Duwali­surch (3580) über den linken Nordgrat — 5A (sk)

Pass­port des Auf­stiegs:

  1. West­li­cher Ti­an-Schan, Ps­kem­ge­bir­ge, Ab­schnitt №7.14 nach dem Klas­si­fi­zie­rungs­sys­tem 2013
  2. Gipfel Duwali­surch (3580 m) über den linken Nordgrat (l. N. Gr.)
  3. 5A Kat. Tr.
  4. Ers­te Be­stei­gung: Ka­no­ne­row W. — Chur­san­dow A. (1982)
  5. Be­ar­bei­tung der Be­schrei­bung: Sche­cho­w­zow S., Ma­chmu­dow U., Ma­jo­ro­wa L. (2013)

Be­schrei­bung der Route:

Vom Ba­sisl­a­ger an den Quel­len un­ter dem Gipfel Duwali­surch bis zur Über­gang zum Nord­grat be­nö­tigt man für den Auf­stieg über Schutt oder Schnee 1,5–2 Stun­den.

Von der Über­gang:

  • Wei­ter auf­wärts un­ter der Wand ent­lang des Schutt­hangs — 200 m.

Be­ginn der Route. Wei­ter auf­wärts über ein Sys­tem von ge­neig­ten Re­geln, un­ter­bro­chen von kur­zen, nicht sehr schwie­ri­gen Wän­den. 50 m. Da­nach geht die Wand in einen Kon­ter­fors mit ei­ner Nei­gung von 30° über. Die Fel­sen des Kon­ter­for­ses sind stark zer­stört. Hin­ter dem Kon­ter­fors folgt ein ein­fa­cher Ku­luar, der nach rechts auf­wärts führt. Bei Ab­we­sen­heit von Schnee kann der Ku­luar Stein­schlag­ge­fahr auf­wei­sen. Nach 50 m ein­fa­chem Klet­tern er­reicht der Ku­luar einen kur­zen, brei­ten Grat.

Nach 30 m ein­fa­chem Klet­tern führt der Grat zu ei­ner brei­ten (3 m) Re­gel un­ter der Wand. Ent­lang der Re­gel nach links be­we­gen — 20 m. Hier be­fin­det sich der ers­te Kon­troll­punkt.

Erster Schlüs­sel­ab­schnitt: vom Kon­troll­punkt auf­wärts durch ei­nen en­gen Ka­min, der leicht nach rechts ge­neigt ist.

  • Die ers­ten 10 m des Ka­mins sind senk­recht — schwie­ri­ges Klet­tern mit Hil­fe von pri­mi­ti­vem ITO.
  • Wei­ter wird das Re­li­ef fla­cher, der Ka­min ist oben Stein­schlag­ge­fähr­det, des­halb leicht nach rechts ab­wei­chen.
  • 40 m schwie­ri­ges Klet­tern auf "leb­haf­tem" Re­li­ef füh­ren auf eine Re­gel, auf der ein gu­ter, zu­ver­läs­si­ger "Bal­ken" für eine Sta­ti­on vor­han­den ist.

Wei­ter ge­ra­de auf­wärts, und nach 15 m ein we­nig nach rechts über eine un­deut­li­che Re­gel. Das Klet­tern ist von mitt­lerer Schwie­rig­keit. Die Wand en­det mit ei­nem Sys­tem von Schutt­re­geln.

Wei­ter auf­wärts über Re­geln und ein­fa­che Fel­sen 100 m bis zu ei­nem Fel­sen-"Fin­ger" von 10 m Hö­he.

Zwei­ter Schlüs­sel­ab­schnitt: Auf­stieg in den Spalt zwi­schen der Wand und dem "Fin­ger", dann von ei­ner klei­nen Plat­te im obe­ren Teil des "Fin­gers" auf die Wand über­tre­ten und nach rechts auf­wärts klet­tern. Nach 50 m schwie­ri­gem Klet­tern wird das Re­li­ef fla­cher.

Von hier aus auf ein­fa­chen Fel­sen 20 m un­ter ei­nen über­hän­gen­den Gen­dar­men be­we­gen. Drit­ter Schlüs­sel­ab­schnitt: der Gen­dar­me wird links um­gan­gen. 50 m schwie­ri­ges Klet­tern. Im un­te­ren Teil des Gen­dar­mens be­fin­det sich ein kur­zer, über­hän­gen­der Ab­schnitt mit we­ni­gen Griff­mög­lich­kei­ten — 6 m 95° — wird mit Hil­fe von ein­fa­chem ITO oder durch Un­ter­stüt­zung des Vor­klet­ters über­wun­den. Wei­ter wird das Re­li­ef fla­cher und ein­fa­cher. Ent­lang des lin­ken Teils des in­ne­ren Winkels be­we­gen, der oben senk­recht wird und ge­gen einen Über­hang stößt. Der Über­hang wird links um­gan­gen. Nach dem Über­hang folgt ein kur­zer Schutt­hang, der auf eine Re­gel führt. Auf der Re­gel be­fin­det sich der zwei­te Kon­troll­punkt.

Nach 40 m ein­fa­cher Fel­sen er­reicht man den Gip­fel­do­m. Der Auf­stieg zum Gip­fel über Schnee oder Schutt be­trägt 80 m.

Ab­stieg:

  • Über den West­grat zum Über­gang, wei­ter auf dem Pfad
  • O­der über den brei­ten Schutt­ku­luar, oh­ne den Über­gang zu er­re­chen

Der Ab­stieg zum Ba­sisl­a­ger be­nö­tigt 1 Stun­de.

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Li­nie der Route

Fo­to­gra­fie vom 20. Sep­tem­ber 2013 um 16:17 Uhr von der Mo­rä­ne un­ter der Route.

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Sche­ma der Route in Sym­bo­len UIAAimg-2.jpeg

Kar­ten­sche­ma des Ge­biets (Ps­kem­ge­bir­ge)

Emp­foh­lenes Aus­rüs­tungs­ma­te­ri­al für eine Grup­pe von 3 Per­so­nen:

  • Haupt­sei­l 50–60 m — 2 Stück
  • Ver­bin­dungs­mit­tel — 10 Stück, da­run­ter Schlin­gen oder Stie­gen — 1 St.
  • Fel­sen­häm­mer — 2 St.
  • Haken: An­ker­ha­ken — 3 St., U-Ha­ken — 3 St., sons­ti­ge — 6 St.
  • Ver­keil­el­e­men­te Typ "Se­gel" — 1 Kom­plett (10 St)
  • Friends — 1 Kom­plett (12 St) e-mail: alpi­nis­to­ry@gmail.com

Quellen

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