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B­er­icht

über die Erstbegehung der Route «At­mo­sph­ä­ri­sch­e»

Pik Serebrjanaja Stena

4050 m

entlang des Pfeilers der östlichen Wand 5B Kat. (Fels) durch die Alpinistengruppe der MROO TOMSKAJA FEDERAZIJA ALPINISMUS und KAiS MPEI vom 18:00 Uhr am 18. Juli 2022 bis 18:00 Uhr am 20. Juli 2022.

Teilnehmer:

  • Temerev Ivan Michailowitsch
  • Swer­rew Roman Nikolajewitsch
  • Jerma­kow Juri Nikolajewitsch

I. Pass des Aufstiegs

1. Allgemeine Informationen
1.1Name, Sportrang des LeitersTe­me­rev Ivan Mi­cha­jlo­vich МС
1.2Name, Sportrang der TeilnehmerJer­ma­kow Juri Ni­ko­la­e­vich 1. Sp. Rg., Zve­rev Ro­man Ni­ko­la­e­vich 3. Sp. Rg.
1.3Name des TrainersTemerev Ivan Michailowitsch МС
1.4OrganisationMROO Tomskaja federazija alpinisma und KAnS MPEI
2. Charakteristik des Aufstiegsobjekts
2.1GebietKirgisistan, Gissaro-Alai
2.2TalKarawschin (Tal des Flusses Kara-Su)
2.3Nummer des Abschnitts gemäß Klassifikationstabelle 20135.4.3
2.4Name und Höhe des GipfelsPik Serebrjanaja Stena 4050 m
2.5Geografische Koordinaten des Gipfels39°37′3.86″N 70°14′13.21″O
3. Charakteristik der Route
3.1Name der Route«At­mo­sph­ä­ri­sch­e» entlang des Pfeilers der östlichen Wand
3.2Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie5B
3.3Grad der Erschließung der RouteErstbegehung, gemäß ursprünglicher Information. Tatsächlich möglicherweise dritte Begehung.
3.4Charakter des RoutenreliefsFels
3.5Höhenunterschied der Route750 m. Wandabschnitt 600 m.
3.6Länge der Route1200 m. Wandabschnitt 800 m.
3.7Technische Elemente der Route (angegeben ist die Gesamtlänge der Abschnitte verschiedener Schwierigkeitskategorien mit Angabe des Reliefcharakters (Eis-Schnee, Fels))I Kat. Eis/Fels/Kombination — 0/0/0 m. II Kat. Eis/Fels/Kombination — 0/400/0 m. III Kat. Eis/Fels/Kombination — 0/190/0 m. IV Kat. Eis/Fels/Kombination — 0/340/0 m. V Kat. Eis/Fels/Kombination — 0/333/0 m. VI Kat. Eis/Fels/Kombination — 0/210/0 m. Fels VI, A3 — 0 m. Fels VI, A4 — 0 m
3.8Mittlere Steilheit der Route, (°)53
3.9Mittlere Steilheit des Hauptteils der Route, (°)66
3.10Abstieg vom GipfelNach 1B Kat. Schwierigkeit über den 3. Hang (Tal zwischen Pik 5010 und Pik Serebrjanaja Stena)
3.11Zusätzliche Charakteristiken der RouteKein Wasser auf der Route.
14. Charakteristik der Aktionen der Gruppe
4.1Zeit der Bewegung20 Std., 3 Tage
4.2Übernachtungen1. Übernachtung auf einer Plattform in einer Grotte nahe dem Beginn der Route. 2. Übernachtung — kleine Stufe nach Beendigung des technischen Teils der Route auf dem Grat um 23:00 Uhr.
4.3Zeit der Routenbearbeitung2,5 Std., 1 Tag.
4.4Aufbruch zur Route18. Juli 2022, Start um 18:00 Uhr — Bearbeitung von 2,5 Seilen, Übernachtung in der Grotte unter der Route. 19. Juli 2022, Start um 07:00 Uhr.
20. Juli 2022, Start um 08:30 Uhr.
:--::--::--:
4.5Erreichen des Gipfels10:00 Uhr am 20. Juli 2022
4.6Rückkehr zum Basislager16:00 Uhr am 20. Juli 2022
5. Charakteristik der Wetterbedingungen
5.1Temperatur, °C+25
5.2Windstärke, m/s3-4
5.3Niederschlago.B.
5.4Sichtweite, m30000
6. Verantwortlicher für den Bericht
6.1Name, E-MailJermakow Juri Nikolajewitsch bobryz@mail.ru

II. Beschreibung des Aufstiegs

1. Charakteristik des Aufstiegsobjekts

1.1. Allgemeines Foto des Gipfels

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Foto aufgenommen von der Stufe «Balkon» des Pik Asan am 26. August 2022.

