PÄS DES AUFSTIEGS
- Klasse der technischen Aufstiege
- Zentralkaukasus, Tal des Kruimkol
- Traversierung des Gipfels Tichonova — Koschtantau mit Aufstieg auf den Gipfel Tichonova über die Südwand
- Vorgeschlagen wird die 5B Kategorie, Erstbegehung der Südwand des Gipfels Tichonova
- Höhenunterschied der gesamten Route: 1595 m, Länge: 2310 m, davon in der Wand: Höhenunterschied 1070 m, Länge: 1255 m. Länge der Abschnitte mit 5–6 Kategorie — 870 m, davon in der Wand — 680 m, davon 6. Kategorie — 120 m. Durchschnittliche Steilheit der Wand — 60°
- Eingeschlagene Haken insgesamt:
Art der Haken Fels Klemmkeile Eis Bohrhaken 118 69 34 - 12 7 - - Davon in der Wand: Art der Haken Fels Klemmkeile Eis Bohrhaken --- :---: :---: :---: :---: 101 57 24 - 12 7 - - - Gehzeit der Mannschaft — 32 Stunden, Tage — 3
- Übernachtungen: 1. sitzend im Zelt auf einer herausgeschlagenen Plattform, 2. liegend im Zelt auf dem Grat
- Leiter: Kraynow Igor Pawlowitsch KMS
Teilnehmer:
- Alparow Anwar Nurgalijewitsch KMS
- Kurbatow Igor Pawlowitsch KMS
- Sdobnikow Jewgeni Jurjewitsch KMS
- Jantsewitsch Anatoli Kusmitsch KMS
- Trainer: Verdienter Trainer der RSFSR Kudinov Igor Borissowitsch
- Aufbruch zur Route: 25. Juli 1985 Gipfel Tichonova: 26. Juli 1985 Gipfel Koschtantau: 27. Juli 1985 Rückkehr: 28. Juli 1985

Koschtantau 5145

Foto 1. 24.07.85 16:00, Objektiv I-50, Entfernung 3 km, Höhe 3000 m

Foto 4. 25.07.85 14:00, Objektiv Helios-44, Entfernung 4,5 km, Höhe 2700 m
(1) Route der Mannschaft
(2) Route 4B 1935
(3) Route 5B Galustow 1955
(4) Route 5B Naumow 1962

Foto 3. 26.07.85 12:30, Objektiv Helios-44, Entfernung 1,5 km, Höhe 3800 m
Taktische Handlungen der Mannschaft
Bei der Erstellung des taktischen Plans für den Aufstieg wurde davon ausgegangen, die Südwand des Gipfels Tichonova in zwei Tagen und die gesamte Route in drei Tagen zu bewältigen. Nach Beobachtungen sind gute Übernachtungsmöglichkeiten in der oberen Wand nur in der Nähe des Gipfels möglich, und bis dahin gibt es etwa 500–600 Meter Wand ohne ausreichende Möglichkeiten. Deshalb wurde der Plan auf schnelles Durchsteigen des Hauptteils der Wand ausgerichtet.
Dafür wurde eine Organisation der Bewegung und des Zusammenspiels genutzt, die sich bei vorherigen schwierigen Aufstiegen bewährt hatte:
- Der Erste steigt ohne Rucksack oder mit leerem Rucksack
- Das Gewicht der übrigen Rucksäcke übersteigt nicht 10–11 kg, was ermöglicht, an allen Seilen ohne Nachziehen der Rucksäcke aufzusteigen
- Die Sicherung des Ersten erfolgt ständig mit einem 12-mm-Seil der Marke "Elite"
- An besonders schwierigen Abschnitten mit vielen Zwischenpunkten wird zusätzlich ein zweites Seil verwendet
- Es werden Seile zum Nachziehen gespannt
- Alle übrigen Teilnehmer steigen an den Seilen mit oberer oder unterer Sicherung über Haken auf
- Der Letzte steigt ständig an den Seilen mit oberer Sicherung
Leichte Rucksäcke und hervorragende körperliche Verfassung der Teilnehmer ermöglichten es, ohne Verzögerungen freie Seile und Haken nach vorn zu reichen.
Der Wechsel des Führenden erfolgte 1–2 Mal pro Tag. Am ersten Tag waren die Ersten:
- Kraynow (Durchsteigen des Eisfalls, R0–R1)
- Sdobnikow (R1–R6)
- Alparow (R5–R7)
Am zweiten Tag:
- Alparow (R7–R18)
- Sdobnikow (R18–R21)
Am dritten Tag:
- Kurbatow (R21–R27)
- Jantsewitsch (R27–R33)
Täglich wurde in der Mitte des Tages eine halbstündige Pause für eine Zwischenmahlzeit und Tee eingelegt.
Die Verbindung wurde regelmäßig mit der Gruppe in Dychsu und nach dem Aufstieg auf den Grat mit dem Basislager "Besengi" gehalten.
Der taktische Plan für den Aufstieg wurde vollständig umgesetzt. Stürze und Verletzungen gab es während des Aufstiegs nicht.

