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Be­richt

Über die Be­stei­gung der klas­si­schen Rou­te durch den SO-Grat auf den Jung­frau (4158 m), 2B–3A Schw. Berner Alpen, Schweiz.

Mos­kau, 2013

Pas­sport der Be­stei­gung

  1. Al­pen. Berner Al­pen. Schweiz. Ab­schnitt nach KMGV 2013 — 10.3.
  2. Gip­fel Jung­frau (dt. Jung­frau). Hö­he 4158 m. Über den SO-Grat. Na­me der Rou­te: klas­si­sche Rou­te durch den SO-Grat vom Rot­tal­sat­tel.
  3. Vor­ge­schla­gen — 2B–3A Schw. Ers­te Be­stei­gung J. Ru­dolf, H. Mey­er, J. Bor­tis, A. Vol­ker am 3. Au­gust 1811.
  4. Cha­rak­ter der Rou­te: kom­bi­niert.
  5. Hö­hen­dif­fe­renz der Rou­te: 760 m (nach Al­ti­me­ter)

Län­ge der Rou­te: 1650 m, mitt­le­re Nei­gung: der ge­sam­ten Rou­te — 43°

  1. Ge­brauch­te Haken auf der Rou­te: 0, be­nutzt:
  2. Ge­hen­de Stun­den der Man­schaft: 10 Std., Ab­stieg 5 Std.
  3. Lei­ter: Du­scha­rin Iwan Tro­fi­mo­witsch — MS­MK

Teil­neh­mer:

  • Go­wo­row Ana­to­lij — Ab­zei­chen
  • Go­wo­rowa Na­ta­lja — Ab­zei­chen
  • +3 Grup­pen mit Lei­tern (9 Per­so­nen)
  1. Trai­ner: Du­scha­rin I.T.
  2. Aus­gang auf die Rou­te aus BL: Uhr­zeit, Da­tum, Mo­nat, Jahr

Rou­te be­gon­nen: 3:00, 23. Juli 2013. Aus­gang auf den Gip­fel: 10:00, 23. Juli 2013. Rück­kehr nach BL: 15:00, 23. Juli 2013. Ab­stieg vom Gip­fel: auf dem Weg des Auf­stiegs bis zum Rot­tal, wei­ter di­rekt zum Aletsch-Glet­scher

  1. Or­ga­ni­sa­ti­on:

  2. Ver­ant­wort­li­cher für den Be­richt: Jur­kin A.W. E-Mail-Ad­res­se: s2_aleks@mail.ru

All­ge­mei­nes Fo­to des Gip­fels.

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Fo­to des Jung­frau-Gip­fels vom Alet­sch-Glet­scher zwi­schen dem Jung­frau­joch und dem Mönch. Fo­to vom 22. Juli 2013.

Fo­to des Rou­ten­pro­fils

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Fo­to des Rou­ten­pro­fils. Fo­to vom Alet­sch-Glet­scher. 22. Juli 2013.

Über­blick über das Jung­frau-Ge­biet

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© Rough Gui­des / Map pu­blish­ed on http://Swit­zer­land.isy­ours.com ↗

Kar­ten­skiz­ze des Jung­frau-Re­gi­ons. Skiz­ze vom Web­site Swit­zer­land.isy­ours.com

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Skiz­ze des Jung­frau-Ge­biets (dt. Jung­frau) — ei­ner der be­kann­tes­ten Berg­gip­fel der Schweiz. Ih­re Hö­he be­trägt 4158 m über dem Meer­es­spie­gel. Dies ist der dritt­höchs­te Berg der Berner Al­pen, der zu­sam­men mit den Ber­gen Ei­ger (dt. Ei­ger) und Mönch (dt. Mönch) ein be­mer­kens­wer­tes Tri­o bil­det.

Am 13. De­zem­ber 2001 wur­de der Jung­frau-Gip­fel als Teil des Jung­frau-Aletsch-Bi­tsch­horn in die Lis­te des Welt­er­bes der UNESCO auf­ge­nom­men und ist das ers­te na­tür­li­che Ob­jekt in den Al­pen, das in die­se Lis­te auf­ge­nom­men wur­de.

