Be­richt

Mann­schaft St. Pe­ters­burg

Über die Be­stei­gung des Sengis­chorr (1113,5 m)

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Route über den zentralen Kon­ter­fors der Nord­west­wand, 2A Schw.

Erst­be­ge­hung am 20. Juni 2012, St. Pe­ters­burg 2012

Pass des Auf­stiegs

  1. Ge­biet: Lowo­ser­skie Tund­ren, Tal des Flus­ses Sengis­jok, näch­ste Sek­ti­on 8.6 EKT­M 2011
  2. Berg Sengis­chorr, 1113,5 m, über den zen­tra­len Kon­ter­fors der Nord­west­wand
  3. Vor­ge­schla­ge­ne Kate­go­rie: 2A Schw., Erst­be­ge­hung
  4. Cha­rak­te­ris­tik der Rou­te: Fel­sen
  5. Hö­hen­dif­fe­renz der Rou­te: 390 m, da­von Wand­teil — 250 m

Län­ge der Rou­te: 1175 m. Mit­tlere Steil­heit: Haupt­teil der Rou­te — 50°; ge­sam­te Rou­te — 30°

  1. Hin­ter­las­sene Haken auf der Rou­te: nein
  2. Be­we­gungs­stun­den der Mann­schaft: 2,5 Std.
  3. Lei­ter: Iwa­n­o­wa-Je­fi­m­o­wa E.N., 3. Sp. Rang

Teil­neh­mer: Scha­ma­lo W.P., MS­MK

  1. Trai­ner: Ti­m­o­schen­ko T.I., MS
  2. Aus­gang auf die Rou­te aus dem Ba­sisl­ager: 20. Juni 2012, 8:00

Rou­te be­gon­nen: 20. Juni 2012, 9:00. Er­rei­chen des Gip­fels: 20. Juni 2012, 11:30. Rück­kehr ins Ba­sisl­ager: 20. Juni 2012, 13:40. Ab­stieg vom Gip­fel: über den West­grat des Sengis­ch­orr, über Schut­thal­de und Schneef­lä­chen, n/k

  1. Or­ga­ni­sa­ti­on: FA­SiL St. Pe­ters­burg

  2. Ver­ant­wort­li­cher für den Be­richt: Iwa­n­o­wa-Je­fi­m­o­wa E.N. E-Mail-Adres­se und Te­le­fon: lswm@ya.ru, 8964-325-73-92

All­ge­mei­nes Fo­to des Gip­fels Sengis­ch­orr

Rou­te über den zen­tra­len Kon­ter­fors der Nord­west­wand am 20. Juni 2012, Fo­to vom Ufer des Sen­gis­jawr, ab­s. Hö­he 724 m

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Pro­fil der Rou­te von links

Rou­te über den zen­tra­len Kon­ter­fors der Nord­west­wand am 20. Juni 2012, Fo­to von der Sei­te des Bergs Ang­wu­das­ch­orr, Hö­he ca. 1070 m

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Fo­to­pa­no­ra­ma

Rou­te über den zen­tra­len Kon­ter­fors der Nord­west­wand am 20. Juni 2012, Fo­to vom Ufer des Sen­gis­jawr, ab­s. Hö­he 724 m

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15 km Uwa­da 15 km
666.5
1120.6
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724.0
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Aus­schnitt aus dem Blatt der Kar­te Q-36-10, W­G und Q-36-9, W­G, Maß­stab 1:50 000

Über­blick über das Ge­biet

Lowo­ser­skie Tund­ren — ein nie­der­hö­he­n­des Mas­siv (höchs­ter Punkt — Berg Ang­wun­da­sch­orr, 1120,6 m), der zwei­te nach der Grö­ße auf der Kola-Hal­bins­el, ge­le­gen 150 km nörd­lich vom Po­lyar­k­reis. Im Wes­ten wird es vom Umbo­ser­see be­grenzt, im Os­ten vom Lo­wo­ser­see. Im Nord­wes­ten der Lowo­ser­skie Tund­ren be­fin­det sich im Tal des Flus­ses Il­ma­jok der Berg­bau­ort Il­ma und 6 km da­von ent­fernt der Ort Rew­da.

Die in­ter­essant­es­ten Wän­de für Be­stei­gun­gen be­fin­den sich um den Sen­gis­jawr-See, den 1. und 2. Zir­kus von Ras­lak, den Zir­kus des Rai­jawr-Sees so­wie zahl­rei­che in­ter­es­san­te Wän­de um den Sei­do­ser­see.

Die Hö­he der Wän­de er­reicht 400 m, es gibt zahl­rei­che stei­le und schwie­ri­ge Ab­schnit­te, man kann so­gar län­ge­re über­hän­gen­de Ab­schnit­te bis zu 50 m Län­ge fin­den.

Die Schwie­rig­keit ein­zel­ner Rou­ten kann bis zu 5B Schw. er­rei­chen.

Nach Ras­lak kann man vom Ort Olen­e­gorsk mit dem Au­to oder Bus­sli­ni­en­bus bis nach Rew­da gelan­gen. Wei­ter­hin hängt der op­ti­ma­le Weg zum Sen­gis­jawr-See von der Jah­res­zeit und dem Trans­port­mit­tel ab, das der Grup­pe zur Ver­fü­gung steht.

Im Win­ter sind die Zu­gän­ge sehr schwie­rig we­gen des tie­fen Schnees und kön­nen nur er­reicht wer­den:

  • auf Ski,
  • auf Schne­emo­bi­len.

