Pass für die Bergtour
I. Kategorie der Felsbesteigungen. 2. Gebiet Dombaj, Nordwestkaukasus. 3. Gipfel des Österreichischen Komsomol (3654 m) über die linke nordöstliche Kante — Erstbegehung. 4. Schwierigkeitskategorie — 4B. 5. Charakter der Route — felsig. Höhenunterschied 1050 m, Länge 1350 m, Länge der Abschnitte der IV. Schwierigkeitskategorie — 950 m, durchschnittliche Steilheit 60°. 6. Versicherung vielfältig: eingeschlagene Felsbolzen für die Versicherung — 30 Stück, verwendete Seilschlingen — 25 mal. 7. Datum des Aufbruchs und der Rückkehr ins Lager: 5.–7. August 1976. 8. Anzahl der Gehstunden vom Beginn der Route bis zum Gipfel — 12 Std. und Abstieg zum Gletscher Belalakaja weitere 5,5 Std. Die Besteigung fand am 6. August 1976 statt. (Die Gruppe hatte warme Kleidung, einen Primuskocher usw. dabei.). 9. Sportgruppe: Starikov G.A. — 1. Sportkategorie, Instruktor Stepanov E.L. — mit Beobachtern am Gletscher — 3. Kategorie. 10. Ausbildungsbereich des Alplagers "Dombaj".
Kartenskizze des Gebiets.
Zugang zur Route.
Vom Alplager Alibek auf dem Pfad und durch die Wasserfälle des Belalakaja-Canyons — 0,5 Std. Auf dem steilen Pfad auf der rechten Seite des Canyons Aufstieg (im oberen Teil des Weges durch mäßig steile Felsen) zu den Plattformen eines großen Biwaks — weitere 1 Std. Von hier aus ist die Zunge des Belalakaja-Gletschers und die linke Seitenmoräne sichtbar, auf die man steigen muss, um auf den Gletscher zu gelangen.
Man muss den Bach nach links überqueren:
— über eine Schneebrücke — oder, falls diese unsicher oder nicht vorhanden ist, über einen großen Felsen, der etwas weiter unten im Bachlauf liegt, klettern.
Dann auf einem grasbewachsenen Pfad auf die Moräne steigen und auf ihrem Kamm auf den Gletscher gelangen — weitere 1 Std. Hier, auf der Mittelmoräne, kann man am besten übernachten, da von hier aus der Beginn und die gesamte Route der bevorstehenden Besteigung gut sichtbar sind (Foto 1).
Beschreibung der Besteigung (kurze Erläuterung zur Tabelle 1)
Von der Übernachtung geht der Weg in der Mitte oder auf der rechten Seite (in Laufrichtung) des Gletschers (geschlossen) mit Vorsichtsmaßnahmen gegen das Einbrechen in versteckte Spalten bis zu dem Punkt, zu dem die linke nordöstliche Kante des Gipfels des Österreichischen Komsomol hinabführt — 1,5 Std.
R0–R1: Auf dem Schneefeld rechts entlang des Beginns der Kante aufwärts, dann Traversieren nach links zum schmalsten Teil des Bergschrunds, der mit einem Aufstieg auf das Schulterstück der Kante überquert wird. Hier ist ein großes Steinhaufen ohne Nachricht — direkter Beginn der Route. Wechsel in die Gamaschen.
R1–R2: Zunächst wird der rechte Teil des Grates passiert, Felsen monolithisch mit einzelnen liegenden Steinen; weiter aufwärts auf die Kante mit gleichartigem Felscharakter. Am Ende des Abschnitts, 30 m hinter dem Aufschwung, ist ein Kontrollturm mit einer Nachricht errichtet.
R2–R3: Aufwärts auf der Kante zur "Platte mit Blumen", wie überall: abwechselnde Sicherung mit Hilfe von Haken und Schlingen an Vorsprüngen.
R3–R4: 80 m aufwärts unter den "Dreieck", der rechts auf 20 m umgangen wird, in einer inneren Ecke, noch 40 m aufwärts nach links — Ausstieg auf das "Schulter". Von hier aus sind direkt oberhalb zwei Federn links vom Gipfel sichtbar.
R4–R5: Weiter aufwärts führt eine Wand aus blauen Felsen. Uns schien es schwierig, direkt hinaufzusteigen, obwohl dies logisch wäre. Vom "Schulter" 45 m direkt aufwärts, dann vorsichtiges Traversieren entlang nicht sehr solider Felsen auf einem schmalen Sims 2,5 Seillängen nach rechts über einem Abgrund (psychologisch schwierige Stelle!) zu einer Plattform unter schwarzen Felsen. Dies ist ein Ort, an dem ein Biwak möglich ist, da hier erstmals auf der Route Wasser und eine bequeme Plattform mit 1,5 m Breite vorhanden sind.
R5–R6: Von der Plattform aus, 15 m zurückkehrend, durch eine 2 m hohe Wand Eingang in eine schwierige und nasse innere Ecke — 40 m aufwärts nach links bis zu einem Sims, von dem aus weitere 40 m bis zum Ausstieg auf eine breite Hauptplattform führen.
R6–R7: — Traversieren auf Simsen nach links ist nicht schwierig (60 m) — durch blockige Felsen Aufstieg auf einen Sattel des Ostgrates.
