Pass für die Bergtour

  1. Kategorie: Fels
  2. Westkaukasus, Archyz, Tal des Flusses Psyš.
  3. Tokmak (3438 m). Über den Südhang und die Südwand
  4. Vorgeschlagen wird die 4A Kategorie, Erstbegehung
  5. Höhendifferenz: 1318 m. Felsiger Teil 390 m.

Länge der Abschnitte mit der 5.–6. Kategorie: 40 m. Durchschnittliche Steilheit des Schlüsselteils der Route 80–85°. Gesamte Route 35–45°. Länge der gesamten Route (Felsanteil) 1075 m.

  1. Haken, die auf der Route hinterlassen wurden: 6 Stück Felshaken.
  2. Arbeitsstunden der Gruppe: neun hinauf, fünf hinab.
  3. Leiter: Pëtr Aleksandrovich Plotnikov 1. Sportkategorie.
  4. Trainer: Igor' Nikolaevič Zolotarev. 1. Sportkategorie, Instrukteur 1. Kategorie.
  5. Aufbruch zur Route: 6:40 Uhr am 11. September 2001.

Erreichen des Gipfels — 15:20 Uhr. Rückkehr ins Basislager — 20:40 Uhr. Westkaukasus. Archyz. Karte des Gebiets, Zufahrtsweg und Aufstiegsroute zum Gipfel Tokmak. img-0.jpeg

Bis zur Stadt Čerkessk kann man mit dem Bus oder Zug anreisen. Von Čerkessk mit dem Bus bis zur Staniza Zelencukskaja. Von der Staniza mit dem Bus oder per Anhalter bis zum Ort Archyz. Von Archyz bis zur Grenzwache kann man mit dem Auto oder zu Fuß in 4–5 Stunden ankommen.

Von der Grenzwache:

  • Auf dem Pfad. Nach den großen Lichtungen links abbiegen und den Fluss Amanauz überqueren.
  • Die Wald- und die Mündung der Flüsse Sekertme und Psyš hinter sich lassend, auf die grüne Moräne auf der Westseite des Berges Tokmak zugehen.
  • Den Fluss Psyš überqueren und zur Moräne beim Tokmak-See aufsteigen.

Übernachtungen: Von der Grenzwache 5–6 Stunden.

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1.

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Schema der Aufstiegsroute zum Gipfel Tokmak über die Wand (4A Kategorie).

Nr. des AbschnittsLänge in MeternKategorie der SchwierigkeitSteilheit in GradHöhendifferenz in MeternZeit in Minuten
R0–R1120235–50°40–4530
R1–R2 (insgesamt)430 202 330–40°, 60–65°19050
R2–R32502Grat1540
R3–R4405–680–85°3550
R4–R540470–45°2530
R5–R632Reibung35°10–1520
R6–R7401–2 Platte4015
R7–R8452 Kouloir45°30–3520
R8–R9402 Grat5–6°515

Schema der Aufstiegsroute von der Schulter bis zum Gipfel (Turm).

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Foto №16. Gipfel Tokmak. Blick aus dem Tal des Flusses Psyš. Nordseite. Rechts der Gipfel V. Psyš. Foto: Plotnikov A. (Praktika LTL –3. Pentacon 1,8/50 46°).

Bericht über die Erstbegehung am Gipfel Tokmak (3438 m) über den Südgrat und die Südwand (4A Kategorie).

  1. September 2001, SGKP "Skif", Stadt Stavropol'. Leiter: Plotnikov A.A. (1. Sportkategorie) Parutin I.O. (1. Sportkategorie) Kolokol'nikov K.V. (2. Sportkategorie) Kacak D.V. (2. Sportkategorie)

Von den Übernachtungen am See (Höhe über dem Meeresspiegel 2120 m) entlang der linken Moräne (in Bewegungsrichtung) an der Grenze der Felsen oder direkt frontal auf den Gletscher S. Psyš zugehen (Foto №1).

Über die zentrale Zunge des Gletschers (Foto №2), im oberen Teil leicht nach links abbiegend, in die Falte des Gletschers zwischen den beiden Eisbrüchen gelangen. Vom Beginn des Gletschers bis zur Falte — 5 Seile. Perlen. Eisschrauben.

Weiter bis zum Pass — gleichzeitige Bewegung in Seilschaften:

  • Durch die Falte nach rechts-oben 80–100 m bis zum ebenen Eisfeld.
  • Von hier aus nach links-oben, in Richtung auf den Kouloir der Westwand des Gipfels Tokmak haltend, steiler Anstieg 150–200 m.
  • Weiter die linke Seite des Gletschers entlang (Foto №3), aber nicht nahe an die Wand herantretend (Steine!), unter den Pass Tokmak gelangen.
  • Unter dem Pass den Eisbruch rechts umgehend (Foto №4).

Vom Zugang zum Pass aus ist die gesamte Route gut einsehbar (Foto №5).

Von den Übernachtungen bis zum Pass Tokmak (Höhe 3050 m, 2A Kategorie) — 4 Stunden. Höhengewinn — 930 m.

