Bericht über die Besteigung des Pik Odessa durch die Mitte der NW-Wand der Mannschaft der Oblast Rostow

1. Pass des Aufstiegs

  1. Pamir-Alai, Turkestan-Gebirgskette, Kara-Su-Schlucht, Abschnitt 5.4.3 in der Klassifikationstabelle von 2008
  2. Pik Odessa, 4810 m, durch die Mitte der Nordwestwand
  3. Kat. sl. 6B
  4. Charakter der Route: felsig
  5. Höhenunterschied des Wandteils der Route: 1100 m

Länge der Route 1555 m. Länge der Abschnitte:

  • V–VI Kat. sl. — 1155 m. Durchschnittliche Steilheit des Wandteils der Route — 74°
  1. Haken, die auf der Route gelassen wurden:

insgesamt 16, davon Schlimmburhaken 0. Haken, die auf der Route verwendet wurden:

  • Schlimmburhaken stationär — 1, davon ITO — 1
  • Schlimmburhaken entfernbar — 8, davon ITO — 0
  • Fiffis — 113
  • Anker — 65
  • Kamalots — 64
  • Stopper — 90. Insgesamt verwendete künstliche Stützpunkte (ITO): 332
  1. Gehzeit der Mannschaft: 54 Std., 8 Tage
  2. Leiter: Spiridonow Alexander Semjonowitsch, KMS

Teilnehmer:

  • Dmitrijenko Jewgeni Wladimirowitsch, MS
  • Podlesny Dmitri Nikolajewitsch, KMS
  • Petjakschow Wassili Nikolajewitsch, KMS
  • Bolkowoi Jewgeni Wladimirowitsch, KMS
  1. Trainer: Pjatnizyn Alexander Alexejewitsch, MS
  2. Verarbeitung: von 10:00 bis 14:00 am 5. Juli 2009, von 10:00 bis 15:00 am 7. Juli 2009. Auszeit wegen schlechten Wetters auf den Übernachtungen: 6., 8.–9. Juli 2009. Aufbruch zur Route: 6:00 am 10. Juli 2009. Erreichen des Gipfels: 14:00 am 15. Juli 2009. Rückkehr zum Basislager: 15:00 am 16. Juli 2009.
  3. ALLGEMEINES FOTO DES GIPFELSimg-0.jpeg

1 — M. Sit­ni­ka 86, 2 — W. Igo­lk­ina 90, 3 — A. Kri­zu­ka 88 (Route, die von der Mannschaft begangen wurde), 4 — A. Ru­sj­e­wa 88, 5 — A. Wo­ro­no­wa 88, 6 — Ko­pej­ko 88, 7 — S. Ow­tscha­ren­ko 88. Aufgenommen am 29. Juli 2007. Aufnahmeort — Abstiegskamm des Gipfels As­san

  1. GEZEICHNETES PRO­FIL DER ROUTEimg-1.jpeg
  2. FOTO-PANORAMA DES GEBIETSimg-2.jpeg
  3. KAR­TE UND BESCHREI­BUNG DES GEBIETSimg-3.jpeg

Das Gebiet «Karawschin» umfasst zwei Schluchten: Ak-Su und Kara-Su. Die Kara-Su-Schlucht, benannt nach dem gleichnamigen Gipfel, bietet das größte Interesse. Hier befinden sich:

  • der Gipfel Piramidalny (höchster Punkt des Gebiets),
  • die Gipfel As­san und U­sen,
  • die Gelbe Wand,
  • der Gipfel Odessa, berühmt für seine Nordwest- und Ostwand.

Das Basislager in der Kara-Su-Schlucht liegt 50 km vom großen Dorf Woruch entfernt — einer tadschikischen Enklave auf kirgisischem Territorium.

Die Anlieferung der Ausrüstung erfolgt normalerweise:

  • auf Eseln
  • auf Pferden

Dies dauert 2 Tage.