1.2. Profil der Route. Aufgenommen unterhalb des Pik Zeltaja Stena

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1.3. Gezeichnetes Profil der Route

1.4. Fotop­anorama des Gebiets

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2. Charakteristik der Route

2.1. Fotografie mit der Routenlinie

Foto №1. Links Serebrjanaja Stena südlich, rechts Pik Serebrjanaja Stenaimg-5.jpeg

Foto №2img-6.jpeg

Foto №3. Aufgenommen vom Pik 1000-letie Kreschtschenija Rusi.img-7.jpeg

Foto №4. Technische Fotografie der Route mit Nummerierung der Abschnitte. Foto aufgenommen von der Stufe «Balkon» des Pik Asan am 26. August 2022img-8.jpeg

2.3. Schematische Darstellung der Route in UIAA-Symbolen img-9.jpeg

3. Charakteristik der Aktionen der Gruppe

3.1. Beschreibung der Begehung der Route.

18. Juli 2022, Start um 18:00 Uhr.

Um 20:30 Uhr hängten wir 2,5 Seile auf und stiegen wieder ab. Übernachtung 200 m vom Beginn der Route in einer Grotte unter der Wand auf einer geeigneten Plattform. Aus dem Felsen tropft reines Wasser. Es sammelt sich langsam, aber tropft sofort an mehreren Stellen.

R1 53 m

Roman Swer­rew startete. Der Beginn der Route führt über eine liegende Platte (55–60°) mit einer charakteristischen Spalte. Rechts von der Platte befindet sich ein großer überhängender innerer Winkel. IV+ Kat.

25 m entlang der Spalte 6 fr.

Weiter über leichtes Relief auf der Platte ohne Versicherung nach rechts und etwas aufwärts bis zur nächsten Spalte.

Dann aufwärts 25 m V+.

Station im oberen Teil des überhängenden inneren Winkels.

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R1 entlang der linken Spalte

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R1img-12.jpegR1 Beginn der Route entlang der linken Spalte. Übergang in die rechte Spalte.img-13.jpegR2 55 m

  • 20 m aufwärts nach rechts über die Platte IV+ Kat.
  • 35 m entlang des inneren Winkels, gebildet von der Platte links und einem Vorsprung V Kat., bis zum Gipfel des Abbruchs. Hier befindet sich die Station. Auf dem Abbruch alte Schlaufen.

img-14.jpegR2 Foto des inneren Winkels (aufgenommen während des Versuchs 2019)

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Schlaufen am oberen Ende des Abbruchsimg-16.jpeg

R3 25 m

Aufwärts und links über die Platte VI Kat. A2 5 m — 2 Löcher 8 mm für Skyhook (im Prinzip kann man einen Felshaken oder eine kleine Fiffi setzen), dann ein Bohrhaken. Weiter Klettern 12 m VI + mit schlechter Versicherung durch Felshaken. 7 m über Stufen mit Gras 2 Kat. Station in Felsplatten-Abbruch.

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R3 aufgenommen vom Boden mit Annäherung

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R3 Ansicht von oben

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R1–R2–R3 Ansicht von der Station R3

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R4 30 m 19. August 2022, Ivan Temerev begann um 07:00 Uhr zu arbeiten.

Links über die Abbruchstellen 15 m IV Kat. 70°. Dann nach rechts aufwärts über grüne Stufen II–III Kat.

Station auf einem großen Abbruch vor der Platte. Ansicht von oben von R5

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R5 30 m (07:44)

  • Über die grüne Stufe nach rechts bis zum Anschlag
  • Weiter über den Abbruch aufwärts 75° 15 m V Kat.
  • 15 m II–III Kat. 50° entlang des liegenden inneren Winkels mit Gras

Station auf eigener Klemme und eigenem Bohrhaken — Relief arm und verwittert.

