Erstbegehung auf den Gipfel des "Österreichischen Komsomol" (3600 m) über den Chalta-Dzых-Pass von Süden über den Ostgrat, ungefähr 4A Kat. sl. Dombai, Juli 1969, Alplager "Krasnaja Swesda"

Foto № 1

Panorama der Gipfel vom Belalakai-Gletscher. Von rechts nach links: Pik "Kap"; Pik "Deutscher Komsomol"; Pik "Österreichischer Komsomol". (September)

Foto № 2

Blick vom Belalakai-Gletscher auf den Chalta-Dzых-Pass (September).

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Schema № 1

des Gebiets des Gipfels "Österreichischer Komsomol"img-1.jpeg "M" - Verbindung zwischen dem Pik "Österreichischer Komsomol" und seinem südöstlichen Gipfel - Pik Festiwalny.

In Dombai, gegenüber dem Alpinistenlager "Alibek", sind der Wasserfall und die "Widderstirnen" der sogenannten Belalakai-Schlucht gut sichtbar. Vom Belalakai-Gletscher aus beginnen klassifizierte Routen: 4A Kat. sl. auf Belalakai über die NW-Wand; 3A Kat. sl. - Traversierung von der Verbindung zwischen Pik "Kap" und den Gipfeln "Deutscher Komsomol" und "Österreichischer Komsomol". Häufig führen Ausbildungsgruppen der Alplager von Dombai Trainingsaufstiege auf den Pik "Kap" durch (1B Kat. sl., nicht klassifiziert).

Die beschriebene Begehung erfolgte über den Chalta-Dzых-Pass.

I. Über den Fluss Alibek gibt es eine Hängebrücke, sie befindet sich unterhalb des Alibek-Lagers. Der Weg dorthin beginnt bei der kürzlich erbauten "Schaschlitschny". Weiter in Richtung der Belalakai-Schlucht führt ein markierter Wanderweg bis zum Wasserfall (vom Alibek-Lager - 40 Min.). Dann verläuft der Weg durch die sehr bewachsene rechte (in Laufrichtung) Seite der Schlucht und umrundet die "Widderstirnen". Oberhalb der Waldgrenze führt der Weg über Felsen, die eine aufmerksame Überwindung erfordern. Hier führen die Alpinisten des Alibek-Lagers häufig Ausbildungslager durch. Weiter ist der Weg gut sichtbar und führt zum Biwak. Vom Wasserfall aus - 50 Min.

Vom Biwak aus 5 Min. nach links oben auf einem schwach sichtbaren Weg. Hier muss man den Fluss auf die linke Seite überqueren.

Übergang über den Fluss:

  • Bis etwa Juli ist er von Schnee bedeckt, aber man muss vorsichtig und aufmerksam hinübergehen, mit Versicherung.
  • In der späten Sommerzeit muss man über den Felsenstecken am Anfang der Schlucht, etwa 100 m unterhalb der Schneebrücke, ebenfalls mit Versicherung, hinübergehen.

Nach der Überquerung des Flusses:

  • Nach links oben auf den grasbewachsenen Hang (es gibt einen Weg) auf die linke Moräne steigen.
  • Auf dem Grat der Moräne weitergehen und auf den Belalakai-Gletscher, auf dessen gleichmäßige Oberfläche, hinausgehen.

Vom Biwak aus - 55 Min.

In den Oberläufen des Gletschers ist der Chalta-Dzых-Pass sichtbar. Es ist besser, nicht über die mittlere Moräne, sondern den Gletscher nach rechts hin zu überschreiten und auf dem ebenen Eis bis zum Ende der Moräne zu gehen.

Den Weg zum Aufstieg auf den Pass muss man noch vom Gletscher aus überblicken. Der Aufstieg verläuft ungefähr so:

  • Von Beginn des Aufstiegs 150 m aufwärts, dann 150 m nach links aufwärts bis zum Bergschrund unter einer großen Felseninsel.
  • Den Bergschrund überqueren und die Insel rechts umrunden.
  • Direkt aufwärts auf dem Schneehang mit einer Steilheit von 45° rechts von fünf Felseninseln - bis zum Pass.
  • Gesamter Aufstieg: sechs Seile zu je 40 m.

Es ist sinnvoll, den gesamten Aufstieg auf den Pass in Steigeisen durchzuführen: der Schnee ist dicht, besonders nach dem Bergschrund. Vom Ende der mittleren Moräne bis zum Pass - 2 Std. Unsere Gruppe, die um 4:15 Uhr morgens aus dem Lager "Krasnaja Swesda" aufgebrochen war, erreichte den Pass um 11:40 Uhr.

img-2.jpeg Am selben Tag führte das Duo Starikow - Jegorow von 16:15 bis 20:20 eine Erkundung des Beginns des Aufstiegsweges auf den Gipfel des "Österreichischen Komsomol" unter Umgehung der Bastionen seines SO-Gipfels - Pik Festiwalny durch. Es wurde ein Ausgang auf einen nicht deutlich ausgeprägten Bastion gefunden, über den man voraussichtlich unter die Südwand des "Österreichischen Komsomol" aufsteigen konnte (nach Rücksprache im Lager mit Teilnehmern der Gruppe von W. Kuraksin).

