Beschreibungen der Aufstiegsrouten zum Gipfel des Fregat

Über den zentralen Kontrefort, 2B Kat. Schwierigk.

Von dem Basislager aus bewegt man sich entlang des rechten Ufers des Flusses Ulun unter dem Gipfel des Fregat, wobei man die Richtung zum zentralen Kontrefort hält. Nach 1 Stunde beginnt der Aufstieg durch die Rinne, wobei man sich an deren rechte Seite hält. Im oberen Teil wird die Rinne steiler und führt zu einer breiten, schnee- und eisgefüllten Rinne. Das Klettern ist anstrengend. Im oberen Teil der Rinne gibt es „lebende“, leicht überhängende Blöcke, die eine sorgfältige Passage erfordern. Eine Station oder Sicherung empfiehlt sich oberhalb davon, im unteren Teil einer kleinen Rinne, die zum Grat führt.

Weiterhin ist es möglich:

  • gleichzeitige oder abwechselnde Bewegung bis zum Gendarmen (erster Schlüsselpunkt der Route).

Ein schräger Absatz rechts davon geht in eine steile, verschneite Wand mit Eis in den Spalten über. Nach deren Passage gelangen wir in einen steilen inneren Winkel mit glatten Wänden, der zum Gipfel des Gendarmen führt, wo eine Station eingerichtet werden muss.

Die weitere Bewegung erfolgt streng entlang des Grates, wo Sorgfalt und Aufmerksamkeit erforderlich sind. Nach dem Grat kann man, je nach Zustand der Route:

  • entweder durch eine vereiste Rinne mit Übergang zur Wand und Aufstieg nach links gehen,
  • oder entlang der rechten Wand der Rinne mit Ausgang zur Wand nur im oberen Teil.

Die letzten vierzig Meter des Kontreforts sowie die weitere Bewegung entlang des Grates bis zum Gipfel müssen abwechselnd erfolgen, wobei sorgfältig gesichert werden muss, da ein Sturz von hier aus die schwerwiegendsten Folgen haben kann.

Der Abstieg vom Gipfel erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite des Aufstiegs durch eine breite Rinne und weiter durch Traversieren in Richtung des Übergangs Edelweiss, wobei der Gipfel des Morion umgangen wird.

Zeit auf der Route — 8 Stunden.

Bewertung der Sicherheit der Route

Die Route ist logisch. Potenzielle Gefahren stellen neben der Passage der felsigen Schlüsselstellen auch die verschneiten, mit Eis überzogenen und mit Moos bewachsenen Felsen und Platten entlang der gesamten Route dar.

Der Grat des Kontreforts ist im mittleren und oberen Teil zerstört, es gibt viele „lebende“ Steine, die im Eis festgefroren sind. Man muss sehr vorsichtig sein bei deren Passage und bei der Organisation der Sicherung.

Abschnitte des Grates der Kategorie 3B sind ebenso gefährlich aufgrund ihrer Spitzigkeit und der Möglichkeit, auf Fels- und Eisschutt rechts und links der Route zu fallen.

Man muss sich vor Schneekarren hüten:

  • auf dem Gipfel;
  • bei der Bewegung zum Übergang Edelweiss;
  • bei der Passage des Übergangs.

Schneelawinen sind möglich:

  • beim Aufstieg durch die Rinne;
  • beim Abstieg vom Übergang.

Empfehlungen für die Verwendung von Ausrüstung

Für eine Gruppe von 6 Personen benötigt man:

  • 4 Seile
  • Helme, Steigeisen, Eispickel für jeden Teilnehmer
  • 8–12 Haken
  • 8–12 Sicherungsgeräte
  • 10 Abseilösen mit Karabinern

Charakteristische Merkmale des Beginns der Route

Die Route ist aus der Ferne gut sichtbar, da sie eine gerade Linie von der Basis der Wand bis zum Gipfel mit einer Gabelung in einen rechten und linken Zweig darstellt. Die Rinne führt uns direkt auf die Felsen des auffälligsten linken, benötigten Zweigs des Kontreforts. Rechts sind die Felsen der rechten Rippe des zentralen Kontreforts gut sichtbar, links — die senkrechten, geglätteten Felsen mit einem Eisfall im oberen Teil.

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  1. Gipfel Klever, durch die Mitte der NW-Wand, 3A
  2. Gipfel Fregat, über den linken NW-Kontrefort, 3A
  3. Gipfel Fregat, über den zentralen Kontrefort, 2B
  4. Gipfel Fregat, über den rechten NW-Kontrefort, 3B
  5. Gipfel Morion Ost, über den NW-Kontrefort, 2A
  6. Gipfel Morion, über den NW-Kontrefort, 3A

Quellen

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