Bericht
über die Erstbegehung der Gruppe des Alpinklubs Magnitogorsk auf den Gipfel 4292 m («Gipfel des Alpinklubs Magnitogorsk») über den Südwesthang und den Westgrat
Führer der Erstbegehung 2015: Soldjatoow Sergej Jurjewitsch, E-Mail: sswmgn@ya.ru, Tel. 8-912-806-00-54
Trainer: Soldjatoow Sergej Jurjewitsch, E-Mail: sswmgn@ya.ru, Tel. 8-912-806-00-54
Passport der Bergtour
- Gebiet: Pamiro-Alay, Zerawschan-Gebirgszug.
- Gipfel: 4292 m (Vorgeschlagene Bezeichnung «Gipfel des Alpinklubs Magnitogorsk»). Lage: (39°13′30,3″ N 68°45′54,6″ E).
- Route: Über den Südwesthang und den Westgrat.
- Schwierigkeitsgrad: 3A, Erstbegehung.
- Charakter der Route: Felsig.
- Höhenunterschied der Route 590 m
Länge der Route 1090 m, davon:
- Abschnitte I. Schwierigkeitsgrad — 640 m
- Abschnitte II. Schwierigkeitsgrad — 350 m
- Abschnitte III. Schwierigkeitsgrad — 100 m
Durchschnittliche Steilheit des Hauptteils der Route 54°, der gesamten Route — 23°
- Hinterlassene «Haken» auf der Route: insgesamt 3
davon Schlamburner 0
- Gehende Stunden der Mannschaft: 16,5 Std.
Führer: Soldjatoow Sergej — MS, i.O. 2. Kat. Teilnehmer:
- Burshinskij Alexander — 3. Sp. Rang
Jeliseew Roman — 3. Sp. Rang
Tonkarewa Anastasia — 3. Sp. Rang
Filipowa Olga — 2. Sp. Rang
- Trainer: Soldjatoow Sergej Jurjewitsch — MS, i.O. 2. Kat.
- Ausgang auf die Route aus dem Basislager («Artschowees Plateau»): — 4:30 25. August 2015
Route begonnen: — 7:30 25. August 2015
Erreichung des Gipfels: — 12:55 25. August 2015
Rückkehr ins Basislager «Artschowees Plateau»: — 21:00 25. August 2015. Abstieg vom Gipfel auf dem Aufstiegsweg.
- Organisation: Alpinklub Magnitogorsk
- Verantwortlicher für den Bericht: Tonkarewa A.S., E-Mail: as.tonkareva@mail.ru, Tel.
8-982-334-38-96

Foto 1. Allgemeines Foto der Route. 24. Juli 2015 um 9:36. Aufnahmeort Basislager «Artschowees Plateau». Entfernung zum Aufnahmeort etwa 4
km.
Foto 2. Panorama des Gebiets. Erstellt mit Hilfe von Google Maps am 19. September 2015
g.
Profil der Route. Gipfel des Alpinklubs Magnitogorsk (4292
m)
Schema der Route in Symbolen des UIAA
Kurze Übersicht über das Gebiet der Bergtour
Das Gebiet, in dem die Erstbegehung auf den namenlosen Gipfel 4292 m erfolgte, befindet sich in den Ausläufern des Zerawschan-Gebirgszugs, auf der rechten Seite der Schlucht des Flusses Jagnob, wenn man dem Flusslauf folgt. Das Gebiet der Bergtour wird «Artschowees Plateau» genannt. Seinen Namen verdankt es dem Baum — Artscha, der hier in großen Mengen wächst, streckenweise undurchdringliche Dickichte bildend.
In der Sommerzeit herrscht in dem Gebiet trockenes Wetter, was durch den ausgetrockneten Boden belegt wird, und als Folge — das Fehlen einer Grasdecke.
Um auf das «Artschowees Plateau» zu gelangen, muss man auf der alten Autostraße M-34 durch den Ansob-Pass (3373 m) in Richtung der Siedlung Zerawshan fahren. Auf einem Abschnitt der Straße, etwa acht Kilometer von der Siedlung Anzob (ohne den Abzweig zur Siedlung Marzich zu erreichen, noch etwa zwei bis zwei und einen halben Kilometer entfernt), beginnt auf der rechten Seite ein Pfad. Anfangs führt er aufwärts und nach rechts über einen Schutthang.
Im Allgemeinen hat der Pfad keine steilen Anstiege und unwegsamen Strecken, da er von der örtlichen Bevölkerung für den Zugang zu den oberen Sommerweiden genutzt wird. Streckenweise verliert sich der Pfad auf den ausgespülten Schutthängen, aber zurzeit sind auf ihm noch erhalten:
- Signalsteinhügel,
- Besonderheiten des Reliefs, die durch die Jahrelange Nutzung des Pfades durch die Einheimischen entstanden sind.
Nach einem zwei- bis dreistündigen Anstieg erreicht der Pfad das «Artschowees Plateau», von wo aus sich ein Blick auf die Gipfel «40-letie Pobedy» und «Sari Tamur» eröffnet. An den Hängen des Plateaus finden sich kleine Flächen, die für die Anlage eines Biwaks geeignet sind.
