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Bericht

Über die Erstbesteigung des Gipfels Tschirinkol 3528 m über den Südostgrat vom Pass Burewestnik Süd nach der Route 3A Kategorie Schwierigkeitsgrad durch das Team AUSB Uzunkol aus der Stadt Stawropol am 19.08.2023

I. Aufstiegsbericht

Nr.1. Allgemeine Informationen
1.1Vor- und Nachname, sportlicher Rang des LeitersRomach Dmitri Wiktorowitsch, 2. sp. Rang
1.2Vor- und Nachname, sportlicher Rang der TeilnehmerKlimonow Kirill Artemowitsch, 1. sp. Rang
1.3Vor- und Nachname des TrainersKobyljazki Nikolaj Grigorjewitsch
1.4OrganisationAUSB Uzunkol
2. Charakteristik des Aufstiegsobjekts
2.1GebietKaukasus
2.2TalUllu-kam
2.3Nummer des Abschnitts gemäß Klassifizierungstabelle 20202.3
2.4Name und Höhe des GipfelsTschirinkol 3528 m
2.5Geografische Koordinaten des Gipfels (Breite/Länge), GPS-Koordinaten43.24001 42.30498
3. Charakteristik der Route
3.1Name der Routeüber den Südostgrat, vom Pass Burewestnik Süd
3.2Vorgeschlagene Kategorie Schwierigkeitsgrad3A
3.3Grad der Erschlossenheit der RouteErstbesteigung
3.4Charakter des Reliefs der RouteFelsig
3.5Höhenunterschied der Route (Angaben des Höhenmessers oder GPS)280
3.6Länge der Route (in m)880 m
3.7Technische Elemente der Route (Angabe der Gesamtlänge von Abschnitten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade mit Angabe des Reliefcharakters (Eis-Schnee, Fels))I Kat. Grasiger Hang/Felsen — 380 m.
II, II+ Kat. Felsen — 295 m.
III, III+ Kat. Felsen — 120 m.
IV, IV+ Kat. Felsen — 85 m.
3.8Abstieg vom GipfelDer Abstieg vom Gipfel erfolgt in Richtung des Passes Süd Elektrik oder auf dem Aufstiegsweg.
3.9Zusätzliche Charakteristik der RouteMitte des Sommers fehlt Wasser auf der Route. Viele Bäche und ein See auf dem Weg zum Beginn der Route
4. Charakteristik der Aktionen des Teams
4.1Bewegungszeit (Gehzeit des Teams, in Stunden und Tagen)9 Stunden 30 Minuten
4.2ÜbernachtungenOberer Biwakplatz
4.3Aufbruch zur Route05:15 10.07.2021
4.4Erreichen des Gipfels11:45 10.07.2021
4.5Rückkehr ins Lager14:45 10.07.2021
5. Verantwortlicher für den Bericht
5.1Vor- und Nachname, E-MailRomach Dmitri Wiktorowitsch [email protected]

II. Beschreibung des Aufstiegs

  1. Charakteristik des Aufstiegsobjekts img-0.jpeg Fotografie Nr. 1. Allgemeine Fotografie des Gipfels (aufgenommen am 11.07.2021)

img-1.jpeg Fotografie Nr. 2. Fotopanorama des Gebiets (aufgenommen am 11.07.2021 von den Hängen des Gipfels Kitschinekolskaia Baschnia).

img-2.jpeg Fotografie Nr. 3. Übernachtungen. Aufstieg zum Pass

img-3.jpeg Fotografie Nr. 4. Karte des Gebiets (Quelle https://osmand.net/ ↗) Der Gipfel Tschirinkol befindet sich im Karatschai-Gebiet der Karatschai-Tscherkessischen Republik in einem Ausläufer des Hauptkamm des Kaukasus, der zwischen den Flüssen liegt:

  • Ost-Kitschinekol
  • Tschirinkol.

Unser Basislager errichteten wir am Zusammenfluss der Flüsse Ullu-kam (Kuban) und Ost-Kitschinekol im Haus des Direktors des A/L Uzunkol, Enwer Chabtschaew (43.30166 42.31656).

