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Ersteigung des Gipfels Chazor-Metsch über die nordöstliche Wand, Schwierigkeitsgrad 3A

MOSKAU — 1963

img-1.jpeg Gipfel Chazor-Metsch (Blick aus dem Tal des Flusses Schadon)

img-2.jpeg Karte des Gebiets der Fanskije-Gebirges

Beschreibung des Aufstiegsgebiets

Im westlichen Teil des Zeravshan-Gebirges, zwischen den Becken der Flüsse Dan-Darja und Kshut-Darja, erhebt sich ein relativ isoliertes Massiv — die sogenannten Fanskije-Berge. Die Gipfel dieses Gebirgsknotens erreichen Höhen von 5500 m (Tschimtaraga — 5487 m, Bolschaja Gansa — 5415 m, Dukdon — 5208 m, Sengia — 5105 m u. a.) — insgesamt bis zu 10 Gipfel über 5000 m.

Die Fanskije-Berge liegen zwischen dem Zeravshan- und dem Gissar-Gebirge. Eine starke Vergletscherung in diesem Gebiet gibt es hauptsächlich an den Nordhängen. Südlich des Gipfels Bolschaja Gansa, im Oberlauf des Flusses Iskander-Darja, befindet sich auf einer Höhe von 2238 m der große und sehr schöne Iskander-Kul-Stausee. Dieses Gebiet ist noch wenig erforscht, und viele Gipfel warten auf ihre Erstbesteiger.

Der Gipfel Chazor-Metsch liegt am Schnittpunkt des westlichen Grates, der vom Iskander-Kul-See nach Osten verläuft, und des nördlichen Grates, der vom namenlosen Gipfel kommt, bis zu dem es 3 Stunden Fußweg nach Süden vom Dorf Dschidschik sind, das 8 km vom Iskander-Kul-See am Fluss Iskander-Darja liegt.

Vom Alplager "Warzob" bis zum Dorf Dschidschik sind es 8 Stunden mit dem Auto auf der Straße Duschanbe — Leninabad (über den Ansob-Pass).

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Chazor-Metsch

Legende:

  1. Sattel
  2. Geröll
  3. Gegenfortsatz
  4. Schneeband
  5. Nordöstlicher Gegenfortsatz
  6. Verschneiter Absatz
  7. Breiter Absatz
  8. Großer Felsen
  9. Nordgrat
  10. Westgrat

Beschreibung des Aufstiegs

Am 8. August 1963 erreichte eine Gruppe von Teilnehmern des Alplagers "Warzob" bestehend aus:

Gruppenleiter Andreev V. — 1. Sportklasse Teilnehmer Besljadnyj P. — 3. Sportklasse Weretennikov V. — 3. Sportklasse Netschesova N. — 3. Sportklasse Tataurova M. — 3. Sportklasse

um 18:30 Uhr den Gipfel des Chazor-Metsch und vollendete damit die Erstbesteigung über die nordöstliche Wand, Kategorie 3A.

Vom Basislager, das beim Dorf Dschidschik liegt:

  • über die Brücke über den Fluss Iskander-Darja gehen;
  • auf dem Pfad aufwärts gehen, bis das benachbarte Dorf Narvit gegenüberliegt;
  • links in das Seitental abbiegen;
  • ein guter Pfad führt neben dem Bewässerungskanal aufwärts und allmählich nach rechts;
  • vom Pfad abbiegen und durch den Wald in der Mitte des Tals in Richtung der sichtbaren spitzen Pyramide — dem Gipfel des Chazor-Metsch — gehen.

Geländebesonderheiten:

  • links (in Gehrichtung) vom Gipfel Chazor-Metsch verläuft ein zerrissener Grat nach Norden;
  • rechts — sanfte Hänge.

Empfehlungen:

  • bei einem großen Felsen, hinter dem sofort die Moräne beginnt, kann man die Rucksäcke lassen und nur die Ausrüstung und notwendige Dinge mitnehmen;
  • über die Moräne zum Fuß des Gipfels Chazor-Metsch aufsteigen;
  • nach links abbiegen und über feines Geröll, gemischt mit Erde, in Richtung des Sattels am Nordgrat traversieren.

Bedingungen:

  • hier gibt es kein Wasser;
  • vom Sattel aus ist der untere Teil der Route sichtbar;
  • direkt vom Sattel führt der Haupt- und steile Nordgrat zum Gipfel, der im unteren Teil stark zerrissen und zerstört ist.

Bewegung vom Sattel:

  • zunächst links über das Geröll in Richtung der sichtbaren Rinne gehen.

Auf der rechten (in Gehrichtung) Seite muss man über das Geröll etwa bis zur Mitte der Rinne aufsteigen, dann die Rinne queren und auf einfache Felsen eines kleinen Gegenfortsatzes gelangen. Über die Felsen mit abwechselnder Sicherung muss man 5–6 Seillängen aufsteigen, dann den Gegenfortsatz queren, die zweite Geröllrinne queren und auf die Felsen des zweiten Gegenfortsatzes gelangen. 2 Seillängen über die Felsen aufsteigen und dann wieder die zweite Rinne im oberen Teil queren, indem man rechts die steilen Felsen des zweiten Gegenfortsatzes umgeht. Weiter über Geröllabsätze im Zickzack aufwärts zu den Felsen mittlerer Schwierigkeit zur Mitte der Wand und in Richtung des breiten Geröllabsatzes, der stellenweise verschneit ist, aufsteigen.

Auf den breiten Absatz gelangt, vorsichtig nach links auf den Grat gehen, der vom Gipfel herabführt. Weiter verläuft der Weg über den Grat bis zum Gipfel. Die Felsen des Grates sind schwierig, bestehen aus Platten mit einer Steilheit von 60–70°. Zunächst muss man 2 Seillängen über die Platten und eine Spalte mit Hakenversicherung unter die überhängende Wand gehen. Unter der Wand nach links auf 8–10 m auf einen Sattel im Grat gehen, der vom Gipfel Chazor-Metsch nach Osten verläuft. Der Grat ist sehr scharf, mit steilen Wänden nach Norden und Süden.

Vom Sattel führt ein 5 m hoher Felsen (Steilheit 70°) auf einfache Felsen und von dort in einer Seillänge zum Gipfel.

Der Gipfel Chazor-Metsch ist ein schmaler kurzer Grat. Nach Süden und Südosten führen vom Gipfel scharfe steile Grate herab.

Vom Sattel unter dem Nordgrat bis zum Gipfel — 3 Stunden 30 Minuten. Der Abstieg vom Gipfel auf dem Aufstiegsweg dauert bis zum Sattel 1 Stunde 30 Minuten und bis zum Basislager — 4 Stunden.

Schlussfolgerungen

  1. Der Aufstieg auf den Gipfel Chazor-Metsch über die nordöstliche Wand ist eine Felsroute der Kategorie 3A.
  2. Der gesamte Höhenunterschied Sattel — Gipfel Chazor-Metsch beträgt etwa 500 m.
  3. Die durchschnittliche Steilheit der Wand beträgt 60°.
  4. In der Wand wurden 8 Felshaken eingeschlagen.
  5. Vom Basislager bis zum Lager wurden 18 Gehstunden benötigt.
  6. Die technisch schwierigsten Stellen: die 80 m hohe Wand vom verschneiten Absatz bis zum Gipfel.
  7. Die Höhe des Gipfels Chazor-Metsch (im Vergleich zu den bekannten umliegenden Gipfeln) beträgt etwa 4000 m.

Gruppenleiter img-4.jpeg(V. Andreev).

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Quellen

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