Durch ih­ren Na­men Jung­frau (rus. „Jung­frau“, „Jung­fer“) ver­dankt der Berg den Or­dens­schwes­tern aus In­ter­la­ken, de­ren Klos­ter sich un­weit des Fuß­es des Ber­ges be­fand. Der Na­me ging dann auf den Berg über.

Geo­gra­phi­schen Koor­di­na­ten des Gip­fels: 46°32′12,24″ N 7°57′45,20″ O. Über den Jung­frau- Gip­fel ver­läuft die Gren­ze zwi­schen den Kan­to­nen Bern und Wa­lis. Der Berg ist au­ßer­ge­wöhn­lich ei­gen­ar­tig. Im Nor­den und Nord­wes­ten sind sei­ne Schnee­gip­fel Wen­gen-Jung­frau, Schnee­horn, bei­de Sil­ber­hör­ner und Schwarz­mönch sicht­bar. Im Wes­ten ist er fast schnee­frei und un­auf­fäl­lig, er­hebt sich aber 3250 m über das Tal Lau­ter­brun­nen (dies ist der längs­te Hang in den Al­pen nach dem Mont Blanc). Sein süd­li­cher Teil er­hebt sich über die ver­bor­ge­nen Glet­scher des Rot­tals, und sein öst­li­cher Teil — über den mit ewi­gem Schnee be­deck­ten Sat­tel des Jung­frau­jochs.

Von 1896 bis 1912 wur­de hier die Jung­frau-Bahn ge­baut. Das Pro­jekt wur­de von dem Schwei­zer Ad­olf Guyer-Zel­ler ge­lei­tet. Die Plä­ne, die Bahn bis zum Gip­fel der Jung­frau zu füh­ren, blie­ben un­re­a­li­siert. Sie führt nur bis zum Sat­tel des Jung­frau­jochs. Die Rou­te führt von der Sta­ti­on Klei­ne Schei­deg bis zur Sta­ti­on „Ei­ger­gletscher“ über of­fe­nes Ge­län­de und dann durch einen Tun­nel auf­wärts mit Blick auf die Um­ge­bung durch Pa­no­ra­ma­fens­ter:

  • von der Sta­ti­on „Ei­ger­wand“ auf die al­pi­nen Land­schaf­ten,
  • von der Sta­ti­on „Eis­meer“ auf die ewi­gen Eis­fel­der und Fel­sen.

Die End­sta­ti­on — „Top of Euro­pe“ („Gip­fel Eu­ro­pas“), ist die höch­st­ge­le­ge­ne Ei­sen­bahn­sta­ti­on Eu­ro­pas. In den Fel­sen und dem Glet­scher, der den Sat­tel des Jung­frau­jochs be­deckt, sind Ga­le­ri­en ein­ge­schla­gen. Von der Aus­sichts­platt­form der Ob­ser­va­to­ri­um und Me­teo­ro­lo­gi­schen Sta­ti­on „Sphinx“ er­öff­net sich ein al­pi­nes Pa­no­ra­ma von 360°, ein Blick auf den längs­ten Glet­scher Eu­ro­pas — Aletsch (24 km) und das Tal des Thun­er­se­es.

Der Auf­stieg un­se­rer Man­schaft auf den Jung­frau-Gip­fel er­folg­te aus der Mönchsjoch- Hüt­te (3627 m), die als Ba­sisl­a­ger für den gan­zen Zy­klus der Be­stei­gun­gen in der Re­gi­on diente. Die Hüt­te be­fin­det sich auf dem Aletsch-Glet­scher un­ter den Hän­gen des Mönch-Gip­fels (Mönch) (4107 m).

Der Zu­gang zur Hüt­te er­folg­te wie folgt:

  • Mit der Ei­sen­bahn bis zur Sta­ti­on Jung­frau­joch auf dem gleich­na­mi­gen Pas­ses (3454 m)
  • Wei­ter zu Fuß auf ei­nem aus­ge­tre­te­nen Weg bis zur Hüt­te (1 Std.)

