Aufstiegspass
- Aufstiegsklasse: technisch anspruchsvoll
- Aufstiegsgebiet, Gebirgskamm: Westkaukasus, Hauptkamm des Kaukasus, Gebiet Awadchara
- Gipfel, seine Höhe, Aufstiegsroute: Gipfel Adschara, 2960 m, Route über den Südostgrat vom Pass Adschara
- Vorgesehene Schwierigkeitskategorie: 2A
- Charakterisierung der Route: Felsgrat, Höhendifferenz vom Pass zum Gipfel 350 m, mittlere Steilheit 30°
- Eingeschlagene Haken: für die Versicherung: für die Schaffung eines künstlichen Stützpunkts
| Fels- | 1 |
| Eis- | – |
| Bohr- | – |
- Anzahl der Gehstunden — 9 Std.
- Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik — Die Gruppe hatte keine Übernachtungen auf der Route, im Zirkus gibt es geeignete Plätze für die Organisation eines Biwaks.
- Nachname, Vorname und Vatersname des Gruppenleiters, der Teilnehmer und ihre sportliche Qualifikation:
- Smerechanskaja Swetlana Wladimirowna 3. Sportklasse
- Schatow Wladimir Iwanowitsch — Teilnehmer
- Tichonow Wiktor Nikolajewitsch — Teilnehmer
- Grischtschutin Sergei Sergejewitsch — Teilnehmer
- Issatschenko Leonid Iwanowitsch — Teilnehmer
- Trainer der Mannschaft: Antipin Wladimir Michailowitsch
- Datum des Routenbeginns und der Rückkehr — 4. Mai 1977
Beschreibung der Route
Vom Biwak auf dem Grat, der von der Lichtung beginnt, auf den breiten, einfachen Grat gelangen und nach dem Passieren der Senke unter die Felsformationen treten (1 Stunde). Traversieren nach links am Grat unterhalb der Felsen und auf dem steilen Schneehang — Ausgang auf die zweite Stufe des Zirkus (1 Stunde). Die breite Mulde überqueren und am Hang aufwärts gehen, links die "Widderstirnen" umgehend, bis zur nächsten Mulde. Durch sie nach rechts — Ausgang unter den Pass. Zum ersten Aufstieg auf dem breiten, steilen Schneehang, links die Felsformationen umgehend (1 Stunde). Vom Pass aus auf der rechten Seite des Grates auf den Bändern, dann auf einfachen Felsen — auf den Grat (2 Seile) unter die erste Wand. Die Wand wird im linken Teil durch die innere Ecke passiert (6–8 m, Haken für die Versicherung). Weiter aufwärts auf dem Grat und rechts auf eine horizontale Felsplattform unter der zweiten Wand. Die Wand wird rechts auf den Bändern umgangen (0,5 Seile) und auf steilen, einfachen Felsen (0,5 Seile) — auf den Grat. Der Weg auf dem Grat bis zur geneigten Platte unter dem Gendarmen. Der Gendarm wird links auf den Bändern und dem steilen Schneehang umgangen (1,5 Seile). Weiter aufwärts auf geneigten Platten (lockere Steine). Nach dem Übergang im oberen Teil in eine verschneite Rinne, auf der senkrechten Wand (2 m) — auf den Gipfel (1,5 Seile). Vom Pass bis zum Gipfel 2,5–3 Stunden.
Abstieg auf dem Aufstiegsweg mit abwechselnder Versicherung an Vorsprüngen. Auf den Wänden sportlicher Abstieg, der Letzte steigt mit unterer Versicherung ab. Vom Gipfel bis zum Pass 1,5–2 Std. Vom Pass aus Abstieg auf dem Aufstiegsweg zum Biwak.
Dauer der Route vom Verlassen des Biwaks bis zum Rückkehr zu ihm — 9 Gehstunden.

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| Datum | Bezeichnung des Abschnitts | Mittlere Steilheit, ° | Länge, m | Charakter des Reliefs | Schwierigkeit | Zustand | Wetterbedingungen | Versicherung, eingeschlagene Haken: Fels- | Versicherung, eingeschlagene Haken: Eis- | Versicherung, eingeschlagene Haken: Bohr- | Durchquerung der Teilnehmer: Fels- | Durchquerung der Teilnehmer: Eis- | Durchquerung der Teilnehmer: Bohr- |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4. Mai | R0–R1 | 25 | 70 | Felsbänder | 2 | Felsen, Monolith, aber | bedeckt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – | R1–R2 | 70 | 6 | innere Ecke der Wand | 3 | – | – | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – | R2–R3 | 25 | 90 | Felsgrat, Bänder | 2 | Grat zerstört | – | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – | R3–R4 | 60 | 35 | Bänder, Felsen mit bequemen Griffflächen | 2 | verschneite Bänder, Felsen zerstört | Nebel | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – | R4–R5 | 15 | 100 | Felsgrat | 1 | Felsen zerstört | – | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – | R5–R6 | 5 | 50 | Felsplatten, Bänder | 2 | verschneite Bänder, Felsen Monolith | bedeckt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| – | R6–R7 | 40 | 60 | Felsplatten, Wand | 2 | Felsen zerstört | – | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Verlassen des Biwaks um 3:00 Uhr. Von den Übernachtungen bis zur Rückkehr zum Biwak 9 Stunden. Übernachtung der Gruppe auf einem Biwak auf einem breiten Gratvorsprung, an der Waldgrenze.
