BERICHT

ÜBER DIE ERSTBESTEIGUNG DES GIPFELS MIT DER HÖHE 1811 («G. DZYUBA-WESTLICH») ÜBER DEN ZENTRALEN GRAT DER NÖRDLICHEN FLANKE, 1B KAT. SCHW. DURCH DAS TEAM DER «CHABAROVSKER REGIONALE ORGANISATION FÜR ALPINISMUS» AM 24. JUNI 2018.

I. PASS DER BESTEIGUNG

Nr.1. Allgemeine Informationen
1.1Vor- und Nachname, Sporttitel des LeitersKrasnoluzki Alexander Wjatscheslawowitsch, KMS
1.2Vor- und Nachname, Sporttitel der TeilnehmerKurdjokow Wassili Wladimirowitsch, 2. Sportklasse, Antonow Anton Igorewitsch, AR, Gorochow Kirill Gennadijewitsch, AR, Jermolina Alena Jewgenjewna, AR, Lairova Jelena Wladimirowna, AR, Musytschischin Oleg Anatoljewitsch, AR, Kotschegarova Jelena Wladimirowna, o.R., Tschebanow Pawel Wladimirowitsch, o.R.
1.3Vor- und Nachname des TrainersKrasnoluzki Alexander Wjatscheslawowitsch, KMS
1.4OrganisationChabarowsker regionale Organisation «Chabarowsker regionale Föderation für Alpinismus»
2. Beschreibung des Besteigungsobjekts
2.1GebietRegion Chabarowsk, Nanaiski-Municipalbezirk. Sichote-Alin-Gebirge
2.2TalTal des Baches Rabotschi
2.3Nummer des Abschnitts in der Klassifizierungstabelle 20139.9
2.4Name und Höhe des GipfelsHöhe 1811. Lokaler, unbeständiger Name «G. Dzyuba»
2.5Geografische Koordinaten des Gipfels (Breite/Länge), GPS-Koordinaten *(1)48°43′58″ N, 138°19′57″ O
3. Beschreibung der Route
3.1Name der RouteÜber den zentralen Grat der nördlichen Flanke
3.2Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie1B
3.3Grad der Erschlossenheit der RouteErstbesteigung; Datum der Erstbesteigung unbekannt
3.4Charakter des Reliefs der RouteFels
3.5Höhenunterschied der Route (Angaben des Höhenmessers oder GPS)350 m
3.6Länge der Route (in Metern)840 m
3.7Technische Elemente der Route (gesamte Länge der Abschnitte verschiedener Schwierigkeitskategorien mit Angabe des Reliefcharakters (Eis-Schnee, Fels))1. Kat. Fels – 250 m. 1–2 Kat. Fels – 65 m. 2 Kat. Fels – 50 m. Abstieg mit Dülfer (beim Abstieg) – 1 Seil 50 m
3.8Abstieg vom GipfelN/ Kat. in das Tal des Baches Rabotschi
3.9Zusätzliche Charakteristiken der RouteAn- und Abmarsch zum Beginn der Route durch unwegsamen Wald ca. 2 km
4. Beschreibung der Aktionen des Teams
4.1Zeit der Bewegung (Gehstunden des Teams, in Stunden und Tagen)10 Std.
4.2Übernachtungen-
4.3Aufbruch zur Route7:00, 24. Juni 2018, Beginn der Arbeit an der Route 10:40
4.4Erreichen des Gipfels12:50, 24. Juni 2018
4.5Rückkehr zum Basislager17:20, 24. Juni 2018
5. Verantwortlicher für den Bericht
5.1Vor- und Nachname, E-MailGorochow Kirill Gennadijewitsch gokigenn@mail.ru

II. BESCHREIBUNG DER BESTEIGUNG

1. Beschreibung des Besteigungsobjekts

1.1. Allgemeines Foto des Gipfels

Foto aus dem Archiv der Teilnehmer des Projekts «Planet Taiga» (https://vk.com/planetataiga ↗); Aufnahme aus dem Tal des Baches Rabotschi, November 2016. Ein eigenes allgemeines Foto fehlt aufgrund starker Bewölkung am Morgen und Abend des Besteigungstages. img-0.jpeg

1.2. Foto des Routenprofils

Aufgrund der dichten Bewölkung am Morgen und Nachmittag des Besteigungstages ist eine Serie von Aufnahmen dargestellt, die verschiedene Abschnitte des Profils zeigen (Datum: 24. Juni 2018, Fotos der Besteigungsteilnehmer). Siehe auch Abschnitt 3 dieses Kapitels.

