Aufstiegspass

  1. Aufstiegsklasse — technisch.
  2. Aufstiegsgebiet — Tian Shan, Čatkal-Gebirgskette.
  3. Aufstiegsweg — auf den Gipfel des Großen Čimgan über die nordöstliche Wand. Höhe des Gipfels — 3207 m ü. NN.
  4. Aufstiegsmerkmale:
    • Höhenunterschied — 2000 m;
    • durchschnittliche Steilheit — 62°;
    • Länge des schwierigen Abschnitts — 700 m.
  5. Eingeschlagene Haken:
    • Fels — 35
    • Eis —
    • Bohrhaken — .
  6. Anzahl der Gehstunden — 20.
  7. Anzahl der Übernachtungen und ihre Charakteristik — eine Übernachtung auf einer guten Plattform in der Nähe des Gipfelgrats.
  8. Name der Mannschaft — Zentralsowjet der DSO "Mehnat".
  9. Nachname, Initialen des Leiters, der Teilnehmer und ihre Qualifikation: I Gruppe
    • Galkin S.P. — 1. Sportkategorie
    • Berežnaja L.A. — KMS (Kandidat Meister des Sports)
    • Popov G.Ja. — 1. Sportkategorie
    • Coj V. — 1. Sportkategorie II Gruppe
    • Ivanov E.P. — 1. Sportkategorie
    • Zajnutdinov G.S. — 1. Sportkategorie
    • Korovkin O.A. — KMS
    • Koroljov M. — KMS
    • Perciger F.I. — 1. Sportkategorie
    • Šugaev S. — KMS
  10. Trainer der Mannschaft — Tysjačnaja G.G.

II. Daten des Aufbruchs und der Rückkehr — - I Gruppe — 30. April 1977 — 1. Mai 1977 - II Gruppe — 2. Mai 1978 — 3. Mai 1978

Beschreibung der Route

des Aufstiegs auf den Gipfel des Großen Čimgan über die nordöstliche Wand. Der Große Čimgan mit einer Höhe von 3207 m ü. NN liegt in der Čatkal-Gebirgskette im Tian Shan. Das Gebiet ist erschlossen und bevölkert. Ende April — Anfang Mai finden hier traditionelle Alpinaden statt. Zu diesem Zeitpunkt folgt auf einen schneereichen Winter ein launisches Frühjahr mit reichlichen Niederschlägen. Ende April liegt die untere Grenze der Schneefelder auf einer Höhe von 1400–1600 m, der Gipfel ist vollständig mit Schnee bedeckt, der oft lawinengefährlich ist.

Die Route beginnt aus dem Basislager im Tal "12 Schlüssel". Nach dem Passieren des Pereval Pesočnyj gelangt man in das Tal des Gulikamsaj. Abstieg bis zur ersten Mündung, dann nach rechts — hinauf in Richtung der NO-Wand, zunächst entlang des Bachs, dann über das Schneefeld. Beim Abstieg vom Pass ist die Route sehr gut einsehbar.

Abschnitt R0–R1: über eine schneebedeckte Rinne, rechts um den steilen Felsabbruch mit schwarzen Flecken unten herum. Bewegung auf dem Schneefeld 400 m, 30°. Weiterhin verengt sich die Rinne und führt nach links — 250 m, 45°, gleichzeitige Bewegung auf dichtem Schnee. Aufstieg über eine steile Geröllrinne nach links unter den Beginn des Wandteils der Route zum Kontrollturm Nr. 1 (80 m, 50°).

Abschnitt R2–R3: Bewegung von Turm weg über die Wand 60 m, 75°, die im unteren Teil durch Geröllbänke gekennzeichnet ist. Klettern mittlerer Schwierigkeit, Sicherung an Vorsprüngen.

Abschnitt R3–R4: weiter über einen spitzen, zerstörten Grat 120 m, 45° unter eine graue Wand mit weißen Flecken und Überhang. Bewegung auf dem Grat gleichzeitig, Sicherung an Vorsprüngen.

Abschnitt R4–R5 — Schlüsselstelle. Aufstieg über die Wand hinauf unter Anwendung künstlicher Haltepunkte mit anschließendem Traversieren nach rechts. Klettern sehr schwierig 40 m, 80°. Haken-Sicherung (9 Stück). Im unteren Teil — Keile, oben — Petzhaken. Monolith ist glatt und wird auf Reibung passiert. Kein Umgehen möglich. Eventuell Hochziehen von Rucksäcken.

Abschnitt R5–R6: weiter hinauf über die Wand 40 m, 70°, Klettern schwierig, Haken-Sicherung (5 Stück). Monolith mit wenigen Spalten.

Abschnitt R6–R7: Aufstieg auf die Wand, die aus "Widderstirnen" besteht, Spalten sind mit angefrorenem Eis gefüllt. Bewegung über die Wand von rechts nach links 60 m, 60°, so schnell wie möglich — Steinschlaggefahr! Haken-Sicherung — 5 Stück.

Abschnitt R7–R8: weiter 40 m, 45° nach links — hinauf zum Beginn einer inneren Ecke, die von rechts nach links geneigt ist. Haken-Sicherung — 3 Stück.

Abschnitt R8–R9: unterer Teil der Ecke ist mit angefrorenem Eis gefüllt. Über die Ecke hinauf 50 m, 70°. Viele lose Steine. Überhang im oberen Teil wird links umgangen. Haken-Sicherung — 6 Stück.

Abschnitt R9–R10: über einen zerstörten Grat — drei schräge Geröllbänke — aufwärts nach rechts zu einer mit Schnee gefüllten Rinne. Abwechselnde Sicherung an Vorsprüngen 120 m, 50°.

