Be­richt über die Erst­be­geh­ung des Tra­vers v. 3150 (Kель) — v. 3200 — v. 3243 (Кель­ба­ши) über die O-Wand und den O-Grat

Ori­en­tie­rend — 3B Kat. Schwierigkeitsgrad. Durchgeführt von der Al­pi­nis­ten­grup­pe des A/K "Usch­ba" am 8. August 2010 unter der Leitung von Dmitri Anatoljewitsch Ljublin­ski.

Adresse: Russland, Stadt Saratow, ul. Chimitscheskaja, Haus 7, Wohnung 154, Tel. (8452) 911 633, +7 927 109 21 10

Pass­port der Be­stei­gung

  1. Klasse der Be­stei­gung: kom­bi­niert
  2. Ge­biet der Be­stei­gung: Kau­kasus: So­fia-Tal
  3. Gip­fel, Route: v. 3150 (Kель) — v. 3200 — v. 3243 (Кель­ба­ши) über die O-Wand und den O-Grat
  4. Vor­ge­se­hene Kat. Schwierigkeitsgrad: 3B Sk.: p/p
  5. Cha­rak­te­ris­tik der Route:

Hö­hen­dif­fe­renz — ca. 270 m, Län­ge der Route — ca. 1615 m, Län­ge der Ab­schnit­te: 2 Kat. Schwierigkeitsgrad — 870 m, 3 Kat. Schwierigkeitsgrad — 200 m, 4 Kat. Schwierigkeitsgrad — 135 m, 5 Kat. Schwierigkeitsgrad — 30 m, durch­schnitt­li­che Steil­heit des Haupt­teils der Route — 45°

  1. Ge­schla­ge­ne Haken: 0 Stück, ge­leg­te "Chocks" — 12, "Friends" — 8
  2. An­zahl der Geh­stun­den / Tage: 10 / 1
  3. An­zahl der Über­nach­tun­gen: 1 — auf dem Biwak
  4. Lei­ter: Ljublin­ski D.A. — 1. sport­li­che Klas­se

Teil­neh­mer:

  • Gaw­ri­low W. — 3. sport­li­che Klas­se
  • Bu­latow A. — 3. sport­li­che Klas­se
  • Luk­ja­now I. — 3. sport­li­che Klas­se

Trai­ner:

  • Schwyr­jow An­d­rej Gleb­bo­witsch — KMS
  • Or­low Ser­g­ej Ti­cho­no­witsch — KMS
  1. Aus­gang auf die Route: 8. August 2010, 5:00 Moskauer Zeit Rück­kehr auf das Biwak: 8. August 2010, 15:00 Moskauer Zeit

  2. Or­ga­ni­siert von: A/K "Usch­ba"

Be­schrei­bung des An­stiegs zur Route

Vom Basislager, das oberhalb der ehemaligen Gletscherfarm liegt, den linken Zufluss des Flusses So­fia, Fluss Ak-Airy (es gibt Brücken), in den oberen Zirkus unter dem Pass Ir­kis (Oser­ny). Hinter dem Pass — im Gebiet der Seen — der Ort des Sturm­lagers. Vom Basislager 3–4 Stunden.

Be­schrei­bung der Route

Vom Basislager am See muss man zu den schwach ausgeprägten Platten am Fuße des Berges auf­stei­gen, auf denen man nach rechts — aufwärts — gehen muss. Die Felsen hier sind brü­chig, daher ist die Si­che­rung er­schwert, das Klet­tern ist ab­wechs­lungs­reich, es gibt viele Grif­fe, aber al­les muss über­prüft wer­den.

Der Aus­gang zum Gen­dar­men "Ot­kol" — auf einer ein­fa­chen, ge­neig­ten Plat­te, am Gen­dar­men ein Kon­troll­turm. Vom Turm — nach links — aufwärts, zu ei­nem ver­ti­kalen Riss im Fels. Dies ist der Schlüssel der Route. Für die Si­che­rung sind "Chocks" und Ab­span­nun­gen er­for­der­lich, da man kei­ne Haken schla­gen kann.