Nach Woruch gelangt man mit dem Auto aus Batken. Nach Batken kommt man aus Bischkek mit verschiedenen Verkehrsmitteln.

Der Anmarsch vom Basislager zur NW-Wand des Gipfels Odessa dauert je nach Menge der Ausrüstung und Akklimatisierung der Gruppe 2 bis 3 Stunden.

  1. ZEIT­PLAN DES AUFSTIEGSimg-4.jpeg

  2. SCHE­MA IN SYM­BO­LEN DER UIAAimg-5.jpeg

  3. TECH­NI­SCHE FO­TO­GRA­FIE DER ROUTEimg-6.jpeg

    9. NO­TIZ AUF DEM GIPFEL

![img-7.jpeg](https://summitx.info/media/1/P32uRwGOrynO9Yi5KPnYNYTABp6VwnB8/img-7.jpeg ↗ gibt)

Die Mannschaft der Oblast Tscheljabinsk führt eine Besteigung des Pik 4810 nach der Route 6. Kat. sl. (Kri­zu­ka) im Rahmen der russischen Meisterschaften im Alpinismus in der Besetzung durch:

  1. Mo­ro­zow D.W.
  2. Tar­na­kin Ju.A.
  3. Kon­dra­schow W.W.

15.08.08 07-00

Allen viel Erfolg! Die Notiz der Mannschaft aus St. Petersburg wurde entfernt. Leiter Na­ga­jew

10. Beschreibung der Route

R0–R1. Über die glatte Wand unter den überhängenden inneren Winkel, etwas rechts der Nase. Bewegung von links nach rechts. Gut geeignet sind Skyhaken und Fiffis. Es gibt viele Löcher mit einem Durchmesser von 8 mm.

R1–R2. Entlang des inneren Winkels durch Spalten. Es gibt einige nicht sehr zuverlässige Nasen. Viele scharfe Kanten. Es wird empfohlen, mit zwei Seilen zu sichern. Das Eisen geht gut für mittlere Größen.

R2–R3. Über die Nasen bewegt man sich immer weiter nach rechts und gelangt auf ein Band über dem Kopf. Für den Sichern­den ist es sicherer, aber es fallen mehr Steine. Es werden große Stopper verwendet. (Schlüssel)

R3–R4. Die Wand wird flacher. Man bewegt sich entlang des Winkels bis zum Kar­niz.

Liste:

  • Der Kar­niz wird im linken Teil passiert, wo es niedriger ist
  • Danach 5 Meter nach rechts über die Platte
  • Und nach oben bis zum Schlimmburhaken

R4–R5. Über die Platte nach oben durch Mikro­re­li­ef auf Reibung. Dann etwas nach links und nach oben — man gelangt in einen kleinen Winkel. Durch diesen Winkel freies Klettern.

R5–R6. Unter Ausnutzung des Re­li­efs nach oben und etwas nach rechts. Klettern ist anstrengend, aber die Sicherung ist zuverlässig.

R6­–R7. Kleiner Travers nach links und man gelangt in einen inneren Winkel, der auf eine Quarzader führt. Klettern ist einfach, aber bei schlechtem Wetter ist es schwierig, ITO zu setzen. Gut geeignet sind Stopper.

R7­–R8. Ständiger Travers auf einem kleinen Band nach rechts bis zum Erreichen eines Bandes «Handschuh».

R8­–R9. Vom linken Teil des «Handschuhs» nach oben durch das Re­li­ef. Freies Klettern. R9­–R10. Das Klettern wird immer schwieriger. Man muss nach oben bis zum inneren Winkel, der in den linken Teil des Bandes «Brust» führt.

R10­–R11. Durch den inneren Winkel bis zum Band, auf dem Band nach rechts bis zu einem geeigneten Platz für die Über­nacht­ung.

R11–R12. Vom oberen Teil des Bandes nach oben bis zum Schlimmburhaken, dann Travers nach links. Station auf Schlimmburhaken.