Abschnitt R10–R11: im unteren Teil der Rinne 20 m, 85°, angefrorenes Eis, Klettern schwierig, viele lose Steine. Am Sicherungspunkt können sich nur zwei Personen unterstellen — nicht sammeln! Haken-Sicherung — 5 Stück.

Abschnitt R11–R12: Rinne wird flacher 70 m, 70°. Klettern ist durch einzeln liegende Steine sehr erschwert. Im oberen Teil viel Schnee. Haken-Sicherung — 6 Stück. Nach der Rinne — Turm Nr. 2. Wandteil der Route ist passiert. Die Wand ist logisch, Umgehungen weder rechts noch links sind möglich. In einzelnen Jahren kann es an den Felsen Eis fehlen.

Abschnitt R12–R13: über einen Geröllgrat 300 m, 45° bis zu einem zerstörten Felsgrat mit vielen kleinen Gendarmen. Gleichzeitige Bewegung.

Abschnitt R13–R14: Bewegung auf dem Grat 400 m, 30° um die Gendarme herum mit Aufstieg auf eine gute Plattform. Übernachtung.

Abschnitt R14–R15: Aufstieg um 5 Uhr morgens, Frühstück und Aufbruch auf die Route. Aufstieg über einen Geröllhang 160 m, 45° auf den Gipfelgrat. Gleichzeitige Bewegung.

Abschnitt R15–R16: Gipfelgrat ist mit einer dicken Schneeschicht bedeckt, ausgenommen steile Gendarme. Aufstieg auf dem Grat 120 m, 30°, Schnee hält gut, gleichzeitige Bewegung. Rechts vom Weg liegt der Zentralgrat, Kategorie 2B.

Abschnitt R16–R17: über ein nicht steiles Schneefeld 400 m, 20° gleichzeitig auf einem spitzen Felsgrat.

Abschnitt R17–R18: Aufstieg über einen Felsgendarmen 80 m, 45°. Schnee nahe den Felsen ist locker und hält schlecht. Sicherung an Vorsprüngen.

Abschnitt R18–R19: Abstieg 40 m, 35° mit abwechselnder Sicherung an Vorsprüngen.

Abschnitt R19–R20: über einen Felsaufschwung gleichzeitig 60 m, 40°. Schnee in den Mulden.

Abschnitt R20–R21: über einen flachen Schneehang 500 m, 15°, gleichzeitig.

Abschnitt R21–R22: Abstieg über steile Felsen 50 m, 50° mit abwechselnder Sicherung an Vorsprüngen.

Abschnitt R22–R23: Felsaufschwung mit Schnee 160 m, 45°, abwechselnde Sicherung am Eispickel.

Abschnitt R23–R24: über einen flachen Schneehang 400 m, 15° — Aufstieg auf den Gipfel, Turm Nr. 3.

Abstieg über den Westgrat auf der Route 1B Kategorie. Die Route dauerte 30 Stunden. 35 Fels-Haken eingeschlagen. Anzahl der Gehstunden — 20.

TABELLE DER HAUPTCHARAKTERISTIKA DER AUFSTIEGSROUTE auf den Gipfel des Großen Čimgan über die nordöstliche Wand, Kategorie 4A (ungefähr)

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12345678910111213
30.04: 7–845°40 mPlattenabwechselnd, Hakengut20 Min.: 3
30.04: 8–970°50 minnere Ecke mit Eisabwechselnd, Hakengut60 Min.: 6
30.04: 9–1050°120 mzerstörter Gratabwechselnd, an Vorsprüngengut40 Min.: —
30.04: 10–1185°10 mRinne mit Eisabwechselnd, Hakengut30 Min.: 5
30.04: 11–1270°70 mRinne, zerstörte Felsen, Schneeabwechselnd, Hakengut60 Min.: 6
30.04: 12–1345°300 mGeröllgratgleichzeitiggut30 Min.: —
30.04: 13–1430°400 mzerstörter Gratabwechselnd, an Vorsprüngengut30 Min.: —gute Plattform auf ebenem Grund
01.05: 14–1545°160 mGeröllhanggleichzeitiggut—06:00, 10 Min.: —
01.05: 15–1630°120 mSchneegratgleichzeitiggut20 Min.: —
01.05: 16–1720°400 mspitzer Schneegratgleichzeitiggut20 Min.: —
01.05: 17–1845°80 mGendarmabwechselnd, an Vorsprüngengut20 Min.: —
01.05: 18–1935°40 mGendarmabwechselnd, an Vorsprüngengut15 Min.: —
01.05: 19–2040°60 mFelsgratabwechselnd, an Vorsprüngengut20 Min.: —
01.05: 20–2115°500 mSchneehanggleichzeitiggut20 Min.: —
01.05: 21–2250°50 mFelsgratabwechselnd, an Vorsprüngengut20 Min.: —
01.05: 22–2345°160 mGrat mit Schneeabwechselnd, am Eispickelgut20 Min.: —
01.05: 23–2415°400 mSchneehanggleichzeitiggut15 Min.: —

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Geröllrinne (Abschnitt R1–R2). Aufstieg zum ersten Kontrollturm. img-4.jpeg

Schlüsselstelle (Abschnitt R4–R5). Aufstieg aus dem Überhang mit anschließendem Traversieren nach rechts entlang einer horizontalen inneren Ecke, deren Wand ebenfalls überhängt. img-5.jpeg

Der Erste passiert die glatten Platten auf Abschnitt R5–R6.

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Abwechselnde Bewegung mit Sicherung an Vorsprüngen auf dem zerstörten Grat (Abschnitt R9–R10).

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Profil des Gratteils der Route M 1:20000

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Gesamtansicht des Großen Čimgan von Westen. Die Route auf den Gipfelgrat und ein Teil des Abstiegs über den Westgrat sind markiert. img-11.jpeg

Angehängte Dateien

Quellen

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