Die Li­nie des Auf­stiegs ist der klas­si­sche Weg zur Be­stei­gung die­ses Gip­fels. Er­st­mals wur­de er von J. Rudolf, H. Meyer, J. Bortis, A. Vol­ker im Jahr 1811 be­gan­gen. Nach der schwei­ze­ri­schen Klas­si­fi­zie­rung hat er die Schwie­rig­keits­ka­te­go­rie ZS– (Ziem­lich Schwie­rig), was der fran­zö­si­schen Ka­te­go­rie AD– (As­sez Dif­fi­cile) ent­spricht.

Tech­ni­sche Fo­to­gra­fie der Rou­te

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| Nr.: Ab­schnitt | Län­ge, m | Nei­gung, ° | Cha­rak­ter des Re­li­efs | Ka­te­go­rie der Schwie­rig­keit | An­zahl der Haken | | -------------- | ---------- | ---------- | -------------------- | ------------------ | --------------- | | R0–R1 | 30 | 45 | Schnee–Eis | II | | | R1–R2 | 50 | 35 | Fel­sen–Schnee | II | | | R2–R3 | 20 | 60 | Fel­sen | III | | | R3–R4 | 150 | 45 | Fel­sen | II | | | R4–R5 | 100 | 50 | Schnee–Eis | II | | | R5–R6 | 300 | 30 | Schnee | I | | | R6–R7 | 200 | 40 | Schnee | II | | | R7–R8 | 200 | 30 | Schnee | II | | | R8–R9 | 50 | 50 | Schnee–Eis | III | | | R9–R10 | 100 | 45 | Schnee–Eis | III | | | R10–R11 | 50 | 45 | Schnee–Eis | III | | | R11–R12 | 50 | 50 | Schnee–Eis | III | | | R12–R13 | 50 | 50 | Schnee–Eis–Fel­sen | III | | | R13–R | 200 | 40 | Schnee — Eis | II | | | R14–R15 | 50 | 35 | Fel­sen — Eis | II | | | R15–R16 | 50 | 20 | Fel­sen — Eis | II | |

Kur­ze Be­schrei­bung der Pas­sie­rung der Rou­te nach Ab­schnit­ten. Zu­gang: von der Mönchsjochhüt­te ent­lang des Glet­schers zur Sta­ti­on Jung­frau­joch (30 Min). 100–200 m vor der Sta­ti­on links ab­bie­gen und den Ver­gnü­gungs­park pas­sie­ren. So­fort da­hinter — Aus­gang auf den Glet­scher. Achtung! Ver­bor­ge­ne Spal­ten! Wei­ter auf dem Glet­scher zu­nächst ab­wärts, dann auf­wärts zum Be­ginn des Os­ten­grats des Rot­tal­horns (40 Min). In der Sai­son ist hier ein aus­ge­tre­te­ner Weg, den zahl­rei­che Grup­pen be­nut­zen. Zum Be­ginn des Grats ge­lan­gen (Ori­en­tie­rung — auf dem Grat be­fin­det sich ein groß­es hy­dro­me­teo­ro­lo­gi­sches Ge­rät), vor dem Auf­stieg — ein klei­ner Berg­schrund.

R0–R1 — Über­que­ren des Berg­schrunds auf ei­ner Schnee­brü­cke und Aus­gang links auf die Fel­sen am Was­ser­samm­ler. Si­che­rung durch Eis­pickel. 30 m, 45°, II. R1–R2 — Auf­wärts auf dem Fels­grat bis zur klei­nen Wand. Si­che­rung durch Über­gän­ge. 50 m, 35°, II. R2–R3 — Auf­wärts durch die Wand auf ei­ner Rei­he von Ab­sät­zen bis zur Sta­ti­on an den Bol­zen. 20 m, 60°, III. R3–R4 — Links auf­wärts auf den Ab­sät­zen bis zum Aus­gang zum Schnee­teil des Grats. Si­che­rung durch Über­gän­ge. 150 m, 45°, II. R4–R5 — Zu­nächst auf­wärts, dann nach rechts um die Spal­ten her­um. Aus­gang auf den höchs­ten Punkt des Grats. Si­che­rung durch Eis­pickel. 100 m, 45°, II