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R6 20 m (08:21)

  • Aufwärts über die Platte 8 m VI Kat. bis zum sowjetischen Bohrhaken
  • Von ihm nach rechts 5 m VI Kat.
  • Weiter 7 m V Kat. 75° aufwärts über die Platte bis zu drei Bohrhaken — 1 Petzl 10 mm und 2 sowjetische

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R6–R6 Ansicht auf die Stationimg-25.jpeg

Ansicht von der Station R6 nach untenimg-26.jpegR7 45 m (09:06) Über die Platte nach rechts 15 m schwieriges Klettern V+ 65°. Eingang in einen schwach ausgeprägten, weit geöffneten inneren Winkel. Aufwärts VI Kat. 75° 30 m. Versicherung überwiegend durch Felshaken. Station auf drei Bohrhaken.img-27.jpegR7 Ansicht aufwärts auf den schwach ausgeprägten, weit geöffneten inneren Winkelimg-28.jpegR7 Ansicht von der Station nach untenimg-29.jpegR8 35 m (9:27) Über die Platte nach rechts aufwärts 8 m VI, keine Versicherung. 70°. Eingang in einen inneren Winkel unter einer Wand — einer Platte. Bewegung unter der Wand entlang des inneren Winkels mit Gras III Kat., 10–15 m. 45°. Weiter aufwärts über die Wand 90° mit Spalten, Ausstieg nach links in einen nicht deutlich ausgeprägten inneren Winkel — VI+, Felshaken.img-30.jpegAnsicht von der Station R8 nach untenimg-31.jpegR9 35 m (10:28) Schlüsselstelle der Route. 80 Grad. Über die Platte aufwärts und etwas nach rechts in Richtung eines alten sowjetischen Bohrhakens (eingefädelt ist ein Draht einer Klemme) fast ohne Versicherung VI (6b fr.) — ein kleiner Felshaken. Nach dem Bohrhaken beginnt eine feine, tiefe Spalte leicht links und aufwärts. Circa 6c+7a fr. Bei uns ITO auf Felshaken und Fiffis VI A1 10 m. Alte Löcher für Skyhaken kommen vor. Dann Klettern VI+ (6c fr.) aufwärts 10 m und über die Platte nach rechts. Eingang in einen inneren Winkel mit "Grünzeug". Es gibt Haken von europäischen Alpinisten. Am Ende des Abschnitts ein Anker 10 mm mit Öse und Ring.img-32.jpeg img-33.jpeg

Sowjetischer Bohrhaken auf R9 R10 30 m (11:10)

  • Aufwärts VI entlang des Winkels, dann entlang der Ritze.
  • Wie ein Halbmaand — Halbklettern 8 m auf einem Paar Felshaken links über die Wand in den inneren Winkel.
  • Entlang des Winkels VI+ bis zur Wand mit Spalten. Hier setzten wir einen eigenen Bohrhaken — Station.
  • Weiter schwierige Wand mit Spalten.

img-34.jpegR10 und Teil von R11

img-35.jpegAnsicht von Abschnitt R10 nach unten

img-36.jpegR11 30 m (11:44)

  • Beginn entlang eines inneren Winkels mit Spalten VI+ 70°.
  • Übergang in einen inneren Winkel 80°. VI.
  • Am Ende 2 Ösen mit Ankern 10 mm — eine davon mit Ring.

img-37.jpegAnsicht nach unten auf Abschnitt R11 von der Station.

img-38.jpegR12 30 m (12:34)

  • 10 m IV Kat. entlang der grobblockigen Wand — Eingang in einen inneren Winkel mit Gras.
  • Entlang des Winkels V Kat. 20 m.
  • Station auf eigenen Punkten im Winkel.

img-39.jpegAnsicht von Abschnitt R13 nach unten.

img-40.jpegR14 55 m (12:55)

  • 40 m IV+ (5c fr.) 75–80° aufwärts und dann etwas nach links auf einen schwach ausgeprägten Grat, der die inneren Winkel mit Gras trennt. Der Grat ist sauber. Versicherung selten — durch Felshaken.
  • Weiter etwas nach links auf die Wand entlang der Spalten.
  • Ausstieg auf Grate und Stufen IV Kat. 15 m 65–70°

Ansicht von Abschnitt R13 nach unten.img-41.jpeg

  • R14 50 m (13:25) 45°
  • III–IV Kat. entlang von Wandstufenimg-42.jpeg
  • R15 58 m (15:15) Führungswechsel — Juri Jermakow übernahm die Führung.
  • Breiter, geneigter innerer Winkel 55°
  • IV Kat. 30 m.
  • IV Kat. 8 m entlang einer geneigten Platte aufwärts und nach rechts auf eine vertikale Wand.
  • 20 m entlang der Spalten 85° V+.
  • Auf dem "Schulter" des Felsbastions (sichtbar von der Station in Richtung des Basislagers) ein Bohrhaken mit Ring.

