Aufstiegspass
- Aufstiegsklasse — technisch anspruchsvoll
- Aufstiegsregion — Westkaukasus
- Gipfel, seine Höhe, Aufstiegsroute —
- Zapadnaja Kluchor-Kaja, 3500 m, über den Nordwestgrat
- Kategorie der Schwierigkeit — 3B
- Charakterisierung der Route — Höhenunterschied 800 m, durchschnittliche Steilheit der Route 40–45 Grad
- Anzahl der Gehstunden — 16–18
- Übernachtung — am Hockel-Gletscher
- Gruppenzusammensetzung:
- Chudak V.I. — Leiter
- Stepanov S.I. — Teilnehmer
- Naumov S.F. — Teilnehmer
- Kravchenko N.G. — Teilnehmer
- Tkachenko D.S. — Teilnehmer
- Trainer der Mannschaft:
- Datum des Aufbruchs zur Route — 20. Juli 1977
Datum der Rückkehr — 22. Juli 1977

Beschreibung der Erstbegehung
Erstbegehung des Gipfels Zapadnaja Kluchor-Kaja über den Nordwestgrat, 3B Kategorie der Schwierigkeit. Die Erstbegehung wurde von einer Gruppe von Instruktoren des Alplagers "Domбай" durchgeführt, bestehend aus:
- Chudak V.I. — Leiter, 1. Sportkategorie
- Stepanov S.I. — Teilnehmer, II. Sportkategorie
- Naumov S.F. — Teilnehmer
- Kravchenko N.G. — Teilnehmer
- Tkachenko D.S. — Teilnehmer
Vom nördlichen Schutzhaus auf dem Weg zum Kluchor-Pass bis zum Denkmal für die gefallenen Soldaten, von dort auf dem Weg 200 m und weiter rechts auf einem kaum sichtbaren Weg zum Hockel-Gletscher. Aufstieg auf den Hockel-Gletscher über die rechte (orografisch) Moräne und weiter auf der rechten (orografisch) Seite des Gletschers — Aufstieg unter die Schneehänge des Nordwestgrates der Zapadnaja Kluchor-Kaja. Übernachtung auf der Moräne des Gletschers, vom nördlichen Schutzhaus bis dorthin — 1,5–2 Stunden.
Von den Übernachtungen Aufstieg auf den Schneehang und auf ihm rechts — aufwärts, Aufstieg auf die grünen Platten des Nordwestgrates. Aufstieg von den Übernachtungen bis zum Erreichen der grünen Platten des Grates — 30–40 Minuten (siehe R0–R1).
Auf den grünen Platten rechts — aufwärts zum "Grünen" Kamin, der in eine Spalte übergeht (zwei Seile). Der Kamin wird rechts auf den Platten umgangen (vier Seile) bis zu einem großen Couloir, das auf den Grat führt (siehe R1–R2).
Das Couloir wird unterhalb des unteren Pfropfens gequert und weiter rechts — aufwärts auf Platten und Felsen mittlerer Schwierigkeit, Aufstieg auf den Grat unter den dritten Aufschwung (siehe R3).
Der dritte Aufschwung wird frontal mit Hakenversicherung (zwei Seile) durchstiegen. Weiter auf dem Grat — Aufstieg unter die 40 m hohe Wand ("Spiegel"). Umgehung des "Spiegels" an seinem Fuße auf einem schmalen grünen Sims links und auf einfachen Felsen 40–60 m aufwärts, wieder auf den Grat (siehe R4). Weiter auf dem stark zergliederter Grat — zum Einschnitt (siehe R5) vor dem Gendarmen (drei-vier Seile) und Abstieg zu ihm auf einem grauen schrägen Sims (links im Verlauf). Aufstieg aus dem Einschnitt auf eine 10 m hohe Wand frontal (Klettern mittlerer Schwierigkeit mit Hakenversicherung — zwei Haken) auf den Grat.
Auf dem Grat — zwei Seile bis zum "Roten" Gendarmen (siehe R6), der rechts auf einem grünen schmalen Sims (10–15 m) umgangen wird. Weiter — links auf einer geneigten Platte (5 m) auf die Schulter des Gendarmen und von dort auf den Grat. Dann auf dem scharfen, zerstörten Grat unter den Gendarmen "Schwarzer Turm" (siehe R7), von dem rechts ein Gratkamm abgeht.
Der Gendarme "Schwarzer Turm" wird frontal auf 2/3 der Höhe durchstiegen:
- Hakenversicherung — 3 m bis zur Schulter;
- von der Schulter rechts auf einem Spalt in den Einschnitt auf dem Grat hinter dem Gendarmen.
Weiter auf dem zergliederter Grat (vier-fünf Seile) bis zu geneigten Platten (siehe R8) unter dem Gendarmen mit einer vertikalen Spalte (15–20 m Höhe) — siehe R9. Die geneigten Platten werden mit Hakenversicherung (zwei Haken) auf der linken Seite im Verlauf durchstiegen und führen unter den Gendarmen.