II. 18. Juli 1969. Wir brachen um 4:15 Uhr morgens von der Übernachtung auf dem Chalta-Dzых-Pass auf. Vom Pass aus in Seilschaften nach rechts abwärts auf dem mittleren Geröll bis zu einem großen Schneefeld. Auf diesem abwärts in das Felsentor (Achtung! - Steinschlag von den Hängen des Süd-Bastions). Weiter abwärts nach rechts, wobei schneebedeckte und Geröll-"Halstücher" überquert werden (Abb. 1).

Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird im Süd-Bastion ein rundes Felsfenster - ein "Ohr" - gut sichtbar sein. Die Richtung auf dieses halten. Auf dem Schnee, etwas unterhalb des "Ohrs", auf Fels- und Grasbänke hinausgehen und auf diesen zum "Ohr" - 100 m - aufsteigen. Vom Pass aus - 40 Min. Von hier aus ist der Fels- und Gras-Unterbau des nicht deutlich ausgeprägten Bastions des "Österreichischen Komsomol" sichtbar.

Von der Verbindung beim "Ohr" abwärts auf den Schnee - 30 m. Auf dem Schnee abwärts nach rechts zur äußersten Spitze des Bastions-I. An dieser Stelle muss man aufwärts nach links den Eisgraben und die Rinne überqueren. Achtung! - Steinfallgefährdete Stelle. Dann auf nicht langen Firnaufstiegen und einfachen Felsen auf den Grat des nicht deutlich ausgeprägten Bastions - 100 m - hinausgehen. Beim Aufstieg aufwärts (teilweise abwechselnde Sicherung) bis auf die Höhe des "Ohrs" wird man einen Bach und eine gute Plattform für ein Biwak antreffen.

Weiter führt der Weg ständig aufwärts auf dem Grat. Man trifft auf Wände bis zu 10 m; Sicherung über Vorsprünge. Links und rechts - Schneerinnen, in denen häufig Steine poltern. Auf dem oberen Abschnitt des Bastions: Schneegrate, Felseninseln. Die letzte Felseninsel (locker) - direkt unter der Wand. Auf ihr ein Kontroll-Tour mit einer Nachricht. Hier waren wir um 9:30 Uhr.

Weiter auf dem Schnee nach rechts aufwärts zur Verbindung "M" entlang der Felsen (links) - 3 Seile. Beim Ausgang auf die Verbindung selbst sind vereiste Felsen möglich - 15 m. Von dieser Verbindung aus ist unten der Chalta-Dzых-Pass sichtbar, zwei "Gendarmen" - Federn zum Pik Festiwalny. Von der Verbindung "M" bis zum Gipfel des "Österreichischen Komsomol" - 6 Seile zu je 40 m (siehe Abb. 2). Der gesamte Grat ist felsig, steil (Foto 2), mit Abschnitten schwieriger Kletterei. Frei liegende Steine gibt es fast keine. Sicherung durch Haken - die ersten 120 m.

Zunächst links vom Grat aufwärts auf der Wand 20 m, dann den Grat nach rechts überqueren und auf den Kamin-Spalt zu bewegen. Weiter aufwärts auf dem Grat bis zu einer Bank rechts. Zu Beginn des dritten Seils - ein überhängender Abschnitt von 3 m. Weiter aufwärts auf dem Grat, Sicherung über Vorsprünge, abwechselndes Gehen - zum Tour auf dem Gipfel. Wir erreichten den Gipfel um 13:30 Uhr. Stiegen auf dem Aufstiegsweg zum Chalta-Dzых-Pass ab und erreichten diesen um 19:30 Uhr.

III. Der Aufstieg vom Pass auf den Gipfel dauerte über 9 Std. Es wurden 9 Fels-Haken eingeschlagen. Ab etwa 10:00 Uhr zog von unten Nebel auf, die Sicht war begrenzt. Wir stiegen im Nebel bis zum Pass 6 Std. ab. Die Route ist kombiniert, ausreichend interessant, entspricht voll der 4A Kat. sl., nach Meinung der Teilnehmer des Aufstiegs (5 Personen), was auf der Besprechung im Lager bestätigt wurde. Natürlich wäre es logischer gewesen, einen Ausgang auf die Verbindung "M" direkt vom Pass aus zu finden.

Der gesamte Aufstiegsweg wurde fotografiert, aber durch einen unglaublichen Zufall ging der Film im Lager in den folgenden Arbeits-Schichten verloren. 19. Juli 1969. Der Abstieg vom Chalta-Dzых-Pass auf dem Aufstiegsweg zum Gletscher und weiter abwärts durch die Schlucht ins Lager "Krasnaja Swesda" dauerte 4 Std. 30 Min.

Beschreibung zusammengestellt von: G. Starikow

  • Starikow G.A. - Leiter, jüngerer Ing.
  • Teplow N.E. - Praktikant
  • Strena A.W. - jüngerer Ing.
  • Petjak N.W.
  • Jegorow G.B. - Praktikant

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

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