Ansicht auf Abschnitt R15 nach unten.img-43.jpeg img-44.jpeg

Ansicht auf R15 am oberen Ende des Abschnitts.img-45.jpeg

R16 30 m (16:00) Platte 45° mit Spalten III Kat. Station im Winkel im rechten Teil vor einem breiten inneren Winkel.

R17 30 m (17:00)

  • 70–80° 15 m IV+
  • 15 m 5c Abstieg unter einen Überhang, Ausweichen unter dem Überhang nach links
  • Station auf Friends
  • Weiter um die Ecke entlang einer großen Spalte
  • 7 m oberhalb der Station eine lokale Station auf Ankern mit Ring für Dülferen

img-46.jpegAusweichen unter dem Überhang nach links auf Abschnitt R17

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R18 25 m (17:50) Geneigte Spalte 75° V Kat. Stellenweise mit Gras.

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R19 25 m (18:25)

  • Entlang der Spalten 15 m V Kat.
  • 15 m III Kat.
  • 10 m I Kat.
  • Station auf einer Stufe
  • Ausstieg auf den Grat des Pfeilers

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R20–R21–R22 180 m (20:40) III–IV Kat. entlang des Grats. 45–60°. Der Grat des Pfeilers stößt an die Platten des Hauptkamms der Serebrjanaja Stena. Es wird Abend.

img-50.jpegAusstieg vom Grat des Pfeilers auf die Platten des Kamms der Serebrjanaja Stena.

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R23 60 m Platten III Kat. 45–55°. Dämmerung.

R24 80 m Platten IV Kat. 55–70°. Ausstieg auf den Grat. Es wird dunkel.

R25 100 m III Kat. in der Seilschaft gleichzeitig bis zum Abbruch. In der Dunkelheit ist es nicht sehr bequem. Auf dem Hintergrund der Müdigkeit muss man extrem vorsichtig sein, da es viel zu verlieren und wohin zu fallen gibt. Nach dem Abbruch zu Fuß. 15 m vor dem Abbruch auf dem Grat gibt es eine kleine Plattform für 3–4 Personen ohne Zelt. Um 23:00 Uhr legten wir das Gepäck unter uns und schliefen unter einem Schlafsack und einem Zelt bis 8:00 Uhr. Wir nahmen für alle Fälle 1,5 l Wasser und einen Jetboiler mit. Wir tranken Tee abends und morgens.

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Übernachtungsplatzimg-53.jpeg

Übernachtungsplatz

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R26 400 m I–II Kat., 20–30–60° Grad. Gleichzeitige Bewegung ohne Seil, zerstörte Hänge und Grate. Mehrere falsche Gipfel.

Um 10:00 Uhr am 20. Juli 2022 waren wir auf dem Gipfel. Notiz, Foto, Rundblick — das Wetter ist so klar wie am 19.

R26img-55.jpeg

Am Gipfelsteinimg-56.jpeg

3.2 Foto der Gruppe auf dem Gipfel

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3.3.

3.3.1 Einschätzung der Sicherheit der Route.

Die Route ist sicher. Es gibt keinen Schnee oben, keine Abschmelzung und Steinschlag. Im unteren Drittel kommen zerstörte Felsabschnitte vor, man muss dort vorsichtig sein. Im Übrigen ist die Route monolithisch und lässt sich sehr gut klettern, bei einem On-Sight-Level von 6c–7a (fr).

3.3.2. Mobilfunkverbindung auf der Route fehlt, wie auch im gesamten Tal. Zum Basislager in Kara-Su — direkte Sicht, Funkverbindung — ausgezeichnet.

Empfehlungen für nachfolgende Besteiger.

3.3.4. Übernachten Sie in der Grotte unter der Route. Um in einem Tag vom Basislager aus zu gehen, muss man sehr viel Mühe aufwenden, und so hat man eine Chance, auf den Grat zu gelangen.

3.3.5. Da es auf der Route kein Wasser gibt, sollte man sich um dieses Problem kümmern. Wir arbeiteten am 19. nach dem Simultanprinzip, und damit der Führer nicht "austrocknete",

Quellen

Kommentare

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