R12–R13. Von der Station etwas nach oben bis zum Schlimmburhaken mit einem Seilchen und dann Ma­yat­nik nach links, danach auf Haken bis zum Ka­min. Durch den Ka­min nach oben bis zum Spit.

Sicherung:

  • auf Ankern
  • auf Stopper in kleinen und mittleren Größen.

R13–R14. Der Ka­min setzt sich fort, am Aus­gang — nach links. Wenn viel Eis vorhanden ist, ist es schwierig.

Sicherung:

  • teilweise nicht sehr zuverlässig.

R14­–R15. Einfaches Klettern bis zum Winkel, und durch den rechten Teil des Winkels bis zum Band. R15­–R16. Gerade nach oben durch den Winkel unter einem kleinen Kar­niz. Bis 4 Meter unter dem Kar­niz — Schlimmbur­spit. Vom Schlimmbur­spit nach unten und nach links, in Richtung des Bandes. Auf das Band klettert man am besten unter dem Felsen in der Mitte.

R16­–R17. Vom Band nach oben bis zu einer kleinen Platte. Von dort Travers nach rechts bis zum inneren Winkel. Weiter durch ein System von Spalten nach rechts und nach oben bis zu zwei Schlimmburhaken.

R17­–R18. Vom Schlimmburhaken Ma­yat­nik 10 m nach rechts bis zur Spalte und durch diese nach oben. Klettern auf ITO. Eisen geht für alle Größen.

R18–R19. Rechts vom Ka­min auf ein Band gelangen, auf diesem nach oben und nach links bis zum inneren Winkel bis zu einem geeigneten Platz für die Station.

R19–R20. Durch den inneren Winkel, von zweien — den linken, bis zum Schlimmburhaken.

R20–R21. Durch den inneren Winkel bis zum Band, im rechten Teil des Bandes durch eine Spalte 5 m bis zum nächsten Band und Erreichen des Kamms.

Kamm: gerade auf der Kante 30 m, dann nach links auf eine Platte mit einer Spalte. Die Spalte führt auf Nasen, auf denen es bequem ist zu klettern, wenn es trocken ist, aber wenn es nass ist, ist es sehr schwierig wegen des vielen Mo­ses.

100 m III–V Kat. sl.

Links von der Kante 5 m gehen «Stu­fen», die zum Rand führen. Auf dem Rand bis zu einer bequemen Platte.

100 m III–IV Kat. sl.

Ein großer innerer Winkel mit losen Steinen, gefüllt mit Eis — 5 m. Dann auf der Kante bis zum Großen Stein. Auf diesem Station. 40 m

Weiter auf der Kante oder etwas links davon bis zum Gipfel. Zur Sicherung eignen sich Ka­ma­l­ots in mittleren und großen Größen. Auf diesem Abschnitt liegt am längsten Schnee, es kann Eis vorhanden sein. 140 m.

11. Tak­ti­sches Ver­hal­ten der Mann­schaft

Das Wetter war nicht auf unserer Seite: In den Bergen herrschte Winter, es lag Winter­schnee. Seit unserer Ankunft unter der Wand des Gipfels Odessa war das Wetter stabil ein­tönig: Schnee mit Regen.

Solch ein Wetter hinderte uns nicht daran, die Ausrüstung unter die Wand zu bringen, während der gesamten Gruppe eine Akklimatisierung ermöglicht wurde. Das weitere Programm passte sich nicht gut an die aktuellen Wetterbedingungen an, aber es bestand auch keine Möglichkeit, auf eine Wetterbesserung zu warten — die Zeit der Expedition war begrenzt, daher beschlossen wir, Fenster im Wetter abzuwarten und in diesen Fenstern zumindest die Verarbeitung der Route zu beginnen.

