Be­richt

Mann­schaf­ten aus St. Pe­ters­burg

Über die Be­stei­gung des g. Ang­wun­da­schorr, 1120 m

Route über die li. Kan­te der S-Wand, 2B Kat. der Schwierig­keit, Erst­be­ge­hung

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St. Pe­ters­burg

2012

Pass des Auf­stiegs

  1. Ge­biet: Lov­o­zer­skie Tun­dren, Tal des Flusses Seng­is­jok, näch­ster Ab­schnitt 8.6 EКTM 2011
  2. g. Ang­wun­da­schorr 1120,6 m, über die li. Kan­te der S-Wand
  3. Vor­ge­schla­gen — 2B Kat. der Schwierig­keit, Erst­be­ge­hung
  4. Cha­rak­ter der Route — Fel­sen­route
  5. Hö­hen­dif­fe­renz der Route: 400 m, da­von Wand­teil — 270 m

Län­ge der Route: 1100 m. Mitt­le­re Nei­gung: Haupt­teil der Route — 55°; ge­sam­te Route — 30°

  1. "Bäch­leins" auf der Route zu­rück­ge­las­sen: nein
  2. Ge­hen­de Stun­den der Mann­schaft: 2 Std. 20 Min.
  3. Lei­ter: Iwa­nowa-Je­fi­mo­wa E.N., 3. Sport­klas­se

Teil­neh­mer: Scha­ma­lo W.P., Meis­ter­schafts­sport­ler

  1. Trai­ner: Ti­mo­schen­ko T.I., Meis­ter des Sports
  2. Aus­gang auf die Route aus dem Ba­sis­la­ger: 21. Juni 2012, 12:00 Uhr

Route be­gon­nen: 21. Juni 2012, 13:40 Uhr. Er­rei­chung des Gip­fels: 21. Juni 2012, 16:00 Uhr. Rück­kehr ins Ba­sis­la­ger: 21. Juni 2012, 18:00 Uhr. Ab­stieg vom Gip­fel: über den west­li­chen Aus­läu­fer des Ang­wun­da­schorr, über Schutt und Schneefel­der, n/k

  1. Or­ga­ni­sa­ti­on: FA­SiL St. Pe­ters­burg

  2. Ver­ant­wort­li­cher für den Be­richt: Iwa­nowa-Je­fi­mo­wa E.N. E-Mail-Adres­se und Te­le­fon: lswm@ya.ru, 8964-325-73-92img-1.jpeg

All­ge­mei­nes Fo­to des Gip­fels von Ang­wun­da­schorr

Route über die li. Kan­te der S-Wand

  • 21.06.12
  • Fo­to vom Ufer des Sen­gis­jawr-Sees
  • Abs. Hö­he 724 m

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Stan­dart an der li. Kan­te der S-Wand

21.06.12,

Fo­to vom Ufer des Sen­gis­jawr-Sees, abs. Hö­he img-3.jpeg

Fo­to­pa­no­ra­ma des Ge­biets

Route über die li. Kan­te der S-Wand

  1. Au­gust 2012, Fo­to vom Ufer des Sen­gis­jawr-Sees, abs. Hö­he 724 m

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6 Frag­ment des Kar­ten­blat­tes Q-36-10, ВГ und Q-36-9 ВГ, im Maß­stab 1:50 000

Über­sicht über das Ge­biet

Die Lov­o­zer­skie Tun­dren be­fin­den sich im Zen­trum der Ko­la-Hal­bin­sel, öst­lich der Chi­bi­nen, zwi­schen den Seen Lov­o­ze­ro und Um­bo­ze­ro. Der höch­ste Gip­fel ist Ang­wun­da­schorr, 1120,6 m.

Am in­ter­es­san­tes­ten für Be­stei­gun­gen sind:

  • die Wän­de um den Sen­gis­jawr-See,
  • der 1. und 2. Zirkus von Ras­lak,
  • der Zirkus um den Raj­jawr-See,
  • zahl­rei­che in­ter­es­san­te Wän­de um den Sej­do­ze­ro-See.

Die Hö­he der Wän­de er­reicht 400 m, es gibt zahl­rei­che stei­le und schwie­ri­ge Ab­schnit­te, man kann so­gar aus­ge­dehn­te über­hän­gen­de Ab­schnit­te von bis zu 50 m Län­ge fin­den. Die Schwierig­keit ein­zel­ner Rou­ten kann bis zu 5B Kat. der Schwierig­keit er­rei­chen.

Man kann das Ge­biet um den Sen­gis­jawr-See und die Zir­kus von Ras­lak von der Stadt Olen­e­gor­sk aus mit dem Auto oder dem Bus bis zum Ort Rev­da er­rei­chen. Wei­ter­hin hängt der op­ti­ma­le Weg zum Sen­gis­jawr-See von der Jah­res­zeit und dem zur Ver­fü­gung ste­hen­den Trans­port­mit­tel ab.

Im Win­ter sind die Zu­gän­ge sehr schwie­rig auf­grund des tie­fen Schnee­s und kön­nen nur er­folgt wer­den:

  • auf Ski,
  • mit Schneemobil.

Wenn die Grup­pe kein eige­nes Schneemobil hat, soll­te man im Win­ter 2 Ta­ge für den Über­gang von Rev­da bis zum Sen­gis­jawr-See ein­pla­nen.

