I. PÄSSEPORT FÜR DIE BERGTOUR
- Klasse der Bergtour – technisch
- Gebiet der Bergtour, Gebirgskamm – N-3 Tian Shan, Talas-Kamm
- Gipfel, seine Höhe, Route der Bergtour – Südlicher Manas, 4512 m, durch die Mitte der Nordwand des Ostgrats
- Vorgeschlagene Schwierigkeitskategorie – 5B
- Charakteristik der Route: Höhenunterschied – 1000 m, Länge der Abschnitte mit 5–6 k/Tr., 537 m, durchschnittliche Steilheit – ~75°
- Eingeschlagene Haken: für die Sicherung – Fels 116, Eis-, Bohrhaken –; für die Schaffung von ITO: Fels – 25, Eis-, Bohrhaken –
- Anzahl der Marschstunden – 30
- Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik: zwei Übernachtungen: an der Wand – halb liegend für zwei Personen; am Ostgrat – gute liegende Position
- Nachname, Vorname, Vatersname des Leiters, der Teilnehmer und ihre Qualifikation: im Doppel Krapivin V.N., KMS; Parshin V.S., KMS
- Trainer der Mannschaft: Troshchinenko L.A., MS der UdSSR
- Daten des Aufbruchs zur Route und der Rückkehr: 5. Mai 1981 – 8. Mai 1981

Abb. 1. Ansicht der Nordwand des Ostgrats von Südlicher Manas

Abb. 2. Fotografie des wandnahen Teils der Bergtourroute

Abb. 3. Fotografie des Profils des wandnahen Teils der Bergtourroute
III. Kurze Beschreibung des Anmarsches zur Route auf den Südlichen Manas (4512 m) durch die Mitte der Nordwand des Ostgrats (5B Kat. Schwierigkeit)
Vom Basislager "Mazar" auf dem Weg nach oben 3–3,5 Stunden Anmarsch zu den "Mai-Übernachtungen" unter dem Hang des Manas. Höhenmarke der Übernachtungen laut Höhenmesser 3300 m.
Von den "Mai-Übernachtungen" nach oben über die Moräne unter die Nordwand des Ostgrats des Südlichen Manas 1,5–2,0 Stunden.
Ort des Sturm-Lagers. Das Objekt der Bergtour – die dominierende schwarze Fels-Wand im Zentrum des Nordhanges des Ostgrats mit einem charakteristischen Fels-Eis-Kar, das die Wand links-unten-rechts in zwei Teile teilt.
Die Route der Bergtour führt durch die Mitte des rechten Teils (siehe Abb. 1, 2).
IV. Tabelle der Hauptcharakteristika der Bergtourroute