Umgehung des Gendarmen rechts auf Felsen (ein Seil) bis zu einer geneigten Rinne, auf der — Aufstieg zu einem schrägen weißen Felsensims-Plattform (siehe R10) — Kontrollpunkt. Diese Plattform ist ein möglicher Übernachtungsplatz. Vom Biwak auf der Moräne — 6–7 Std.
Von der weißen Plattform — Aufstieg auf Felsen mittlerer Schwierigkeit, zwei Seile aufwärts auf den Vorgipfelgrat (Hakenversicherung, drei-vier Haken). Und auf dem Grat — zwei-drei Seile auf steilen, scharfen Felsen — Aufstieg auf den Westgipfel der Kluchor-Kaja (Versicherung zwei-drei Haken).
Aufstieg vom Biwak bis zum Kontrollturm Zapadnaja Kluchor-Kaja — 8–9 Std.
Abstieg vom Gipfel auf dem Aufstiegsweg (zwei Sportkletterei auf 40 m) und weiter — Klettern bis zur weißen schrägen Felsplattform (R10) mit Kontrollturm. Von der Plattform — Aufstieg auf den Grat und in Umgehung des Gendarmen (R9) links (im Verlauf) auf einem Sims zu den geneigten Platten, auf ihnen — Aufstieg zum Couloir auf der rechten Seite (im Verlauf) — sofort hinter den geneigten Platten.
Abstieg auf dem Couloir (R12) — zwei Sportkletterei auf 40 m auf stark zerstörten Felsen.
Weiter im Verlauf rechts — zwei Seile auf einem geneigten Sims (Hakenversicherung — vier Haken).
Und Abstieg mit dem Dülfersitz 30 m (R13) auf den geschlossenen Kluchor-Kaja-Gletscher.
Vom Ort des Abstiegs auf den Gletscher:
- in Umgehung der Spalten,
- den Gletscher rechts (im Verlauf) abwärts querend,
- zum Fuße des rechten (im Verlauf) Grates,
- auf die "Schafsköpfe".
Auf den "Schafsköpfen" und grünen Platten, nach links abbiegend entlang des Zirkus des Kluchor-Kaja-Gletschers, — Abstieg auf den Hockel-Gletscher zu den Übernachtungen.
Der Abstieg bis zu den Übernachtungen auf dem Hockel-Gletscher dauert 4–5 Std. Insgesamt wurden auf der Route etwa 20 Haken eingeschlagen, die Route dauert ungefähr 13–15 Std. von Übernachtung zu Übernachtung auf dem Hockel-Gletscher.
Empfehlung für Bergsteiger für eine Gruppe von vier Personen:
- Haupttauwerk — 40 m × 2;
- Schleifsteine (Reepschnüre), ca. — 2 Stück;
- Haken, ca. — 12–15 Stück;
- Verbrauchs-Reepschnur — 10 m.
Umgehung der ersten beiden Aufschwünge — nur rechts auf den Platten unter den 3. Aufschwung.
Charakter der Abschnitte
| Nr. | Abschnitt | Durchschnittliche Steilheit | Länge, m | Charakter des Reliefs | Kategorie der Schwierigkeit des Abschnitts | Zustand | Wetterbedingungen | Felsenhaken | Eishaken | Schlammburgen-Haken |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| R0–R1 | R0–R1 | 35–40° | 400 | Felsen | 2–3 | monolithisch | klar | – | – | – |
| R1–R2 | R1–R2 | 40° | 170 | Platten | 3 | felsig | – | – | – | – |
| R2–R3 | R2–R3 | 45° | 90 | Couloir | 3 | felsig | – | – | – | – |
| R3–R4 | R3–R4 | 50° | 130 | Felsen | 3–4 | monolithisch | – | 2 | – | – |
| R4–R6 | R4–R6 | 45° | 100 | Grat, Wand | 3–4 | zerklüftete Felsen | – | 2 | – | – |
| R6–R7 | R6–R7 | 35° | 60 | Platten, Gendarm | 3 | Felsen | – | – | – | – |
| R7–R8 | R7–R8 | 60° | 140 | Gendarm, Grat | 3–4 | zerstörte Felsen | – | 3 | – | – |
| R8–R9 | R8–R9 | 30° | 45 | geneigte Platten | 3 | monolithisch | – | 2 | – | – |
| R9–R10 | R9–R10 | 45° | 50 | Rinne | 3 | felsig | – | – | – | – |
| R10–R11 | R10–R11 | 60° | 120 | Grat | 3–4 | steile, scharfe Felsen | – | 5 | – | – |
| R11–R12 | R11–R12 | 60° | 150 | – | 3 | – | – | 1 | – | – |
| R12–R13 | R12–R13 | 70° | 120 | Couloir, geneigter Sims | 3 | stark zerstörte Felsen | – | 4 | – | – |
| R13 | R13 | 90° | 30 | Felsen | 3 | monolithisch | – | 3 | – | – |
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