Abschnitt R0–R1. Vom Pass Tokmak frontal durch den Gendarmen hindurch, etwa 120 m (Foto №7). Auf die Schulter zwischen dem Gendarmen und dem Hang des Südgrates gelangen.

Klettern mittlerer Schwierigkeit, mit kurzen, ziemlich steilen Abschnitten. Sicherung über Felsvorsprünge. Abwechselndes Klettern.

  • Vom Pass Tokmak (3050 m) bis zur Schulter des Gendarmen Höhenunterschied 40–50 m.
  • Zeitaufwand — 30 Minuten.

Abschnitt R1–R2 (Foto №6). Von der Schulter aus zwei steile Wände 70–80°, je 6–7 m, werden über Spalten passiert. Klettern mittel (III+).

Nach den Wänden:

  • 300 m auf breitem Schutthang aufsteigen, leicht nach links abbiegend;
  • Auf eine breite (5–10 m) Platte gelangen;
  • Nach links abbiegen und etwa 100 m gehen.

Von hier aus:

  • Direkt aufwärts zum deutlich ausgeprägten Einschnitt im Grat gehen;
  • Nach 40 m — Wand (Foto №8);
  • Über die schrägen Platten der Wand (III–IV) auf einer Länge von 15–20 m bis zum Grat klettern.

Besonderheiten des Kletterns:

  • Abwechselndes Klettern;
  • Am letzten Abschnitt — Sicherung.

Kenndaten des Abschnitts:

  • Höhenunterschied von der Schulter bis zum Grat — 190 m;
  • Zeitaufwand — 50 Minuten.

Abschnitt R2–R3 (Foto №5). Über den Grat (250 m) zur Südwand gelangen (Foto №9). Der Grat ist stark zerklüftet. Gleichzeitiges Klettern. Sicherung an Felsvorsprüngen.

Höhenunterschied: 15 m. Zeitaufwand: 40 Minuten.

Abschnitt R3–R4 (Foto №9). Von der Schulter direkt aufwärts an der Wand — schwieriges Klettern 4–5 m — Haken (Foto №10). Vom Haken 3–4 m aufwärts bis zu einem undeutlich ausgeprägten Absatz, der schräg nach links-oben führt und von unten durch eine steile Wand begrenzt wird (Foto №11). 2–3 m über den Absatz. Haken. Klettern fortsetzen. Schwieriges Klettern, auf Gleichgewicht (Kategorie 5B). Die Füße stehen gut. Der Fels auf der Höhe der Hände ist sehr karg. Nach 5–6 m — Haken. Weiter über den Absatz 6 m bis zum nächsten Haken. Von hier aus direkt aufwärts über einen undeutlich ausgeprägten Innenwinkel — sehr schwieriges Klettern (Kategorie 5B–6A) 8 m. Anwendung von ITO möglich. Weiter wird die Wand etwas flacher, und es erscheint Felsrelief. Aufwärts weiterklettern. Nach 10 m schwierigen Kletterns — Standplatz. Höhenunterschied 35 m. Zeitaufwand — 50 Minuten.

Abschnitt R4–R5. Der Falllinie des Wassers folgend, auf eine geneigte, glatte Platte (60–45°) ohne Relief gelangen (Foto №12). Klettern auf Reibung. Zu einer zwei Meter hohen Wand gelangen, an deren Fuß eine gute Spalte für die Einrichtung eines Standplatzes vorhanden ist. Standplatz auf einem Block. Höhenunterschied 25 m. Zeitaufwand 30 Minuten.

Abschnitt R5–R6. Über eine schräge Platte nach rechts auf die zwei Meter hohe Wand aufsteigen. Weiter direkt aufwärts über eine ähnliche Platte (45–35°), ohne Relief, 30 m bis zu einer überhängenden Wand, Höhe 5–6 m. Standplatz auf einem großen Felsblock.

  • Höhenunterschied: 10–15 m
  • Zeitaufwand: 30 Minuten

Abschnitt R6–R7. Entlang der Wand nach rechts über eine geneigte Platte 40 m bis zu einem stark zerfallenen, undeutlich ausgeprägten Kouloir, das aufwärts führt. Gleichzeitiges Klettern. Zeitaufwand 15 Minuten.

Abschnitt R7–R8 (Foto №13). Über den Kouloir 40 m aufwärts, auf den Vorgipfelgrat gelangen.

  • Höhenunterschied: 30–35 m
  • Zeitaufwand: 20 Minuten

Abschnitt R8–R9 (Foto №14). Über den Grat nach links 40 m bis zum Gipfel Tokmak. Turm.

  • Höhenunterschied: 5 m
  • Zeitaufwand: 15 Minuten

Der Aufstieg vom Pass bis zum Gipfel dauerte 4 Stunden 30 Minuten. Gesamte Aufstiegszeit — 9 Stunden. Abstieg auf dem Aufstiegsweg. Abstieg vom Gipfel bis zu den Übernachtungen am Tokmak-See — 5 Stunden. Die Gesamtdauer der Route mit Abstieg betrug 14 Stunden.