Trotz des Überflusses an Artscha in diesem Gebiet muss man für das Holzsammeln vom Biwak aus Dezimalten — Hunderten von Metern entfernt umhergehen. Die Wasserquelle — ein Bach — befindet sich unten am Hang. Im Sommer versiegt er, deshalb muss man nach einem Ort für die Wassergewinnung suchen. Es wird empfohlen, vor dem Genuss das Wasser abzukochen, da das Vieh, das auf den näheren Hängen weidet, zum Bach kommt.
Am Fuße des Berges «40-letie Pobedy» befindet sich der Kosh Psorasa, wo Frauen und Kinder leben. Die Bewohner des Kosh sind freundlich und gastfreundlich. Wenn man sich in dieses Gebiet begibt, nehme man ein Geschenk für die Einheimischen mit, sowie Gegenstände des täglichen Bedarfs, die hier so notwendig sind:
- Behälter für Wasser
- Strick
- Laternen
- Batterien
- u.a.
Bei der Erstbegehung erhielt der namenlose Gipfel 4292 m den Namen «Gipfel des Alpinklubs Magnitogorsk».
Beschreibung der Route
Vom Basislager (B.L.) aus gehen wir nach Norden auf dem oberen Pfad in Richtung des oberen Wasserfalls, durch den Artscha-Wald.
Achtung! Nach 30–40 Minuten Bewegung kreuzt der Weg eine riesige Schlucht mit steilen Felswänden. Es gibt nur zwei Durchgänge:
- Einen links am Anfang der Schlucht, entlang des Fußes der Wand. Der Durchgang ist möglich, aber nicht empfohlen.
- Der zweite Durchgang befindet sich in dem Bereich, wo die Schlucht abrupt in einen 80-meterhohen Wasserfall übergeht. Hierher führt ein Pfad. Wenn man nach rechts über das Schuttband geht, gelangt man in die Schlucht und bewegt sich vorsichtig über den Schutt und die Steine, bei Bedarf untersichert mithilfe einer Verbindungsleine.
Weiter aufwärts durch die Schlucht — bis zu einem großen weißen Stein (30–40 Min). Hier ist der erste logische Ausgang nach rechts durch einen Kamin auf den grasbewachsenen Hang.
Etwa zwei Stunden nach dem Ausgang aus dem B.L. gelangen wir zu den Felsen. Wenn wir den Kamin links lassen, bewegen wir uns über die Felsen, bei Bedarf mit gleichzeitiger Sicherung, und gelangen zum großen Schuttfeld (Foto 3). Wenn wir uns über den Schutt entlang des Bachlaufes bewegen, gelangen wir zum Beginn der Route (Punkt R0, vgl. Foto 3, 3700 m).

Foto 3. Linie der Route vom Beginn bis zum ersten Kontrollpunkt
Foto 4. Blick vom Beginn der Route
Vom Beginn der Route aus, nach links gehend, steigt man über die Felsen zum Wasserfall, überquert ihn an einer geeigneten Stelle und bewegt sich aufwärts über die Felsen, gleichzeitig gesichert, bis zum ersten Kontrollpunkt (Foto 4).
Nach dem Kontrollpunkt setzt man die Bewegung fort:
- nach rechts über die Felsen;
- weiter über den Schutt gehen wir zu einer Wand und wenden uns nach rechts;
- wenn wir uns über das Schuttband bewegen, finden wir einen logischen Ausgang aufwärts nach links, von wo aus der Wasserfall gut sichtbar ist.
Hier beginnt der Schlüsselabschnitt der Route (R2–R3, Foto 5, 6). Über die zweite Spalte links vom Wasserfall steigt man auf den Grat, abwechselnd gesichert, zwei Stricke. Vom Kontrollpunkt R3 aus, vorsichtig über den Schutt bewegend, gelangen wir zum Fuß des Wasserfalls (R4, Foto 5).
Vom Wasserfall aus gehen wir über den Schutt und den Schnee zum Kontrollturm KТ1 und weiter zum Gipfel (Foto 7,
8).
Foto 5. Blick auf den Schlüsselabschnitt (R2–R3)
der Route
Foto 6. Blick auf den Abschnitt R2–R3 vom Kontrollpunkt
R2
Foto 7. Blick vom Kontrollturm auf den Gipfel
Foto 8. Auf dem Weg zum Gipfel
Der Abstieg erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Vom Gipfel aus steigt man vorsichtig zum Standort für den Beginn des Dülfers ab (Foto 9), gleichzeitig gesichert. Der allgemeine Blick auf den Abschnitt der Route mit dem Dülfer ist auf Foto 10 dargestellt:
- der erste Teil — 30 m,
- der zweite — 50 m bis zum Schuttfeld.
Auf der ersten Station sind zwei Haken und ein Repschnur hinterlassen, auf der zweiten — ein Repschnur. Bei der Wahl der Stelle für den Abstieg (Dülfer) muss man das Relief sorgfältig studieren, das vom Kontrollpunkt KТ1 aus gut einsehbar ist.
Achtung! Der Rückweg über die Wiesen und den Artscha-Wald streng auf dem Aufstiegsweg.
Nicht auf den falschen Weg entlang des Bachlaufs nach unten gehen — eine Falle. Man wird zurückkehren müssen.
Die bittere Erfahrung der Erstbesteiger.
Foto 9. Abstieg bis zur Stelle des Dülfers. Blick vom
Gipfel.
Foto 10. Allgemeiner Blick auf den Abstieg — Dülfer
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