Der Gipfel Adschara liegt im Hauptkamm des Kaukasus nordöstlich des Ritsa-Sees im Oberlauf des Flusses Laschipse. Auf den Gipfel führen drei Grate: der Nord-, West- und Südostgrat. Milde Wetterbedingungen, bequeme Zufahrtswege, vergleichsweise kurze Anstiege sowie das Vorhandensein von Klassifikationsrouten in der Umgebung machen den Gipfel aus alpinistischer Sicht interessant.
Im Tal des Flusses Awadchara, in den ehemaligen Häusern der geologischen Erkundungspartei, wurde das Basislager der Alpinade der Abchasischen Republikanischen Föderation für Alpinismus (ARFA) und der Außen-KSP der Schlucht Awadchara eingerichtet.
Von der Seite des Sanatoriums Awadchara aus ist ein logischer Weg auf den Gipfel Adschara über den Südostgrat vom Pass Adschara aus ungefähr 2. Kategorie der Schwierigkeit sichtbar.
Die Erstbegehung auf den Gipfel Adschara über den Südostgrat vom Pass Adschara aus führte die Sportgruppe der Alpinade ARFA in der Zusammensetzung durch:
- Smerechanskaja S.W. 3. Sportklasse — Leiterin
- Schatow W.I. — Teilnehmer
- Tichonow W.N. — Teilnehmer
- Grischtschutin S.S. — Teilnehmer
- Issatschenko L.I. — Teilnehmer
Die Gruppe verließ das Basislager am 3. Mai 1977 um 15:00 Uhr auf dem Weg zum Sanatorium Awadchara, dann auf der Forststraße entlang des rechten (orografisch) Ufers des Flusses Laschipse und um 18:00 Uhr kampierte sie auf einem Biwak auf einem Gratvorsprung, der zum Pass Adschara führt. Die Aufstiegsroute wurde aus dem Zirkus heraus betrachtet und fotografiert. Der Aufstieg wurde am 4. Mai 1977 in voller Besetzung bei wechselhaftem Wetter durchgeführt. Verlassen des Biwaks um 3:00 Uhr. Beim Aufstieg wurde folgende Ausrüstung verwendet:
- Persönliche Ausrüstung
- Hauptseil 2 × 40 m
- Felsenhaken 6 Stück
- Karabiner Verbrauchsmaterial 4 Stück
- Felsenhammer 2 Stück
- Zelt, Kocher (für den Fall von schlechtem Wetter)
- Funkgerät "Vitalka" 1 Stück
Beschreibung der Anstiege zur Route, Route des Aufstiegs, notwendige Schemata, Tabellen, Illustrationen sind unten angegeben.
Am 8. Mai 1977 wurde die Route unter schwierigeren Wetterbedingungen von der Sportgruppe der Alpinade ARFA in der Zusammensetzung wiederholt:
- Gorbunow M.D. — Leiter
- Gladyschew W.A.
- Semykin B.I.
- Muzykin B.W. und als Route 2B Kategorie der Schwierigkeit bewertet.
Kurze Beschreibung des Anstiegs zur Route
Vom Basislager auf der Straße abwärts bis zum Sanatorium Awadchara. Dann auf dem rechten (orografisch) Ufer des Flusses Laschipse auf der alten Forststraße, die auf einer Lichtung endet. Am Ende der Lichtung — Koschi, hinter den Koschi den Bach überqueren und auf die zweite Lichtung gelangen.
Links vom Weg ein breiter, grasbewachsener Hang, frei von Wald.
Den Hang aufwärts steigen mit dem Ausgang links auf einen breiten, waldfreien Gratvorsprung (an der Waldgrenze). Hier ist ein geeigneter Platz für eine Übernachtung. Vom Basislager bis zum Biwak 2–2,5 Std.
Kartenübersicht des Aufstiegsgebiets.
Schema der Route auf den Gipfel Adschara 2B Kategorie der Schwierigkeit. Sichtbarer Teil: ----- Unsichtbarer Teil: ......


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