stelle zwei Schneefelder-Rinnen (20 m und 50 m, Steilheit 30–35°) queren. Über den Schuttfelsenhang aufwärts-rechts unter den Ansatz des "Vorsprungs" — der klar ausgeprägte Rand des Kazbek-Firnplateaus — bewegen. Hier ist ein Biwak möglich, aber besser ist es, auf den "Vorsprung" zu gelangen, von wo aus der Kazbek und der weitere Weg auf ihn gut sichtbar sind. Nach rechts-aufwärts über Schuttfelsen. Die Felsen sind leicht, unterbrochen von Schuttbändern. An einer geeigneten Stelle den Schnee-Eishang (70 m, Steilheit 30–35°) nach rechts queren, über stark brüchige Felsen aufwärts, noch zwei Schneefelder von links nach rechts queren und über den Schutt auf den "Vorsprung" aufsteigen. Hier Biwak. Vom Beginn der Route benötigt man 8 Gehstunden.

Der weitere Weg über das Schnee-Eis-Gelände bis zum Gipfel und zurück:

  • Vom Biwak aufwärts und rechts über das Firn des geneigten Feldes in Richtung auf den Gipfel.
  • Den querenden Schnee-Eis-Grat zwischen Felsausbrüchen links (in Bewegungsrichtung) und einem großen Eisabbruch rechts queren.
  • Weiter — in Richtung der Scharte zwischen Kazbek und dem Gipfel Spartak.
  • Von der Scharte links, die Hänge des Kazbek traversierend, mit Höhengewinn zur Felskante im linken Teil der Gipfelkuppel gelangen. Die Bewegung erfolgt in Steigeisen.
  • 50–80 m rechts der Felsen direkt aufwärts bis zum Gipfel (300 m, Steilheit 40–45°, Versicherung an Eishaken). Vom Biwak auf dem "Vorsprung" benötigt man 4 Gehstunden.

Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg, zunächst im sportlichen Stil, dann simultan über das Firnplateau. Vom Biwak bis zur Lichtung Schelestenko dauert der Abstieg 5–6 Stunden und führt über den Aufstiegsweg.

Bewertung der Sicherheit der Route:

  1. Brüchige Felsen erfordern Aufmerksamkeit beim Begehen steiler Abschnitte.
  2. Das Queren von Schneerinne und -feldern in den Morgenstunden erfordert Versicherung an Eishaken.
  3. Es ist gefährlich, beim Abstieg auf dem Hauptgrat nach rechts abzuweichen, da der Gletscher überhängt.

Empfehlungen für die Bergsteiger:

  1. Eine Gruppe von 4 Personen sollte folgende Ausrüstung mitführen: 1.1. Seil Haupt — 30 m — 2 Enden. 1.2. Felshaken 5–6 Stück. 1.3. Eishaken 6 Stück. 1.4. Steigeisen 4 Paar. 1.5. Hammer 1 Stück. 1.6. Gruppencarabiner 6 Stück.
  2. Den Aufstieg zum Gipfel bei guter Sicht auf das Plateau durchführen, den Weg mit Markierungen versehen.
  3. Vor der Besteigung eines "Fünftausenders" sollte eine vorherige Akklimatisierung erfolgen.

Tabelle der eingeschlagenen Haken

Auf der Route beim Aufstieg zum Gipfelturm (Kuppel) wurden zur Versicherung 6 (sechs) Eishaken verwendet. Hangsteilheit 40–45°, Gelände — Eis mit Schnee, Dicke 5–15 cm. Länge des Abschnitts — 250–300 m. img-1.jpeg

Abb. 3. Nordwest-Grat. Aufstiegs- und Abstiegsweg. img-2.jpeg

Abb. 4. Kazbek. Blick vom "Vorsprung" des Firnplateaus.

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Quellen

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