Am 5. konnten wir 2 Seile an der Wand anbringen. Am 6. war es nicht möglich, auf der Route zu arbeiten — es fiel nasser Schnee mit Regen. Am 7. konnten wir vor dem Mittagessen noch 3 Seile anbringen. Die Arbeit war durch die Folgen des Vortages erschwert — die Wand war mit Schnee verklebt. Nach dem Mittagessen verschlechterte sich das Wetter wieder — der gleiche Regen mit Schnee, trostlos, sowohl am 8. als auch am 9. Juli.

Endlich bekamen wir am 10. Juli eine gute Wettervorhersage — wir beschlossen, loszulegen. Tatsächlich herrschte am 10. Juli wechselnde Bewölkung ohne Niederschlag, wir konnten bis zum Band vordringen, auf dem wir Plattformen errichteten und in der Folge zwei Übernachtungen durchführten. Aber die Arbeit an diesem Tag war erschwert:

  • in der ersten Hälfte des Tages durch den Schnee vom Vortag,
  • in der zweiten Hälfte des Tages durch Wasserfälle vom schmelzenden Schnee.

Dafür gab es sehr viel Wasser an der Wand, und wir konnten das Gewicht der Ausrüstung für die Wasser­vor­räte erheblich reduzieren. Das gute Wetter hielt nur einen Tag an. Am 11. und 12. Juli fiel wieder Schnee mit Regen. Am 13. begann es merklich kälter zu werden, der Schnee mit Regen ging allmählich in reinen Schnee über. Die Temperatur sank auf -10°C.

Unter solchen Wetterbedingungen, sogar mit dem Wechsel der Seilschaften, kam man nicht so schnell voran, wie man es sich erhofft hatte, aber wir bewegten uns dennoch nach oben.

In der Nacht vom 14. auf den 15. verstärkte sich das Unwetter — die Wand und wir wurden von Schnee zugedeckt. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits einen erheblichen Teil der Wand überwunden. Am Morgen des 15. verbesserte sich das Wetter. Wir brachen um 6:00 Uhr auf. Über die verschneite Wand arbeiteten wir uns mit Mühe bis zum Kamm vor — und dann im Laufschritt zum Gipfel. An diesem Tag fügten die von oben fallenden Eisstücke, die von der Wand abbrachen, weil die Sonne periodisch durchkam, viele unangenehme Momente auf der Wand hinzu.

Den Abstieg nahmen wir auf dem gleichen Weg wie den Aufstieg.

12. Fo­to­il­lus­tra­tio­nen

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Wand nach dem Unwetterimg-16.jpegR17–R18img-17.jpeg

Gipfel!

  1. TEIL­NEH­MERimg-18.jpeg

Pjatnizyn Alexander Alexejewitsch, MS Trainerimg-19.jpeg

Vor­gip­fel­ kammimg-20.jpeg

Gipfel!

Spiridonow Alexander Semjonowitsch, KMS Kapitän der Mannschaftimg-21.jpeg

Dmi­trij­en­ko Jew­ge­ni Wla­di­mi­ro­witsch, MSimg-22.jpeg

Pod­les­ny Dmit­ri Ni­ko­la­je­witsch, KMSimg-23.jpeg

Pe­tjak­shew Wa­si­li Ni­ko­la­je­witsch, KMSimg-24.jpeg

Bol­ko­woi Jew­ge­ni Wla­di­mi­ro­witsch, KMS

  1. KON­TAKT­IN­FOR­MA­TION

344029, Rostow am Don, ul. Perwoi Konnoj Armii, 4a, Föderation für Alpinismus, Klettern und Eisklettern der Oblast Rostow

Tel. +7(863) 242-35-10, Tel./Fax +7(863) 223-86-12, http://www.donalp.ru ↗, E-Mail: alpinist@aaanet.ru, Prä­sident der Fö­de­ra­tion Pjat­ni­zin Alexander Alexejewitsch

  1. MIT UN­ter­stüt­zung:

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Quellen

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