Pik Kankoschewa über den S-Grat — 4A
Beschreibung der Route. Der Aufstieg zur Route erfolgt von der Seite der Moränenfelder unterhalb des Köschtan-Passes; ein schnee- und eisbedeckter Hang mit einer Steilheit von 30 bis 40° — insgesamt 3 Seillängen zu je 40 m — führt in eine Scharte im Grat hinter dem abschließenden Aufschwung des Grats. Weiter geht es auf den Grat über Felsgelände mittlerer Schwierigkeit und anschließend leichten, brüchigen Fels — 2 Seillängen. Die Sicherung erfolgt über Felsnasen. Auf dem Grat folgen 2 Seillängen Fels und Eis, rechts haltend. Die Felsen sind plattenartig, von mittlerer Schwierigkeit. Der Aufstieg unter den ersten Aufschwung erfolgt über 0,5 Seillängen Platten und Eis (Haken). Die Steilheit beträgt 45°. Der Aufschwung ist eine Wand mit 60° Steilheit, mit Rissen, die frontal von links angegangen wird — 1 Seillänge — oder rechts umgangen wird — 1,5 Seillängen — über Eis mit Haken-Sicherung im Fels. Die Steilheit des Eises beträgt 40–45°. Der Aufstieg erfolgt nach oben-links auf den Aufschwung über steile Platten vom Typ "Widderstirn" — 0,5 Seillängen. Es gibt keine Vorsprünge, wenige Tritte. Auf dem Aufschwung ist eine Biwakmöglichkeit vorhanden. Insgesamt benötigt man 4 Stunden vom Beginn der Route. Weiter folgt der Aufschwung des Grats — Fels mittlerer Schwierigkeit mit Vorsprüngen, Steilheit 40–45°, insgesamt 2–2,5 Seillängen. Dann wird eine 5 m hohe dreieckige Wand rechts umgangen, die Sicherung erfolgt über Felsnasen. Steile Platten werden auf Bändern und in Rissen (Haken) begangen. Weiter folgt ein steiler Grat mit 2–4 m hohen Wänden, die rechts und links auf Bändern und Platten, die mit Eis bedeckt sind, umgangen werden. Gelbe Blöcke — Pfeiler durchqueren den Grat quer und werden rechts auf Bändern der Wand im Travers mit anschließendem Ausstieg auf den Grat umgangen — 2,5–3 Seillängen. Insgesamt benötigt man 3 Gehstunden. Der Hang geht in einen schnee- und eisbedeckten Gratkamm über, auf dem man 3 Seillängen nach oben-rechts in Richtung der Vor-Gipfelwand aufsteigt. Weiter wird der Gratkamm flacher und geht in einen schnee- und eisbedeckten Hang (2 Seillängen) mit Steinen und Platten im Eis über. Die Steilheit beträgt 45–50°, der Schnee hält schlecht. Die Sicherung erfolgt mit Eishaken. Auf Felsen und Felsinseln im Eis — 3 Seillängen — und weiter 1 Seillänge auf steilen Fels (Haken, Keile) mit Ausstieg unter die Wand von links. Ein Travers nach links entlang der Wand folgt über 1 Seillänge brüchigen Fels und Bänder (rollende Steine). Die Sicherung erfolgt mit Keilen. Weiter gibt es keinen Durchgang, sondern es geht nach rechts-oben auf die Wand in eine Innenecke, wo ein Überhang von etwa 2 m vorhanden ist. Hier ist schwieriges Klettern und es ist zweckmäßig, eine Leiter zu verwenden. In der Innenecke geht es in Rissen — 1 Seillänge — weiter und es folgt ein Ausstieg in eine Felsnische, wo ein überhängender Tritt von 1,5 m mit Hilfe einer Leiter oder durch Anschlagen überwunden wird. Hier ist ein Sitzbiwak möglich. Weiter geht es über eine abgeplatzte Platte, 1 m, bis zu einem Spalt (Haken, Schlinge) und auf dem Spalt 1 Seillänge auf steilen Platten des Vorgipfelhanges (50°) auf ein Polster — eine Schneeauflage unter dem Gipfelgrat. Die Sicherung erfolgt überall mit Haken. Weiter folgt 1 Seillänge auf dem Schnee bis zum Grat links vom Vorgipfel und auf die Verbindungsrippe. Auf den Vorgipfel steigt man mit Hilfe eines Anschlags über eine 3 m hohe Wand. Der Abstieg auf die Verbindungsrippe erfolgt über 1 Seillänge im III. Schwierigkeitsgrad und weiter 1 Seillänge auf dem Grat bis zum Gipfel. Der Ausstieg auf den Gipfel erfolgt über 1 Seillänge mittlerer Schwierigkeit. Die Erstbegeher verbrachten die Nacht auf der Verbindungsrippe vor dem Vorgipfel. Insgesamt benötigte man für den Aufstieg 12–14 Stunden. Der Abstieg erfolgt über den Grat der Kategorie 3B auf den Köschtan-Pass und weiter über den Gletscher ins Basislager. Insgesamt benötigt der Abstieg 4–5 Stunden.
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