Aus dem Riss klet­tern wir auf eine glat­te, nach un­ten ge­neig­te Plat­te, wo prak­tisch kei­ne Grif­fe vor­han­den sind, daher muss man sich auf die Rei­bung ver­las­sen.

Wei­ter auf den Fels­plat­ten der Wand auf­stei­gend ge­lan­gen wir zu ei­ner Fels­nase, in de­ren lin­kem Teil sich ein en­ger, feuch­ter, brü­chi­ger Riss be­fin­det. Man muss auf der lin­ken Sei­te des Ris­ses auf­stei­gen. Die Si­che­rung des Vor­klet­ters ist nur von un­ten mög­lich, da man we­gen des zer­stör­ten Re­lie­fs kei­nen Haken ein­schla­gen oder einen "Chock" ein­le­gen kann.

Nach dem Aus­gang aus dem Riss führt ein ein­fa­cher Weg auf den Gip­fel (15–20 m).

Ab­stieg:

  • zu­nächst ein we­nig nach rechts,
  • dann auf ein­fa­chen Plat­ten — auf den Sat­tel ober­halb des Glets­chers,
  • wei­ter auf­wärts zum Be­ginn des Grats in Rich­tung des Gip­fels 3200 m auf ein­fa­chen Schutt­plat­ten, wo­bei man sich an der lin­ken Sei­te (in Be­we­gungs­rich­tung) hal­ten muss. Si­che­rung an den Fels­vor­sprün­gen.

Vom Gip­fel 3200 m muss man ca. fünf Me­ter zu­rück zum Be­ginn des Grats ge­hen, der zum Gip­fel Kel­baschi führt.

Auf einer ge­neig­ten Plat­te Ab­stieg bis zum Be­ginn des "Mes­sers" mit ei­ner Län­ge von ca. 20 m (zwei­ter Schlüssel­punkt):

  • in­dem man sich mit den Hän­den an der Ober­sei­te des "Mes­sers" fest­hält, geht man auf der rech­ten Sei­te (in Be­we­gungs­rich­tung) vor­wärts,
  • un­ter den Fü­ßen sind klei­ne Grif­fe,
  • Si­che­rung an den Fels­vor­sprün­gen.

Nach dem "Mes­ser" — auf Plat­ten und Plat­t­for­men Aus­gang auf gro­ße Schutt­fel­der vor dem Auf­stieg auf den Gip­fel Kel­baschi (rechts in Be­we­gungs­rich­tung — ein Schnee­we­he mit Über­hang).

Aus­gang auf den Gip­fel Kel­baschi — auf ei­nem ein­fa­chen Schutt­grat.

Ab­stieg — auf der Route 1B auf den Kel­baschi-Gip­fel zum Pass Kara-Djasch.

Emp­feh­lun­gen

Die Route ist lo­gisch, ob­jek­tiv ge­fah­ren­los, zu je­der Jah­res­zeit be­geh­bar. Der Auf­stieg ist mit Über­nach­tun­gen an den Seen un­ter dem Gip­fel Kель be­quem.

Auf die Route nur bei gutem Wet­ter ge­hen. Der Grat­teil ist ge­fah­ren­ge­neh­det durch Blitz­schlag.

Emp­foh­len für:

  • Aus­bil­dungs­grup­pen
  • Sport­grup­pen

Aus­gang auf die Route um 5:00–6:00 Uhr an­set­zen.

Bei Ein­tritt ei­nes Not­falls ist ein Ab­stieg vom Gip­fel 3200 auf den Pass Sto­li­tsch­ny mög­lich.

Der Ab­schnitt der Route bis zum Gip­fel 3150 (Kель) ist teil­wei­se zer­stört, teil­wei­se ist die Si­che­rung an den Vor­sprün­gen pro­ble­ma­tisch, da man sie ab­bre­chen kann, an den Wän­den gibt es we­nig Grif­fe.

