Bericht

Über die Besteigung des Wetterhorn-Gipfels (Alpen, Schweiz) über die SW-Flanke und den SO-Grat («Klassiker») 2B Kategorie durch das Team von ZSKA namens Demchenko (Moskau) am 4. August 2019

I. Bericht zum Aufstieg

Nr.1. Allgemeine Informationen
1.1Name, sportlicher Rang des LeitersJurkin A. W., Meister des Sports, Instrukteur 2. Kategorie
1.2Name, sportlicher Rang der TeilnehmerKaschirskaja A., Abzeichen; Felizin I., Abzeichen
1.3Name des TrainersJurkin A. W.
1.4OrganisationZSKA namens Demchenko, Moskau
2. Beschreibung des Aufstiegsobjekts
2.1GebietSchweiz, Berner Alpen
2.2Tal
2.3Nummer des Abschnitts in der Klassifizierungstabelle 201310.3
2.4Name und Höhe des GipfelsWetterhorn 3701 m
2.5Geografische Koordinaten des Gipfels (Breite/Länge), GPS-Koordinaten46.63861°N / 8.11528°E
3. Beschreibung der Route
3.1Name der RouteÜber die SW-Flanke und den SO-Grat («Klassiker»)
3.2Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie2B
3.3Grad der Erschlossenheit der RouteErstbesteigung am 31. August 1844 durch M. Bannholzer und J. Jaun.
3.4Charakter des RoutenreliefsKombiniert
3.5Höhenunterschied der Route (Angaben des Höhenmessers oder GPS)Direkt auf der Route 800 m. Höhengewinn vom Biwak am Aufstiegstag 1380 m
3.6Länge der Route (in Metern)1400 m
3.7Technische Elemente der Route (Gesamtlänge der Abschnitte verschiedener Schwierigkeitskategorien mit Angabe des Reliefcharakters (Eis-Schnee, Fels))I. Kat. Schl. Eis/Fels/Kombination — ___ m.
II. Kat. Schl. Eis/Fels/Kombination — 1250 m.
III. Kat. Schl. Eis/Fels/Kombination — 200 m.
IV. Kat. Schl. Eis/Fels/Kombination — ___ m.
Bewegung auf geschlossenem Gletscher — 400 m
3.8Abstieg vom GipfelAuf dem Weg des Aufstiegs
3.9Zusätzliche Merkmale der RouteWasser ist auf der Route vorhanden
4. Beschreibung der Aktionen des Teams
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4.1Zeit der Bewegung (Gehzeit des Teams, in Stunden und Tagen)6 Std. aufwärts, 4 Std. abwärts bis zur Hütte
4.2ÜbernachtungenHütte Gleckstein, 2317 m
4.3Aufbruch zur Route05:30 am 4. August 2019
4.4Erreichen des Gipfels11:30 am 4. August 2019
4.5Rückkehr zum Basislager15:30 an der Hütte am 4. August 2019
5. Verantwortlicher für den Bericht
5.1Name, E-MailJurkin A. B., S2_aleks@mail.ru

II. Beschreibung des Aufstiegs

1. Beschreibung des Aufstiegsobjekts

1.1. Allgemeines Foto des Gipfels. img-0.jpeg

1.2. Foto des Routenprofils (oberer Teil)

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1.3. Fotopanorama des Gebiets

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1.4. Karte des Gebiets

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Beschreibung des Anstiegs

Der Startpunkt für den Anstieg ist das Dorf Grindelwald. Von dort mit öffentlichem Verkehr oder mit dem eigenen Fahrzeug auf der Straße bis zum Ort Oberer Gletshten (20 Minuten mit dem Bus). Von der großen Parkfläche auf dem markierten Weg (zunächst eine Straße) in Richtung des Berges gehen. Orientierungspunkt für den Beginn — eine große rote Hütte — Kabine der alten Seilbahn (Denkmal). Das Waldgebiet passieren und den Aufstieg auf den felsigen Teil beginnen. Der Weg ist gut ausgebaut, häufig besucht, da viele Touristen und Alpinisten in Richtung Wetterhorn unterwegs sind. Bis zum Ausgangsbiwak — der Hütte Gleckstein (Glecksteinhütte, 2317 m) gehen. Im Sommer ist die Hütte bewirtschaftet. Anstiegszeit 3 Stunden. img-4.jpeg

Anstieg zur Hütte

2. Beschreibung der Route

2.1. Technische Fotografie der Route

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2.2. Die Nummern der Abschnitte auf der technischen Fotografie müssen den Nummern der Abschnitte in Abschnitt 2.3 entsprechen.

2.3. Technische Beschreibung der Routenabschnitte

AbschnittCharakter des ReliefsSchwierigkeitskategorieLänge, mArt und Anzahl der Haken
R0–R1Schnee — Eis2400Sicherung durch Eispickel
R1–R2Fels250Gleichzeitige Bewegung, Sicherung an Vorsprüngen
R2–R3Fels2300Gleichzeitige Bewegung, Sicherung an Vorsprüngen
R3–R4Fels250Wechselweise Bewegung, Sicherung an Bohrhaken
R4–R5Fels2100Gleichzeitige Bewegung, Sicherung an Vorsprüngen und Metallstiften
R5–R6Fels350Wechselweise Bewegung, Sicherung an Bohrhaken, Stiften, 2 Kamelots
R6–R7Fels3150Wechselweise Bewegung, Sicherung an Vorsprüngen, 5 Kamelots, 2 Schlingen
R7–R8Fels250Gleichzeitige Bewegung, Sicherung an Vorsprüngen
R8–R9Fels-Schnee2100Gleichzeitige Bewegung, Sicherung an Vorsprüngen, auf Schnee (20 m) wechselweise,
R9–R10Fels2+200Wechselweise Bewegung, Sicherung an Vorsprüngen und Metallstiften