Wenn die Grup­pe kei­nen ei­ge­nen Schne­emo­bil be­sitzt, soll­te man im Win­ter 2 Ta­ge für den Über­gang von Rew­da zum Sen­gis­jawr-See ein­pla­nen.

Im Som­mer kann man mit ei­nem PKW bis zum ver­las­se­nen Kom­bi­nat in der Nä­he des Umbo­ser­sees fah­ren und von dort auf ei­ner sehr schlech­ten Stra­ße in 4–5 Stun­den bis zum Sen­gis­jawr-See gelan­gen. Mit ei­nem Jeep oder LKW kann man noch nä­her, prak­tisch bis zum See selbst, gelan­gen.

Das Ba­sisl­ager kann am Ufer des Sen­gis­jawr-Sees auf­ge­schla­gen wer­den. Die bes­te Zeit für Be­stei­gun­gen in die­sem Ge­biet ist von Juli bis Sep­tem­ber. Man soll­te be­den­ken, dass der Wald im Tal des Flus­ses Azi­mut in der Nä­he des ver­las­se­nen Kom­bi­nats en­det und am Ufer des Sen­gis­jawr-Sees kei­ne Bäu­me oder Brenn­holz vor­han­den sind.

Sche­ma der Rou­te

Nr. des Ab­schnit­tesLän­geSteil­heitCha­rak­ter des Re­li­efsKa­te­go­rie der Schwie­rig­keitAn­zahl der Ha­ken
R110025klei­ne und mitt­le­re Schut­thal­de, es gibt Schneef­lä­chenH/K-
R220030klei­ne und mitt­le­re Schut­thal­deH/K-
R35040mitt­le­re Schut­thal­de und Fel­senH/K-
R45045Fel­sen bis zum GratII-
R54045Fel­sen am GratII-
R61055Fel­senIII1
R73045Fel­senII-
R84060Fel­senIII2
R92040Ab­satzII-
R101560Fel­senIII2
R117030Ab­satzI-
R127020mitt­le­re Schut­thal­de (hin­ter der Ecke)I-
R135040nach rechts über Fel­senII-
R143020über den GratI–II-
R1540010Auf­stieg auf das Pla­te­au — zu Fuß zum Gip­felн/к-
R16Ab­stieg vom Nord­grat des Sengis­ch­orr über Schneef­lä­che und Schut­thal­de (н/к)

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Tech­ni­sche Fo­to­gra­fie der Rou­te

Rou­te über den zen­tra­len Kon­ter­fors der Nord­west­wand am 20. Juni 2012

Fo­to vom Ufer des Sen­gis­jawr-Sees, ab­s. Hö­he 724 m

Be­schrei­bung des Auf­stiegs

Die Grup­pe brach am 20. Au­gust 1953 um 8:00 Uhr aus dem Ba­sisl­ager auf, das in der Nä­he des Sen­gis­jawr-Sees auf­ge­schla­gen wor­den war. Das Wet­ter war ne­blig, aber wir hoff­ten, ein "Fen­ster" zu er­wi­schen, wenn die Wol­ken aus dem Zir­kus auf­stie­gen und die Wand sicht­bar wür­de. Als wir uns dem See nä­her­ten, trat ge­nau das ein. Wir gin­gen über die Schut­thal­de auf­wärts vom See und be­gan­nen den Auf­stieg an der Wand. Die gan­ze Rou­te über nutz­ten wir wech­seln­de Si­che­rung. Die Rou­te ist re­la­tiv gleich­mä­ßig schwie­rig, man kann im­mer be­que­me Hal­te­punk­te für die Si­che­rung fin­den.

Die Schlüs­sel­ab­schnit­te sind die Fel­sen, die auf den Fo­tos mar­kiert sind:

  • R6
  • R9
  • R12

Die­se Fel­sen ha­ben die III. Schw. und eine mitt­le­re Steil­heit von ca. 60°.

Nach dem Er­klim­men des Pla­te­aus muss man noch 400 m in süd­west­li­cher Rich­tung bis zum Gip­fel ge­hen — ei­ne her­vor­ra­gen­de Grup­pe von Fel­sen, auf der ei­ne Nach­richt hin­ter­las­sen wur­de.

Wir stie­gen über den Hang des­sel­ben Zir­kus zum See ab, in­dem wir die Fel­sen wei­ter süd­lich um­gin­gen.

Die Rich­tung der Be­we­gung auf der Rou­te ist ein­deu­tig. Ge­fahr geht nur von ei­ni­gen "lo­sen" Stei­nen aus.

Es ist mög­lich, die ers­ten Ab­schnit­te rechts über die Rinne zu ge­hen. Dann wer­den bei vor­han­de­nem fes­tem Firn (im Juni und An­fang Juli) Steig­ei­sen er­for­der­lich und die Rou­te wird kom­bi­niert.

Insgesamt wird die Schwie­rig­keit auf 2A Schw. ge­schätzt.

Rou­te über den zen­tra­len Kon­ter­fors der Nord­west­wand, 20. Juni 2012, Sengis­ch­orr, Fo­to vom Ufer

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Fo­to­il­lus­tra­ti­on des Be­richts

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Fel­sen R6img-9.jpeg

Fel­sen R9img-10.jpeg

Ab­satz vor den Fel­sen R12img-11.jpeg

Scha­ma­lo W. Un­weit des Gip­fels

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

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