Der Man­schaft wer­den be­nö­tigt:

  • einen gu­ten Felsk­let­tere­r für die Be­ar­bei­tung der kom­pli­zier­tes­ten Ab­schnit­te.

Auf der Route gibt es Ris­se, die für die Ver­wen­dung von "Chocks" und "Friends" ge­eig­net sind.

Auf dem ers­ten Schlüssel kann man An­ker­haken ver­wen­den. Für an­de­re Ty­pen von "Chocks" ist die Mög­lich­keit, einen ge­eig­ne­ten Riss zu fin­den, ge­rin­ger. Auf dem Grat Si­che­rung an den Vor­sprün­gen. Bei Be­ge­hung im Früh­jahr oder Win­ter wer­den Steig­ei­sen be­nö­tigt, die al­le Mit­glie­der der Man­schaft ha­ben muss­ten. Dies wird den Tem­po der Grup­pe auf dem Schnee­teil der Route be­schleu­ni­gen. Auf den Grat­ab­schnit­ten der Route sind Über­han­ge und We­hen mög­lich, beim Durch­gang muss man sich an der lin­ken Sei­te (in Be­we­gungs­rich­tung) hal­ten. Für eine Grup­pe von 4–6 Per­so­nen wer­den 3 Sei­le zu je 50 m be­nö­tigt. Die Route wird voll­stän­dig in Stie­feln be­gan­gen, oh­ne Ver­wen­dung von Spe­zi­al-Felss­chu­hen.

Die Route kann als ers­te "Drei­er­rou­te" für "Drit­te­r-Rang"-Klet­tere­r emp­foh­len wer­den.

Ta­bel­le der Haupt­merk­ma­le der Ab­schnit­te der Be­ge­hungs­rou­te

Nr. Ab­schnittSteil­heit, GradLän­ge, mCha­rak­ter des Re­lie­fsKa­te­go­rie der SchwierigkeitSi­che­rung
R0–R180100Stei­le Fels­wand, Fels­plat­tenIII+"Chocks"
R1–R27550Stei­le Fels­wand, Fels­plat­tenIV+"Chocks"
R2–R39030Stei­le Fels­wand, in­ne­re Ecke, Riss.V-"Chocks"
R3–R41530Fels­wand, ge­neig­te Plat­ten.IV+"Chocks"
R4–R550100Fels­wand, Plat­ten, brü­chi­ger Riss.II+An den Fels
R5–R63050Fels­grat (even­tu­ell Schnee)II+An den Fels
R6–R74530Fels­grat, in­ne­re Ecke, Plat­ten.III+"Chocks" und Fels
R7–R83020Fels­grat, Schutt­plat­ten (even­tu­ell Schnee)III+"Chocks" und Fels
R8–R98010Fels­grat, in­ne­re Ecke.IV+An den Fels
R9–R1035200Fels­grat, Schutt­plat­ten (even­tu­ell Schnee)II+An den Fels
R10–R111520Fels­gratII+An den Fels
R11–R1225*50FelsII+An den Fels
Grat
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R12–R131520Fels­grat, "Mes­ser"IV+An den Fels
R13–R144020Fels­grat, Schutt­plat­ten.II+An den Fels
R14–R153550Fels­plat­ten, even­tu­ell Schnee.III+An den Fels
R15–R168025Fels­grat, Wand.IV+"Chocks" und Fels,
R16–R1720300Felsgrat, Schuttplat­ten (even­tu­ell Schnee)IIAn den Fels
R17–R181570Felsgrat, Schnee­grat (even­tu­ell We­hen)IIAn den Fels, gleich­zei­tig mit Be­we­gung
R18–R1925200Schutt­hang, Schnee­hang (even­tu­ell We­hen)IAn den Fels, gleich­zei­tig mit Be­we­gung
R19–R2015250Felsgrat, Schnee­hang, Schutt­plat­ten.I+An den Fels, in der Re­gel mit Be­we­gung

Quellen

Kommentare

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