3. Beschreibung der Aktionen des Teams

3.1. Kurze Beschreibung der Routenpassage.

Von der Hütte auf dem Weg aufwärts in Richtung des Gletschers gehen. Der Weg ist markiert (es wird empfohlen, vorher auf der Tafel bei der Hütte die Farbe der Wegmarkierung zu überprüfen). Der Weg führt zunächst über einen grasig-steinigen Hang, geht in eine Moräne über und dann auf Rundhöcker. Auf den Rundhöckern gibt es keine Markierung — aufwärts in Richtung des Gletschers gehen. Zum Eis gelangen. Hier Steigeisen und Ausrüstung anlegen. 1 Stunde.

AbschnittBeschreibungNummer des Fotos
R0–R1Vom flachen Teil des Gletschers aufwärts nach rechts bis zum charakteristischen Grat gehen. Achtung, Gletscherspalten! Schnee-Eis 2 400 m 45°
R1–R2Vom Eis auf die Felsen wechseln (Vorsicht — Randkluft). Hier gibt es kleine Plattformen, auf denen man die Steigeisen abnehmen kann. Weiter aufwärts nach rechts auf den flachen Grat (Steinmänner). Fels 2 50 m 45°
R2–R3Gleichzeitig auf dem flachen Grat gehen. Fels in Form von geneigten Platten, teils Grat. Aufwärts gehen. Wenn die Steilheit zunimmt, nach rechts ausscheren — den Übergang auf den rechten (benachbarten) Grat beobachten. Zwischen den Graten ein kleiner Canyon im oberen Teil, der nach unten ausläuft. Orientierungspunkt für den Übergang auf den benachbarten Grat — Metallstifte an den Kanten des Canyons. 2 300 m 40°
R3–R4Den Canyon auf den rechten Grat überqueren. Es gibt Bohrhaken und Stifte. 2 50 m 45°
R4–R5Auf dem zerstörten Grat aufwärts gehen, bis zu einem steilen Anstieg. 2 100 m 45°
R5–R6Von der Station auf einer guten Plattform vor dem steilen Anstieg. Sicherung an Bohrhaken, Stiften und eigenen Punkten. 3 50 m 60°
R6–R7Weiter auf dem schmalen Grat gehen. Teilweise nur 0,5 m breit. Passagen links und rechts vom Grat. 3 150 m 60°
R7–R8Im oberen Teil des Grats nach rechts in eine große Spalte klettern, die zum SO-Grat oberhalb des Wettersattels zwischen Wetterhorn und Mittelhorn führt. 2 50 m 40°
R8–R9Nach links aufwärts auf dem breiten SO-Grat. Teilweise Schnee-Eis. Zum Bastion herangehen. Vor dem Bastion gibt es eine kleine Wand, die durch Klettern in der Mitte der Wand passiert wird. Oben ein Metallstift. 2 100 m 45°
R9–R10Bewegung auf den Felsen des Bastions. Einfaches Klettern bei trockenen Felsen. Geneigte Platten mit wenigen Griffen. Überhänge werden auf Simsen umgangen. Achtung, auf den Simsen liegt loses Gestein, das durch Seil herabgeworfen werden kann. Sicherung an Metallstiften. Der Aufstieg zum Gipfel ist sowohl von rechts als auch von links möglich. Der Gipfel ist eine langgestreckte, flache Plattform von etwa 15 m Länge. 2+ 200 m 60°

3.2. Foto des Teams auf dem Gipfel am Kontroll-Tour.

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Foto auf dem Gipfel (im Hintergrund rechts sind Eiger und Mönch sichtbar)

3.3. Bewertung der Sicherheit der Route.

Die Route ist relativ sicher. Unangenehm ist die Überquerung des Canyons an der SO-Flanke. Es können Steine von möglichen Aufsteigern auf dem rechten Grat, der zum Wettersattel führt, herabfallen.

Auf dem Gipfelbastion ist das Felsrelief sehr arm, es müssen Metallstifte benutzt werden, zwischen denen steile Flächen und Simsen liegen, die bei trockenem Zustand durch Klettern von Stift zu Stift passiert werden (Abstand zwischen ihnen 20–25 m). Wenn die Felsen nass oder schneebedeckt sind, ist die Zwischenabsicherung erschwert. (Nehmt Anker mit).

Auf der gesamten Route funktioniert die Mobilfunkverbindung zuverlässig.

Der Abstieg erfolgt auf dem Weg des Aufstiegs, nach den Rundhöckern des Gletschers gibt es eine Markierung des Weges.

Die Route kann mit einer langen, festen 2B im Kaukasus oder einer einfachen 3A verglichen werden. Nach der europäischen Klassifikation (französisch-italienisch) wird die Route als PD bezeichnet.

Foto-Bericht img-7.jpeg

Abschnitt R0–R1, Zugang zum Gletscher img-8.jpeg

Oberer Teil des Abschnitts R5–R6 img-9.jpeg

Abschnitt R6–R7, Grat img-10.jpeg

Abschnitt R6–R7, Grat (vorne klettert ein deutsches Paar) img-11.jpeg

Abschnitt R8–R9, SO-Grat img-12.jpeg

Abschnitt R9–R10, Beginn des Bastions img-13.jpeg

Abschnitt R9–R10 img-14.jpeg

Abschnitt R9–R10

Quellen

Kommentare

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