Vom Dorf Churzuk aus muss man auf einer Schotterstraße in Richtung der Grenzstation fahren, dieselbe Straße, die zum A/L Uzunkol führt. Unmittelbar nach der Grenzstation kommt eine Gabelung. Geradeaus führt die Straße zum A/L Uzunkol, wir müssen jedoch links in das Tal des Flusses Ullu-Kam (Kuban) zum Pass Chotjutaú abbiegen. Die Straße ist etwas schlechter als die zum A/L Uzunkol, es ist nur ein Geländewagen geeignet. Mit Enwer Chasanbijewitsch (Tel. 8 (928) 389–19–72) kann man eine Anreise mit dem Auto und Unterkunft im Haus vereinbaren. Die Bedingungen sind mehr als komfortabel. Das Haus befindet sich 13,4 km von der Grenzstation entfernt.

Der Zugang zum Beginn der Route erfolgt am linken Ufer des Flusses Ost-Kitschinekol entlang. Der Pfad verschwindet zeitweise, aber es gibt Touri-Signale, an denen man sich orientieren kann. 1,5–2 Stunden vom Basislager entfernt passiert man auf der rechten Seite eine Felswand (Fotografie Nr. 5). Nach weiteren 1,5–2 Stunden (3,4 km) erreicht man einen großen Stein, wo man übernachten kann (Koordinaten 43.24991 42.321587). Es gibt einen alternativen Zugangsweg. Der Pfad führt am rechten (orografisch) Ufer des Flusses Ost-Kitschinekol entlang. An der Grenzstation vorbei auf einem gut erkennbaren Pfad bis zu riesigen Felsbrocken (3–3,5 Stunden). Wenn man auf diese steigt, findet man eine Furt zum linken Ufer des Flusses und folgt dann der Beschreibung. Vom großen Stein aus beginnt man, nach rechts und oben abzubiegen, rechts vom Fluss (Fotografie Nr. 3, Fotografie Nr. 4). Eine Übernachtung kann auch nach dem steilen Aufstieg organisiert werden (Koordinaten 43.24956 42.314773). Im Sommer gibt es Wasser an beiden Übernachtungsplätzen.

Von den oberen Übernachtungen aus geht man in etwa 45 Minuten zum See. Fotografie Nr. 6. Am See angekommen, hält man sich an die Steinaufschüttungen und nähert sich dem Beginn der Route zum Pass Burewestnik Süd — etwa 1,5 Stunden (Fotografie Nr. 7 und Nr. 8).

img-4.jpeg Fotografie Nr. 5. Felswand.

img-5.jpeg Fotografie Nr. 6. Aufstieg von den oberen Übernachtungen zum See.

img-6.jpeg Fotografie Nr. 7. Zugang vom See zum Beginn der Route.

img-7.jpeg Fotografie Nr. 8. Zugang vom See zum Beginn der Route.

2. Charakteristik der Route

img-8.jpeg Fotografie Nr. 9. Technische Fotografie der Route (aufgenommen am 06.07.2021)

AbschnittCharakter des ReliefsKategorie SchwierigkeitsgradLänge, mArt und Anzahl der Haken
R0–R1Felsiger Hang180 m0
R1–R2Grat3+60 m3 Sicherungen
R2–R3Rechts vom Grat170 m1
R3–R4Leiste und innerer Winkel215 m2
R4–R5Innerer Winkel430 m5 Ankerhaken
R5–R6Grat2+50 m4 Ankerhaken
R6–R7Felswand (Schlüsselstelle der Route)4+55 m3 Sicherungen + 4 Ankerhaken
R7–R8Grat (Kontroll-Tour)360 m2 Sicherungen
R8–R9Grat2+50 m2 Sicherungen
R9–R10Grat180 m0
R10–R11Grat1150 m0
R11–R12Große Geröllhalde280 m0
R12–R13Grat2+100 m0