| Datum | Bezeichnung des Abschnitts | Durchschnittliche Steilheit (Grad) | Länge (m) | Charakter des Reliefs | Schwierigkeit | Zustand | Wetterbedingungen | Haken: Fels | Haken: Eis | Haken: Bohrhaken |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05.05.81 | R0–R1 | 30 | 100 | Schneehang | 2 | Schnee | gut | gleichzeitige Bewegung | ||
| R1–R2 | 45 | 3 | Bergschrund | 3 | Schneebrücke | Sicherung durch Eispickel | ||||
| R2–R3 | 45–50 | 100 | Schneehang | 3 | Schnee | Sicherung durch Eispickel | ||||
| Ende der | R3–R4 | 50–60 | 30 | Platte | 5 | Schnee, Eis | 4 | |||
| Bearbeitung | ||||||||||
| 06.05.81 | R4–R5 | 50–60 | 120 | Felsband | 5 | Schnee, Eis auf Felsen | 13 | |||
| R5–R6 | 60 | 10 | Kar | 3 | Schnee, Eis | 2 | ||||
| R6–R7 | 65–70 | 70 | Felsband für eine Person | 5 | zerbrochene Felsen, Eis | 16, U | ||||
| R7–R8 | 80 | 30 | Innenwinkel | 5 | zerbrochene Felsen | 7 | ||||
| R8–R9 | 90–95 | 7 | überhängende Felsen | 6 | monolithische Felsen | 3 | 3 | |||
| R9–R10 | 85 | 20 | Innenwinkel | 5 | zerbrochene Felsen | 9 | 2 | |||
| R10–R11 | 80 | 35 | Wand | 6 | Felsen, monolithisch | 9 | 2 | |||
| Kontroll-Tour Biwak | ||||||||||
| 07.05.81 | R12–R13 | 70 | 25 | Wand | 5 | zerbrochen | zufriedenstellend | 6 | 2 | |
| R13–R14 | 80 | 50 | Innenwinkel | 5 | zerbrochene Felsen | zufriedenstellend | 12 | 2 | ||
| R14–R15 | 80 | 20 | Kamin mit Pfropfen | 5–6 | zerbrochene Felsen | 6 | 3 | |||
| R15–R16 | 40 | 20 | Schneegrat | 4 | Schnee | 2 | ||||
| R16–R17 | 70 | 110 | rechter Kanten der Wand | 5–6 | angefrorenes Eis | 30 | U | |||
| R17–R18 | 40–45 | 120 | Schneegrat auf Eis | 4 | Schnee auf Eis | 10 | ||||
| Biwak | ||||||||||
| 08.05.81 | R18–R19 | 25–30 | 200 | Schneegrat | 2 | Schnee | schlecht | gleichzeitige Bewegung | ||
| R19–R20 | 50 | 50 | Schneegrat | 3 | Schnee | Sicherung durch Eispickel | ||||
| R20–R21 | 60 | 10 | Kar | 4 | angefrorenes Eis | 2 | 0 | 0 | ||
| R21–R22 | 90 | 200 | Grat | 3 | zerbrochene Felsen | Vorsprünge | ||||
| R22–R23 | 45 | 200 | Grat | 4 | zerbrochene Felsen | 5 Vorsprünge | ||||
| R23–R24 | 60–70 | 120 | Wand | 4 | monolithisch | 12 Vorsprünge | ||||
| R24–R25 | 30 | 220 | Grat | 2 | zerbrochene Felsen | gleichzeitige Bewegung | ||||
| R25–R26 | 80 | 20 | Wand | 4 | monolithisch | Abstieg am Seil mit Nachziehen | ||||
| R26–R27 | 40 | 80 | Grat | 3 | zerbrochene Felsen | Vorsprünge |
V. Kurze Erläuterung zur Tabelle der Hauptcharakteristika der Bergtourroute
Abschnitt R0–R3. In der ersten Hälfte des Sommers wird er auf dem Schnee überwunden. Später sind im Bereich des Bergschrunds und darüber Eisauftritte möglich. Die Überwindung des Bergschrunds ist rechts vom Verlauf vorzuziehen.
Abschnitt R3–R6. Bewegung auf der Platte und dem Felsband, bedeckt mit Schnee (Eis) mit Haken-Sicherung. Die Haken werden in die Felsen rechts vom Verlauf eingeschlagen.
Abschnitt R6–R7. Durchqueren eines kleinen Kars mit angefrorenem Eis, Ausgang auf die rechte Wand. Weiterhin Bewegung auf dem deutlich ausgeprägten schmalen geneigten Felsband unter den überhängenden Felsen rechts, das nach oben rechts-links führt. Der große Kar, in dem Steinschlag möglich ist, bleibt unten links.
Abschnitt R7–R10. Bewegung direkt nach oben in Richtung des hervorstechenden roten Steins im oberen Teil des rechten Kanten der Wand. Bewegung auf stark zerklüfteten und geglätteten Felsen. Besondere Aufmerksamkeit ist auf die Wahl der Sicherungsstellen und -mittel zu richten:
- die Verwendung von Keilen ist wegen der großen Anzahl "lebender" Steine und des blockartigen Aufbaus der Felsen nicht zweckmäßig;
- es werden vorzugsweise Blatt-Haken verwendet.
Schlüsselstelle – überhängende Felsen auf dem Abschnitt R8–R9. Nach dem Abschnitt R8–R9 15 m nach oben beginnen, die Wand nach rechts zu traversieren (Abschnitt R10–R11).
Abschnitt R10–R11. Sehr schwieriges Klettern auf geglätteten Felsen. Wenige Stellen für das Einschlagen von Haken. Am Ende – Traversieren, schmaler Sims mit Kontroll-Tour.
Abschnitt R11–R12. Nach dem Überwinden des Kamins nach rechts-oben (20 m) ist ein Biwak auf einem Sims für zwei Personen möglich. Eine Übernachtung für zwei oder mehr Seilschaften ist nur getrennt möglich. Bis dahin gibt es an der Wand keine bequemen Biwakplätze.
Abschnitt R12–R15. Vom Biwakplatz aus – Traversieren auf dem Sims nach links unter den Innenwinkel, der mit einem Kamin endet, der auf den rechten Kanten der Wand oberhalb des hervorstechenden roten Steins führt. Guter Biwakplatz.
Abschnitt R15–R17. Nach dem Überwinden des spitzen Schneegrats Bewegung auf dem Kanten der Wand, wobei der Fels-Eis-Graben rechts bleibt. Bewegung – auf Felsen mit angefrorenem Eis.
Abschnitt R17–R18. Bewegung auf dem steilen Schneegrat mit Haken-Sicherung auf Felsinseln. In der zweiten Hälfte des Sommers sind Eisabschnitte möglich.
Nach dem Erreichen des Ostgrats Bewegung auf der Route der 3B Kat. Schwierigkeit.
VI. Schematische Bezeichnung des wandnahen Teils der Route nach UIAA

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