R7–R8: — auf einem sehr steilen Aufschwung des Grates (im unteren Teil fast senkrecht) drei Seillängen mit sorgfältiger Sicherung — dann auf dem Grat gleichzeitig zum Gipfelturm.
Vom Gipfel des Österreichischen Komsomol gibt es drei Varianten des Abstiegs auf den Belalakaja-Gletscher:
- Auf dem Ostgrat zum Übergang Chchalta-dzych, 3B Schwierigkeitskategorie.
- Auf dem Südgrat, Traversieren nach links durch eine grüne Konsole und Aufstieg zum Übergang Chchalta-den-ch, ungefähr 3 km, Schwierigkeitskategorie.
- Traversieren zum Gipfel des Deutschen Komsomol und weiter auf dem Grat in Richtung des Punktes Kap, mit Abstieg auf den Gletscher, 3A Schwierigkeitskategorie. Der Weg (3) war G. Starikov gut bekannt, der ihn eine Woche zuvor begangen hatte, daher nutzte die Gruppe diesen Weg und benötigte 5,5 Gehstunden bis zu den Beobachtern am Gletscher.
Besonderheiten der Route: — trocken, felsig, sehr steil — es ist notwendig, dass alle Teilnehmer in Gamaschen klettern, um die schwierigen Abschnitte sicher zu passieren — Sicherung durch Haken und Schlingen an Vorsprüngen mehrfach.
Es ist zu beachten, dass die Erstbegehung von einem "Doppel" durchgeführt wurde. Mögliche Übernachtungsplätze in den Punkten R5, R7, siehe Foto 2, 3.
Fazit zur Route.
Das Gruppenmitglied E. Stepanov, der zuvor die Route der 5A Schwierigkeitskategorie auf den West-Dombaj vom Übergang aus begangen hatte, bewertet die Erstbegehung als steil, anstrengend, etwas schwieriger als Dombaj. Insgesamt bewertet die Gruppe die Route als 4B Schwierigkeitskategorie nach technischer Schwierigkeit, Höhenunterschied und Länge; vergleichbar mit dem Hauptkamm Amanus an der Südwand (Konsole) 4B Schwierigkeitskategorie, West-Dombaj vom Übergang 5A Schwierigkeitskategorie, schwieriger als der Punkt Komsomol an der Ostwand 4A (4B), West-Dombaj auf dem 3. Grat (Sasorova) 4B Schwierigkeitskategorie u.a.
Ausrüstung für ein Doppel.
| Gegenstand | Anzahl |
|---|---|
| Seil Haupt- (12 mm) 40 m | 1 |
| Reepschnur 40 m | 1 |
| Eispickel und Eispickel | 2 |
| Fels-Hammer | 1 |
| Haken | 15 |
| Eis- (VCSPS) | 2 |
| Zelt-Zdarka | 1 |
| Primuskocher Febus | 1 |
| Benzin 1 l | |
| Daunenjacken und -hosen | 2 Komplette |
| Gamaschen | 2 Paare |
| Funkgerät Vitalka | 1 |
| Med.-Ausrüstung Komplett | nicht verwendet |
| Elektr. Taschenlampe | nicht verwendet |
| Schlingen aus Hauptseil | 4 Stück |
| Klemmkeile | 2 Stück |
Tabelle 1. Beschreibung der Route.
| Datum | Abschnitt | Steilheit | Länge, m | Charakter des Reliefs | Zeit, Std. | Schwierigkeitskategorie des Abschnitts | Wetterlage | Felsbolzen | Sonstige Ausrüstung für die Sicherung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5. August 1976 | Zugang und Beobachtung der Route | 3,5 | auf Pfaden, Moränen | ||||||
| 6. August 1976 | Gletscher mit verdeckten Spalten | 1,5 | Firn | ||||||
| 6. August 1976 | R0–R1 | bis 30° | 200 | Schneehang mit Bergschrund | 1,0 | 1 | Firn | Sicherung durch Eispickel | |
| 6. August 1976 | R1–R2 | 60° | 360 | Felsgrat | 2,5 | 4 | monolithisch | 7 | |
| 6. August 1976 | R2–R3 | 60° | 240 | Felsgrat bis zum Sims | 1,5 | 4 | — | 3 | |
| 6. August 1976 | R3–R4 | 60° | 120 | Felsnadel bis zum Schulter | 1,0 | 2 | — | 5 | |
| 6. August 1976 | R4–R5 | 60° | 140 | Felsenwand, Umgehung auf dem Sims | 2,0 | 4 | unsichere Abschnitte | 6 | |
| 6. August 1976 | R5–R6 | 90–80° | 80 | Felsen, innere Ecke, nass | 1,0 | 4 | solide | 5 | |
| 6. August 1976 | R6–R7 | 20–55° | 55 | Fels, Sims nach links aufwärts | 0,5 | 2 | Felsen | 2 | |
| 6. August 1976 | R7–R8 | 45° | 160 | Felsgrat-Aufschwung bis zum Gipfel | 1,0 | 3 | monolithisch | 2 | |
| 6. August 1976 | Gesamt | 60° | 1355 | Nordost-Felsgrat links | 12 | 4Б | monolithisch | 30 | 25 Schlingen |
| 7. August 1976 | Über den Abstieg — siehe Beschreibung | 5,5 | 3 | 4 Schlingen durch Eispickel | |||||
| 7. August 1976 | Rückkehr ins Alplager "Dombaj" | 3,0 | — |
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