3. Charakteristik der Aktionen des Teams

AbschnittBeschreibungNr. des Fotos
R0–R1Bewegung vom Schneefeld über den Grat. Simultane Bewegung. 80 m, 40°, I.Fotografie Nr. 10
R1–R2Bewegung über den Grat. Bequeme Station auf einem Stein. Wechselweise Bewegung. 60 m, 50°–65°, III+.Fotografie Nr. 11
R2–R3Scharfen Grat rechts umgehen. Wechselweise Bewegung. 70 m, 10°, I.Fotografie Nr. 12
R3–R4Auf einer Leiste nach rechts und auf einem schwach ausgeprägten Winkel beginnen, nach oben zu steigen. Wechselweise Bewegung. 15 m, 55°, II.Fotografie Nr. 13
R4–R5Bewegung auf einem schwach ausgeprägten inneren Winkel. Wechselweise Bewegung. 30 m, 70°, IV.Fotografie Nr. 14
R5–R6Nach oben über den Grat. Wechselweise Bewegung. 50 m, 60°, II+.Fotografie Nr. 15
R6–R7Nach oben über die Felswand. Bewegung an den Sicherungsseilen. 55 m, 75°, IV+.Fotografie Nr. 16
R7–R8Nach oben über den Grat. Wechselweise Bewegung. 60 m, 55°–80°, III.Fotografie Nr. 17
R8–R9Nach oben über den Grat. Wechselweise Bewegung. 50 m, 65°, II+.Fotografie Nr. 18
R9–R10Grat. Simultane Bewegung. 80 m, 20°, I.Fotografie Nr. 19
R10–R11Grat. Wechselweise Bewegung. 150 m, 15°, I.Fotografie Nr. 20
R11–R12Nach oben über die große Geröllhalde. Wechselweise Bewegung. 80 m, 45°, II.Fotografie Nr. 21
R12–R13Nach oben über den Grat. Wechselweise Bewegung. 100 m, 45°, II+.Fotografie Nr. 21
AbstiegFotografie Nr. 22

img-9.jpeg Fotografie Nr. 10. Abschnitt R0–RADA–R1.img-10.jpeg

Fotografie Nr. 11. Abschnitt R1–R2.img-11.jpeg

Fotografie Nr. 12. Abschnitt R2–R3.img-12.jpeg

Fotografie Nr. 13. Abschnitt R3–R4.img-13.jpeg

Fotografie Nr. 14. Abschnitt R4–R5.img-14.jpeg

Fotografie Nr. 15. Abschnitt R5–R6.img-15.jpeg

Fotografie Nr. 16. Abschnitt R6–R7.img-16.jpeg

Fotografie Nr. 17. Abschnitt R7–R8.img-17.jpeg

Fotografie Nr. 18. Abschnitt R8–R9.img-18.jpeg

Fotografie Nr. 19. Abschnitt R9–R10.img-19.jpeg

Fotografie Nr. 20. Abschnitt R10–R11.img-20.jpeg

Fotografie Nr. 21. Abschnitt R11–R12.img-21.jpeg

Fotografie Nr. 22. Abschnitt R12–R13 Vor dem Gipfel gelegener Abschnitt.img-22.jpeg

Fotografie Nr. 23. Variante des Abstiegs (Foto aufgenommen am 19.08.2023). Der Abstieg vom Gipfel erfolgt über große Steine in Richtung des Passes Süd Elektrik. Weiter halten wir uns näher an den Felsen und steigen auf „Ziegenpfaden“ bis zum See ab. Der Abstieg ist vom See aus gut einsehbar.

img-23.jpeg Fotografie Nr. 23. Das Team auf dem Gipfel am errichteten Kontroll-Tour. Nach Beendigung des Aufstiegs wurde eine Analyse durchgeführt und die Schwierigkeit der einzelnen Abschnitte und der Route als Ganzes bewertet. Die zurückgelegte Route ist sicher. Unter Berücksichtigung der Erfahrungen vorheriger Aufstiege auf die Gipfel:

  • Rasopowa — 2B
  • Saimow Pik — 2B
  • Taulan (3226) — 2B
  • Dolomity, Nord — 3A
  • Pik 3288 — 3A
  • Taulan — 3A
  • Dolomity, Süd — 3B
  • Karadjasch — 4A

Die Route auf den Gipfel Tschirinkol 3528 entspricht der Kat. 3A.

Empfehlungen für Bergsteiger

Bei der Planung von drei Aufstiegen — auf den Gipfel 3259 vom Beginn des Zirkus, auf den Gipfel 3259 vom Pass Elektrik und auf den Gipfel Tschirinkol 3528 — ist es ratsam, ein Sturm-Lager im Zirkus einzurichten, unmittelbar nach dem Aufstieg aus dem Tal (Fotografie Nr. 3, 4, 6). Für die Begehung der Route:

  • 7 Ankerhaken, ein Satz Sicherungen und vier große Schlaufen sind ausreichend.
  • Wasser kann man im See vor der Route auffüllen.
  • Mobilfunkverbindung fehlt auf der gesamten Route.

Quellen

Kommentare

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