Mögliche Übernachtungsplätze:

  • Pass Tokmak (3050 m)
  • Schulter unter der Hauptwand (1 Zelt)

Verwendetes Material:

  • 4 Paar Steigeisen
  • 2 Eispickel
  • 2 Eispickel
  • 5 Eisschrauben
  • 2 Seile
  • Felshaken — 8 Stück
  • Schienen — 5 Stück
  • Satz Friends
  • Abseilösen
  • 3 Jumars
  • 4 Abseilgeräte (Achter)
  • Felsenhämmer
  • Kletterstiefel.

Empfehlungen: Für den Aufenthalt in der Grenzregion ist erforderlich:

  • Eine Genehmigung einzuholen (Personalausweis mitführen)
  • Sich an die Grenztruppen in der Stadt Čerkessk oder an den Kommandanten der Grenzwache im Ort Archyz (Touristenbasis "Alanija") wenden.

Die Route wird für gut trainierte und eingespielte Gruppen von 4–6 Personen empfohlen.

Für die Begehung der Wand sind Kletterstiefel oder spezielle Schuhe erforderlich. Bei schlechtem Wetter (Schnee, Regen) wird von der Begehung der Route abgeraten.

Nach den Erfahrungen der Gipfelbesteigungen der 4. Kategorie hält der Leiter:

  • Die Schlüsselstelle der Route ist vergleichbar mit den beiden letzten Seilen der Route 4B Kategorie MNR Ju-3 über das Südost-Grat ("Konfektka").
  • Die Wand des Gipfels Tokmak ist 5–7° steiler.
  • Eine ähnliche Steilheit hat der Gipfel Stal', Südwand, aber das Klettern dort ist einfacher und die Wand nicht so monolithisch.
  • Man kann auch die Route 4B auf den Gipfel Lacga, drittes Seil, das zum Kontrollturm führt, zum Vergleich heranziehen, aber auch diese ist etwas einfacher.

Beobachtungsgruppe:

  1. Krapivin S.V. (1. Sportkategorie),
  2. Zolotarev I.N. (1. Sportkategorie),
  3. Vdovin O.A. (2. Sportkategorie),
  4. Epanešnikov A.Ju. (2. Sportkategorie).

Trainer der Gruppe: Zolotarev I.N. (Urkunde 512)

Am 22. September 2001 erreichte eine Gruppe von Alpinisten des SGKP "Skif" den Gipfel Tokmak, Leiter: Krapivin S.V. 1. Sportkategorie, Instrukteur III. Kategorie, Urkunde 517. Zolotarev I.N. 1. Sportkategorie, Instrukteur III. Kategorie, Urkunde 512. Rudeško S.I. 2. Sportkategorie. Nikitaś S.S. 2. Sportkategorie.

Sie nahmen die Nachricht der Gruppe unter der Leitung von Plotnikov A.A. vom Gipfel mit und bewerteten die Route als 4A Kategorie.

Vorsitzender des Rates des SGKP "Skif" V.A. Maračev img-6.jpeg

Foto №1. Blick von der linken Moräne auf den Gletscher S.Psyš, den Pass Tokmak, den Gipfel Tokmak (links) und den Gipfel V.Psyš (rechts). Plotnikov Aleksandr (Lomo-kompakt). img-7.jpeg

Foto №2. Zentraler Gletscherzunge. Übernachtungen am Tokmak-See. Mittlere Steilheit 35–50°. Plotnikov Aleksandr (Lomo-kompakt). img-8.jpeg

Foto №5. Gesamtansicht auf den Pass Tokmak, den Südgrat und den Turm mit der Südwand des Gipfels Tokmak. Aufgenommen 10 Minuten vom Pass entfernt am 11. September 2001. Plotnikov Aleksandr (Lomo-kompakt). img-9.jpeg

Foto №6. Gesamtansicht auf den Pass Tokmak, den Gendarmen und den Hang des Südgrates. Aufgenommen 15 Minuten vom Pass entfernt.

Plotnikov Aleksandr (Lomo-kompakt).

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Foto №9. Abschnitt R2–R3. Grat und unterer Teil der Südwand des Gipfels. Links — Gipfel Pšiš.

Plotnikov Aleksandr (Lomo-kompakt).

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Foto №10. Abschnitt R3–R4. Unterer Teil der Wand. Fassadenansicht. Foto: Kolokol'nikov K. („Zenit ET“, „Helios 44/2“). img-12.jpeg

Foto №11. Abschnitt R3–R4. Undeutlich ausgeprägter Absatz, links durch eine Wand begrenzt. Seitenansicht der Wand. Foto: Kolokol'nikov K. („Zenit ET“, „Helios 44/2“). img-13.jpeg

Foto №12. Abschnitt R4–R5. Platte ohne Relief und Südgrat. Aufgenommen vom Standplatz unter der zwei Meter hohen Wand. Plotnikov Aleksandr („Lomo-kompakt“).

Angehängte Dateien

Quellen

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