R5–R6 — Auf­wärts auf dem ein­fa­chen Grat. 300 m, 30°, I R6–R7 — Auf­stieg auf dem klei­nen Auf­schwung zum Fuß der Wand des Rot­tal­horn-Gip­fels. 200 m, 40°, II

R7–R8 — Um­ge­hung des Rot­tal­horns nach rechts und Auf­stieg zum Sat­tel — Pas­se Rot­talsattel. 200 m, 35°, II

R8–R9 — Über­que­ren des Berg­schrunds un­ter dem Pas­se auf ei­ner Schnee­brü­cke und wei­ter auf der stei­len Schnee-Eis-Wand bis zum Pas­se. Si­che­rung durch Eis­pickel. 50 m, 50°, III

R9–R10 — Auf­wärts auf dem schar­fen Grat der Schar­te nach rechts bis zum Be­ginn des SO-Grats der Jung­frau. 100 m, 45°, III

R10–R11 — Links Tra­ver­sie­rung bis zum Be­ginn der Fels­rip­pe. Si­che­rung an den Ei­sen­stif­ten. 50 m, 45°, III

R11–R12 — Auf­wärts auf dem stei­len Schnee-Eis-Grat. 50 m, 50°, III R12–R13 — Be­we­gung auf dem Grat 50 m, 50°, III R13–R14 — Be­we­gung auf dem Schnee­grat bis zum Fels­auf­schwung vor dem Gip­fel. 200 m, 40°, II

R14–R15 — Auf­wärts auf den ver­schneit­ten Fel­sen bis zum vor­gip­fel­lie­gen­den Grat 50 m, 35°, II

R14–R15 — Auf­wärts auf dem Fels­grat bis zum Gip­fel. Auf dem Gip­fel Schnee-Eis-Kap­pe. Achtung — Kar­ma­ren! 50 m, 20°, II

Ab­stieg auf dem Weg des Auf­stiegs bis zum Hang des Rot­tal­horns, wei­ter:

  • auf dem Weg des Auf­stiegs
  • oder, wenn die Schnee-Eis-La­ge es zu­läßt (Spal­ten), di­rekt ab­wärts in den Zir­kus Jung­frau mit Aus­gang auf den Pas­se Jung­frau­joch zur Sta­ti­on der Bahn.

Die Rou­te ist lo­gisch und si­cher. Sie ist für trai­nings­mä­ßi­ge Be­stei­gun­gen in­ter­es­sant, da prak­tisch al­le Ar­ten von Re­li­ef­for­men vor­han­den sind.

In den Schlüssel­stel­len der Rou­te (SO-Grat) sind auf den Sta­ti­o­nen al­le 40–50 m Si­che­rungs­an­ke­ran­ke (An­ke­ran­ke in Form von me­tal­le­nen Stif­ten mit ei­ner Hö­he von 1 m mit ei­ner Schlin­ge im obe­ren Teil) an­ge­bracht.

Bei schlech­tem Wet­ter mit schlech­ter Sicht sind Schwie­rig­kei­ten mit der Ori­en­tie­rung im Be­reich des Schnee­plat­teaus un­ter der Jung­frau mög­lich.

Fo­to­il­lus­tra­ti­on des Be­richts.

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Fo­to 1. Ab­schnitt R1–R2. Aus­gang auf den Grat vom Nie­der­schlags­mes­serimg-7.jpeg

Fo­to 2. Durch­que­rung des Fels­ab­schnitts R2–R3img-8.jpeg

Fo­to 3. Ab­schnitt R7–R10. Un­ter dem Rot­tal­sat­telimg-9.jpeg

Foto 4. Abschnitt R10–R13. Foto vom Rottalsat­telimg-10.jpeg

Foto 5. Abschnitt R10–R12. Auf­stieg auf dem Fels-Schnee-Grat.img-11.jpeg

Foto 6. Vorgipfelgrat R14–R15img-12.jpeg

Foto 7. Gruppen auf dem Gipfel, be­gin­nen den Ab­stieg.

Quellen

Kommentare

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