Schema der Route in Symbolen (Maßstab 1:2000)

Insgesamt 32 Gehstunden, Fels 118/12, Klemmkeile 57/7, Eis 24
Beschreibung der Route nach Abschnitten
0–1. Steiler Schneehang. Die Bergschrund wird über eine Brücke passiert. 1–2. Schnee- und Eis-Hang mit Felsausbrüchen. Kleine Wände. 2–3. Steile Eisrinne. Sicherung zunächst in den Felsen der rechten Flanke, dann Übergang nach links. Eis stellenweise sehr dünn. 3–4. Aus der Rinne Aufstieg auf die rechte Flanke durch eine 20 m hohe Wand. 4–5. Nach rechts-aufwärts entlang der Kante von Felsen und Eis unter einer überhängenden Wand. 5–6. Ausstieg aus dem Überhang über eine vertikale Innenkante (viele lose Steine) und dann über eine 10-m-Wand. Klettern sehr schwierig. Es ist wünschenswert, von diesem Punkt bis zum Gipfel des Gipfels Tichonova mit Steigeisen zu klettern. Plätze für Zwischen-Sicherungen sind unbequem. 6–7. Undeutlicher Grat mit Wänden. Führt zu einer kleinen Überquerung, wo im Eis eine Plattform für eine sitzende Übernachtung herausgeschlagen werden kann. 7–8. Steile Platten, wenig Risse. Stellenweise gibt es aufgetragenes Eis. 8–9. Innenkante. Die mittleren 10 m sind vertikal und vereist. Der untere Teil wird mit Steigeisen auf Reibung geklettert. 9–10. Platten mit einzelnen Eisabschnitten. Wenig Risse, Griffe sind glatt. 10–11. 20-m-steiler Schneehang, dann Quergang über steile Platten nach rechts 20 m und über eine vertikale Innenkante Aufstieg auf eine Plattform. 11–12. Vertikale Wand, wenig Risse und Griffe. Kleiner Überhang 2 m. Klettern sehr schwierig. 12–13. Von einer kleinen Überquerung über die linke Wand einer vertikalen Innenkante. Lose Steine. 13–14. Vertikale Wand. Im unteren Teil 3 m keine Risse — Aufstieg mit Hilfe eines Partners. Weiterhin sind die Risse für Sicherungen unbequem. Klettern sehr schwierig. 14–15. Innenkante. Griffe sind glatt. Durchstieg auf Reibung. 15–16. Platten wechseln sich mit 2–3 m hohen Wänden ab. Lose Steine. 16–17. Über eine Überquerung im Grat Aufstieg auf die rechte Flanke einer steilen Eisrinne, die zur Westwand führt. 17–18. Übergang auf die linke Seite der Rinne und über eine Wand mit Abbrüchen Aufstieg auf den Vorgipfelgrat. Wenig Risse und Griffe. Übergang vom Abbruch zur Wand — über einen Überhang, Leiter. 18–19. Über Felsen mittlerer Schwierigkeit Aufstieg auf den Südgipfel des Gipfels Tichonova. 19–20. Abstieg vom Südgipfel 20 m und über eine 5-m-Wand Aufstieg auf den Hauptgipfel des Gipfels Tichonova. 20–33. Grat vom Gipfel Tichonova — Koschtantau. Gehört zur bekannten Route der 5A Kategorie.

Foto 2. Abschnitt 7–8


Fotografie der Route vom Südgrat des Kruimkol. 19.07.85 14:00, Objektiv I-50, Entfernung 1,5 km, Höhe 3400 m

Foto 3. Abschnitt 10–11

Foto 5. Abschnitt 10–11 (oberer Teil)

Foto 4. Abschnitt 10–11 (Blick von oben)

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