Im Som­mer kann man mit einem PKW bis zum zer­stör­ten Kom­bi­nat in der Nä­he des Um­bo­ze­ro-Sees fah­ren und von dort aus über ei­ne sehr schlech­te Stra­ße in 4–5 Stun­den bis zum Sen­gis­jawr-See ge­lan­gen. Mit ei­nem Jeep oder LKW kann man noch nä­her, prak­tisch bis di­rekt zum See, fah­ren.

Das Ba­sis­la­ger kann am Ufer des Sen­gis­jawr-Sees auf­ge­schla­gen wer­den. Die bes­te Zeit für Be­stei­gun­gen in die­sem Ge­biet sind Ju­li und Au­gust.

Es ist zu be­rück­sich­ti­gen, dass:

  • der Wald im Tal des Flus­ses Asi­mut in der Nä­he des zer­stör­ten Kom­bi­nats en­det;
  • am Ufer des Sen­gis­jawr-Sees gibt es kei­ne Bäu­me und Bren­nholz.

Sche­ma des Auf­stiegs

Nr. des Ab­schnit­tesLän­geNei­gungCha­rak­ter des Re­li­efsKat. der Schwierig­keitAn­zahl der Haken
R130020-25klei­ner und mitt­le­rer Schutt, teil­wei­se ver­narbt mit Gras­flä­chenH/K-
R210030gro­ßer SchuttH/K-
R310030-35gro­ßer, mitt­le­rer Schutt und Fel­sen­aus­trit­teI-
R44035Fel­senII1
R52030-35Um­ge­hung ei­ner klei­nen Wand nach linksII1
R62040Fel­senII–III1
R72030durch ei­nen KaminII-
R82050auf die Wand nach rechts, Aus­gang auf den GratIII1
R93040GratII-
R102040zer­stör­te Fel­senII-
R114075Fel­sen(III+)–(IV–)4
R127050Wech­sel zwi­schen Ab­sät­zen und klei­nen Wän­denIII2
R13Auf dem Pla­teau, zu Fuß bis zum Gip­fel, 400 m

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Tech­ni­sche Fo­to­gra­fie der Route

Route über die li. Kan­te der S-Wand, 21. Au­gust 2012, Fo­to vom Ufer des Sen­gis­jawr-Sees, abs. Hö­he 724 m

Be­schrei­bung des Auf­stiegs

Die Grup­pe brach am 21. Au­gust 1953 um 12:00 Uhr aus dem Ba­sis­la­ger auf, das in der Nä­he des Sen­gis­jawr-Sees auf­ge­schla­gen war. Das Wet­ter war warm, die Wol­ken hän­gen etwa 100 m über dem Bo­den, was die Fort­be­we­gung leicht be­hin­der­te. Wir be­schlos­sen, den Auf­stieg nicht zu ver­schie­ben, da die Wol­ken pe­ri­odisch hö­her stie­gen. Nach dem Auf­stieg über den Schutt ober­halb des Sees ka­men wir zu ei­nem aus­ge­präg­ten Grat — die­ser Punkt wur­de zum Start­punkt des Wand­teils der Route. Die ge­sam­te Route wur­de mit ab­wech­seln­der Si­che­rung be­gan­gen. Auf ei­nem der Ab­sät­ze im obe­ren Teil der Wand wur­de ein Steinhau­fen er­rich­tet und ei­ne No­tiz hin­ein­ge­legt. Die Route ist nicht gleich­mä­ßig schwie­rig:

  • Im un­te­ren Teil — Schutt und ein­fa­che Fel­sen
  • Im obe­ren Dritt­el — Fel­sen der IV. Kat. der Schwierig­keit

Nach dem Er­klim­men des Pla­teaus muss man noch 400 m auf R3 bis zum Gip­fel ge­hen — ei­ne her­vor­ra­gen­de Grup­pe von Fel­sen und ei­nem zer­stör­ten Tri­an­gu­la­ti­ons­punkt —, auf dem ei­ne No­tiz hin­ter­las­sen wur­de. Der Ab­stieg er­folg­te über den Hang des­sel­ben Zir­kus zum See, in­dem man die Fel­sen wei­ter süd­lich um­gin­g.

Die Rich­tung der Be­we­gung auf der Route ist ein­deu­tig. Ge­fahr geht nur von ei­ner ge­rin­gen An­zahl "lo­ser" Stei­ne aus.

Die Route wur­de nach der gel­ten­den Klas­si­fi­zie­rung als 2B ein­ge­stuft.

Im Win­ter wird die Schwierig­keit der Route wahr­schein­lich nicht ab­neh­men, da der Schlüs­sel­ab­schnitt nicht voll­stän­dig mit Schnee ver­deckt wer­den kann.

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Fo­to­il­lus­tra­ti­on des Be­richts

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Be­ginn der Routeimg-8.jpeg

Ab­schnitt R10img-9.jpeg

Ab­schnitt R12img-10.jpeg

Rand des Pla­teausimg-11.jpeg

Scha­ma­lo W. auf dem Gip­fel des Ang­wun­da­schorrimg-12.jpeg

Auf dem Gip­fel wur­de ei­ne No­tiz ge­fun­den

Angehängte Dateien

Quellen

Kommentare

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