Foto 1. Ende des Abschnitts R0–R1 und Beginn des Abschnitts R1–R2 img-1.jpeg

Foto 2. Abschnitte R3–R5 (bis zum Bastion), R5–R6 (rechts entlang des Bastions) img-2.jpeg

Foto 3. Abschnitte R7–R9. img-3.jpeg

1.3. Fotopanorama des Gebiets.

Das Gebiet stellt ein eigenständiges Massiv innerhalb des Sichote-Alin-Gebirgssystems dar. Kategorisierte Gipfel und Pässe gibt es zum Zeitpunkt der Begehung nicht. Die Aufnahme wurde vom Gipfel des Torboki-Jani (2090 m ü. NN), dem höchsten Punkt des Sichote-Alin-Gebirges, gemacht (Aufnahmen: August 2017, Autor: Gorochow K.G.). Mit den Buchstaben В und З sind das östliche und westliche Schulter des Gipfels markiert. img-4.jpeg

1.4. Karte des Gebiets.

Die Zufahrts- (schwarze durchgezogene Linie) und Zugangsmarroute (schwarze gestrichelte Linie), die Lage des Basislagers (Kreis) und des Gipfels (Stern) sind eingezeichnet. Das zweite Bild zeigt einen vergrößerten Kartenausschnitt.

Der Gipfel liegt im südöstlichen Teil des Nanaiski-Municipalbezirks der Region Chabarowsk, im nördlichen Teil des Sichote-Alin-Gebirges, im Wasserscheidengebiet des rechten Ufers des Flusses Anjuj. Die Entfernung vom nächstgelegenen Ort, dem Siedlung städtischen Typs Wanino, zum Basislager beträgt 245 km, davon 165 km asphaltierte Straßen, 70 km unbefestigte Autostraßen (Waldgebiet «Arkaim») und 10 km Waldwege (zugewachsene und zerstörte Waldwege im Tal des Baches Rabotschi); der Weg durch den Wald ohne Weg vom Basislager bis zum Beginn des Aufstiegs beträgt 2 km. img-5.jpeg img-6.jpeg

2. Beschreibung der Route

2.1. Ein technisches Foto, das das Hauptgelände vollständig sichtbar macht, fehlt aufgrund der Bewölkung am Besteigungstag. Es wurde ein Bild aus Abschnitt 1.1 dieses Kapitels verwendet. Näheres in Abschnitt 3.1. img-7.jpeg

2.3. Technische Beschreibung der Routenabschnitte

AbschnittCharakter des ReliefsSchwierigkeitskategorieLänge, mArt und Anzahl der Haken
R0–R1Grasiger, steiniger Hang. 15–20°.0400
R1–R2Schmaler Felsgrat, stellenweise mit Zwergkiefern und Moos bedeckt, leicht von der Felswand lösbar (Absturzgefahr!). 30–40°.11752 Friends, Schleife am Relief, Einhängen des Seils am Relief.
R2–R3Kleine Wand, die auf die Fortsetzung des Grates führt. 60°.1–2152 Friends. Basis – Schleife auf einem Stein.
R3–R4Breiter grasiger Grat, der zum Beginn des Felsbastions führt. 30–40°050Sicherung am Relief.
R4–R5Felsgrat, stellenweise mit Gestrüpp und Moos bedeckt, leicht von der Felswand lösbar (Absturzgefahr!). 40–60°.1–250Klemmkeil, Friend, Sicherung am Relief. Basis – Schleife auf einem Stein.
R5–R6Bewegung in Traversierung nach rechts entlang der Basis des Felsbastions bis zum «Kaliber», gebildet durch eine sehr große gefallene Steinplatte. 30°.125Klemmkeil, Sicherung am Relief. Basis – Schleife auf einem Stein.
R6–R7Bewegung durch den «Kaliber» und weiter – entlang der zum Gipfelgrat führenden Wand. 60°.2502 Klemmkeile, Friend, Sicherung am Relief. Basis – Schleife auf einem Stein.
R7–R8Abgang nach rechts auf den Sattel des Gipfels entlang eines mit vereinzelten kleinen Felsen und Gras bewachsenen Hanges. 10–15°.050Sicherung am Relief.
R8–R9Bewegung nach rechts entlang des teilweise zerstörten Grates. Ausgang auf den Gipfel. 10°.1502 Schleifen auf Steinen, Sicherung am Relief.

img-8.jpeg

3. Beschreibung der Aktionen des Teams

3.1. Kurze Beschreibung der Begehung der Route.

AbschnittBeschreibungNr. des Fotos
R0–R1Grasiger, steiniger Hang, der von der Zwergkiefernzone aufwärts führt. 15–20°. Simultane Bewegung. An einzelnen Stellen Verwendung von Eispickel und Trekkingstöcken als Stütze.Foto 1
R1–R2Schmaler Felsgrat, stellenweise mit Zwergkiefern und Moos bedeckt, leicht von der Felswand lösbar (Absturzgefahr!). 30–40°. Simultane Bewegung. 2 Friends, Schleife am Relief, Einhängen des Seils am Relief.Foto 2
R2–R3Kleine Wand, die auf die Fortsetzung des Grates führt. 60°. Abwechselnde Bewegung. 2 Friends. Basis – Schleife auf einem Stein.
R3–R4Breiter grasiger Grat, der zum Beginn des Felsbastions führt. 30–40°. Simultane Bewegung. Sicherung am Relief.
R4–R5Felsgrat, stellenweise mit Gestrüpp und Moos bedeckt, leicht von der Felswand lösbar (Absturzgefahr!). 40–60°. Abwechselnde Bewegung, für gut vorbereitete Gruppen – simultane Bewegung. Annäherung an das Zentrum des Felsbastions. Klemmkeil, Friend, Sicherung am Relief. Basis – Schleife auf einem Stein.Foto 3
R5–R6Bewegung in Traversierung nach rechts entlang der Basis des Bastions bis zum «Kaliber», gebildet durch eine sehr große gefallene Steinplatte. 30°. Klemmkeil, Sicherung am Relief. Basis – Schleife auf einem Stein.Foto 4
R6–R7Bewegung durch den «Kaliber» (auf dem Foto) und weiter – entlang der zum Gipfelgrat führenden Wand, indem man sich ein wenig nach links bewegt, entlang des monolithischeren Teils. 60°. Seilsicherung. 2 Klemmkeile, Friend, Sicherung am Relief. Basis – Schleife auf einem Stein.Foto 5
R7–R8Abgang nach rechts auf den Sattel des Gipfels entlang eines mit vereinzelten kleinen Felsen und Gras bewachsenen Hanges. 10–15°. Simultane Bewegung, mit Ausgang auf den Sattel. Sicherung am Relief.Foto 6
R8–R9Bewegung nach rechts auf das westliche Schulter des Gipfels entlang des teilweise zerstörten Grates. Ausgang auf den Gipfel. 10°. Simultane Bewegung. 2 Schleifen auf Steinen, Sicherung am Relief.Foto 6

Fotos:

  • img-9.jpeg
  • img-10.jpeg
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  • img-12.jpeg
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3.2. Foto des Teams auf dem Gipfel bei der Kontrolltafel.

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Von links nach rechts:

  • Kurdjokow Wassili Wladimirowitsch, 2. Sportklasse
  • Gorochow Kirill Gennadijewitsch, AR
  • Musytschischin Oleg Anatoljewitsch, AR
  • Antonow Anton Igorewitsch, AR
  • Krasnoluzki Alexander Wjatscheslawowitsch, KMS
  • Tschebanow Pawel Wladimirowitsch, o.R.
  • Kotschegarova Jelena Wladimirowna, o.R.
  • Lairova Jelena Wladimirowna, AR
  • Außerhalb des Bildes, fotografierend: Jermolina Alena Jewgenjewna, AR

3.3. Bewertung der Sicherheit der Route. Möglichkeiten der Kommunikation auf der Route. Empfehlungen für nachfolgende Besteiger.

Die Route ist insgesamt unkompliziert, logisch, ausreichend sicher und wenig steinschlaggefährdet und kann als Route der 1B-Kategorie für die Verleihung des Abzeichens «Alpinist Rossii» empfohlen werden.

Auf den grasigen Hängen ist besondere Vorsicht geboten, insbesondere bei feuchtem Untergrund, da der Rasen leicht von der Felswand lösbar ist (Empfehlung: Bewegung mit Eispickel), was die Schwierigkeitskategorie dieser Abschnitte beeinflussen kann (1–2).

Der Abstieg vom Gipfel erfolgt in das Tal zwischen dem zentralen (Route der Besteigung) und dem westlichen Grat der nördlichen Flanke des Berges. Der erste Abschnitt des Abstiegs wird aufgrund der erheblichen Steilheit mit der Einrichtung von Seilsicherungen empfohlen; weiter – ohne Verwendung von Seilsicherungen und Sicherungspunkten, indem man simultan in Richtung des Punktes R1 absteigt.

Angehängte Dateien

Quellen

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